Forum: Gesundheit
Jesper Juul antwortet: Was mache ich, wenn Kinder beim Spielen aggressiv werden?
Corbis

Bei manchen Geschwistern eskalieren harmlose Situationen regelmäßig zu Streit. Wann sollten Erwachsenen einschreiten? Und vor allem wie? Tipps vom Pädagogen Jesper Juul.

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Alfons Emsig 12.02.2016, 13:37
20. @agt69

Zitat von agt69
Es hat nichts mit PC zu tun, seine Kinder nicht zu schlagen, sondern mit der Botschaft, die man den Kindern dadurch vermittelt. Nämlich dass Gewalt ein legitimes Mittel zur Lösung von Konflikten ist und dass der stärkere Recht hat. Ganz abgesehen von der Demütigung und dem Gefühl des ausgeliefert sein, das bei dem Kind erzeugt wird. Ich habe selbst 2 Kinder und kann verstehen, wenn Eltern in Extremsituationen die Kontrolle über sich verlieren und ihnen die Hand ausrutscht. Trotzdem ist es von Grund auf falsch, Schläge als angemessenes Mittel der Erziehung zu propagieren.
So ist es - allerdings wird physische Bestrafung von den Kinden sicher nicht immer als probates Mittel der Erziehung angesehen, welches sie später für sich selbst übernehmen. Mein Vater in den Siebzigerjahren hat mir ebenfalls (wenn auch sehr selten und nie ohne Anlass) die eine oder andere Backpfeife verabreicht. Inzwischen hat er sich bei mir dafür entschuldigt und mich gebeten, so etwas bei meinen Kindern niemals zu tun - nicht dass ich allerdings auch nur auf die Idee gekommen wäre.

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tatjuscha 12.02.2016, 14:00
21. Naja.

Mit Ihrer ersten Antwort bin ich ja gar nicht einverstanden, Herr Juul. Kinder haben verschiedene Entwicklungsphasen, zu denen auch eine Zeit gehört, in der sie durch Hormonschübe aggressiv werden. Andere Kinder können mit Frust schlecht umgehen und tragen ihren Ärger weiter: sie werden vielleicht selbst verprügelt auf dem Schulhof und prügeln zuhause die kleine Schwester. Die ist schwächer, und der Druck ist abgelassen. Andere Situationen sind auch denkbar. Da geht es selten um einen großen Konflikt, der bei Kaffee und Kuchen geklärt werden kann! Da gilt es, zu vermitteln: Gewalt ist tabu. Grenzen setzen eben. Auch hier ist im Zweifelsfall eine Familienberatung angesagt.

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Knock 12.02.2016, 14:07
22.

Zitat von themistokles
Es ist erstaunlich, dass ein (Zitat) "Klaps auf dem Po" mittlerweile als Schläge und Gewalt gegen Kinder gedeutet wird. Mit einem gewissen Widerspruch habe ich ja gerechnet (nicht umsonst habe ich es ja so geschrieben ;-)), aber die Auslegung meiner Worte finde ich schon interessant ("Steinzeit-Kind", "grausig", "armselig", etc.). Scheinbar sind die letzten Jahrzehnte Kuschelpädagogik wirklich nicht spurlos an unserer .......
Als Fazit kann man hier ziehen, das sie nicht in der Lage sind sich mit einem 6jährigen zu unterhalten, da sie nicht auf einer Stufe stehen...
Aha.

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wiesei 12.02.2016, 14:08
23. @themistokles

Sie sagen also, dass Ausspielung von körperlicher Überlegenheit und anschliessedes Verursachen von kötperlichen schmerzen keine Gewalt ist? Dann wird es ihnen wohl nichts ausmachen, wenn jemand Ihnen auf der Straße aufeinmal einen "klaps ins Gesicht" verpasst.

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themistokles 12.02.2016, 14:29
24.

@#23 und #24

Versuchen sie es doch einfach mal mit Argumenten und vollständigen, deutschen Sätzen. Ich sehe in ihren Beiträgen eigentlich nur persönliche Beleidigungen.

Wie auch immer, ich bin raus hier. Schon krass, mit welchen Anfeindungen man sich miitlerweile im SPON- Forum konfrontiert sieht.

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JaSi 12.02.2016, 14:45
25. Wer keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten!

Es ist erstaunlich, dass ein (Zitat) "Klaps auf dem Po" mittlerweile als Schläge und Gewalt gegen Kinder gedeutet wird. Mit einem gewissen Widerspruch habe ich ja gerechnet (nicht umsonst habe ich es ja so geschrieben ;-)), aber die Auslegung meiner Worte finde ich schon interessant ("Steinzeit-Kind", "grausig", "armselig", etc.). Scheinbar sind die letzten Jahrzehnte Kuschelpädagogik wirklich nicht spurlos an unserer Gesellschaft vorbeigezogen.
--> Ein "Klaps auf den Po" ist nichts anderes als Gewalt gegenüber dem Kind. Da muss man sich gar nicht bemühen, es klein zu reden oder zu verharmlosen.

Welche Botschaft sende ich einem Kind mit einem kleinen Klaps (und nur um diesen geht es!!) aus? Das Gewalt ein legitimes Mittel der Lösung ist? Oder nicht doch eher "jetzt ist aber Schluß"?

--> Nein, die Botschaft lautet: Ich bin unfähig mit meinen Worten und Argumenten weiter zu kommen, daher greift jetzt das Recht des Stärkeren. Es zeigt eindeutig die Hilflosigkeit und Unfähigkeit des Erziehenden der zu solchen Mitteln greift!

