Forum: Gesundheit
Kommentar zu Glyphosat-Zulassung: Klar, Feenstaub wäre besser
DPA

Mindestens anderthalb Jahre dürfen Bauern noch Glyphosat einsetzen. Und selbst wenn das Pflanzengift danach verboten wird, werden sie kaum auf alte Techniken umstellen - solange Konsumenten sie nicht dazu zwingen.

Seite 1 von 16
CommonSense2006 29.06.2016, 10:07
1. 40 Jahre

Seit 40 Jahren ist der Stoff im Einsatz und keiner hat bisher auch nur eine einzige krebserkrank auf Glyphosat zurückführen können, nicht einmal in den USA, wo klagewütige Anwälte normalerweise jedes wohlhabende Unternehmen prophylaktishc auf Milliarden verklagen, wenn sie dafür ein auch noch so abstruses Argument finden.
Also, was soll dieser Unfug? Natürlich ist es besser, Unkraut mit der Hand zu jäten, aber die Hände haben wir eben nicht mehr und niemand kann sich das leisten, so simpel ist das.
Kann sich die Regierung vielleicht zuerst um andere Themen kümmern, solche, die wirklich Menschenleben kosten im Verkehr, in den Krankenhäusern und bei den Medikamentenzulassungen?

Beitrag melden
schlaueralsschlau 29.06.2016, 10:11
2. @ Autor

"Aber man muss ihn sich eben auch leisten wollen." Und leisten können!

Beitrag melden
mborevi 29.06.2016, 10:11
3. Es war für mich klar, ...

... die Lobby siegt gegenüber der Gesundheit der Bevölkerung. Die Behauptung, es ginge nicht ohne Glyphosat, ist absurd. Es ging ohne Glyphosat über Jahrhunderte, bis vor wenigen Jahren, sehr gut. Und es geht auch in Zukunft ohne. Bauern, die sich ihre Felder mit Glyphosat für viele Jahrzehnte verseuchen, werden keine Zukunft haben. Sie werden nie auf Bioanbau, der Methode mit Zukunft, umstellen können, denn Glyphosat wird im Boden nur extrem langsam abgebaut. Also im eigenen Interesse: Schluss damit!

Beitrag melden
chwe 29.06.2016, 10:13
4. Monokulturen = Glyphosat ?

ich denke bei Monokulturen eher an Biosprit/Gas und gruene Politik. Und wie der Artikel selbst sagt: "Oeko"-Landbau ist ineffizient, d.h. wir muessen grosse Teile der noch intakten Natur vernichten und umpfluegen um die gleiche Menge Lebensmittel zu erzeugen. Ist das wirklich besser ?

Beitrag melden
nixkapital 29.06.2016, 10:14
5. Hm...

...merkwüdige Argumentation. Lieber bei Glyphosat bleiben, als etwas anderes auszuprobieren, dem dann gleich schon ieinmal süffisant Irrationalität unterstellt wird. Vorsorge-Prinzip? Egal! Krebsrisiko? Egal!

Genau für solche Fälle wünsche ich mir eine starke EU, die nicht das Vorsorge-Prinzip verwässert und damit CETA und TTIP praktisch den Weg bereitet.

Beitrag melden
Charlie Hebdo 29.06.2016, 10:14
6. aus eigener Erfahrung mit Glyphosat

kann ich nur bestätigen, wie effektiv es wirkt.

Ich hoffe, dass es wieder erhältlkich sein wird, damit ich die Muttererde für die Erstbepflanzung vorbereiten kann und Unkraut und Resttriebe abtöten kann.

An der Stelle mache ich mir keine Gedanken, dass ich als Laie die Umwelt verseuchen oder meine Familie vergiften kann.

Der Wirkstoff ist wirklich sehr effektiv. Er lässt sich wie andere Gifte verwenden. Und teurer ist er auch nicht.

Ich kann verstehen, dass man darauf nicht verzichten will. Übrigens: Wird es weltweit verboten, oder nur in der EU? Bekommen wir dann Obst und Gemüse im Winter glyphosatfrei gezüchtet aus Südamerika oder Afrika? Ist es nicht sinnvoller, es weltweit zu verbieten? Und wenn das nicht möglich ist, geeignete Gegenmittel zu entwickeln?

Und Dank an den Autor, dass er sich auch über Alternativen Gedanken gemacht hat. Es ist wie mit alternativen Treibstoffen. Fast alles ist möglich, aber wird der Verbraucher/das Unternehmen auch mitziehen?

Beitrag melden
dasdondel 29.06.2016, 10:20
7. undemokratisch

ist diese Entscheidung. Das Parlament kann nicht mehrheitlich mit Ja stimmen, also entscheidet die Kommission ? Da ist fast egal ob das Zeug giftig ist oder nicht. Wenn das die gängige Methode ist, dann sind wir vor nichts mehr sicher.

Beitrag melden
danger666man 29.06.2016, 10:22
8.

Blos wegen des Kostenarguments nicht auf eine ökologischere und traditionellere Landwirtschaft umzustellen macht keinen Sinn. Die langfristigen Kosten der industriellen Landwirtschaft sind viel höher, da wir durch Artensterben das Gleichgewicht der Natur aueinander bringen. Es gab immer Nützlinge und Schädlinge auf den Feldern, die sich die Waage hielten. Bei Monokulturen klappt das nicht. Und im Hinblick auf den eigenen Geldbeutel (und die Gute alte Zeit) - in den 60er und 70ern wurde ca ein Drittel des Einkommens für die Ernährung ausgegeben. Jetzt sind es zw. 12% und 15%. Aber man hört immer "Bio kann ich mir nicht leisten". Man will es sich nicht leisten, weil andere Dinge vermeintlich wichtiger sind. Aber bei der richtigen Nahrung fängt alles an: Gesundheit, Zufiedenheit etc. und unsere (Klein-)Bauern sind unsere Verbündeten, aber wir wollen ihnen und der Natur kaum dafür bezahlen! Und das Argument mit dem ineffizienten Anbau kann ich leider auch nicht ganz gelten lassen( siehe Film Tomorrow) Viele kleinstbäuerlichen Familienbetriebe in Asien sorgen für die Ernährung in ihren Ländern und haben einen Job. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein industriell arbeitender Traktorfahrer auf der Fläche von 100 Kleinsbauern für die Menschen vor Ort und deren Ernährung besser wäre. Weniger Jobs in der Landwirtschaft um neue Wanderarbeiter für die Großstädte zu rekrutieren scheint mir nicht effizient.

Beitrag melden
rhythm23 29.06.2016, 10:24
9. Und erneut

entscheidet die nicht demokratisch eingesetzte EUK
über die Köpfe der Bürger hinweg zugunsten der Profitgier der Industrie- Lobby.

So schafft man natürlich sehr viel Vertrauen für die EU,
nicht wahr?

Wenn mehrfach Abstimmungen nicht zu einem positiven Ergebnis für eine Zulassung führen, ist das ein Votum dagegen.

Die EUK verkauft die Bürger an die Industrie.

Beitrag melden
Seite 1 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!