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Könner oder Aufschneider: So finden Sie einen guten Zahnarzt
Corbis

Zertifikate, Curricula, Tätigkeitsschwerpunkte: Die Titelflut auf Praxisschildern bei Zahnärzten soll Eindruck schinden. Doch was sind wirkliche Gütesiegel? Die wichtigsten Tipps bei der Suche nach echten Könnern.

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Sibylle1969 28.02.2014, 10:04
20. Man merkt doch relativ schnell, ob jemand ein(e) gute(r) Zahnarzt/ärztin ist

Als ich vor Jahren umzog in eine andere Stadt, ging ich zunächst zum Zahnarzt, der in der Nähe meiner Wohnung praktizierte. Bei der normalen Kontrolle meinte er, ich hätte insgesamt 12 kariöse Zähne, die er mit Füllungen versehen wollte, und das obwohl bei der letzten Kontrolle gar nichts gewesen war. Kaum vorstellbar, dass in einem Jahr 12 Zähne faulen! Ich also zum nächsten Zahnarzt, der meinte, da müsse gar nichts gemacht werden. Kaum auszumalen, wenn ich den ersten Zahnarzt hätte machen lassen, wahrscheinlich hätte ich jetzt schon Dritte Zähne, weil er vorher alles kaputtgebohrt hätte.

Bei meiner jetzigen Zahnärztin hatte ich schon immer ein gutes Gefühl. Sie ist warmherzig und strahlt Ruhe aus, so dass einem die Angst beim Zahnarzt gemildert wird. Zudem kann ich mich auf ihren Rat "Spritze oder nicht Spritze" zu 100% verlassen. Wenn sie sagt, ich brauch keine Spritze, dann tut es auch maximal 1-2 Sekunden weh. Mein Rat wäre es, wenn irgendwie möglich, eine größere Sache (Zahnersatz, Implantate) nur bei einem Zahnarzt/einer Zahärztin machen zu lassen, die man bereits seit Jahren kennt.

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t.h.wolff 28.02.2014, 10:05
21.

Sorry, aber der Gedanke, daß ein Prothetiker (Zahnarzt, der wo Kronen und Brücken macht) und ein Endontologe (Zahnarzt, der wo Wurzelfüllungen macht) ein "interdisziplinäres" Fachgespräch führen, ist Realsatire. Der Hintergrund ist das Schielen auf teuer zu verkaufende Privat- und "Premiumbehandlungen" für im Grunde selbstverständliche Leistungen, die dem geneigten Kunden durch den grassierenden Titelhandel à la "Facharzt für linksdrehende Wurzelkanäle und sonst nüscht" schmackhaft gemacht werden sollen.

Einzelne, traditionell als sinnvoll etablierte Fachgebiete - etwa ZMK Chirurgie oder Kieferorthopädie - haben durchaus ihre Berechtigung, aber durch fachliche Inselbildung geht interdiziplinäre Kompetenz generell eher verloren - das endet dann bei dem Spezialisten, der fast alles über [i]fast nichts[i/] weiß, in einem für die Masse der Bevölkerung unbezahlbaren und dysfunktionalen Gesundheitssystem.

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o-w 28.02.2014, 10:06
22. Hesekiel2517

Schicken Sie Ihren "Klempner" mal zur Stillung einer Nachblutung nach Weisheitszahnentfernung. Das will ich sehn...

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dwg 28.02.2014, 10:08
23.

Zitat von sysop
Zertifikate, Curricula, Tätigkeitsschwerpunkte: Die Titelflut auf Praxisschildern bei Zahnärzten soll Eindruck schinden. Doch was sind wirkliche Gütesiegel? Die wichtigsten Tipps bei der Suche nach echten Könnern.
@spon

Mit solchen zunehmenden Cross-Marketing Mätzchen verspielen sie sich den Rest an Respekt. Seinen sie so ehrlich und schreiben "Anzeige" über solche Artikel.

PS.: M.Sc. als "universitäre Fortbildung" zu apostrophieren ist in jedem Fall eine steile These.

PPS.: Zum Thema - Generell sollte man um Leute, die sich Lametta umhängen einen großen Bogen machen. Das gilt natürlich auch für Zahnärzte zumal es da mit der Wissenschaft ohnehin nicht weit her ist. Ein guter Zahnarzt ist zunächst einmal ein geschickter Handwerker.

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blowup 28.02.2014, 10:10
24. überlaufen

Zitat von nb2008
Ein wirklich guter Zahnarzt, zeichnet sich durch positive Mundpropaganda aus.
Richtig! Und deshalb ist eine gute Zahnarztpraxis auch immer überlaufen und Termine sind schwierig zu bekommen. Ich hatte mal das Glück, einen relativ jungen engagierten Zahnarzt zu finden, der seine Praxis gerade eröffnet hatte. Da bin ich auch bei geblieben. Obwohl er sehr bodenständig ist und ohne jeden Schnickschnack auskommt, ist es jetzt, nach Jahren, schwierig, zeitnah Termine zu bekommen. Dennoch fahre ich gerne die 30 KM in eine andere Stadt, obwohl es hier auch genung Zahnnärzte gibt.

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bdroege 28.02.2014, 10:27
25. Studentenkurs

Ich gehe immer zum Studentenkurs da dort Zeit und Wirtschaftlichkeit keine Rolle spielt.

Die Behandlung ist aus medizinischen Gesichtspunkten ideal und die Kontrolle durch die Ausbilder ist sehr gründlich.

Dort werden Zähne erhalten die normalerweise gezogen werden (Mit einen Implantat verdient man mehr Geld als mit der Rettung eines Zahnes)

Allerdings dauern Behandlungen sehr lange da jeder Schritt von den Ausbildern kontrolliert wird.

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besserwisser-ffm 28.02.2014, 10:30
26. Frage?

Nun frage ich mich aber schon eine Sache.
Sehe ich es komplett falsch, wenn ich so naiv bin zu glauben, dass einer der teuersten und längsten und, ich vermute, schwierigsten Studiengänge wie dem des Zahnmedinzinischen Studiums nicht bereit genügt, um ein toller Zahnarzt zu sein? Das Studium dauert doch immerhin 5 bis 8 Jahre oder so und ist durchaus praxisnah. Und jeder Zahnarzt, der diese Studium absolviert hat, hat doch >Zahnarzt< an seiner Praxis stehen, für jeden nachvollziehbar.

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besserwisser-ffm 28.02.2014, 10:32
27. Werbeartikel seitens des Spiegel

Ich finde es dem Spiegel nicht würdig, dass er einen Text einer Frau veröffentlicht, die anschließend Werbung für ihr Buch macht. Dadurch steigt mein Vertrauen in die 4. Macht im Staate nicht sonderlich.

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gerd33 28.02.2014, 10:35
28. Quelle??

Zitat von wgschmidt
........... Rein rechtlich gesehen darf in unserem Lande jeder beliebige Arzt auch die Zahnheilkunde ausüben. .................
Bitte Quelle! Wo steht das??

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henkeltopf 28.02.2014, 10:37
29.

Oute mich auch als Zahnarzt, und muss aus Erfahrung durch eigene Bewerbungsgesprächen,Kollegen- und Patientenberichten feststellen, dass 80% meiner Kollegen enntweder Abzocker oder handwerkliche Nieten sind oder beides. Einen guten ZA erkennt man, wenn einem Alternativen (auch kostenlose!) aufgezeigt werden. Einen schlechten erkennt man an zahlreichen Jubelkritiken auf Bewertungensportalen. Die sind nämlich in der Regel gefälscht und lassen tief blicken.

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