Eltern haben die Aufgabe, ihre Kinder zu ERZIEHEN. Eltern sind nicht die "besten Kumpels" ihrer Kinder sondern stehen über ihnen! Ja, sie müssen sogar über ihnen stehen. Ansonsten funktioniert Erziehung nicht! Leider ist aber genau das das Kernproblem heutiger Erziehung (und Erziehungs"ratgeber"). Eltern stellen sich mit ihren Kindern auf eine Stufe und machen sich ihnen gleich (man will ja nicht, dass das Kind böse auf einen ist). Anstatt klare Ansagen zu machen, wird durch Stuhlkreis und Stille Treppe versucht, ein Erziehungsproblem wegzudiskutieren. Oftmals mit Worten und Argumenten, die ein 6 jähriges Kind noch gar nicht verstehen kann.

--> 6-jährige Kinder verstehen eine ganze Menge. Aber sie sind auch trotzig und wollen ihren Willen durchsetzen.
Klare Ansagen kommen auch an, aber an der Durchsetzung und Konsequenz haperts.
Ich frage mich, welche Erziehungsratgeber Sie lesen (müssen?) bei denen die Eltern auf derselben Stufe stehen, wie ihre Kinder. Aber zeigen Sie mir EINEN Ratgeber, der dies propagiert oder den "Klaps auf den Po" als legitimes Mittel propagiert ...

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hemithea 12.02.2016, 16:07
26. Na prima

Die Kinder raufen sich, das Stärkere setzt sich durch und den Eltern fällt nichts Besseres ein, als ein Klaps auf den Popo. Das nenne ich mal bestes Vorbild von Lösen von Konflikten. Dann braucht man sich über die nächste Prügelei nicht mehr wundern

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Sibylle1969 12.02.2016, 16:31
27. @12

Mit Verlaub, auch wenn es die 70er und 80er waren, aber die Erziehung meiner Eltern war alles andere als antiautoritär. Meine Eltern waren definitiv keine 68er, sondern stockkonservativ. Das Nichteingreifen war eher Zeitmangel und Überforderung geschuldet, so nach dem Motto, lasst mich mit euren Streitereien in Ruhe.

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agt69 12.02.2016, 19:37
28. Warum ist der Klaps nötig?

Zitat von themistokles
Es ist erstaunlich, dass ein (Zitat) "Klaps auf dem Po" mittlerweile als Schläge und Gewalt gegen Kinder gedeutet wird. Mit einem gewissen Widerspruch habe ich ja gerechnet (nicht umsonst habe ich es ja so geschrieben ;-)), aber die Auslegung meiner Worte finde ich schon interessant ("Steinzeit-Kind", "grausig", "armselig", etc.). Scheinbar sind die letzten Jahrzehnte Kuschelpädagogik wirklich nicht spurlos an unserer Gesellschaft vorbeigezogen. Welche Botschaft sende ich einem Kind mit einem kleinen Klaps (und nur um diesen geht es!!) aus? Das Gewalt ein legitimes Mittel der Lösung ist? Oder nicht doch eher "jetzt ist aber Schluß"? Eltern haben die Aufgabe, ihre Kinder zu ERZIEHEN. Eltern sind nicht die "besten Kumpels" ihrer Kinder sondern stehen über ihnen! Ja, sie müssen sogar über ihnen stehen. Ansonsten funktioniert Erziehung nicht! Leider ist aber genau das das Kernproblem heutiger Erziehung (und Erziehungs"ratgeber"). Eltern stellen sich mit ihren Kindern auf eine Stufe und machen sich ihnen gleich (man will ja nicht, dass das Kind böse auf einen ist). Anstatt klare Ansagen zu machen, wird durch Stuhlkreis und Stille Treppe versucht, ein Erziehungsproblem wegzudiskutieren. Oftmals mit Worten und Argumenten, die ein 6 jähriges Kind noch gar nicht verstehen kann. Manchmal frage ich ich wirklich, wie Kindererziehung all die Jahrhunderte rund um den Globus funktionieren konnte. Nach den Worten und Vorschlägen vieler Kinderpädagogen müsste die Welt ja nur erziehungsgeschädigten Menschen bestehen....
Natürlich müssen Eltern ihre Kinder erziehen und natürlich müssen sie dazu über ihren Kindern stehen. Aber warum muss dazu ein Klaps nötig sein? Und was machen Sie, wenn der Klaps nicht die gewünschte Wirkung zeigt? Wird dann eben etwas fester zugeschlagen? Oder halt ins Gesicht statt auf den Po?

So wie Sie das darstellen, wird aus einem Kind, das nicht geschlagen wird, zwangsläufig ein unerzogener Rabauke ohne Grenzen und Benehmen. Auch das Argument, ein 6 jähriges Kind würde Argumente nicht verstehen, zieht für mich nicht. Selbst einem 2 jährigen kann man mit Worten klarmachen, dass jetzt "Schluss ist". Es ist aber natürlich etwas aufwändiger und anstrengender, als der schnelle Klaps auf den Po.

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annett 12.02.2016, 20:22
29.

Zitat von agt69
Natürlich müssen Eltern ihre Kinder erziehen und natürlich müssen sie dazu über ihren Kindern stehen. Aber warum muss dazu ein Klaps nötig sein?
Es ist amüsant, dass viele Menschen noch immer an den Mythos der Erziehung glauben. Es ist mittlerweile erwiesen, dass es völlig peripher ist, ob ein Kind geschlagen wird oder nicht. Lediglich die Beziehung zu den Eltern wird daduch geprägt.

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