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Keimbelastung und Rückstände: Stiftung Warentest rät zu Leitungs- statt Mineralwasser
Anass Bachar/ EyeEm/ Getty Images

Keimbelastet, mineralstoffarm und teuer: Der Stiftung Warentest zufolge lohnt sich die Investition in stilles Mineralwasser nur selten. Leitungswasser enthält zum Teil sogar mehr Mineralstoffe.

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jujo 26.06.2019, 12:25
80. ....

Diese kaum messbaren Unterschiede macht sich die Gastronomie zu Nutze. Leere Premiummineralwasserflasche mit Leitungswasser auffüllen und 4,50€ berechnen. Wer achten schon darauf ob es knackt wenn die Bedienung den Kapselverschluß öffnet?

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alt-nassauer 26.06.2019, 12:36
81. Weshalb noch einmal das Wasserhaushaltsgesetz?

Zitat von ohjeee
Der Versorger macht sich überhaupt nicht strafbar. Es ist üblich, dass es Lecks in Wasserleitungen gibt, das lässt sich gar nicht vermeiden. Kleine Risse können gar nicht ausfindig gemacht werden, ein deutlicher Ansprung der Wasserentnahme im Wasserwerk deutet aber auf einen Bruch hin, der gesucht und idR zeitnah gefunden wird. Einfach mal beim örtlichen Wasserversorger nachfragen, wieviel Wasserverlust es gibt. Die Leitung ist allerdings meist auf dem eigenen Grundstück kaputt. Ab Straßenkante hat die Gemeinde damit nichts mehr zu tun.
Wasserhaushaltsgesetz §50

Absatz 4

(4) Wassergewinnungsanlagen dürfen nur nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet, unterhalten und betrieben werden.

Aber auch dann gilt schon Absatz 3

(3) 1Die Träger der öffentlichen Wasserversorgung wirken auf einen sorgsamen Umgang mit Wasser hin. 2Sie halten insbesondere die Wasserverluste in ihren Einrichtungen gering und informieren die Endverbraucher über Maßnahmen zur Einsparung von Wasser unter Beachtung der hygienischen Anforderungen.

Wenn Sand und ständig "gelbes" Zeug aus der Leitung kommt. Und wie sie richtig schreiben, das nach der Wasseruhr bzw. Gehsteig der Hausbesitzer verantwortlich ist. Kann es nicht sein das in dem Fall die Ausrede kommt, da ist eine Leitung defekt! Dann haben hat der Versorger nach dem defekt zu suchen. Wenn klar ist das der Hausbesitzer nichts für Sand oder ähnlichen im Leitungssystem zutun hat.

Ich denke das Handeln des Versorgers mit dem Wissen es ist eine Leitung so defekt das Sand mit in die Trinkwasserversorung gespült wird, als grob Fahrlässig. Etwas anderes was schon mal passiert das nach Baumaßnahmen oder Spülen Sand in der Leitung drin ist. Aber auch das hat der Versorger mitzuteilen. - Baumaßnahmen und mögliche Verunreinigung. Aber nicht "oh da ist eine Leitung defekt" und Schulter zuckend das so im Raum stehen zulassen.

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Little_Nemo 26.06.2019, 12:48
82. Was läuft?

Zitat von Senf-o-Mat
Mineralien sind nicht automatisch gut - der Gehalt an Uran und Thorium steht nie auf der Flasche, ist aber bei einigen Mineralwässern beträchtlich. Ich fand Mineralwasser schon immer überschätzt, ein Glas Apfelsaft enthält mehr Mineralien als ein Kasten Mineralwasser (und nur die "Guten"). Das Trinkwasser ist in den meisten Gegenden das reinste Lebensmittel überhaupt. Leider wohne ich ausgerechnet in einer der wenigen Gemeinden mit hohem natürlichen Urangehalt im Wasser, andernfalls würde ich mir ein CO2-Sprudelgerät kaufen und hauptsächlich Leitungswasser trinken. Ob das Wasser Uran enthält, kann man im Internet recherchieren oder beim Wasserversorger nachfragen. Übrigens ist eher die Toxizität als Schwermetall das Problem und nicht die schwache Radioaktivität.
Wenn Sie in Ihrer Spüle Urananreicherung betreiben, sollten Sie das aber nicht so laut sagen. Sonst drohen Sanktionen.

