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Junge Amerikaner: Früher gab es mehr Sex
Getty Images/ Andrew Lichtenstein

Sie verabreden sich übers Internet, sehen Pornos - und haben trotzdem weniger Sex als frühere Generationen. Das zeigt eine US-Befragung junger Erwachsener. Auch die Deutschen halten sich oft zurück.

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ergo-oetken 03.08.2016, 19:43
40. Normalisierung

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde Sex tabuisiert, in den 60er Jahren setzte dann eine Phase der Idealisierung ein, die so genannte "Sexuelle Revolution". Auch die ist mittlerweile überwunden. ExpertInnen zu Folge haben die jungen Menschen von heute eine eher pragmatische Einstellung allem Sexuellen gegenüber. Sexualität, ob für sich oder mit Anderen gelebt, ist ihnen wichtig, aber nicht mehr so zentral wie bei früheren Generationen noch https://de.scribd.com/doc/50053587/A...exualitat-2010 Die als "Missbrauchtsunami" bezeichnete Debatte um die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen hat gezeigt, dass unsere Gesellschaft, also wir alle, in der heutigen Zeit sogar in der Lage sind, über die negativen und ambivalenten Seiten des sexuellen Alltags zu sprechen und bei aller Toleranz und Aufgeklärtheit wissen, wo die Grenzen sind. Und das ist doch ein gutes Zeichen.

Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

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Gaztelupe 03.08.2016, 20:24
41. Kein Wunder

In Zeiten trivialisierter Sexualität ist ein Nachlassen der sexuellen Aktivität alles andere als verblüffend. Nichts gibt es zu entdecken, alles ist schon am Bildschirm gezeigt und womöglich »besser« gemacht worden. Der Sexualtrieb lässt sich durch Masturbation - die glücklicherweise enttabuisiert wurde - bestens befrieden, Fortpflanzung wird als sorgfältig geplantes Vorhaben in den Lebensentwurf integriert oder auch nicht - wozu noch echten Sex?

Zumal parallel die Anforderungen an den Geschlechtsakt steigen: Einfach Sex als das zu haben, was er ist, reicht nicht mehr, er muss neuerdings »gut« sein, also in irgendeiner Weise besonders, wenn nicht spektakulär. Sex als Qualitätsaktivität gewissermaßen. Das macht womöglich wählerisch und die Frequenz sinkt als Folge davon.

Und die Phase sexueller Aktivität wird länger und länger und länger. Nach Möglichkeit bis ins Rentenalter soll sie dauern, allerlei Mittelchen zur Verbesserung der erektilen Funktion stehen zur Verfügung. Man hat also das ganze Leben Zeit es zu treiben, damit muss man's heute niemandem mehr besorgen, wenn's grundsätzlich ein Morgen gibt.

So etwas wie Erotik, ein Mysterium oder eine Andeutung des Möglichen zählt in der digitalen Realität sowieso nicht mehr. Handfeste Geilheit muss es schon sein, die unausweichliche Abstumpfung folgt, wenn nicht auf dem Fuß, dann doch Stück für Stück und Klick für Klick.

Nein, mich verwundert das alles nicht.

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manicmecanic 03.08.2016, 20:45
42. Sex theoretisch immer verfügbar

