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Kinder mit älteren und jüngeren Geschwistern: Aufwachsen als Sandwichkind
Sally Anscombe/ Getty Images

Sanfte Vermittler oder ständig auf der Suche nach Aufmerksamkeit? Sandwichkinder bekommen sehr unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben. Ist da was dran?

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hansistyle2 11.07.2019, 01:13
10.

alle sandwhichkinder die ich kenne sind hart im nehmen und dadurch auch iwie auf dieses leben am besten vorbereitet- iwie gehts immer weiter- aufgeben ist nicht-- dadurch kommt man in gewissen situationen dann auch etwas zynischer rüber als man vllt auch sein mag

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Arsonist 11.07.2019, 07:02
11.

Die Einzelfallbeschreibungen der User sind sicherlich sehr interessant, ich danke Ihnen fürs Teilen. Allerdings würde ich diese nicht verallgemeinern wollen. Man kann sich als Eltern von drei Kindern auch völlig anders verhalten als es ihre Eltern getan haben. Insofern würde ich nicht generell von einer Drei-Kind-Konstellation abraten wollen.

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SusiWombat 11.07.2019, 07:54
12.

Natürlich kann man sich sein Leben lang auf die negativen Verhältnisse aus seiner Kindheit kaprizieren - aber jeder Mensch entwickelt durch die Familienkonstellation Fähigkeiten, die er später ausbauen und für sich nutzen kann.

Große Geschwister sind dominanter, kleine Geschwister entwickeln zwangsläufig ihre kommunikatorischen Fähigkeiten und auch das mittlere Kind lernt, seine Ziele auf seine Weise zu erreichen. Aber es erfordert eine ehrliche Selbstreflektion um seine Schwächen und seine echten Potenziale wirklich zu sehen. Und natürlich ist es einfacher, alle Widrigkeiten des Lebens auf die Eltern zu schieben.

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widower+2 11.07.2019, 07:59
13. Kein Problem

Ich hatte als mittlerer von drei Brüdern nie irgendwelche Probleme mit dieser Position und kann auch in der Rückschau angeregt durch den Artikel und die bisherigen Erfahrungsberichte hier nicht den kleinsten Nachteil erkennen. Im Gegenteil! Mein älterer Bruder hatte schon so viel Mist gebaut, das mein Mist dagegen als nicht so schlimm empfunden wurde.

Aus meiner Sicht hatte ich eigentlich nur Vorteile. Der ältere hat wohl sehr darunter gelitten, nicht mehr allein im Mittelpunkt zu stehen, und der Jüngste wurde von uns zwei älteren untergebuttert.

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Romiman 11.07.2019, 08:13
14. "Die Kleinen gehen jetzt ins Bett..."

Als Sandwichkind VOLLE ZUSTIMMUNG zum Test und den Kommentaren. "Die Großen hohlen jetzt die Kohlen." und danach "Die Kleinen gehen jetzt ins Bett."
Hab deswegen auch selbst nur ein Kind; sie ist Große und Nesthäkchen zugleich und kann sich nicht mangelnder Fürsorge beklagen.
Mehr als 2 Kinder kann ich in Deutschland 2019 definitiv nicht empfehlen!

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natakajw 11.07.2019, 08:31
15. Einzelkind, Geschwisterkind

Erst oder Zweitgeborenes. Wie auch immer, alles Unsinn. Studienlage ist eindeutig - Unterschiede konnten bei Blind-Studien nicht eruiert werden. Manchmal hört sich eine Vermutung logisch und folgerichtig an, kann aber trotzdem verkehrt sein.

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women_1900 11.07.2019, 08:41
16.