Apfelsaft ist sicher lecker, aber nicht wirklich eine Alternative zu Wasser. Zum einen enthält Apfelsaft viel Zucker. Wenn ich einer Verbrauchersendung im TV vor einiger Zeit glauben darf, sogar mehr als Cola. Das ist zwar maßgeblich Fruchtzucker, aber ob das wirklich so einen Unterschied macht ist umstritten. Apfelsaft hat einen erheblich höheren Nährwert als Wasser, macht also potenziell dick, wie alle Fruchtsäfte. Außerdem muss ich persönlich sagen, dass ich bei manchen Apfelsäften Probleme mit der Säure habe. Eher mache ich mir mal 'ne Apfelschorle. Das ist aber sicher auch ein ganzes Stück weit subjektiv. Es muss ja nicht immer die eine Universallösung für alle geben.

Ich selbst präferiere Mineralwasser Medium. Das billige hier aus der Region. Bekommt übrigens auch meiner einzigen Zimmerpflanze sehr gut, die immer die schal gewordenen Reste schlürfen darf.

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post_fuer_tutu 26.06.2019, 13:02
83. mal richtig lesen

Mineralwasser: "Bei ihren Prüfungen entdeckte die Stiftung Warentest jedoch in vier Wässern Abbauprodukte von Pestiziden, eines enthielt Rückstände eines Korrosionsschutzmittels. "
Trinkwasser: "Allerdings enthielten manche Spuren von Pestiziden oder deren Abbauprodukten."

Bei den Mineralwässern nur Spuren der Abbauprodukten, bei Leitungswasser aber Pestizide und!! deren Abbauprodukten. Ach so deshalb ist Leitungswasser besser...verstehe, ja ist klar

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toll_er 26.06.2019, 13:12
84.

Zitat von ohjeee
Woher haben Sie die Grenze mit "mehr als 4 Stunden"? Und dann gleich "ein paar Liter" ablaufen lassen? Welche Keime sollen sich darin so drastisch vermehren, als dass Sie nach 4 Stunden Gesundheitsgefahren zu erwarten hätten?
Ist Ihr Name Programm? Ungläubigkeit, aber nicht einmal mit drei Stichworten googeln können oder wollen? Na ja, hier der entsprechende Link (Bundesamt für Verbraucherschutz .... ) , extra für Sie als Service: https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/01_Lebensmittel/UBA_Umgang_mit_Trinkwasser.pdf?__blob=publicationF ile&v=2

Außerdem seit 4 Jahren z.B. an jedem Trinkwasserhahn an der RWTH Aachen der entsprechende Hinweis zum Stagnationswasser (ein wunderschönes Wort)
Montags nach dem Wochenende, 2-3 Minuten Wasser laufen lassen, erst dann zum Trinken entnehmen..... Gern geschehen.

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AttaTroll 26.06.2019, 13:30
85.

Unser Trinkwasser kommt seit Jahren nur noch aus der Leitung. Und mit einem Wassersprudler wird mal mehr, mal weniger Kohlensäure beigefügt. Da mein Bruder das Labor in unserem Wasserwerk leitet, weiß ich immer, wie unbedenklich unser Wasser ist.

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cyborgpiratelaserninja 26.06.2019, 13:31
86.

Ich trinke zur alltäglichen Flüssigkeitsaufnahme seit 20 Jahren fast ausschließlich Leitungswasser. Allerdings habe ich damit weder wegen der Umwelt oder der Kosten angefangen. Hatte auch damals als Teenager nix gegen Zuckerwasser. Es war schlichte Faulheilt. Aufgrund gesundheitlicher Umstände trinke ich sehr viel und wollte nicht immer durch das ganze Haus in den Keller laufen um etwas zu holen und hatte auch keine Lust auf Kistenschleppen. Also habe ich angefangen leere Flaschen einfach am Wasserhahn des Bades neben meinem Zimmer zu füllen und immer wieder zu verwenden. Auch billige Kunststoffflaschen kann man über Monate verwenden. Gelegentliche Reinigung vorausgesetzt. Gesundheitsbedenken hatte ich nie, das Wasser in der Region ist zum Glück seit Jahren konstant sehr gut. Auch geschmacklich kann es ganz locker mit abgepacktem Wasser aufnehmen. Irgendwann hatte ich mich so sehr daran gewöhnt, dass ich viele Limos oder Säfte aufgrund der heftigen Süße einfach abstoßend fand. Mit der eigenen Wohnung kam dann auch ein Sodastream und aus dem Leitungswasser wurde etwas spannenderes Sprudelwasser. Später habe angefangen hier und da dann doch wieder mal ein bisschen Geschmack an's Wasser zu geben (Zitronenscheiben, Ingwer, Gurkenscheiben, Tee, ein kleiner Schuss Saft etc.). Das schafft auf Dauer etwas Abwechslung und man hat selbst sehr gut in der Hand, was man trinkt.

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alt-nassauer 26.06.2019, 13:39
87. Mal unabhängig von den Vorschriften...

