Forum: Gesundheit
Kindersterblichkeit in Südafrika: Kampf ums Leben
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Nirgendwo sterben so viele Kinder direkt nach der Geburt wie im südlichen Afrika. Mavis Mohutsioa aus Soweto war 37 Jahre lang Krankenschwester und hat Hunderten Babys auf die Welt geholfen. Sie klagt: Viele könnten mit einfachsten Mitteln gerettet werden.

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AdBlockerPlus 15.05.2013, 07:37
1. optional

Medizinische Entwicklung kann soll und wird einhergehen mit gesamtgesellschaftlicher Entwicklung in allen Bereichen, sei es Wissenschaft, Bildung, Technologie, Ethik etc... Stichwort Aufklärung. Solange es der grösste Stolz einer afrikanischen Familie ist, nahezu zweistelligen Nachwuchs zu reprodzuieren, scheint es bei allen Zynismusvorwürfen, die es für diese Bemerkung geben wird, nicht besonders nachhaltig zu sein, nur die medizinische Versorgung zu optimieren.
Es macht auch ebensowenig Sinn, Geld in einem nichtfunktionierenden Gesundheitssystem versickern zu lassen, während in diesen Ländern milliardenteure Rohstofflagerstätten zum Wohle weniger verscherbelt werden.
So traurig es klingt, aber die Aufklärung in allen Bereichen und die Veränderung muss von innen kommen.

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Koana 15.05.2013, 07:43
2. Diese Schilderung....

Zitat von sysop
Nirgendwo sterben so viele Kinder direkt nach der Geburt wie im südlichen Afrika. Mavis Mohutsioa aus Soweto war 37 Jahre lang Krankenschwester und hat Hunderten Babys auf die Welt geholfen. Sie klagt: Viele könnten mit einfachsten Mitteln gerettet werden.
.... ob sie bis Mittag auf der Startseite bleiben darf? Wieviele sie wohl lesen? Wieviele von denen, die sie lesen, lesen sie vom ersten Wort bis zum Schlusspunkt?

Vor allem, wer wird nachdem er es gelesen hat, nicht weiter auf Selbstbetrugsmodus stellen und sich sagen - daran können wir ja nichts ändern - vor allem ICH kann daran nichts ändern?
Über den Busen einer berühmten Schauspielerin höre ich seit Tagen - sobald die Glotze läuft, der Radio an ist - man im Netz eine Nachrichtenseite aufschlägt - das ist wirklich mal eine bestützende Nachricht!
Da müssen wir was ändern - wir müssen mehr tun den Krebs zu bekämpfen!!
Die Relationen sind absurd, über den Hunger - wird wohl erst wieder im Oktober kurz berichtet.

Ansonsten findet er in Nebensätzen kurz und unberührt in unserer Welt statt - fast könnte man zynisch konstatieren - jeder völlig verarmte Mitteleuropäer hat sein Schicksal verdient - leider erwischt es halt meist jene, die die geringste Schuld tragen, doch das ist wohl das Lebensprinzip der Menschen schlechthin, die Verschlagenheit und Boshaftigkeit sind die Erfolgskriterien schlechthin.

Die Welt der Menschen spiegelt das perfekt wieder.

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urban4fun 15.05.2013, 08:13
3.

Zitat von sysop
Nirgendwo sterben so viele Kinder direkt nach der Geburt wie im südlichen Afrika. Mavis Mohutsioa aus Soweto war 37 Jahre lang Krankenschwester und hat Hunderten Babys auf die Welt geholfen. Sie klagt: Viele könnten mit einfachsten Mitteln gerettet werden.
Und nun?
Soll ich Mitleid haben?
Gute Freunde von uns waren für vier Wochen in Malawi, wollten eigentlich sechs Wochen bleiben, um zu schauen, ob sie sich für Entwicklungshilfe begeistern können. Aber sie haben es aufgegeben.

In einer Mentalität, in der die Bewässerungsanlage des nachbarlichen Bauern aus Neid zerstört wird, anstatt sie nachzubauen, kann es keinen Fortschritt geben. Und natürlich, das kann man nicht pauschal sagen. Und ja, Afrika ist größer als Europa. Und ja, Afrika hat ganz andeere, ganz viele verschiedene Völker und eine ganz andere Geschichte. Ist alles sattsam bekannt.

Aber warum fehlt es im 21. Jhr. dennoch an den einfachsten Dingen?

Und wenn Essensreste auf dem Boden liegen, kann man sie wegwischen. Dazu braucht's nichtmal einen Besen. Wenn der auch noch fehlt, kann man gleich ganz aufgeben.

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spiegelleser_1981 15.05.2013, 08:20
4. Es klingt hart aber .....

