Forum: Gesundheit
Knochenmarktransplantation: "Ohne seine Spende wäre ich längst tot"
DPA

Vor 30 Jahren erhielt er Knochenmark eines Fremden - dieser Eingriff rettete Gerd Alexander Unglaube das Leben. Auch heute noch sind todkranke Patienten auf Stammzellspenden angewiesen.

nebenbeigesagt 27.07.2017, 20:36
1. Mit 60 oder 61 Jahren fliegt man raus aus dem Spenderpool

Bin seit 30 Jahren registriert. Und jetzt erreiche ich dieses Alter. Und dann bin ich weg auf der Liste. Vielleicht ein nachdenkeswerter Aspekt für Überlegungen dazu. Mich darf man sicher auch danach noch fragen.

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anno 1958 27.07.2017, 21:57
2. @ nebenbeigesagt

https://www.dkms.de/de/content/wer-darf-spender-werden
Ab 55 fliegt man. Ich bin schon raus ;-( Aber ich war knapp 20 Jahre in der Datei und hätte gerne geholfen.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Unglaube.

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ayco 28.07.2017, 09:15
3. Ich habe auch Stammzellen gespendet

Vor nun 7 Jahren und damit einem Menschen geholfen.
Überwiegend wird heute mit Stammzellenübertagung und nicht mit Knochenmarktransplantation gearbeitet. Dabei muss man vor der Übertragung sich ca. eine Woche subkutant selbst eine Spritze setzen, um Stammzellenwachstum zu generieren (bin kein Arzt, der das besser beschreiben könnte). Die Stammzellenspende selbst läuft über ca. 3 bis 4 Stunden, danach ist man etwas flau, aber das war es dann auch.
Jedenfalls wird man vorher umfassend untersucht, ob man als Spender in Frage kommt. Bei mir hat man im Rahmen der Voruntersuchtung jeine vergrößerte Prostata festgestellt, so dass ich mich im Anschluss an meine Stammzellenspende ebenfalls einer erfolgreichen Prostatektomie unterzogen hatte.
Kann jedem nur raten, sich registrieren zu lassen. Bin allerdings auch - da nun 63 Jahre -aus der Spenderdatei gelöscht.

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permissiveactionlink 28.07.2017, 09:56
4. Anfang der 90er

hörte ich etwas im Radio über Knochenmarkspenden und die DKMS. Ich habe mich dann gleich bei denen in Tübingen gemeldet und bekam ein Blutentnahme-Set geschickt. Hat mich damals 100DM gekostet. Es gab sogar einen Arzt, der die Blutabnahme kostenlos durchgeführt hat. Nur die Post stellte sich quer : Blutproben verschicken, das ginge ja gar nicht (HIV). Es dauerte, den Mann am Postschalter zu überzeugen. Heute geht das alles völlig unkompliziert mit einem Wattestäbchen an der Mundschleimhaut. Ich hätte gerne mit Stammzellen geholfen, aber meine spezielle Zelloberflächenkennung (HLA, Human Lymphocyte Antigen bzw. MHC, Major Hisocompatibility Complex) war wohl nie gefragt. Nun habe ich altersmäßig bald das Verfallsdatum erreicht, um noch als Spender geeignet zu sein. Trotzdem würde ich alles nochmal genauso machen. Also meldet Euch endlich an, falls das noch nicht geschehen sein sollte !

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stoffi 28.07.2017, 10:04
5.

Zitat von nebenbeigesagt
Bin seit 30 Jahren registriert. Und jetzt erreiche ich dieses Alter. Und dann bin ich weg auf der Liste. Vielleicht ein nachdenkeswerter Aspekt für Überlegungen dazu. Mich darf man sicher auch danach noch fragen.
So wie sie denke ich auch. Mit einem gewissen Alter scheidet man aus und so erging es auch mir nicht nur bei der Knochenmalkbank, sondern auch bei der Blut-Plasma und Trombospende. Ich bin auch weiterhin bereit zu spenden. Manchmal denke ich, wenn wieder öffentlich ein Spender gesucht wird, vielleicht wäre ich das, aber ich darf nicht mehr.

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kickaha74 31.07.2017, 16:59
6. So kann es gehen...

...nach nicht einmal einem Jahr nach der Registrierung als potenzieller Stammzellenspender wurde ich gefragt, ob ich spenden möchte.
Habe ich natürlich gerne gemacht.

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