Zitat von toll_er
Ist Ihr Name Programm? Ungläubigkeit, aber nicht einmal mit drei Stichworten googeln können oder wollen? Na ja, hier der entsprechende Link (Bundesamt für Verbraucherschutz .... ) , extra für Sie als Service: https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/01_Lebensmittel/UBA_Umgang_mit_Trinkwasser.pdf?__blob=publicationF ile&v=2 Außerdem seit 4 Jahren z.B. an jedem Trinkwasserhahn an der RWTH Aachen der entsprechende Hinweis zum Stagnationswasser (ein wunderschönes Wort) Montags nach dem Wochenende, 2-3 Minuten Wasser laufen lassen, erst dann zum Trinken entnehmen..... Gern geschehen.
Es muss ja wohl für Alles eine geben. Ich habe schon immer im Reflex, zwar nicht Literweise in meinem eigenen Haushalt, wenn Wasser nicht gekocht wird, sondern nur zum Trinken. Immer Wasser ablaufen lassen. Gilt auch wo anders, selbst in der Firma.

Nur da verursachen meine Kollegen ein anderes Problem. Das Wasser ist ihnen zu Hart für Tee und Kaffee. Würde ihnen nicht schmecken. Nutzen dafür einen Filter in dem Wasser "absteht", zwar gekocht wird. Dennoch wirkt das auf mich sehr unappetitlich wenn Wasser bis zu drei Tagen in einem hellen "Bottich" vor dem Fenster und nun auch noch bei der Hitze da steht. Den Kollegen macht das gar nichts aus. Bisher noch keine Ausfälle wegen Keime oder sonstige Erkrankungen.

Denen ist es weil ihre Entscheidung, völlig egal ob es Gesund oder Ungesund ist. Nur wenn umgekehrt etwas von Keimen oder Probleme in der Wasserversorgung aufkommt. Ist mir schon einiges zu Ohren gekommen. Was soll es auch letztendlich. Jeder sollte selbst entscheiden.

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Kleinunternehmer 26.06.2019, 13:52
88.

Zitat von Hans-Dampf
Einen solchen Druckbehälter zu Hause zu lagern treibt jeder Versicherung die Schweißperlen auf die Stirn - das sollte man als Verbraucher vorher genau prüfen. Auch für den Transport davon gibt es strenge Regeln. Und Sie vergessen zu erwähnen, dass der leere Druckbehälter um die 180 EUR kostet (Lebensmittelgeeignet, nach E290) und auch nicht irgendein CO2 genommen wird (wie z. B. für autogenes Schweißen), sondern lebensmittelgeeignetes - und das kostet schon etwas mehr.
Welcher Versicherung sollte das den Schweiß auf die Stirn treiben?

Nein, es gibt dafür auch keine strengen Regeln beim Transport.
Wie jede Propangasflasche auch muss die Ladung richtig gesichert sein, aber das sollte ja wohl klar sein.

Ich vergaß das nicht zu erwähnen, sondern hier mietet man sich einfach eine 10kg-Flasche (50€) und zahlt nur die Füllung. Auch das geht.

Und auch das "lebensmittelechte CO2" ist nur eine Mär. Es gibt großtechnisch genau eine Sorte CO2 und die findet man in jeder Flasche. Einfach mal selbst eine Flasche wiederbefüllen lassen: dort tummeln sich Schweißer genau so wie Getränkehändler: an demselben Großtank.

Davon abgesehen beziehen sich die 20€ auf den Preis beim Getränkehändler :-)

Also, man spart da über die Zeit schon eine ganze Menge (selbst mit Kaufflasche).

Ich möchte es nicht mehr missen.

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reverend.speaks 26.06.2019, 13:54
89. Keine Weichmacher

Zitat von manuel.wagner
... kommt jedoch meist/immer in Plastikflaschen daher. Von deren Nutzung wird aber auch wieder abgeraten, wegen der Weichmacher und Plastikrückstände, die ins Wasser abgegeben werden können und der Problematik des Plastikmülls. Fazit: Entweder stärker belastetes Wasser in "guten" Glasflaschen oder gut bewertetes Wasser in "schlechten" Plastikflaschen. Den Zustand der hauseigenen Rohre, in denen das "gute" Leitungswasser stundenlang steht, kennen sicherlich nur die Wenigsten. Gerade im Altbau oder in älteren Mehrfamilienhäusern. Prosit!
Die Kunststoffe der Plastikflaschen enthalten keine Weichmacher. Selbst wenn, würden die nicht herausgelöst, da Weichmacher fettlöslich sind. Das Problem gibt es also eher bei Wurst- und Käseverpackungen.

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