Zitat von sysop
Nirgendwo sterben so viele Kinder direkt nach der Geburt wie im südlichen Afrika. Mavis Mohutsioa aus Soweto war 37 Jahre lang Krankenschwester und hat Hunderten Babys auf die Welt geholfen. Sie klagt: Viele könnten mit einfachsten Mitteln gerettet werden.
Wir sind inzwischen 7 Milliarden Menschen auf dieser Welt. Schätzungen zufolge werden wir im Jahre 2050 bis zu 9,5 Milliarden Menschen sein. Viel zu viele um alle Menschen ausreichend mit Pflanzlicher und Tierischer Narung, sauberem Trinkwasser mit Energie und Rohstoffen zu versorgen.
Ausgerechnet in den ärmsten Ländern dieser Erde nämlich in Pakistan, Indien (in ländlichen Gegenden) sowie in viele Ländern Afrikas gibt es seit Jahren einen Babyboom. In vielen Ländern haben Großfamilien mit vielen Kindern einen anderen Stellenwert als bei uns, es fehlt der Zugang zu Verhütungsmitteln oder irgenwelche Religionen verbieten den Einsatz von Verhütungsmitteln. Egal, der Effekt ist, dass eine Frau in vielen Regionen 7, 8 und mehr Kinder bekommt. Dies ist dort gar keine Seltenheit ! Früher hat eine Frau nur so viele Kinder bekommen wie man auch ernähren konnte. Alle übrigen wurden, so hart das auch sein mag, abgetrieben oder nach der Gebuhrt sterben lassen.
Wir hingegen versuchen aus falscher Nächstenliebe jedes Leben zu erhalten, auch wenn es in einer Region aufwächst die fast vollständig von Entwicklungshilfe abhängig ist.
Auch wenn es hart klingt, doch die Menschen müssen wieder auf eine natürliche Population schrumpfen in der sich Menschen auch selbständig ernähren können.

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susaz 15.05.2013, 08:35
5. Kindersterblichkeit nur eine Facette von mehreren

Nicht nur die Kindersterblichkeit stellt ein riesen Problem für die Minderjährigen in Südafrika dar, sondern vor allem sexueller Missbrauch und Entführungen. Jedes Jahr werden nach NGO-Informationen rund 1.460 Kinder entführt. Die Dunkelziffer dürfte viel höher liegen: http://2010sdafrika.wordpress.com/2012/03/26/1-460-kinder-verschwinden-jedes-jahr/.

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Aquifex 15.05.2013, 08:40
6.

Zitat von Koana
.... ob sie bis Mittag auf der Startseite bleiben darf? Wieviele sie wohl lesen? Wieviele von denen, die sie lesen, lesen sie vom ersten Wort bis zum Schlusspunkt? Vor allem, wer wird nachdem er es gelesen hat, nicht weiter auf Selbstbetrugsmodus stellen und sich sagen - daran können wir ja nichts ändern - vor allem ICH kann daran ....
Sehen Sie das ganze mal realistisch: Jeden Tag sterben etwa 40.000 Kinder. Es werden aber 340.000 geboren; jeden Tag!
Interessanterweise findet diese Wachstum der Bevölkerung nicht bei uns statt, wo Kinder immerhin nicht verhungern müssen, sondern eben in Entwicklungsländern. Und jetzt sagen Sie mal, was Sie da ändern wollen? Wenn sich die Bedingen bessern, werden 400.000 Kinder täglich geboren und trotzdem 40.000 sterben....

Natürlich gibt es viel an den generellen Lebensbedingungen in Afrika zu verbessern, aber nicht durch das rüberschieben von Geld. Das wird seit Jahrzehnten gemacht. Verbessern nut sich nichts - jedenfalls nicht in der Wahrnehmung - und dennoch ist die Weltbevölkerung rapide gewachsen...nur nicht bei uns.

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laosichuan 15.05.2013, 09:00
7. Empörend

empörend ist in erster Line, daß Länder wie Südafrika oder auch Namibia zu den Ländern mit mittlerem Einkommen gehören, also durchaus die Resourcen hätten, ein akzeptables Gesundheitssystem für alle aufzubauen. Die erste Herzverpflanzung der Welt wurde in Kapstadt vorgenommen!

Das Problem sind die wenigen Prozent Nachkommen der Kolonialisten, die ein Leben wie in der ersten Welt führen, sich um die Wahrung ihrer Privilegien sorgen, aber am Wohl der Mehrheit der Bevölkerung kein Interesse zeigen.
Und das, nachdem ihre Vorfahren den rechtmäßigen Eigentümern des Landes 100 Jahre jede Möglichkeit der Entwicklung (meist mit Gewalt) genommen haben.

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mailatjulia77 15.05.2013, 09:05
8. optional

Ich bin zum Teil traurig und entsetzt über einige Kommentare. Herzlos, egoistisch und ohne Emphatie. Oh wie groß wäre der Aufschrei,wenn sowas in den Industrieländer passierte. Euren Kindern, die ihr liebt und die euch genommen werden und so einfach hätten gerettet werden können. Sicherlich ist es ein systemisches Problem, aber es geht um Menschen und um Leben. Was ist los mit euch?

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mayazi 15.05.2013, 09:16
9. optional

Ich vermute mal, dass sich mit einem Rentensystem und mit mehr Bildung für die Frauen die Geburtenrate deutlich senken ließe.

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