Forum: Gesundheit
Ketogene Diäten: Vorsicht bei Verzicht auf Kohlenhydrate
Oliver Berg/ TMN

Low-Carb ist angesagt, dabei sind extreme Diät-Formen ganz ohne Kohlenhydrate umstritten und sollten nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Helfen können sie aber bei Epilepsie.

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niveau_creme 09.09.2016, 16:53
1. Über 100 Tausend Jahre...

... hat sich der moderne Mensch in genau der Art ernährt, die wir heutzutage als "Low Carb" bezeichnen. Gemüse, Obst, Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse... Jetzt kommen irgendwelche "Wissenschaftler" daher und wollen in kaum belastbaren und extrem schwer korrellierbaren Kurzzeit-Studien (Eine handvoll Jahre vs. 100 Tausende) erklären, es sei schädlich für den Körper. Unwahrscheinlich, dass die Evolution einen solchen Fehler begehen würde...

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juergenph 09.09.2016, 17:04
2. Äpfel mit Birnen vergleichen

Wenn der Körper hungert, dann bildet er Ketone. Das hat nichts zu tun mit der Aufnahme von Fett. Ein Hungerstoffwechsel oder das komplette Einsparen von Kohlenhydraten bewirkt eine Produktion von Ketonen. Wenn ich dann im richtigen Verhältnis Proteine und (möglichst ungesättigte) Fette zuführe, dann weiß ich nicht, wo die Nebenwirkungen herkommen.
Bei Epileptikern hat sich gezeigt, dass Ketone als Energiequelle im Gehirn wirken, weil Kohlenhydrate aus welchem Grund auch immer, nicht ausreichen genutzt werden können. Gibt man ganz gezielt Ketone, dann verbessert man das Krankheitsbild entschieden. Hier von Nebenwirkungen zu reden erweckt den Eindruck, als ob bei Medikamenten für diese Erkrankungen alles frei von Nebenwirkungen geht.
Das gleiche Bild zeigt sich bei Alzheimer. Durch den Zusammenbruch des Kohlenhydrat Stoffwechsel im Gehirn kann es bei der zur Verfügung Stellung von Ketonen, diese als Energiequelle nutzen. Auch dann verbessert sich das Krankheitsbild deutlich.
Bei derart schweren Krankheitsbildern halte ich es nicht für zielführend, ein entgleister Stoffwechsel mit einer normalen Ernährung in Abgleich bringen zu wollen.

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zeichenkette 09.09.2016, 17:06
3. Ein Vorteil einer solchen Diät:

Sie ist sehr einfach durchzuführen. Einfach Brot, Nudeln, Reis, Teigwaren, Süssigkeiten etc. weglassen, alles andere (Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Nüsse, ...) kann man praktisch beliebig weiter essen. Das ist sehr einfach durchzuhalten, solange man sich von Fastfood und Snacks (die eigentlich immer viele Kohlehydrate enthalten) fern hält.

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Llares 09.09.2016, 17:13
4. Fett

Warum wird hier so auf dem Fett herum geritten? Es heißt "Low-Carb" und nicht "Full-Fat". Bei einer Low-Carb Diät wird eben nicht hauptsächlich Fett konsumiert, sondern nur wenige bis gar keine Kohlenhydrate: Mageres Fleisch, Geflügel, Gemüse, Hülsenfrüchte, Quark, Käse, Eier, Soja, Nüsse. Alles erlaubt. Und ja, es funktioniert hervorragend und man hat selten Hunger (Eiweiß sättigt besser als KH). Auf lange Sicht wird es mir aber zu langweilig und ich bekomme den Mundgeruch (durch die Ketone) leider nicht richtig in den Griff. Daher habe ich umgestellt, auf Low-Carb am Abend. Gut um das Gewicht zu halten! Aber egal welche Diät man macht: immer mit Sport kombinieren!

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5Minute 09.09.2016, 17:15
5. Thema

Täusche ich mich oder bleibt der Artikel schuldig, was die Gefahr bei Verzicht auf Kohlenhydrate ist? Es werden die Gefahren von vornehmlich Fetternährung genannt..

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Stega 09.09.2016, 17:29
6. Steinzeitmenschen

Wir leben aber nicht mehr wie Steinzeitmenschen. Warum soll es dann auf einmal gesund sein, sich wie Steinzeitmenschen zu ernähren? Zurück zur Natur: auf die Bäume, ihr Affen!

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christianefeldmann 09.09.2016, 17:41
7. Arteriosklerose, usw....

...finden sich aber auch bei einer Mischkost gemäß WHO-Pyramide und sind nicht auf fehlende Kohlenhydrate sondern zu viel 'schlechte' Fette zurückzuführen. Möglicherweise wurde das hier mit
'Low carb high fat" verwechselt.
Im Artikel fehlt irgendwie die Information, ob das reine Weglassen/Reduzieren der KH Folgen für die Gesundheit hat.

Ich esse selbst seit Jahren relativ low carb und habe super Blutfettwerte.

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ruhepuls 09.09.2016, 17:55
8. Low Carb oder keton?

Low Carb ist nicht gleich Keton. Ketone entstehen entweder durch Hungern oder bei radikal wenig Kohlenhydraten. Da aber z.B. auch Gemüse KH enthält (wenn auch vergleichsweise wenig und "langsame") kommt es bei einer normalen Low Carb-Ernährung (wie z.B. LOGI) nicht zur Ketose.

Wer sich mit Ketogener Ernährung intensiver beschäftigen will, kann sich die Broschüre der Uniklinik Würzburg hier downloaden: http://krebszellen-lieben-zucker-patienten-brauchen-fett.de/wp-content/uploads/2012/09/InfoBroschuereKetogen1011.pdf

Die Universitätsfrauenklinik Würzburg war bzw. ist führend in der Erforschung von ketogener Ernährung insbesondere bei Krebserkrankungen.

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pamhalpert 09.09.2016, 17:57
9. Mit solcher Berichterstattung...

werden wir auch in 100 Jahren noch an Diabetes und Überfettung sterben. Wer meint, ketogene Ernährung könne eine Krebstherapie ersetzen - bitte, geht mich nichts an. Aber was ist mit den vielen Vorteilen der Ernährungsform? Diabetiker kommen mit weniger Insulin aus, manche Typ-2- Diabetiker kommen gsnz davon weg. Insulinresistenzen können gar nicht erst entstehen. Die Blutfettwerte verbessern sich (und wer tatsächlich immernoch meint, dass Herzgefäßerkrankungen vom Nahrungsfett kommen, der möge bitte mal Einzug ins 21. Jahrhundert halten). Gewichtsreduktion wird dank gleichmäßiger Blutzuckerwerte ERHEBLICH erleichtert, Muskelgewebe wird geschont, Fett abgebaut. Hormonel bedingte Krankheiten bei Frauen (PCOS bspw.) werden zumindest symptomatisch besser. Gicht-Anfälle werden reduziert und selbst Menschen ohne Gallenblase kommen mit Keto super klar.

Wie lang werden wir noch hören müssen, wie wichtig Kohlehydrate angeblich sein sollen? Wacht endlich auf, recherchiert besser und schreibt die Wahrheit und nicht das ab, was man seit 70 Jahren vergeblich versucht, gegen Zivilisationskrankheiten zu predigen.

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