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Katharina Saalfrank antwortet: Gehört das Kind mit fünf noch ins Elternbett?
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Kinder brauchen Geborgenheit und Raum zur Selbstverwirklichung zugleich. Ein Arzt fragt Familienberaterin Katharina Saalfrank, wie lange Kinder im Familienbett schlafen dürfen. Und ob Stillen mit drei Jahren noch okay ist.

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cyoulater 01.11.2017, 14:51
20. oje...

Unsere Jungs sind zu selbstbewussten, offenen, sozialen und eigenständigen jugendlichen Persönlichkeiten herangereift - außer in akuten Fällen von Krankheit, Alpträumen usw. waren sie nie bei uns im Elternbett. Ich finde, Eltern haben auch ihre Bedürfnisse, die sie nicht jahrelang denen ihrer Kinder unterordnen müssen: nach Privatheit und Abgrenzung, nach ihrem eigenen privaten Raum als Paar und als Erwachsene, nach Zärtlichkeit und Sexualität - und nach ungestörtem Schlaf. Warum sollte ich meinem Kind nicht deutlich machen dürfen, dass ich als Mutter, dass wir als Paar uns wichtige Bedürfnisse haben, und warum sollten wir diese Bedürfnisse nicht erfüllen dürfen? Kindern Geborgenheit, Schutz und Nähe zu vermitteln, dafür gibt es tagtäglich über das Elternbett hinaus unzählige und vielfältige Möglichkeiten und Gelegenheiten.

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Lykanthrop_ 01.11.2017, 14:51
21.

Zitat von bao-bao
Zum Stillen: Er wurde bis 3,5J. gestillt, wobei das im letzten Drittel eher ganz sporadisch und "zum Trösten", er hat sich dann von einem Tag auf den anderen selbstständig abgestillt. Übrigens die weltweite Ø Stillzeit beträgt 4,2 Jahre! Die hiesige Industrie will nur Umsätze generieren, daher wird uns die Sinnhaftigkeit einer extrem kurzen Stillzeit als wichtig vermittelt. Rückblickend kann ich nur sagen: es hat ihm gut getan.
Es würde jede Mutter sagen, es hat ihm gut getan.
Eine lange Stillzeit ergibt sich außerhalb der Industrieländer durch die Armut. Stillen ist die günstigste Form der Ernährung. Je höher der Lebensstandart, desto kürzer die Stillzeit oder je kürzer die Stillzeit desto höher der Lebensstandart. Eine lange Stillzeit ist nicht automatisch unschädlich, auch wenn Sie woanders normal ist.
Die Geburtenrate ist bei uns auch gesunken, aber niemand möchte die von vor hundert Jahren zurück. Wir leben auch nicht mehr in Höhlen.

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Sibylle1969 01.11.2017, 14:51
22.

Frau Saalfrank gibt leider keine klare Antwort, ab wann ein Kind nicht mehr im Elternbett schlafen sollte. Eine grobe Richtschnur, dass zb die meisten zweijährigen noch öfters bei den Eltern schlafen, die meisten fünfjährigen aber nicht mehr, wäre hier sicher hilfreich. Der/die Fragesteller/in ist sich doch unsicher, ob das mit fünf noch normal und ob ist oder nicht. Insofern nur wischiwaschi.

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fatfrank 01.11.2017, 15:00
23. Gerade DIESE beiden Beispiele...

...sind etwas absolut Privates (ähnlich der Frage nach dem Glauben). Das soll bitte jede/r so handhaben, wie es für ihn oder sie angenehm ist. Da gibt es kein "Richtig" und kein "Falsch". Aber dann bitte auch nicht öffentlich breit treten und alle, die es anders als man selbst machen, in Ruhe lassen.

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kumi-ori 01.11.2017, 15:00
24.

