Forum: Gesundheit
Kommentar zu Glyphosat-Zulassung: Klar, Feenstaub wäre besser
DPA

Mindestens anderthalb Jahre dürfen Bauern noch Glyphosat einsetzen. Und selbst wenn das Pflanzengift danach verboten wird, werden sie kaum auf alte Techniken umstellen - solange Konsumenten sie nicht dazu zwingen.

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dernordenrockt 29.06.2016, 10:42
30. Man sollte mal nachschauen, was ...

...die Bio´s so spritzen, denn keine Marketinglüge hält sich so nachhaltig, dass Biobauern nicht spritzen würden. Betrachtet man beispielsweise die als "natürliche" Insektizide eingesetzten Pyrethrine. Pyrethrine sind Inhaltsstoffe aus Chrysanthemen, die als „biologische“ Insektizide eingesetzt werden. Auf der Website eines Herstellers kann man unter http://www.pyrethrum.com/How_It_Works/Health_and_Safety.aspx mehr erfahren. Unter der Rubrik "Health and Safety" kann man dann folgendes lesen: „Pyrethrins are not readily absorbed into the skin of mammals. If pyrethrins are introduced into the body of mammals through breathing or ingestion, the body will quickly metabolize pyrethrins causing them to degrade and break down into non-toxic metabolites. Excretion of the parent compounds and metabolites occurs through the urine and feces.
When used in products according to the directions for use, humans are exposed to such very low levels of pyrethrins, orders of magnitude lower, than levels that show adverse effects in animal testing.“ Komisch, denkt man sich, bei Glyphosat gilt eigentlich dasselbe, dabei muss Glyphosat nicht einmal metabolisiert werden, um keine Schäden anzurichten, sondern wird gleich ausgeschieden. Auch sollte man die regelmässig durch mikrobielle Kontaminationen von der Stiftung Warentest als "mangelhaft" bezeichneten Bio-Produkte nicht vergessen. Gemessen am Anteil der Bio-Lebensmittel von 3,5% der Verkaufserlöse ist die Anzahl beanstandeter Biolebensmittel ziemlich hoch. Für mich sind daher all die bunten Biosiegel nichts anderes als Warnhinweise, denken wir an die 53 EHEC-Toten aus 2011, die durch kontaminierte Biosprossen gekillt wurden.

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lies.das 29.06.2016, 10:43
31.

"Wahrscheinlich krebserregend" ist eine politische Falschübersetzung der englischsprachigen Glyphosat--Gutachten, da heißt es nämlich "possibly" nicht "probably". Das ist ein wissenschaftlich-philosophischer Terminus, der in der Alltagssprache bedeutet: "Völlig unwahrscheinliche Krebsgefahr". Denn es wurden irreal hohe Mengen getestet. Auch natürliches, ungiftiges Regenwasser kann töten, wenn man mehrere Liter trinkt.

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wulzty 29.06.2016, 10:43
32. Gute fachliche Praxis.

nennt man es eigentlich. Was Hierzulande mit Glyphosat und Co passiert ist schlichtweg ein Verbrechen an unseren Planeten und unsere Nachkommen. Biosprit ist auch nicht grüne Politik. Dieses Übermaß an Fleisch und anderen Lebensmitteln aus aller Welt zu jeder Jahreszeit muss aufhören. Dann reicht auch eine klimafreundlliche 100% Ökolandwirtschaft für unsere globale Ernährung - mit allen Gaumenfreuden!

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cindy2009 29.06.2016, 10:43
33. ziemlich daneben

Zitat von mborevi
... die Lobby siegt gegenüber der Gesundheit der Bevölkerung. Die Behauptung, es ginge nicht ohne Glyphosat, ist absurd. Es ging ohne Glyphosat über Jahrhunderte, bis vor wenigen Jahren, sehr gut. Und es geht auch in Zukunft ohne. Bauern, die sich ihre Felder mit Glyphosat für viele Jahrzehnte verseuchen, werden keine Zukunft haben. Sie werden nie auf Bioanbau, der Methode mit Zukunft, umstellen können, denn Glyphosat wird im Boden nur extrem langsam abgebaut. Also im eigenen Interesse: Schluss damit!
Niemand behauptet, es gehe nicht ohne Glyphosat. Und das Zeug wird nicht erst seit wenigen Jahren eingesetzt, sondern seit Jahrzehnten.
Was soll denn da verseucht werden? Wieso soll denn Biolanbau nicht funktionieren, wenn konventioneller Anbau keine Probleme hat?
Mir drängt sich der Verdacht auf, dass Sie keine Ahnung von der Materie haben.

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chiefseattle 29.06.2016, 10:44
34. nicht das 1. Mal

... das die Pharma- und Agrarlobby ein Produkt auf den Weltmarkt wirft, das potenziell gefährlich ist. Glyphosat, Diazinon, Malathion, Parathion, Tetrachlorvinphos sind alles höchst bedenkenswerte Produkte mit denen die Pharma-Konzerne Milliarden verdienen. Schade, dass Politiker so blauäugig sind ...

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frenchie3 29.06.2016, 10:44
35. Na wat nu?

Pestizid oder Herbizid??? Kennzeichnungspflicht damit der Kunde entsprechende Produkte erkennen kann und dann hat man eine Volksabstimmung. Einfacher geht's nicht

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CommonSense2006 29.06.2016, 10:45
36.

