Forum: Gesundheit
Kindergesundheit: Arzneipflanzen und ihre Nebenwirkungen
Corbis

Bei vielen pflanzlichen Arzneimitteln fehlen Untersuchungen zu Nebenwirkungen - das ist vor allem bei der Gabe an Kinder bedenklich. Die Übersicht zeigt, welche beliebten Mittel trotzdem genommen werden können, und bei welchen Vorsicht geboten ist.

Seite 1 von 2
citizen_of_zulu_nation 25.11.2013, 19:53
1. Cannabis? Cannabis Oil Works!

Die vermutlich älteste und m.E. nach wichtigste Heilpflanze fehlt in der Auflistung - wohl aufgrund ihrer Illegalität:

Cannabis Sativa/Indica.

Die US-Regierung weiß seit mindestens 1974 (Virginia Studie) dass Cannabis Anti-Tumor-Eigenschaften besitzt.
Es häufen sich die Berichte von Menschen die ihren Krebs mit einem Extrakt aus den Blüten der Cannabis-Pflanze, auch bekannt, als Cannabis Extract, Honey Oil oder Rick Simpson Oil, heilen konnten.

Die Hanfplanze besitzt weit über 90 verschiedene Cannabinoide die dabei besonders Wechselwirken. "Big Pharma" bietet bisher nur schwache, teils synthetische, Substiute an - wie z.B Marinol (Dronabinol) oder Sativex (Nabiximols) - die für viel Geld auf dem Markt feilgeboten werden - bei gleichzeitiger Lobbyarbeit um zu gewährleisten dass Anbau und Konsum von Cannabis illegal bleiben.
G.W. Pharmaceuticals (Hersteller von Sativex) in U.K. konnte sich dabei ein Monopol sichern und ist derzeit die einzige Firma der es erlaubt ist in Lizenz Cannabis anzubauen.

Neben einer Myriade anderer Krankheiten wurde zuletzt über den erfolgreichen Einsatz von CBD-Haltigen Cannabis-Strängen bei an Epilepsie erkrankten Kindern berichtet. So z.B. in der Dokumentation "Weed" von Sanyay Gupta, seines Zeichens "chief medical correspondent" bei CNN: http://www.youtube.com/watch?v=Z3IMfIQ_K6U

Wer meint dass sei alles Hokuspokus der sei auf folgende (Peer Reviewed) Studien verwiesen - Liste zusammengestellt von Mathew 'Matty Kush' Harton von Facebook, der mit Hilfe von Cannabis-Extrakt seine Erkankung an dem 'Good Pasture Syndrom' (eine seltene Auto-Immun-Erkrankung) behandelt:

http://pastebin.com/aAvSuSn0

In dem Zusammenhang sind auch Facebook-Gruppen, "Cannabis Oil Works" sowie "Cannabis Oil Success Stories" interessante Ressourcen.

Ansonsten hilft auch google: http://bit.ly/IdHksa

Bitte weitersagen und für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sprichmal 25.11.2013, 21:00
2. schlechte Werbung...

Seid Jahrhunderten überliefert sind diese pflanzlichen Helferlein... Jeder muss für seine Kinder selbst entscheiden, ob oder ob nicht. Ich denke all das ist besser als die vielen Antibiotika- Verordnungen die unsere Kinder bekommen. Auch unter 12 Monaten alles kein Problem, man lese mal die oft Meterlangen Beipackzettel! Nee, dann lieber erstmal Pflanze, den Rest bekommen unsere Kidds schon genug über Hähnchen und Zusatzstoffe in unserer ach so geprüften Lebensmittelindustrie.
@citizen, danke für die Info über Cannabis...da schlag ich doch gleich mal nach, denn die Vorzüge werden aus eben genannten komerziellen Gründen wohlweislich verschwiegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spacedoc 26.11.2013, 08:36
3. Danke, Pharmaindustrie & EU!

...als Arzt, der schulmedizinisch ausgebildet ist und immer mehr die Naturheilverfahren (insbesondere die Phytotherapie) kennen und schätzen gelernt hat, kann ich nur den Kopf schütteln.
"Kein Kamillentee für Kinder unter 12 Jahren"?
Wie sieht es mit Kartoffeln aus? Oder mit Reis? Liegen für diese unzertifizierten Produkte ausreichend valide Daten vor, um sie weiterhin so unkritisch bei Kindern einzusetzen?
Was ist mit Kirschen und Erdbeeren? Diese führen -je nach Dosis- zu erheblichen Magen-Darm-Beschwerden? - Eine EU-Warnung ist auch hier überfällig.
Nein, im Ernst: wie wäre es, wenn erst einmal alle Produkte der Pharmaindustrie mit der gleichen Akribie kritisch bewertet werden würden?
Bis das geschehen ist, ist mein Rat an alle Eltern (deren Kinder nicht gerade an einer seltenen Allergie gegen das entsprechende Heilkraut leiden): Abwarten und (Kamillen-)Tee trinken!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr.u. 26.11.2013, 09:35
4. So isses