Ich bin alt aber habe Kontakt zu diversen jungen Menschen aller Schichten.Da fiel mir schon länger auf daß selbst im Teeniealter quasi kaum was passiert,viele haben nie oder nur selten einen Partner.Ich denke es hat mit der medialen Flut in Sachen Sex zu tun daß viele jüngere sich denken,puh wie nervig.Ich finde allerdings auch daß viele junge Mädels heute echt anstrengend sind,die hängen irgendwie zwischen emazipiert aber gleichzeitig soll wie in alten Zeiten ihnen alles vor die Füße gelegt werden.Das haben sie sich wohl bei den älteren abgeguckt.Nicht mehr wirklich auf Suche bin ich ab und zu mal nur zum flirten unterwegs.Wenn ich denn schon mal mit einer rede fällt mir meist schon nach kurzer Zeit auf daß die alle dasselbe bemängeln.Keine richtigen Männer mehr etc.Sie.wollen aber nicht wahrhaben daß sie mit ihrer Zwiespältigkeit-suchen angeblich einen Mann aber dann soll dieser echte Kerl irgendwie auch noch voll emanzipiert sein-oft schon gleich zu Anfang die meisten verscheuchen.Die Mädels tun mir zwar leid aber was kann ich dafür wenn sie schon statistisch immer schlechtere Karten haben.Zahlenmäßig in der Mehrheit und die meisten Männer nach Wunsch sind vergeben und die schwulen werden auch immer mehr.Irgendwie dumm gelaufen mit der Gleichberechtigung.

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albert schulz 03.08.2016, 20:59
43. Um Gottes willen

Pornographie hat nur mit dem Werkzeug selbst zu tun. Mit Sex wenig. Und mit all dem anderen, was damit zusammenhängt, sehr wesentlichen Dingen.

Onanie macht sogar schlechte Laune. Sie nimmt nur den Druck weg. Allerdings auch das Interesse, die Lebendigkeit. Sie ist aber keinesfalls Ersatz für reale Illusionen.

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MephistoX 03.08.2016, 21:16
44. Ja, ...

Zitat von Gaztelupe
In Zeiten trivialisierter Sexualität ist ein Nachlassen der sexuellen Aktivität alles andere als verblüffend. Nichts gibt es zu entdecken, alles ist schon am Bildschirm gezeigt und womöglich »besser« gemacht worden. Der Sexualtrieb lässt sich durch Masturbation - die glücklicherweise enttabuisiert wurde - bestens befrieden, Fortpflanzung wird als sorgfältig geplantes Vorhaben in den Lebensentwurf integriert oder auch nicht - wozu noch echten Sex?
... ich finde diese "Entwicklung" auch gar nicht so "tragisch" oder gar verwerflich: Okay, "echter" Sex - ob nun zu zweit, dritt oder sonstwie - ist in der Tat verdammt geil, allerdings ist zwischendurch der "Solo-Sex" auch ne willkommene Abwechslung, um den Trieb zu befriedigen - letztere Variante ist zudem unverbindlicher und kann in gewisser Weise auch "rücksichtsloser" sein ...

Und ja, die menschliche Sexualität ist vielfältiger und z.T (deshalb) auch gelegentlich "komplizierter", als vielleicht unsere Großväter und -mütter noch annahmen - aber das muss ja kein Nachteil, sondern kann durchaus eine das Leben bereichernde Chance sein.

Von "Studien" über Sexualität halte ich auch nicht sonderlich viel, denn gerade im "privatesten aller Lebensbereiche" ist in meinen Augen grundsätzlich erst mal ALLES "erlaubt", was in gegenseitigem Einvernehmen und auf "Augenhöhe" geschieht - also niemanden schädigt, sondern allen Beteiligten Lust bereitet und Spaß macht.

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Gaztelupe 03.08.2016, 21:31
45.

Zitat von MephistoX
... ich finde diese "Entwicklung" auch gar nicht so "tragisch" oder gar verwerflich: [...] Von "Studien" über Sexualität halte ich auch nicht sonderlich viel, denn gerade im "privatesten aller Lebensbereiche" ist in meinen Augen grundsätzlich erst mal ALLES "erlaubt", was in gegenseitigem Einvernehmen und auf "Augenhöhe" geschieht - also niemanden schädigt, sondern allen Beteiligten Lust bereitet und Spaß macht.
Ja und ja.

Beklagen mag ich mich auch nicht. Soll jeder zusehen, wie er zurechtkommt. Allerdings hat das ständig Verfügbare keinen Wert, und wenn sogar die Imitation allgegenwärtig ist, dann geht schon ein gewisses Kribbeln (okay, blödes Wort) verloren.

