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Kinder mit Diabetes Typ 1: Wie Familien mit der Diagnose leben können
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Etwa 3000 Kinder erkranken jährlich an Diabetes Typ 1. Für Eltern ist es oft nicht leicht, mit der chronischen Krankheit umzugehen.

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Mickel 08.10.2019, 12:01
1. Schulungen für Journalisten auch notwendig

Es ist selten, dass ich an einem Artikel über Diabetes kaum etwas zu kritisieren habe, aber in diesem Fall ist es so. Generell wäre es aber schön, wenn die Trennung zwischen Typ1 und Typ2 Diabetes in allen Artikeln und Überschriften Anwendung fände. Das schützt betroffene Kinder (und später werden die auch zu Erwachsenen) vor Sprüchen wie "ach Kuchen darfst Du ja gar nicht essen, war bei meiner Oma ja auch so" und anderen "Ratschlägen" die gut gemeint, aber auch häufig verletzend sein können.

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Alfa1989 08.10.2019, 13:40
2. Typ 1 Diabetes

Das eigentliche Problem, egal ob Typ 1 beim Kind oder Erwachsenen ist nach wie vor die Annahme man könne diese Krankheit mit sagen wir mal "3 Varianten" behandeln. Gerade bei Typ 1 gibt es so viele verschiedene Faktoren und Varianten die berücksichtigt werden müssen, was jedoch leider selten passiert. Bei akut schlechten Werten sieht man dann mitunter selbst von den Ärzten nur Achelzucken. Dann kommen wieder die Standardphrasen ob man denn immer lieb die Einstichstellen und Nadeln wechselt usw. Das eigentliche Problem wird mitunter gar nicht angegangen und eine Krankschreibung bei dauerhaft Werten um 400 bekommt man auch nicht.

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permissiveactionlink 08.10.2019, 13:51
3. Ein ehemaliger Mitschüler

fiel im Alter von ca. 16 Jahren (Oberstufe) in der Schule die Treppe hinunter, als er ins Zuckerkoma gefallen war. Dabei verletzte er sich glücklicherweise nur wenig. Diagnose : juveniler Diabetes. Ab sofort musste er Insulin spritzen. Dass die Krankheit nichts mit falschen Nahrungsgewohnheiten zu tun hatte, war uns damals schon klar. Irgendwas mit den Genen. Diabetes Typ I ist der Paradefall einer Autoimmunkrankheit, bei der die klonale Selektion der B- und T-Lymphozyten im sehr jungen Körper Amok läuft, und jene Zellen, die autoaggressive Antikörper gegen die sogenannten Langerhahn' schen Inselzellen, die als endokriner Teil des Pankreas bestimmte Hormone wie Glukagon und Insulin produzieren, angreifen und abtöten. Die sogenannte Clonal Education, bei der der Körper all jene Lymphozyten zur Apoptose (Zell-Selbstmord) treibt, die autoreaktive Antikörper bilden, oder als T-Lymphozyten bestimmte Proteine des Körpers fälschlicherweise als fremd identifizieren, funktioniert nicht, wie sie soll. Mit der Ernährung hat das nichts zu tun, bisher ist das einfach Schicksal, aber durch die moderne Gentechnologie lässt sich Human-Insulin in hoher Qualität und ohne Verunreinigungen herstellen, sodass die Betroffenen heute weiterleben können, was vor ca. 100 Jahren noch nicht der Fall war.

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Besboschnik 08.10.2019, 13:52
4.

Wenn man sich das so durchliest, hat man den Eindruck, als ob sich in den letzten 36 Jahren seit meiner Diagnose nicht sonderlich viel getan hätte. Hat sich aber natürlich. In so einem Artikel wären Themen wie CGM, Nightscout und auch Loopen (natürlich mit Kontroversen, Ärzte, Kassen etc.) wünschenswert gewesen.

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suomi1983 08.10.2019, 14:42
5. Zusatzstoffe in Medizin / Ernährung verantwortlich?

In der Wissenschaft mehren sich Hinweise, dass Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ I auch durch Zusatz- oder Hilfsstoffe, die insb. auch in Impfstoffen enthalten sind, hervorgerufen werden können.
Der Immunologe Yehuda Schoenfeld (Leiter des Zenteums für Autoimmunerkrankungen der Uni Tel Aviv) hat diesen Zusammenhang in seiner 2015 erfolgten Veröffentlichung "Predicting post-vaccination autoimmunity: Who might be at risk?" aufschlussreich dargestellt.

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Alfa1989 08.10.2019, 15:10
6. @ 5.

Würde zu meinem Diabetes passen, bei mir trat er 6 Monate nach einer 3 Fach Impfung auf. Das kann natürlich auch nur ein dummer Zufall sein. Die Muttermilchtheorie trifft bei mir auch zu, halte ich jedoch für absoluten Quatsch.

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sarang he 08.10.2019, 16:49
7. Wer ein Kind mit Diabetes hat, weiss, daß

sich nichts normalisiert. Die Regelschulen sind zumindest in BW in der Regel NICHT ausgelegt mit Kindern irgendeiner Behinderung umzugehen, und sei es mit dem einfachen Fall eines gut eingestellten Grundschülers mit Diabetes. Die Lehrer und Erzieher werden angehalten, eine diabetische Betreuung abzulehnen und
die gesetzlich zugestandenen Begleitpersonen und Pflegedienste sind in der Praxis nicht vorhanden oder verfügbar und so ist es üblich, daß ein Elternteil zumindest für die Zeit des KITA- und Grundschulbesuchs seinen Job aufgeben oder stundenmässig stark reduzieren muss.

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cerstin.popp 08.10.2019, 19:12
8. Auch Ärzte schulen

Auch Kinderärzte müssen besser geschult werden: Mit unserer Tochter war ich über Wochen mehrmals beim Kinderarzt und seiner Kollegin. Ihr Schlapp- und Müde sein wurde mit Bemerkungen wie "...das ist die beginnende Pubertät...", ihre Bauchschmerzen mit "...sie ist eben sehr sensibel..." abgetan. Hinweise von uns, dass sie viel trinkt wurden ignoriert. Über Nacht verschlechterte sich ihr Zustand. Mit Kußmaul-Atmung und kurz vor dem Koma wurde sie auf die Intensivstation eingeliefert. Zum Glück ist alles gut ausgegangen. Heute ist sie ein normales ;), pubertierendes Mädchen

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Kranach 09.10.2019, 07:16
9. Die Technik hilft heute wirklich

In der Klinik wollte man unser Kind erst einmal ein paar Jahre spritzen lassen. Pumpe? Nach vielen Diskussionen hat er dann eine bekommen. Die haben ihre Meinung selbst heute nicht geändert.
Zusammen mit dem Dauermessgerät ist das Leben für uns heute deutlich entspannter. Es gibt automatischen Alarm und für die Abgabe von Insulin muss ich das Kind nicht wecken.
Ich hoffe, dass in 10 Jahren die "künstliche Bauchspeicheldrüse" (Kreislauf von Messsystem und Pumpe) Realität ist.

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