Zitat von mborevi
... die Lobby siegt gegenüber der Gesundheit der Bevölkerung. Die Behauptung, es ginge nicht ohne Glyphosat, ist absurd. Es ging ohne Glyphosat über Jahrhunderte, bis vor wenigen Jahren, sehr gut. Und es geht auch in Zukunft ohne. Bauern, die sich ihre Felder mit Glyphosat für viele Jahrzehnte verseuchen, werden keine Zukunft haben. Sie werden nie auf Bioanbau, der Methode mit Zukunft, umstellen können, denn Glyphosat wird im Boden nur extrem langsam abgebaut. Also im eigenen Interesse: Schluss damit!
Na klar ging es Jahrhundertelang ganz gut auch ohne Glyphosat und andere Hilfsmittel, die man gerne zusammen als "industrielle Landwirtschat" bezeichnen darf. Aber da war die Lebenserwartung dann auch entsprechend niedrig, um 1900 herum gerade mal 45 Jahre. Die Mehrzahl der menschne war in der Landwirtschaft tätig, war arm, krank und starb früh und elend.
Da will ich nicht wieder hin.

Übrigens wird Glyphosat im Boden in 44 bis 215 Tagen zur Hälfte abgebaut.

Kurz gesagt, natürlich muss man mit Pestizidne und Insektiziden vorsichtig sein, aber gerade Glyphosat ist eines der eher harmlosen Mittel im Vergleich zu anderen und einen komplett biologischen Landbau können wir uns nicht leisten, wenn iwr nicht in vorindustrielle zeiten zurückfallen wollen.

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conocedor 29.06.2016, 10:46
37. Warum so inkonsequent?

"Glyphosat-Gegner verweisen gern darauf, dass sich Landwirte doch wieder auf den traditionellen Ackerbau besinnen könnten. Auf Fruchtfolgen. Auf Unkrautbekämpfung wie früher mit dem Pflug."

Genau.
Die Bauern könnten auch veranlasst werden, das Getreide wie früher mit Sense und Dreschflegel einzubringen und per Ochsen aus nachhaltiger Aufzucht den Acker zu pflügen.
Eventuell sollte ein Tierwohlbeauftragter dabei die Zugzeiten kontrollieren und die ordnungsgemäße Dokumentation der Pausenzeiten für die Ochsen überwachen.
Traktoren und Mähdrescher stoßen schließlich auch das Killergas CO2 aus, an dem wir alle sicherlich sterben werden.

Wenn ich mir die Forderungen und Argumente dieser ahnungslosen Wohlstands-Öko-Esoteriker anhöre, die das Land wohl technisch und ökonomisch am liebsten wieder ins achtzehnte Jahrhundert zurückstoßen würden, überkommt mich große Lust, solche Leute selbst mal vor den Pflug zu spannen.

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bekassine 29.06.2016, 10:46
38. Die Agrarindustrie ist eine der Hauptveranwortlichen

Zitat von chwe
ich denke bei Monokulturen eher an Biosprit/Gas und gruene Politik. Und wie der Artikel selbst sagt: "Oeko"-Landbau ist ineffizient, d.h. wir muessen grosse Teile der noch intakten Natur vernichten und umpfluegen um die gleiche Menge Lebensmittel zu erzeugen. Ist das wirklich besser ?
für den Artenschwund bei Tieren und Pflanzen, massive Klimaveränderung, Zerstörung der Böden und nicht zuletzt für die sogenannten Zivilisationskrankheiten.
Und trotzdem wird weiter wider besseres Wissen behauptet, ökologische Landwirtschaft könne die Bevölkerung nicht ernähren.
Sie kann vielleicht nicht solche Überkapazitäten erzeugen, die dann zu 40% im Müll landen.
Und wenn auch den sogenannten "Bio"-Sprit verzichtet würde, weil er alles andere als Bio ist und eine andere Mobilitätspolitik dringend erforderlich, dann gäbe es auch Flächen um genügend Nahrungsmittel zu erzeugen.

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syracusa 29.06.2016, 10:46
39.

Zitat von rhythm23
entscheidet die nicht demokratisch eingesetzte EUK über die Köpfe der Bürger hinweg
Die EU-Kommission ist aber demokratisch legitimiert. Ja, sicher wäre es besser, wenn diese vom EU-Parlament gewählt würde anstatt von den demokratisch gewählten Regierungschefs der EU-Staaten, aber genau dieser weiteren Entmachtung der Nationalstaaten widersetzen sich EU-Kritiker wie Sie. Der kleine wahre Kern Ihrer Diffamierung wiest also genau auf Sie als den Verursacher des Übels zurück.

Und sowieso: Weil die übergroße Mehrheit der EU-Staaten am Glyphosat festhält, würde die Übertragung der Zulassung an das Parlament auch kein Fitzelchen am Ergebnis ändern. Ihre Kritik beruht also sogar auf einer undemokratischen Forderung. Sie wollen, dass das Glyphosat verboten wird, obwohl die allermeisten EU-Bürger es zugelassen sehen wollen. Aber solche Überlegungen haben hier nichts verloren, denn ob ein Stoff gefährlich ist oder nicht, kann nicht per Mehrheitsbeschluss entschieden werden.

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