Zitat von hexenbesen.65
ständig wird einem die soooo tolle "hochintelligente" (in meinem Fall Schwester) vorgehalten "Mach doch endlich das mal so wie deine Schwester" oder "Kug sie dir an..mit der haben wir NIE schwierigkeiten" oder man muss rücksicht auf die arme, kleine (wieder in meinem Fall) Schwester haben. "Die arme Kleine...die kann doch nix dafür ! DU kannst ruhig mal rücksicht nehmen. Und DU passt auf sie auf- deine große Schwester muss schließlich für die Schule lernen!"....wie ich das gehasst habe. Die Große Schwester hat sich schnell verpisst, die Kleine Schwester hatte IMMER Kückenschutz...und ich war der Buhmann...für alles. Bei einer Psychotherapeutin, bei der ich wegen Burn-Out und Depressionen war, meinte nur:"Sie sind die stärkste der drei Geschwister !"--haha, dafür kann ich mir was kaufen...Meine ältere Schwester entwickelte eine Schizophrenie (aufgrund eines Nervenzusammenbruchs, weil ihre "ach so tolle heileWelt" mit der Scheidung (sie wurde von vorne bis hinten betrogen) zusammenbrach, die jüngste aufgrund Überbehütung bekam Panik-Attaken...und ich...hin und hergerissen zwischen "lasst mich in ruhe-" und "Helfen wollen- ist ja schließlich die Familie" einen Burn-Out mit Depressionen..Noch JAHRE danach erinnere ich mich mit grauen an meine "Kindheit", die eigentlich keine war. Funktionieren - das musste ich. Kindheit mit gedankenverloren spielen hatte ich nie...immer musste ich was zu tun haben ("Faulenzen kannst du immer noch !") ...entweder der "Großen Schwester" hinterher streben (nur war ich nie so Intelligent wie sie- geb ich offen zu ) oder ich musste auf meine kleineSchwester aufpassen, die es schamlos ausnutzte, das Kücken zu sein (sie zerstörte mir alle meine Sachen "upss, aus versehen" --na, natürlich....die Rasierklingen lagen ja nur so zufällig rum, damit sie meinen Barbie-Puppen die Brüste amputieren konnte...) oder meiner Schreibmaschine (mein Heiligtum) die Typen so verbog, dass man nicht mehr damit schreien konnte... "Lass die Kleine in ruhe!" hies es dann immer...
ich bin auch so ein Sandwichkind zwischen großem und kleinem, sogenanntes Nesthäkchen, Bruder. Und ich bin Ü60, also in einer Zeit aufgewachsen, als Mädchen noch zu putzen, stricken und kochen hatten. Ja, es war in der Tat eine Scheißkindheit, weil es eigentlich keine Kindheit war. Aber mich machte das auch stark, sehr stark. Mit 14 trat ich aus der Kriche aus, meine Eltern tobten, mein großer Bruder bewunderete mich. Ich studierte gegen den Widerstand meine Eltern, mein kleiner Brunder bewunderte das. Als ich volljährig wurde, zog ich am Tag meines Geburtstages aus, in eine WG. Meine Eletern tobten noch mehr.
Ohne meine Scheißkindheit hätte ich niemals die Kraft gefunden, mich gegen meine Eltern zu stellen und meinen eigenen Weg zu gehen.

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hexenbesen.65 11.07.2019, 09:42
17.