Zitat von bao-bao
... Übrigens die weltweite Ø Stillzeit beträgt 4,2 Jahre! Die hiesige Industrie will nur Umsätze generieren, daher wird uns die Sinnhaftigkeit einer extrem kurzen Stillzeit als wichtig vermittelt. Rückblickend kann ich nur sagen: es hat ihm gut getan. Von daher: Alles locker nehmen, genau auf die Bedürfnisse des Kindes achten u. die eigenen für diese Zeit etwas anpassen.
Warum sollte die Industrie mehr Umsatz generieren, wenn Sie Ihrem Kind zum geeigneten zeitpunkt erst zufüttern und dann es abstillen? Wennn Sie die Nährstoffe für das Kind in Ihrer Brust bilden, müssen Sie erstmal selbst die Grundlagen dafür mit der Nahrung aufnehmen und dann in einem aufwändigen Stoffwechselprozess in Muttermilch umwandeln. Da Sie keine Kuh sind, die sich mit Gras begnügt, müssen Sie genauso hochwertige Lebensmittel zu sich nehmen, wie Sie sie dem Kind mit der Milch zuführen wollen. Dadurch generieren Sie den mindestens den gleichen Umsatz, denn dem Bauern ist es Wurscht, ob das Kind die Karotten selber mampft, oder ob Sie die Karotte für das Kind essen und Milch für das Kind daraus machen. Wenn Sie das Stillen im fortgeschrittenen Alter einzig als Werkzeug der Mutterkindbeziehung sehen, dann müssen Sie natürlich zu diesem Zweck allenfallls symbolisch noch Milch selbst produzieren, das Kind isst überwiegend das Gleiche wie Sie auch, und Sie nehmen der Industrie keinen Umsatz weg. Wenn Sie allerdings ein größeres Kind zum Zweck der Ernährung stillen, dann wäre das mit dem Sparen eine sprichwörtliche Milchmädchenrechnung.

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bafibo 01.11.2017, 15:01
25.

Zitat von Teilzeitalleinerzieherin
[Ich kann nicht schlafen,] wenn eins meiner Kinder mit im Bett liegt. ...
Das ist nicht zuletzt auch eine Trainingsfrage und natürlich abhängig von der Größe des Bettgenossen. Als Teenager hatte ich meine Katze mit im Bett (mit 5 kg immerhin größer als so manches Neugeborene), mußte mich anfangs etwas mühsam darum herumwickeln und empfand das Tier vor der Brust doch als etwas hinderlich. Ich habe mich aber in wenigen Tagen daran gewöhnt und durchgeschlafen. Gleichzeitig war mir klar, daß die Katze im Gegensatz zu einem Säugling einfach gehen oder sich durchaus massiv zur Wehr setzen kann, wenn es ihr zu unbehaglich wird (eines Morgens wurden wir beide von einem Erdbeben geweckt - da suchte sie dann das Weite). Es gibt genug Leute, die wesentlich größere Tiere mit ins Bett nehmen und schlafen können (mit einem Bernhardiner würde ich das Bett aber nicht teilen wollen).
Jedenfalls ist das Zusammenliegen und -schlafen für Mutter und Säugling sozusagen das Natürlichste der Welt, die "Tankstelle" ist für das Kleine in Reichweite und deren Benutzung muß die Mutter nicht einmal aus dem Schlaf reißen. Ein hyperaktiver Zappelphilipp ist natürlich ein Problem - aber vielleicht beruhigt er sich in so einer Situation sogar besser und schneller?

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Olaf 01.11.2017, 15:05
26.

Zitat von Sibylle1969
Frau Saalfrank gibt leider keine klare Antwort, ab wann ein Kind nicht mehr im Elternbett schlafen sollte. Eine grobe Richtschnur, dass zb die meisten zweijährigen noch öfters bei den Eltern schlafen, die meisten fünfjährigen aber nicht mehr, wäre hier sicher hilfreich. Der/die Fragesteller/in ist sich doch unsicher, ob das mit fünf noch normal und ob ist oder nicht. Insofern nur wischiwaschi.
Ich denke, dass es eine feste Altersgrenze nicht gibt. Kinder sind auch Menschen und daher Unterschiedlich. Das gleiche gilt für die Eltern und die räumlichen Gegebenheiten der Wohnung.

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Lykanthrop_ 01.11.2017, 15:11
27.

