Forum: Gesundheit
Kampf gegen die Masern: Radikale Impfgegner sind nicht das Problem
Guido Mieth/ Getty Images

Deutschland bekommt die Masern nicht in den Griff. Jetzt soll es eine Impfpflicht für Kinder richten. Doch der Plan lässt ein großes Problem außer Acht.

Seite 9 von 10
hakim 18.07.2019, 20:04
80. Die geplante Impfpflicht ist ein gefährliches Strohfeuer

Die geplante Impfpflicht für Masern ist meiner Ansicht nach geeignet die Immunität der nächsten Generation massiv zu verschlechtern.

Der Kampf um die raren Kita-Plätze, wird zu einer Verfrühung der 1. und 2. Masernimpfung führen. Je früher die erste Impfung stattfindet, desto schlechter ist der Schutz durch primäres Impfversagen bis zu 15% und ein Mispriming des Immunsystems mit lebenslang schlechterer Abwehr, wenn z.B. vor dem 1. Geburtstag geimpft wird. Die 2. Impfung hat für die allermeisten Kinder (>90%) nur einen Nutzen, wenn sie in grossem Abstand zur 1. geimpft wird. Nur dann hat sie einen Boostereffekt. Deshalb empfehlen fast alle Länder in Europa die erste Impfung erst deutlich nach dem ersten Geburtstag und die 2. frühestens zur Einschulung. Kein Land in Europa ausser D/A impft so früh 2x gg. Masern, aus gutem Grund.
In Deutschland empfiehlt nur die SIKO in Sachsen dieses nachhaltige Impfschema.

Mit der angestrebten Impfpflicht wird die Durchimpfung auf dem Papier vielleicht um 1-2% steigen, die tatsächlich aus diesem Vorgehen resultierende Immunität in 20 Jahren, wird ohne Not deutlich schlechter (-10% schätze ich mal). Aber das fällt uns erst auf die Füße, wenn die Enkelkinder zur Welt kommen. Was in 20 Jahren ist, interessiert doch den SuperSpahn heute nicht. Sollte ihn aber, den seine Generation wird dann mit Masern das größte Problem haben.

Wenn ich an den Aufwand und Frust, den die letzten Impftermine für unsere Kinder verursacht haben, bedenke, verüble ich das keiner Familie, wenn sie das vergessen oder der Impfschutz unvollständig ist.
Da hat man den Halbwüchsigen endlich beim Arzt für Nachuntersuchung und Rezept. Trotz voriger Absprache war es nicht möglich, gleich zu impfen, weil dafür ein gesonderter Termin gemacht werden muss. Den bekam ich dann in 6 Wochen. Wieder da, fehlte plötzlich die Vollmacht des Vaters. Noch nie in 15 Jahren und mit 4 Kindern brauchte ich eine Vollmacht meines Mannes für eine Impfung. Wer gerade Zeit hat geht zu den Terminen... nun alles neu mit neuem Arzt. Also dritter Termin, nach dem Praxisurlaub. Das war ein Kind. Bei den jüngeren Geschwistern kürzlich ähnliches Theater. Ich sollte sagen, was geimpft werden soll. Die Praxis hat offenbar überhaupt keinen Plan mehr, trotz auch hier langer Anlaufzeit, keine Beratung, keine Aufklärung.
Man hat als Mutter nach solchen Erlebnissen das dringende Bedürfnis sich zu informieren und kein Vertrauen in Überblick und Erfahrung der Kinderärzte. Das war mal anders. Hatte auch das Gefühl, es wird überhaupt nicht das Kind behandelt, sondern der PC.

Das dies eher der Regelfall als ein Einzelfall ist, habe ich schon von vielen anderen Eltern gehört. Viele müssen auch erstmal lange nach einem Kinderarzt mit Aufnahmekapazität suchen.

