Forum: Gesundheit
Kampf gegen die Masern: Radikale Impfgegner sind nicht das Problem
Guido Mieth/ Getty Images

Deutschland bekommt die Masern nicht in den Griff. Jetzt soll es eine Impfpflicht für Kinder richten. Doch der Plan lässt ein großes Problem außer Acht.

Seite 1 von 10
remedias.cortes 18.07.2019, 17:02
1. Gute Idee!

Ich wurde in den 70ern in der Schule noch gegen alles Mögliche geimpft , beispielsweise Röteln. Das war gut, wenn die Eltern wenig Zeit haben , Kinder zum Arzt zu bringen. Ich verstehe nicht, warum das abgeschafft wurde!

Beitrag melden
Gluehweintrinker 18.07.2019, 17:06
2. Dr. Edward Jenner rotiert in seinem Grab

Impfungen - eine der großartigsten Errungenschaften der Medizin, befreite viele Millionen Menschen vor grauenvollen Infektionskrankheiten, Siechtum, Leid, bleibenden Schäden und Tod. Wie heißt es so schön? Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.

Warum haben wir keine todbringenden Epidemien von Infektionskrankheiten? WEIL wir eine gute Impfquote haben bzw. hatten. Getreu dem Motto "Was nicht auftritt, bedroht mich auch nicht" wiegen sich Impfgegner in Sicherheit, schwätzen Unsinn wie "Das Immunsystem meiner Kinder muss trainiert werden" und wissen - wie fast immer bei den Aluhüteträgern - alles besser als die Experten, die sich qua Studium und Qualifikation mit solchen Dingen befassen.

Wenn Überzeugungsarbeit nicht wirkt, ob es beim Verzicht auf fossile Energieträger geht oder beim Impfen, dann geht es wohl nur über den Geldbeutel. Zahlt Euch arm an Strafen, Impfgegner, oder nehmt Vernunft an.

Beitrag melden
Nordstadtbewohner 18.07.2019, 17:09
3. Eigenverantwortung statt Zwangsmaßnahmen

Ich bin zweifach geimpft (Meine Ärztin überprüft regelmäßig den Impfstatus) und meine Kinder sind auch alle geimpft (selbstverständlich auch gegen Masern), da ich das für wichtig halte. Allerdings bin ich strikt gegen Zwangsmaßnahmen wie zum Bespiel Bußgelder oder Kita-Aussperrungen. Jeder Mensch (und dazu gehören auch Eltern) muss für sich selbst entscheiden, was gut für ihn ist. Wer sich nicht impfen lassen will, der soll das tun und eventuell mit den Konsequenzen leben. Dieser Hang, allen Menschen per Gesetz etwas aufzuzwingen, sollte aufhören.

Aufklärungskampagnen ja, Zwangsmaßnahmen nein.

Beitrag melden
clari.skyrim63 18.07.2019, 17:13
4. Impfungen

Ich werde nie verstehen, wie man als verantwortungsvoller Elternteil seinen Kindern eine Impfung verweigern kann. Damit bringt man nicht nur sein eigenes Kind in lebensgefährliche Situationen sondern auch andere Kinder und unter Umständen sich selber.
Alle in meiner Familie sind geimpft und allen geht es gut. Für mich ist eine Impfpflicht längst überfällig!
Ich würde sogar soweit gehen, dass es sich bei einer Wegerung um Kindeswohlgefährdung handelt! Was Erwachsene machen ist ihnen überlassen. Am Ende wird Dummheit immer bestraft. Ich möchte nicht mein Kind in einen Kindergarten schicken in dem ungeimpfte Kinder sitzen und unter Umständen mein Kind trotz Impfung anstecken! Gut gemacht Herr Spahn!

Beitrag melden
Xiang3025 18.07.2019, 17:14
5. Nischen spät...

