Forum: Gesundheit
Kiffen: Je stärker das Cannabis in einer Stadt, desto häufiger sind Psychosen
Getty Images

Cannabis enthält heute deutlich mehr THC als früher. Das könnte sich auf die psychische Gesundheit der Konsumenten auswirken, vermuten Forscher. In Städten wie Amsterdam stellen sie besonders viele Psychosen fest.

Seite 1 von 14
wittchen2000 20.03.2019, 19:24
1. Genau

Ich kenne selbst genug Leute die meiner Ansicht nach ihr Leben mit Cannabis zerstört haben und sich über die Jahre in Richtung Paranoia, Inkohärenz, "Vielschwätzertum" entwickelt haben.
Diese Verharmlosung von THC muss endlich aufhören!
Sicher ist es gut wenn es nicht mehr kriminalisiert ist, aber die Menschen müssen aufgeklärt werden und es muss eine ärztlich bestätigte Indikation vorliegen.

Cannabis mag zwar körperlich nicht so schädlich sein wie Alkohol, seelisch ist es aber wesentlich gefährlicher für die Konsumenten!

Beitrag melden
botschinski 20.03.2019, 19:28
2. Eben gerade nicht.

Zitat: "Die Analyse zeige wie viele andere Studien jedenfalls deutlich, dass Cannabis keine harmlose Substanz ist. "Cannabis sollte nicht so einfach legalisiert und von der Wirtschaft reguliert werden.""...gerade DAS spricht doch für eine Legalisierung, damit der Konsument wissen kann was er konsumiert, sprich den THC/CBD-Gehalt im vornherein kennt und dann mündig selber entscheidet.

Beitrag melden
Dr. Cooper 20.03.2019, 19:33
3. Das spricht doch gerade FÜR eine Legalisierung?

Wenn das Kraut dann in spezialisierten Geschäften mit klar ausgezeichneten "Stärke"graden angeboten wird, kann doch jeder selbst entscheiden, was er gerne hätte, anstatt vom (illegalen) Dealer irgendwas in unbekannter Qualität bzw. Stärke zu kaufen. Alkoholanalogie: Schwarzgebranntes aus dubioser Quelle vs. eindeutig gekennzeichnete Supermarktware - da würde man doch, selbst wenn man insgesamt kein Fan von Rauschmitteln ist, zweiteres bevorzugen, oder?

Beitrag melden
stefanmargraf 20.03.2019, 19:37
4. Tja, so ist es.

Leider ist die Korrelation nicht so schnurgerade wie dargestellt. Personen reagieren unterschiedlich sensibel auf THC, denn Menschen sind nicht gleich. Auch niedrige Dosen an THC sind psychogen. Ebenso natürlich spielt die Frequenz der Aufnahme und die Zeit der Abhängigkeit eine wesentliche Rolle.

Beitrag melden
hasselblad 20.03.2019, 19:43
5.

THC ist ein psychoaktiver Wirkstoff. Damit kann es bei Menschen mit entsprechender Veranlagung psychische Störungen triggern oder verstärken. Alkohol ist ebenfalls ein psychoaktiver Wirkstoff. Ein Vergleich zwischen den psychischen Auswirkungen der legalen Droge Alkohol und der illegalen Droge Cannabis wäre spannend, Annahme muss aber erstmal sein, dass auch täglicher Alkoholkonsum bei Menschen mit instabiler Psyche zu höherer Störanfälligkeit führt. Auf Cannabis lässt sich immerhin kein direkter Todesfall zurückführen. Die Ergebnisse der Studie als Argument gegen die Legalisierung zu nutzen ist daher zu billig, solange die "Gesellschaftsdrogen" Alkohol und Tabak legal bleiben, gibt es schlicht kein gesundheitliches Argument gegen den legalen, kontrollierten, besteuerten Verkauf von Cannabisprodukten an Erwachsene.