Zitat von Sibylle1969
Frau Saalfrank gibt leider keine klare Antwort, ab wann ein Kind nicht mehr im Elternbett schlafen sollte. Eine grobe Richtschnur, dass zb die meisten zweijährigen noch öfters bei den Eltern schlafen, die meisten fünfjährigen aber nicht mehr, wäre hier sicher hilfreich. Der/die Fragesteller/in ist sich doch unsicher, ob das mit fünf noch normal und ob ist oder nicht. Insofern nur wischiwaschi.
Ich denke Frau Saalfrank gibt keine klare Antwort weil es sie nicht gibt. Denn ob und wie lange ein Kind bei den Eltern schlafen sollte hängt immer vom Einzelfall und der Motivation dazu ab.

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Teilzeitalleinerzieherin 01.11.2017, 15:20
28.

Zitat von bafibo
Das ist nicht zuletzt auch eine Trainingsfrage und natürlich abhängig von der Größe des Bettgenossen. Als Teenager hatte ich meine Katze mit im Bett (mit 5 kg immerhin größer als so manches Neugeborene), mußte mich anfangs etwas mühsam darum herumwickeln und empfand das Tier vor der Brust doch als etwas hinderlich. Ich habe mich aber in wenigen Tagen daran gewöhnt und durchgeschlafen. Gleichzeitig war mir klar, daß die Katze im Gegensatz zu einem Säugling einfach gehen oder sich durchaus massiv zur Wehr setzen kann, wenn es ihr zu unbehaglich wird (eines Morgens wurden wir beide von einem Erdbeben geweckt - da suchte sie dann das Weite). Es gibt genug Leute, die wesentlich größere Tiere mit ins Bett nehmen und schlafen können (mit einem Bernhardiner würde ich das Bett aber nicht teilen wollen). Jedenfalls ist das Zusammenliegen und -schlafen für Mutter und Säugling sozusagen das Natürlichste der Welt, die "Tankstelle" ist für das Kleine in Reichweite und deren Benutzung muß die Mutter nicht einmal aus dem Schlaf reißen. Ein hyperaktiver Zappelphilipp ist natürlich ein Problem - aber vielleicht beruhigt er sich in so einer Situation sogar besser und schneller?
Kind Nr. 1 lag schon als Säugling mit Vorliebe so quer im Bett, dass ein Elternteil den Fuß im Gesicht und der andere den Schädel an der Kehle hatte. Kind Nr. 2 krabbelt auf mich drauf und versucht dann im Schlaf, mich liebevollst zu erwürgen. Aber - wie vieles im Leben - das Schlafen mit Kind im selben Bett ist Geschmackssache. Wer mag, der soll, aber wer - wie ich - das nicht möchte, dem möge man bitte auch nicht von Seiten irgendwelcher Pädagogen oder anderer (Pseudo)fachleute ein schlechtes Gewissen zu machen versuchen. Meine beiden Kinder sind (bis auf eine kürzlich festgestellte partielle Hochbegabung) vollkommen normal und scheinen auch nicht emotional verkrüppelt zu sein.

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SamuelTee 01.11.2017, 15:25
29.

Zitat von Sibylle1969
Frau Saalfrank gibt leider keine klare Antwort, ab wann ein Kind nicht mehr im Elternbett schlafen sollte. Eine grobe Richtschnur, dass zb die meisten zweijährigen noch öfters bei den Eltern schlafen, die meisten fünfjährigen aber nicht mehr, wäre hier sicher hilfreich. Der/die Fragesteller/in ist sich doch unsicher, ob das mit fünf noch normal und ob ist oder nicht. Insofern nur wischiwaschi.
Und genau das ist richtig so. Auf diese Frage gibt es kein RICHTIG oder FALSCH oder AB DANN. Jedes Kind, jede Familie hat hier ihre eigenen Bedürfnisse, die es gegeneinander abzuwägen gilt.
Für manche mag das Morgens-ausgeschlafen-sein Priorität haben... für andere die Bedürfnisse des Kindes... für wieder andere die emotionale Entwicklung des Kindes. Da jeder diese einzelnen Themen auch unterschiedlich bewertet, gibt es auch auf die ursprüngliche Frage keine objektiv richtige Antwort.

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