Also:
- komplizierte unübersichtliche Prozesse
- keine strukturierte Beratung und Aufklärung
- fehlendes Vertrauen und Patientenbindung
- überbordende Impfempfehlungen ohne Wichtung

Beitrag melden
Sensør 18.07.2019, 20:09
81. @Frida_Gold #59

Zitat von Frida_Gold
Ja. Indem alle mit gesunden Immunsystem geimpft werden! Mensch, ehrlich, wie oft muss man es denn sagen? Was sollen denn die Menschen mit kaputten Immunsystemen sonst machen - sich in Plastik einschweißen, weil andere glauben, der Pieks kommt von der globalen Weltverschwörung?
Sie übertreiben ein wenig, aber im Prinzip sehe ich es genau so, wie Sie es darstellen. Wer ein schlechtes Immunsystem hat, sollte auf sich entsprechend aufpassen, anstatt aus Bequemlichkeit seine gesamte Umwelt zu irrationalem Verhalten zwingen zu wollen.
Die Natur setzt nicht umsonst auf ein selektives Auswahlsystem, dem sich zu widersetzen es keinen Sinn macht. Der Wunsch nach dem Pieks auf Zwang entstammt einem erbärmlichen Größenwahn.

Beitrag melden
McTitus 18.07.2019, 20:17
82. Klar - Das Problem - das sind immer die anderen.

Wenn jemand sich kategorisch gegen das Impfen ausspricht, hat das eindeutig eine andere Qualität, als eine geforderte und empfohlene Auffrischung auf die lange Bank zu schieben. Auffrischung impliziert ja schon, dass es mindestens ja mal eine Impfung gab.- It just doesn‘t make it allright! - (Stiff Little Fingers)

Beitrag melden
maryam.saleem7837 18.07.2019, 20:19
83. Vaccinations

I will never understand how, as a responsible parent, you can refuse vaccination to your children. This not only brings one's own child into life-threatening situations but also other children and, under certain circumstances, oneself. Everyone in my family is vaccinated and everyone is fine. For me, vaccination is long overdue! I would even go so far that it is at a Weging at child endangerment! What adults do is up to them. In the end, stupidity is always punished. I do not want to send my child to a kindergarten where unvaccinated children are sitting and may infect my child despite vaccination! Well done Mr. Spahn!
Maryam

Beitrag melden
Tardigrada 18.07.2019, 20:23
84.

Zitat von irobot
Sie tun so, also ob das wissenschaftlich bewiesen sei. Ich zitiere mal aus dem Artikel:
Ja, ich schrieb „einhergehen“ und nicht „hängen kausal zusammen“. Das ist exakt also das, was in dem Artikel steht. Und:

„Die meisten Studien zeigten aber einen Anstieg der Sterblichkeit, über alle Studien war die Sterblichkeit um 38 Prozent erhöht.“

Beitrag melden
Tardigrada 18.07.2019, 20:30
85. argh, kein Unicode!

Zitat von Tardigrada
Ja, ich schrieb „"einhergehen"“ und nicht „"hängen kausal" zusammen“. Das ist exakt also das, was in dem Artikel steht.
Hier nochmals meine Antwort, da SPON alle meine Unicode-Zeichen wie echte Anführungszeichen automatisch entfernt hat. Das ist echt ultra-nervig.

Beitrag melden
hakim 18.07.2019, 20:41
86. Auch mal über Todesfälle nach Masernimpfung berichten

Ich finde es übrigens unredlich von den Medien, wenn von einem einzigen Todesfall an Masern wochenlang auf alken Kanälen berichtet wird, wie von dem Tod des schwerst herzkranken Jungen in Berlin.
Von den kurzzeitig später vom Robert Koch Institut offiziell veröffentlichten 2 Todesfällen von Kindern, die NACHWEISLICH an den Masernimpfviren gestorben sind, hat man NIX in den Medien gelesen. (Bulletin Arzneimittelsicherheit 2016)

DAS fördert Misstrauen und Verschwörungstheorien, wenn solche Berichte nur auf Impfgegnerseiten verlinkt werden.

Natürlich kann die Masernimpfung tötlich sein, denn die lebenden Impfviren können prinzipiell alles machen inkl. SSPE 1:1Mio., was die Wildviren verursachen.

Wenn man aus Angst vor sinkender Impfmoral, die Fakten nur zur Hälfte kommuniziert, führt das zu Verschwörungstheorien ....und sinkender Impfmoral. Die Menschen im 21. Jahrhundert sind nicht so doof, wie sie oft behandelt werden.

Gleiches Phänomen bei der Organspende. Wenn der Fakt, dass der Organspender eben nicht leblos ist, sondern der Leichnam (Rechtsstatus) warm, rosig und mit schlagendem Herzen zu Beginn der Entnahme auf dem OP Tisch liegt, nicht offen kommuniziert wird...dann braucht man sich über Verschwörungstheorien und Misstrauen nicht wundern.