Beitrag melden
koprolith 20.03.2019, 19:50
6. Prohibition ist gescheitert

Sollten die in der Studie festgestellten Korrelationen zutreffen, wird auch hier nur wieder deutlich, dass die Prohibition das Problem nur verschärft. Eine Zulassung einschließlich eines festgesetzten THC-Grenzwertes wäre die Lösung. Ist doch klar, dass auf dem derzeit trotz (und wegen) des Verbotes florierenden Schwarzmarkts 0 Kontrolle möglich ist. Die Konsumenten müssen dort eben nehmen, was und wie es gerade kommt. Da das Verbot ohnehin zu gar nichts außer zu höheren Gewinnen für die Anbieter und erhöhter Toxizität des Angebots führt, könnte ein legalisierter und qualitätsüberwachter Verkauf dem Schwarzmarkt das Wasser abgraben und dadurch den Konsumentenschutz verbessern sowie den Zugang für Jugendliche erschweren. Was meinen die Verbotsbefürworter eigentlich, wie viele Alkoholkonsumenten erblinden würden, wenn die Alkoholnachfrage nur vom Schwarzmarkt bedient werden würde? Und wieso glaubt noch irgendjemand nach den Erfahrungen der Alkoholprohibition in den 1920ern und eines vollkommen wahnsinnigen und bestenfalls nutzlosen, über 40 Jahre erfolglos geführten "Kriegs gegen Drogen", dass Rauschmittelverbote den Nachschub/die Nachfrage beeinträchtigen könnten? Höchste Zeit, vom ideologischen Gestümper mal auf politische Lösungen umzuschalten.
Übrigens, bevor die blödsinnigen Anwürfe ad Hominem losgehen, ich selbst verzichte auf Alkohol und jedwede andere berauschenden Substanzen .

Beitrag melden
mrfl0ppy 20.03.2019, 19:53
7. ich wohne

Ich wohne in Barcelona, ich kann hier problemlos an jeder ecke hoch potentes gras kaufen. In der Studie ist Barcelona aber doch recht weit abgeschlagen. Der Zusammenhang hinkt also sowas von gewaltig. Hauptsache Stimmung gegen die Legalisierung machen. Cannabis ist sicherlich nicht so gesund wie sich viele das wünschen, aber es ist immer noch nicht so schlimm wie die folgen bei Alkoholkonsum. Also: Gebt das Gras frei!

Beitrag melden
anhesas 20.03.2019, 19:56
8. Studie???

Diese "Studie" liefert Munition für die idiologische Verteufelung einer vergleichsweise harmlosen Droge. Wenn Hanf "verheerend" ist, was ist dann Alkohol? Aber diese Diskussion kann man in Deutschland einfach noch nicht sachlich führen. Und so liefert diese "Studie" das bestellte Ergebnis. Wissenschaftlich ist das doch ein Witz:

"Setze man voraus, dass Cannabis-Konsum TATSÄCHLICHfür Psychosen verantwortlich ist ...""Den eindeutigen Nachweis, dass Cannabis Psychosen begünstigt, kann die Studie allerdings NICHT liefern." "Für die aktuelle Analyse SCHÄTZTEN die Forscher um Marta Di Forti vom King's College London die Häufigkeit von Psychosen in den jeweiligen Städten.""Die aktuelle Studie hat jedoch AUCH Schwächen. Die Information, ob und wie viel Cannabis die Probanden konsumierten, ist nur durch deren eigene Angaben bekannt."

Das ist doch keine ernst zunehmende Studie. Also ehrlich - da fragt man sich doch, was soll der Quatsch?

Beitrag melden
drbk 20.03.2019, 19:56
9. Legalisieren

Die Tatsache , dass der Gehalt an THC steigt ist ein weiterer Grund für die Legalisierung. Denn dann könnten auch Gtenzwerte eingeführt werden was auf dem illegalen Markt natürlich nicht funktioniert. Das Cannabis von früher ist sicher harmlos. Aber bei solch hohem THC Gehalt wie heute üblich sieht die Sache ganz anders aus.

Beitrag melden
Seite 1 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!