Zitat von Spacedoc
...als Arzt, der schulmedizinisch ausgebildet ist und immer mehr die Naturheilverfahren (insbesondere die Phytotherapie) kennen und schätzen gelernt hat, kann ich nur den Kopf schütteln. "Kein Kamillentee für Kinder unter.....
Vor Allem: Wenn aufgrund unzureichender Datenlage von einer Anwendung abgeraten wird, wird es eine ausreichende Datenbasis auch nie geben. Es wäre ja völlig ausreichend, wenn bei mangelnder Datenlage, vor allem auch in Bezug auf Nebenwirkungen (keine signifikanten bekannt) ledigliche auf eine Anwendungsempfehlung verzichtet würde.

Man muss sich einfach nur mal die Interessenlage bewußt machen. Welcher große, finanzstarke Pharma- /Gesundheitskonzern hätte denn ein interessen daran, die Wirksamkeit von (Heil)Kräuter/Pflanzen oder anderer Alternativmedizin zu belegen? Richtig. Keiner!
Es wäre ja auch hochgradig geschäfts-/ertragsschädigend, wenn Teile der Bevölkerung sich aus Feld, Wald und Garten bei einfachen Erkrankungen selbst therapieren könnten.
Schließlich wurden schon im Mittelalter Kräuterfrauen und Hebammen gerne mal als Hexen denunziert, damit (männliche) Heiler & Ärzte ihren Stand wahren und ausbeuen konnten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuehlmeister 26.11.2013, 10:59
5. naja

eine Studie, angefertigt von der Pharmaindustrie wird wohl kaum den natürlichen und reichlich vorhandenen Arzneimitteln gesunde und heilsame Wirkungen verleihen, schliesslich will man ja mit seiner eigenen zusammengepanschten Chemie die große Kohle machen. Ich frage mich wie die Menschheit seit tausenden Jahren überleben konnte ohne Sagrotan und Hustensaft aus Chemie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alphabeta 26.11.2013, 11:01
6. Nicht mit rechten Dingen

geht das zu. Erinnert mich an die Gentech-Problematik, bei der die weltweit operierenden Firmen wie Monsano, Syngenta u.a.Patente auf alles haben wollen, damit am Ende nur sie weltweit an allem Natürlichen verdienen können. Der Druck des Geldwesens macht tatsächlich die ganze Welt kaputt. Wir brauchen dringend ein ganz neues Bewusstsein! Bloß: wo solll das herkommen, wenn es durch Medikamentenabhängigkeit immer noch mehr vernebelt wird?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
s.breckle 26.11.2013, 11:06
7. optional

schwachsinniger geht es kaum noch: was soll eine Allergie gegen Korbblütler (von denen es zehntausend verschiedene gibt) aussagen. Es geht doch nicht um Römische Kamille, dann trinkt eben Penicillium-Tee.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
farview 26.11.2013, 11:16
8. Danke danke

Zitat von sysop
Bei vielen pflanzlichen Arzneimitteln fehlen Untersuchungen zu Nebenwirkungen - das ist vor allem bei der Gabe an Kinder bedenklich. Die Übersicht zeigt, welche beliebten Mittel trotzdem genommen werden können, und bei welchen Vorsicht geboten ist.
für diesen wichtigen Artikel gegen die bösen Pflanzen.

Jetzt gebe ich meinen Kleinkindern noch viel lieber die vom Arzt verabreichten Schmerzmittel bei Fieber sowie sofort Antibiotikum bei Halsschmerzen (nicht das erste Mal erlebt). Die kilometerlangen Beipackzettel werfe ich am Besten einfach weg. Hauptsache Kamille & Co. bleiben meinen Kindern fern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zorga 26.11.2013, 11:23
9. Oh danke

Jetzt weiß ich Bescheid und falls ein Unwohlsein nach meinem Kinde greift, werde ich keinesfalls böse Heilpflanzen verwenden, sondern lieber gleich ein Antibiotikum oder ein sonstiges hochwirksames pharmazeutisches Erzeugnis benutzen. Denn da ist die Datenlage geklärt und es kann nichts schiefgehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2