Ich frage mich, warum dieses Argument vom Spiegel erst jetzt kommt, nachdem die Impfpflicht quasi da ist. Ist es doch nicht so naheliegend oder offensichtlich, oder war es vor Wochen und Monaten einfach opportuner über Impfgegner zu schreiben? Also im Sinne der Sache: Das hier kommt zum Sommerloch, hätte aber eher gebracht werden sollen.

Beitrag melden
misterknowitall2 18.07.2019, 17:19
6. Hmmm.....

Zitat von Nordstadtbewohner
Ich bin zweifach geimpft (Meine Ärztin überprüft regelmäßig den Impfstatus) und meine Kinder sind auch alle geimpft (selbstverständlich auch gegen Masern), da ich das für wichtig halte. Allerdings bin ich strikt gegen Zwangsmaßnahmen wie zum Bespiel Bußgelder oder Kita-Aussperrungen. Jeder Mensch (und dazu gehören auch Eltern) muss für sich selbst entscheiden, was gut für ihn ist. Wer sich nicht impfen lassen will, der soll das tun und eventuell mit den Konsequenzen leben. Dieser Hang, allen Menschen per Gesetz etwas aufzuzwingen, sollte aufhören. Aufklärungskampagnen ja, Zwangsmaßnahmen nein.
was machen Sie denn, wenn immer wieder Kinder in die Kita kommen und andere anstecken?

Das geht leider über die Selbstbestimmung hinaus und da man so was nicht anders behandeln kann bleibt keine andere Wahl als Pflicht für alle einzuführen, inkl. Strafen, wenn die Pflicht nicht eingehalten wird.

Beitrag melden
mwroer 18.07.2019, 17:25
7.

Wie viele der jungen Erwachsenen wären denn heute nicht erkrankt wenn es schon vor 20 Jahren eine Impfpflicht gegeben hätte liebe Autorin?

Das Problem ist: Es wird bei jedem Gesetz, bei jeder Verordnung und in jedem System eine Gruppe von Menschen geben die sich nicht dran halten will oder durch die Maschen fällt. Das ist aber kein Grund alles ständig zu zerreden und auf eine geniale Eingebung zu warten die *alle* Menschen erfasst.

Das gelingt nicht mal der Steuer. Nur der Tod ist sicher.

Deshalb ist die Impfpflicht der richtige Weg - das dies begleitet werden sollte von mehr Information ist ja keine Frage aber spricht in keinster Weise gegen die Pflicht zur Impfung. Die Freiheit des Einzelnen endet da wo seine Nachlässigkeit das Leben anderer sehr direkt gefährdet. Das ist hier gegeben. Vor allem gefährdet er auch das Leben seiner eigenen Kinder - nicht nur meiner Enkel.

Das ist inakzeptabel.

Beitrag melden
McTitus 18.07.2019, 17:27
8. Natürlich sind die Impfgegner das Problem,

wenn das Ganze objektiv, wissenschaftlich, logisch und nicht esoterisch angegangen wird. Eine Krankheit kann nur dann ausgerottet werden, wenn der Impfschutz lückenlos ist. Hat ja schon mal funktioniert.

Beitrag melden
misterknowitall2 18.07.2019, 17:27
9. Alles gut...

ich bin dafür. Ich frage mich wirklich, warum man die konsequente Impfung von Kinder drangegeben hat? Bei uns wurden damals alle in der Schule gegen allesmögliche geimpft.

Impfgegner haben einfach mächtig ein an der Schüssel, wundert mich aber nicht, viele Diskussionen zeigen ja, dass es sehr merkwürdige Ansichten in der Bevölkerung gibt. Oft durch Unwissen, oft durch falsche Information, Leichtgläubigkeit oder Wunschdenken.

Ich rate jedem mal mit den Eltern eines Masernopfers zu sprechen, wenn das Kind eine Lungenentzündung oder eine Gehirnhautentzündung oder SSPE entwickelt. Komplikationen gibt es bei 10-20%, also keine kleine Quote.

Beitrag melden
Seite 1 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!