Forum: Gesundheit
Kassenstreit: Homöopathie wird erstattet - die neue Brille nicht
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Viele Krankenkassen übernehmen Kosten für homöopathische Behandlungen beim Arzt - obwohl die Wirksamkeit von Globuli nicht erwiesen ist. Der Überblick über das Streitthema.

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Berliner42 15.12.2017, 15:36
100.

Zitat von apst
lesen Sie meinen Beitrag. Bei den Pharmafirmen verhält es sich so, wie bei den Energieerzeugern. Was man in der Vergangenheit nicht gemacht hat, kann für die Zukunft nicht gut sein. Warum auf Homöopathie umsteigen, wenn die Margen mit den bestehenden Produkten ok sind.
Bei Globuli sind die Margen sicher noch weit höher. Zucker kostet 0,50 EUR pro Kilo. Wie kommt man zu der irrigen Annahme, Globuli wären nicht im Angebot von Pharmafirmen?

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Berliner42 15.12.2017, 15:38
101.

Zitat von Herbert V.
Ich bin ganz zufrieden mit der Wirkung der Homöopathie. Und kostengünstger ist es allemal gegenüber den Pharmaprodukten. Insofern ist es nur konsequent, dass die Krankenkassen die Globuli bezahlen.
Alles schön und gut, nur daß Sie keineswegs mit der Wirkung zufrieden sein können, denn es gibt schlichtweg keine, aber vielleicht macht Sie genau das so zufrieden.

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cal448 15.12.2017, 15:39
102. @holy64

Zitat von holy64
steckt nun hinter diesem Artikel. Medikamente auf pflanzlicher Basis helfen auf jeden Fall und haben weniger Nebenwirkungen. Hier sind solche Ausführungen zu lesen, dass das Geld in die richtigen Hände kommt - Ärzte und Pharma-Firmen.
Medikamente (also bestimmte Substanzen) auf pflanzlicher Basis können selbstverständlich helfen, das wird in diesem Artikel auch gar nicht bestritten. Darin geht es nämlich nicht um Medikamente auf pflanzlicher Basis, sondern um Homöopathie. Und diese verwendet als Basis für die Kügelchen mitnichten nur pflanzliche Stoffe, sondern alles Mögliche von Arsen über Chinin bis (ernsthaft!) Hundedreck. Zum Glück wird das so oft verdü- äh, sorry, "potenziert", dass im Globuli nix Giftiges mehr drin steckt. Und auch nix mehr, was irgendwie eine Wirkung haben könnte. Jedenfalls mit Naturmedizin hat die ganze Homöopathie nichts zu tun und nie zu tun gehabt.

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cal448 15.12.2017, 15:51
103. @erwin9

Zitat von erwin9
Nachdem ich lange für ein diagnostiziertes chronisches Leiden bei einem Schulmediziner in Behandlung war und es mir trotzdem sehr schlecht ging, wandte ich mich an eine anthroposophische Gemeinschaftspraxis. Ich erlebte sehr kompetente (auch im schulmedizinischen Bereich) Ärzte, die sich Zeit nahmen für mich, gut zuhörten und sowohl schulmedizinisch, wie homöopathisch halfen. sowie eine freundliche, zugewandte Atmosphäre, die den Menschen hinter der Krankheit noch erkennt. Obwohl ich wirklich ein Fan der Wissenschaften bin und selbstverständlich um das Nichtvorhanden sein von Wirkstoffen weiß, und auch esoterischen Erklärungen mit größter Skepsis gegenüberstehe, hat das Gesamtpaket sehr gut geholfen. Habe mein “Leiden“ gut im Griff und kann zum BSP tätig beitragen. Vielleicht eine Ausnahme, aber für mich war es die Rettung.
Freut mich, dass Sie einen Weg gefunden haben, Ihr Leiden in den Griff zu bekommen. Es ist in der Tat eine Schwäche des aktuellen Gesundheitssystems, dass die sogenannte "sprechende Medizin" eine so schlechte Unterstützung erfährt. Gerade bei chronischen Leiden muss viel mehr auf die psychosomatische Komponente geachtet werden, um Betroffenen wirklich helfen zu können. Ich glaube gerne, dass es einfühlsame Heilpraktiker gibt, die diese Seite gut und erfolgreich abdecken können, jedoch ist das reine Glücksache, da die psychologische Ausbildung bei Heilpraktikern nicht kontrolliert wird oder irgendwelchen anerkannten Standards folgt. Es kann aber doch nicht sein, dass meine Hausärztin für ein ausführliches Beratungsgespräch nach medizinischem Standard von den Kassen kaum entlohnt wird, obwohl bekannt und nachgewiesen ist, dass dies Patienten hilft, aber wenn dieselbe Ärztin eine halbe Stunde über Homöopathie schwurbelt, wird das bezahlt. Da geht gerade gehörig etwas schief im System. Nur: Homöopathie (oder in Ihrem Fall Anthroposophie) wird durch Missstände im Gesundheitssystem halt auch nicht plötzlich wirksam.

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cal448 15.12.2017, 15:59
104.

