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Keine Zeit, keine Lust: Die Deutschen verlernen das Kochen
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Internationale Ernährungsstudien zeigen: Viele Deutsche können überhaupt nicht kochen. Experten haben eine Vermutung, woran das liegt - an den Müttern und Großmüttern.

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UncleRuckus 26.12.2015, 08:18
1. Wen wunderts?

Bei der Anzahl alleinlebender Menschen in diesem Land überrascht es mich gar nciht dass so gut wie keiner kochen möchte. Wer macht sich schon die Mühe allein für sich zu kochen?
Und da liegt ja auch das größte Problem dieses Landes, zu viele Menschen haben das Familienleben aufgegeben und versuchen sich an der "Karriere" und enden dann in einer einsamen Wohnung mit ein paar Katzen. Und wenn sie merken was los ist, ist es meistens zu spät. Kochen erscheint mir als das geringste Problem dieses Landes.

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inx_1 26.12.2015, 08:22
2. Erfreulich

für die Ernährungsindustrie. Können sie noch mehr Laborfrass an den Mann/die Frau bringen.

Wers mag ....

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Bell412 26.12.2015, 08:29
3. Experten. Natürlich.

Es sind mal wieder die Mütter und Großmütter schuld, nie man selbst.
Lernen, auch Kochen lernen, ist vor allem eine Holschuld. Keine Bringschuld eines Wissenden.
Ich muss lernen wollen.
Daß ich nicht kochen kann, liegt einzig und allein an mir, ich bin ein fauler Hund.
Meine Mutter konnte im Gegensatz dazu exzellent kochen, leider sind erhellende Maßnahmen auf diesem Gebiet an mir abgeprallt.

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Bowhunter 26.12.2015, 08:34
4. Mit Verlaub

Das sehe ich aber ganz anders. Meine beiden Kinder, beide Studenten und über beide Ohren im Lernstress haben das kochen für sich entdeckt...
Zur Entspannung, Inpiration und einfach an der Lust daran, kreativ zu sein.
Es schmeckt ihnen besser, dient der Kontaktpflege und ist letztendlich billiger. Der Gang zum Markt hat inzwischen Kultstatus.
Das Gleiche erkenne ich auch bei meinen und ihren Freunden und Bekannten.
Ich denke eher, dass demnächst vertärkt Front von den Lebensmittelkonzernen gemacht wird, das Zeug, was die Lebensmittel nennen zu konsumieren.

MfG
Hoyt

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hellas1955 26.12.2015, 08:35
5. Ein Besuch im Supermarkt reicht

...um zu sehen, wie junge Mütter den Einkaufswagen mit Convenience-Produkten vollpacken. Selbst die Schnitzel werden schon paniert gekauft, weil die Eltern nicht mehr wissen, wie paniert wird. Soße kennen die meisten nur aus der Tüte. Es gruselt mich, wenn ich das sehe.

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Spiegelleserin57 26.12.2015, 08:36
6. natürlich ist selbstgemacht gesünder

aber wer voll arbeitet und auch viel Zeit deswegen abwesend ist hat gar nicht die Zeit weder zum Einkaufen der Waren noch zum Kochen, eine Folge der Berufstätigkeit, leider!

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stollenreiter 26.12.2015, 08:39
7. Die eigene Wahrnehmung trügt eben

Der Italiener hat eine Basis und davon viele Variationen, selten mit großem Aufwand und es bedarf kaum Geschick oder großes handwerkliches Wissen. So viel anders ist das mit der Wahrnehmung in Deutschland auch nicht, wenige wollen noch klassische deutsche Gerichte machen, sie sind aufwendig und so rein gar nicht modern. Da kann Oma nur wenig Wissen beisteuern wenn die Enkel Sushi lieben oder ganz allgemein asiatisch kochen wollen. Dazu kommt noch die Überflutung mit Spitzenkochkünstlern im TV und duzenden von Wettbewerben mit Erfolgszwang, ich frag mich wieviele dabei das Handtuch werfen weil sie diese Perfektion nicht erreichen können oder wollen. Für mich ist die Küche mein Ort der Meditation, meine KInder haben das z.T. übernommen...na wenn nicht die Oma, dann eben der Papa ;-)

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5Minute 26.12.2015, 08:45
8.

Wie immer eine Schlussfolgerung im Blindflug.
Es liegt nicht an den Müttern und Großmüttern. So wie Kindermangel auch nicht an den Müttern liegt.
Es ist unsere Gesellschaftsordung, politische Weichenstellung und auch Medienlandschaft. Den Rest dürfen Sie sich aus didaktischen Gründen selbst überlegen.

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Mastermason 26.12.2015, 08:46
9.

Einige der statistischen Angaben kann ich zumindest aus meinem Bekanntenkreis nicht bestätigen. Hier kochen die weitaus meisten selbst und wesentlich mehr Männer als Frauen sind ambitionierte Köche. Gut, das ist statistisch irrelevant, aber interessant dürfte die Tatsache sein, dass es sich in der Regel um Menschen mit hoch qualifizierenden Abschlüssen handelt. Es mag ein Vorurteil sein, aber mit dem Bildungsgrad steigt scheints das Interesse an der Ernährung.
Ich selbst koche viel und gerne. Meine Mutter starb, als ich 17 Jahre alt war; da mein Vater und ich uns nicht von Pommes und Spiegelei ernähren wollten, mussten wir das Kochen notgedrungen lernen. Heute gebe ich meine Kenntnisse an meinen Sohn weiter, der wie auch ich viel Spaß dabei hat. Meine Frau eher nicht, die bügelt lieber.

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