Zitat von women_1900
ich bin auch so ein Sandwichkind zwischen großem und kleinem, sogenanntes Nesthäkchen, Bruder. Und ich bin Ü60, also in einer Zeit aufgewachsen, als Mädchen noch zu putzen, stricken und kochen hatten. Ja, es war in der Tat eine Scheißkindheit, weil es eigentlich keine Kindheit war. Aber mich machte das auch stark, sehr stark. Mit 14 trat ich aus der Kriche aus, meine Eltern tobten, mein großer Bruder bewunderete mich. Ich studierte gegen den Widerstand meine Eltern, mein kleiner Brunder bewunderte das. Als ich volljährig wurde, zog ich am Tag meines Geburtstages aus, in eine WG. Meine Eletern tobten noch mehr. Ohne meine Scheißkindheit hätte ich niemals die Kraft gefunden, mich gegen meine Eltern zu stellen und meinen eigenen Weg zu gehen.
hätte ich auch gerne gemacht. Aber "solange DU DEINE Füße unter...."-Spruch gilt.... und man finanziell abhängig ist...
Ich lernte zb mit 18 Krankenschwester, mit der Möglichkeit, vor Ort in ein Krankenschwester-Haus (auf dem Gelände) zu ziehen. Durfte ich nicht, meine Mutter war dagegen.. (und alleine mit dem Lehrlingsgehalt hätte ich mir dort ein Zimmer nicht leisten können). Also musste ich zuhause wohnen bleiben und "kuschen". Mit 18 weigerte ich mit sonntags, in die Kirche zu gehen (ich musste IMMER Sonntags in die Messe und Mittwochs in den "Jugend-Gottesdienst"--mein Vater hat mich einmal beim schwänzen erwischt und blöderweise sich verplappert...seitdem MUSSTE ich die Predigt wiederholen, was der Pfaffe vorne von sich geblubbert hat- meine Mutter ging ja sowiso jedes Wochenende in die Kirche).
Als ich zwei Tage nach meinem 18 am Küchentisch saß, und meine Mutter meinte, ich solle mich für die Kirche fertig machen, und ich meinte, ich gehe nicht mehr hin, ich bin 18.... hat sie ein halbes Jahr lang nicht mehr mit mir geredet !!!! (Ansonsten war sie sehr herrisch...sie konnte einem sehr verletzen mit ihrer "Nichbeachtung"-auf Fragen ging sie nicht ein--oder wenn, dann ein gefauchtes:Ist mir doch egal... )
Vor zwei Jahern bin ich endlich aus dem Verein ausgetreten--(mit 52 !) udn meine Mutter weis es bis heute noch nicht...da wäre die Kacke am dampfen, wenn sie das wüßte...Eigentlich sollte es mir herzlich egal sein, ich bin ja alt genug.. Aber eben, diese "angst" vor Nichtbeachtung und Bestrafung sitzt einem immer noch irgendwie im Nacken. Man kann die Erziehung, die man "genossen" hat, nicht einfach abstreifen. Mein Mann sagt auch immer:"Mensch, sag doch einfach, dass du nicht willst!" und ich dann: "Jaaa, aber du weist-dann ist sie wieder beleidigt...oder es ist wieder krach....."

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manicmecanic 11.07.2019, 12:44
18. die armen

Ich sage nicht daß nichts an den Erkenntnissen dran ist mit den Nachteilen der mittleren Kinder.Aber als ältester Sohn einer damals sogenannten kinderreichen Familie kann ich gut von den Nachteilen dieser Stelle berichten.Dann ist man nämlich automatisch dran bei allen möglichen Arbeiten im Haus,oft auch welche die mit den kleineren Geschwistern zu tun haben.Das ging dann von Kohlen aus dem Keller nach oben schleppen über zuarbeiten in der Küche bis zum baden und wickeln der kleinsten je nachdem.Soviel zu alles prima wenn man das älteste oder jüngste Kind ist.Aus meiner Warte hat nur das jüngste Kind die genannte Sonderbehandlung bekommen.Genutzt hat das super pampern allerdings auch nichts,mein jüngster Bruder hat zig Sachen angefangen aber nie beendet und seinen Eltern noch bis Mitte seiner 20er und weiter auf der Tasche gelegen.

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snigger 11.07.2019, 16:12
19. mittleres sandwichkind

als mittleres sandwichkind kann ich nicht bestätigen, das meine kindheit schei****e war. lag vielleicht an der größeren schwester. oder den jüngeren mitgeschwistern (junge und mädchen). oder daran, in einer patchwork-familie groß geworden zu sein. zuviele variablen spielen hier (m.E.n.) eine Rolle.

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