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Kassenstreit: Homöopathie wird erstattet - die neue Brille nicht
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Viele Krankenkassen übernehmen Kosten für homöopathische Behandlungen beim Arzt - obwohl die Wirksamkeit von Globuli nicht erwiesen ist. Der Überblick über das Streitthema.

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penie 14.12.2017, 16:57
1. Die Unwirksamkeit von Globuli ist schon längst nachgewiesen!

Es fehlt keineswegs ein Beweis für ihre Wirkung, sondern sie sind exakt so wirksam wie Placebos. Ist auch kein Wunder, da sie aufgrund ihrer extremen Verdünnung ohnehin keine nennenswerte Wirkstoffmenge enthalten.
Also weg mit dem Quatsch. Oder: bezahlen, aber nur zum Preis eines vergleichbaren Placebos

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Ein_denkender_Querulant 14.12.2017, 17:07
2. Wissenschaftsferne Zeit

Leider muss man konstatieren, dass wir in eine Wissenschaftsferne Zeit rauschen. Die Menschen brauchen einfache Botschaften und klare Aussagen, dann sind sie zufrieden. Unsere Wissenschaft gibt es nicht in einer einfachen Form, es bedarf viel Verständnis der Methoden, um Ergebnisse zu beurteilen. Das ist leider vielen nicht gegeben und man wendet sich wem auch immer zu, dem Gott, der Verschwörungstheorie oder der Homöopathie.

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Sibylle1969 14.12.2017, 17:11
3.

Es gibt nicht nur keine Belege, dass Homöopathie über den Placeboeffekt hinaus wirkt, sondern im Gegenteil, es ist klar nachgewiesen, dass Homöopathie wirkungslos ist bis auf den Placeboeffekt. Dh. es können noch so viele Studien gemacht werden, es wird kein Wirksamkeitsnachweis gelingen. Dass Homöopathie dennoch von vielen Kassen bezahlt wird, ist reines Marketing.

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syracusa 14.12.2017, 17:14
4. obwohl die Wirksamkeit von Globuli nicht erwiesen

Nein, richtig ist: die physiologische Unwirksamkeit homöopathischer Mittelchen ist erwiesen. Diese "wirken" nur so wie ein Placebo. Allerdings können Placebos sehr wirksame Heilmittel sein.

Ich möchte nicht, dass meine Krankenkasse Humbug-Theorien wie die der Homöopathie finanziert, weil dadurch ein wissenschaftsfeindliches Weltbild propagiert wird. Allerdings möchte ich sehr wohl, dass meine Krankenkasse andere Maßnahmen mit Placebo-"Wirkung" finanziert, wie beispielsweise mehr Zeit für Arzt-Patientengespräche.

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St.Baphomet 14.12.2017, 17:25
5. Da in unserer Nahrung,

im Trinkwasser und der Atemluft gewiss schon sämtliche Stoffe in bis zur Nachweisgrenze gehenden Konzentrationen verdünnt vorhanden sind werden wir doch schon alle permanent homöopathisch behandelt.
Wozu noch der Arzt?
Okay, das Schütteln hab ich ausgelassen, aber im Prinzip müsste ich doch richtig liegen, oder nicht?
Hat die Homöopathie denn wenigstens den Plazebo-Test bestanden?
Kassen die sich gerne davor drücken Blinden ihren Hund zu bezahlen aber Gleichzeitig Millionen für solch unbewiesenen Unfug ausgeben sollte man morgen schon die Lizenz entziehen.

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heinrich.busch 14.12.2017, 17:25
6. Na da wurde es der Homöopathie wieder mal gegeben

Ärzte würde das differenzierter sehen, aber unsere " Hochleistungsmediziner" sehen das schon aus pikunären Gründen anders.
Bei all dem Hin und Her gilt der alte Grundsatz zum Glück noch immer " nil norcre" .
Gerade die am lautesten gegen die Homöopathie schreien sind die die ihre HiTec Erfolge auf den Friedhöfen gar nicht mehr zählen können. Ist natürlich etwas überspitzt.
Bin kein grosser Anwender , aber wenn jemand statt zum X - Mal zum Kardiologen zu rennen weil er Schult-Arm- Schmerzen hat und zum X Mal ein Herzkatheter bekommen soll sich von einem ärztlichen Manualtherapeut seine LWS Blockierung und dadurch seine Blockierung bei C5/C6 gelöst bekommt , so hat die Gesellschaft ein Haufen Geld gespart und der Patient sich das kardiopulmonale Risiko , welches diesen Untersuchungen inne wohnen auch.
Weil jemand aus psychosomatischen Gründen Tachycardien hat, er sich zum X Mal einer transösophagalen Echocardiographie droht ist es sehr sinnvoll etwas Atropa beladonna in C30 oder D6 zu geben. Man sollte die Tachycardie im Auge behalten, aber so fkt. es auch. Erfahrung!!!! Gilt heute kaum noch etwas.

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herjemine 14.12.2017, 17:26
7. Wenn ich einen Tag ohne Brille...

...durch die Welt wandelte, hätten die Krankenkassen Kosten für meine medizinische Behandlung im Umfang mehrerer LKW von Globuli am Hals.
In der Tat absolut unverständlich!

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unzensierbar 14.12.2017, 17:27
8.

Medikamente und sonstige benötigte Mittel gegen Krankheiten oder sonstige Dinge, die die Gesundheit schädigen sollten von der Krankenkasse erstattet werden. Immerhin werden die von unseren Steuern reich. Zahlen wollen sie aber trotzdem für immer weniger. Jegliche Behandlung, Medizin, Brille, oder sonstiges sollte übernommen werden.

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interessierter Laie 14.12.2017, 17:29
9. klar ist diese Gruppe teuer...

denn meist verordnet ein Mediziner Homöopathie-Präparate, wenn trotz dramatischer Leidensgeschichte und nach eingehender Untersuchung kein Therapiebedarf erkennbar ist. Sprich: Diese Gruppe wird genauso oft wie die Vergleichsgruppe richtig krank, aber nochmal so oft gefühlt krank. Das erklärt auch, warum diese Leute auf Homöopathie schwören. Gegen gefühlte Leiden hilft die gefühlt wirksame Therapie am besten...

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