Zitat von apst
lesen Sie meinen Beitrag. Bei den Pharmafirmen verhält es sich so, wie bei den Energieerzeugern. Was man in der Vergangenheit nicht gemacht hat, kann für die Zukunft nicht gut sein. Warum auf Homöopathie umsteigen, wenn die Margen mit den bestehenden Produkten ok sind.
Was glauben Sie denn, wer die Kügelchen herstellt? Und die Margen für verschütteltes Nichts auf Industriezucker können Sie sich mit ein bisschen Mühe gerne selbst mal ausrechnen. Und man muss noch nicht mal teure Forschung reinstecken, Wirkungsnachweise führen oder Unbedenklichkeitsnachweise vorlegen. Ich verrate Ihnen etwas: Die Pharmalobby bekommt glasige Augen vor Glück beim Gedanken an Globuli.

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oaonorm1 15.12.2017, 16:06
105. Warum

wird in D darüber geredet vollkommen überteuerte Placebos von allen bezahlen zu lassen während wirksamme Medikamente (Gras z.B.) zwar erhältlich sind, aber teurer und nicht in besserer Qualität als bei einem Dealer/Hobbygärtner. Das ist vollkommen lächerlich! Für jemanden mit nem gekapseltem Tumor im Kopf ist es sicher nicht lächerlich, eher ein Schlag ins Gesicht.

Ist ja ok, ich hab kein Problem damit Placebos zu finanzieren. Leut neusten erkenntnissen ist es egal ob die Leute wissen das sie Placebos bekommen. Also "verkauft" Zuckerkügelchen für 3€ das Kilo, reicht dann ein Jahr, und gut.
Aber bestimmt nicht ne Wochenration für 30€!

WARUM? Ah ja ich weiß, weil dann Minderbegabte mit null Leistung nen dicken Haufen Kohle machen.
Kann ich schon verstehen, aber es ist nicht grade clever vom Rest.

Kapitalismus=Kunde ist schuld wenn Schei... verkauft wird.
Allerdings ist es das Gesundheitswesen wo alles was nicht auf Forschung basiert, die kann auch natürliche Heilmittel propagieren/finden, doch bitte dort stattfinden soll wo es Voodoozelt, Kirche, andere Sachen wo es eher um Glauben anstatt verstehen geht.

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7eggert 15.12.2017, 17:23
106.

Zitat von Berliner42
Eigentlich war dem Artikel klar zu entnehmen, daß Homöopathieanwender im Schnitt sogar höhere Kosten verursachen, aber so ist das eben mit dieser Spezies. Klare Informationen werden ins Gegenteil verdreht. Anderenfalls würde man auch nicht auf die Idee kommen, sowas zu nehmen.
Darüber habe ich auch schon gelesen und kann's mir gut vorstellen: Der Arzt glaubt dem Patienten nicht, daß der Probleme hat (man geht ja nur zum Unterhalten da hin), gibt Homöopathika stattdessen und schickt den Patienten unbehandelt nach hause. Das hat dann eine Studie mit tatsächlich behandelten Patienten verglichen ...

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7eggert 15.12.2017, 17:28
107.

Zitat von oaonorm1
wird in D darüber geredet vollkommen überteuerte Placebos von allen bezahlen zu lassen während wirksamme Medikamente (Gras z.B.) zwar erhältlich sind, aber teurer und nicht in besserer Qualität als bei einem Dealer/Hobbygärtner. Das ist vollkommen lächerlich! Für jemanden mit nem gekapseltem Tumor im Kopf ist es sicher nicht lächerlich, eher ein Schlag ins Gesicht. Ist ja ok, ich hab kein Problem damit Placebos zu finanzieren. Leut neusten erkenntnissen ist es egal ob die Leute wissen das sie Placebos bekommen. Also "verkauft" Zuckerkügelchen für 3€ das Kilo, reicht dann ein Jahr, und gut. Aber bestimmt nicht ne Wochenration für 30€! WARUM? Ah ja ich weiß, weil dann Minderbegabte mit null Leistung nen dicken Haufen Kohle machen. Kann ich schon verstehen, aber es ist nicht grade clever vom Rest. Kapitalismus=Kunde ist schuld wenn Schei... verkauft wird. Allerdings ist es das Gesundheitswesen wo alles was nicht auf Forschung basiert, die kann auch natürliche Heilmittel propagieren/finden, doch bitte dort stattfinden soll wo es Voodoozelt, Kirche, andere Sachen wo es eher um Glauben anstatt verstehen geht.
Eine Jahresration Globuli kostet um 5 €.

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Parvis 15.12.2017, 17:49
108.

Zitat von ges335
Wer einmal erlebt hat, wie schnell und wirkungsvoll Homöopathische Mittel bei Tieren wirken können, wo niemand ernsthaft einen Placeboeffekt erwarten dürfte, der wäre von der Wirksamkeit der unscheinbaren Globulis mehr als überzeugt. ....
Dass der Placeboeffekt auch bei Tieren wirkt, ist seit Jahrzehnten belegt.

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Parvis 15.12.2017, 17:54
109.

Zitat von benmartin70
Klar sind die günstiger, ist ja auch nix drin. Und Nebenwirkungen haben Zucker und Wasser auch eher weniger. Und Konsequenz hat mit richtig nun gar nichts zu tun.
Und es stimmt nicht einmal.

'Ein homöopathisches Arzneimittel in Apotheken kostet durchschnittlich 10,86 Euro. Der Durchschnittspreis von echter Medizin beläuft sich auf 7,75 EUR.'
https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/146-homoeopathie-zahlen-daten-fakten

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