Beitrag melden
irobot 18.07.2019, 21:04
87.

Zitat von Tardigrada
Ja, ich schrieb „einhergehen“ und nicht „hängen kausal zusammen“. Das ist exakt also das, was in dem Artikel steht. Und: „Die meisten Studien zeigten aber einen Anstieg der Sterblichkeit, über alle Studien war die Sterblichkeit um 38 Prozent erhöht.“
Ich zitiere Sie noch mal:
Zitat von
Die echten Argumente (also wissenschaftliche Fakten) ...
Wissenschaftliche Fakten haben einen eindeutigen kausalen Zusammenhang (Rauchen erhöht die Gefahr von Lungenkrebs). Das ist hier nicht der Fall. Also formulieren Sie sorgfältiger, wie zum Beispiel "es gibt Untersuchungen, die darauf hindeuten ...". Ansonsten ist Ihre Aussage schlichtweg falsch.

Beitrag melden
Fuscipes 18.07.2019, 21:06
88.

Zitat von hakim
Ich finde es übrigens unredlich von den Medien, wenn von einem einzigen Todesfall an Masern wochenlang auf alken Kanälen berichtet wird, wie von dem Tod des schwerst herzkranken Jungen in Berlin. Von den kurzzeitig später vom Robert Koch Institut offiziell veröffentlichten 2 Todesfällen von Kindern, die NACHWEISLICH an den Masernimpfviren gestorben sind, hat man NIX in den Medien gelesen. (Bulletin Arzneimittelsicherheit 2016) DAS fördert Misstrauen und Verschwörungstheorien, wenn solche Berichte nur auf Impfgegnerseiten verlinkt werden. Natürlich kann die Masernimpfung tötlich sein, denn die lebenden Impfviren können prinzipiell alles machen inkl. SSPE 1:1Mio., was die Wildviren verursachen. Wenn man aus Angst vor sinkender Impfmoral, die Fakten nur zur Hälfte kommuniziert, führt das zu Verschwörungstheorien ....und sinkender Impfmoral. Die Menschen im 21. Jahrhundert sind nicht so doof, wie sie oft behandelt werden. Gleiches Phänomen bei der Organspende. Wenn der Fakt, dass der Organspender eben nicht leblos ist, sondern der Leichnam (Rechtsstatus) warm, rosig und mit schlagendem Herzen zu Beginn der Entnahme auf dem OP Tisch liegt, nicht offen kommuniziert wird...dann braucht man sich über Verschwörungstheorien und Misstrauen nicht wundern.
da wartet vieles in der Schublade, von der Datenschutzgesundheitskarte, das Organentnahmegesetz, der Krankenhausprivatisierungs und Zusammenlegegungsverbesserung, bis zur besseren Personalaustattung.

Beitrag melden
SamZidat 18.07.2019, 21:11
89.

Zitat von Sensør
Wer ein schlechtes Immunsystem hat, sollte auf sich entsprechend aufpassen, anstatt aus Bequemlichkeit seine gesamte Umwelt zu irrationalem Verhalten zwingen zu wollen. Die Natur setzt nicht umsonst auf ein selektives Auswahlsystem, dem sich zu widersetzen es keinen Sinn macht. Der Wunsch nach dem Pieks auf Zwang entstammt einem erbärmlichen Größenwahn.
Sonst noch was? Gerade den Masern kann man z.B. nur schlecht aus dem Weg gehen: Es reicht im gleichen Bus zu sitzen wie ein Erkrankter.

Wer also Probleme mit dem Immunsystem hat, muß zuhause bleiben und wenn alleinstehend eben verhungern, weil einkaufen gehen ist dann auch nicht mehr, damit irgendwelche Psychopathen und ggf. ihre niedlichen kleinen Biowaffen ungestört Krankheitserreger verteilen können? Und Schwangere, die noch nicht die Röteln hatten, auch, es sei denn, sie riskieren ein schwerbehindertes Kind.
DAS nenne ich mal erbärmlichen Größenwahn.

Und sich auf Darwin zu berufen, da wäre ich an ihrer Stelle eher vorsichtig. Der Schuß könnte nach hinten losgehen.

Beitrag melden
Seite 9 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!