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cave68 03.08.2016, 21:57
46. Kann es sein...

....dass die Generation vor 10,20,30 Jahren mehr damit geprahlt hat,wieviele Partner sie hatten?
Kann mich daran erinnern,dass selbst in diversen Medien (vor allem der Zeitung mit den 4 Buchstaben) immer wieder Frauen und Männer auftauchten,die brühwarm erzählten,was ,wo und wie oft sie den tollsten Sex hatten...in meinem Freundeskreis gab es diese menschen ebenfalls.
Ob dies immer der Wahrheit entsprach muss ich heute stark bezweifeln.
Also was daran schlecht sein sollte,dass die heutige Generation-- angeblich wohlgemerkt--weniger Sex hat entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich jedenfalls lasse auch die Finger von Frauen,denen es nicht um die sexuelle Erfüllung geht sondern schlichtweg darum sich dauerhaft durch wechselnde sexuelle Partner selbst zu bestätigen.Diese Sorte Frau (ebenso wie manchem Mann)scheint es wohl auch massenhaft zu geben.
Mit purer Lust hat dies m.E. nämlich nichts zu tun....

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bmvjr 04.08.2016, 03:26
47. Scheuklappen

Wer staendig auf sein Handy guckt, dem entgeht eben das reale Leben. Man muss schon den Kopf heben und das Handy in der Tasche lassen, wenn man einen "Hingucker" warnehmen will. Und wenn der/die andere Person dann eben doch noch mit dem kleinen Bildschirm beschaeftigt ist, sind potentiellen Ansaetzen schon wieder gleich unueberwindliche Grenzen gesetzt. Da bleibt fuer den kurzen Blickfang, das erhaschte Zuruecklaecheln und mehr eben kein Platz.

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thorsten.munder 04.08.2016, 06:58
48. Wen Interessiert das schon

Frauen geht es darum nen Typen zu finden der das Leben absichert mittels Bankkonto guten Job und so davor wird mittels Selfi überprüft ob man Geil genug aussieht um das auch bewerkstelligen zu. Können, und Männern geht es darum einer zu sein der das kann (mit dickem Bankkonto und so) dazwischen gibt es nichts mehr , rein Kapitalistisch eben wir leben im Jahr 2016 und nicht 1976 !

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judas-adolf 04.08.2016, 08:04
49. @ hannibal.barcas und Co.

Was hier einige von sich geben ist unfassbar und ich bin kurz davor die nötige Netiquette zu vergessen! Die Frauen und die Gesetze sind also Schuld daran, dass Männer nicht mehr zum Zug kommen? All jenen, die so denken, wünsche ich wirklich, dass sie mal von einem besoffenen, schmierigen Typen betatscht werden, der tatsächlich nicht begreift, dass Nein eben Nein heißt und das alles nur für einen lustigen Spaß hält! Oder (und das ist noch der harmloseste Fall) als gestört und frigide beschimpft werden, wenn sie Avancen ablehnen. Von Vergewaltigung möchte ich hier mal gar nicht sprechen. Sie haben keine Ahnung, was Frauen manchmal so über sich ergehen lassen mussten und noch müssen. Und bevor sie anfangen von Emanzipation zu schwafeln: trotz aller Errungenschaften der letzten hundert Jahre sind Frauen den Männer in physischer Kraft in aller Regel deutlich unterlegen (im Ernst; kein mickriges Männchen würde sich jemals an einer Walküre vergreifen!)
Davon einmal abgesehen geht aus dem Artikel nicht wirklich hervor, warum die jungen Amerikaner weniger Sex haben. Haben Sie ingesamt weniger Sex oder nur innerhalb oder außerhalb von Beziehungen? Gibt es insgesamt weniger oder mehr feste Beziehungen? Ohne eine Antwort auf diese Fragen lassen sich aus dem Ergebnis kaum die richtigen Schlüsse ziehen.

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