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Kosten für Pille, Spirale und Co.: Keine Kohle für Verhütung
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Verhütungsmittel sind in Deutschland kostenpflichtig - und damit für manche zu teuer. Und viel zu wenige Männer beteiligen sich an den Kosten.

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VormSpiegel 25.05.2019, 14:41
20. Verhütung ist Optional

Wer nicht verhütet wird im Zweifel Schwanger und das ist auch kein Problem, sondern so gewollt.

Der Staat muss hier nicht unterstützen und sollte es auch nicht, den wer Verhüten will, der kann das auch machen.

Man muss sich auch von der verdrehten Ansicht verabschieden das ein Kind das in einer Familie geboren wird die nicht viel Geld hat irgendwie schlechter wäre als ein vermeintlich gewolltes Kind von überbezahlten Eltern.

Wer unbedingt vögeln will, der weiß im Zweifel das daraus ein Kind entsteht und genau so läuft das seit Anbeginn der Zeit.

Wer gar kein Geld hat um sich Verhütungsmittel zu leisten, der kann im Zweifel auf diverse kostengünstige Lösungen zurückgreifen, wenn man den nicht schlichtweg als Alternative keinen Sex hat (den ob mans glaubt oder nicht, Sex ist Optional, kein Zwang).

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three-horses 25.05.2019, 14:42
21. Das Gute am Anfang.

Zitat von bartnelke
zu teenie Zeiten hatte ich zur Diskussion der Kostenbeteiligung an der Spirale zu hören bekommen: Gibt's Geld zurück wenn Schluss ist? Da war dann ganz schön schnell Schluss.
Ein Blatt Pillen kann eine gute Investition sein, eine Spirale so ab 300,
plus gewisse Wartezeit ein Fiasko. Wenn die Dame dann andere Pläne
oder Masche durchzieht. Das "Date" Menu mit Sahne.

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André Sonntag 25.05.2019, 14:43
22. Altersgrenze für Politiker

"Im Februar wurden sie vom Bundestag mitgroßer Mehrheit abgelehnt" Ich kapiers einfach nicht, dieses prinzipielle "Nein - Gesage" zu jeglicher Neuerung und jeglichem Fortschrittsgedanken. Das einzige, was in dieser Rentnerrepublik zählt, ist für jeden ein deutsches KFZ (natürlich mit Verbrennungsmotor) und "die Rente ist sicher". Bloß keine ursächlichen Entscheidungen treffen und zu sozialer Gleichheit aller (in Dtlnd.) beitragen. Ein Artikel mehr, der meine Zweifel an diesem Land nährt.

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tkosi 25.05.2019, 14:49
23. Ist da wirklich ein Problem??

Wer wurde denn befragt?
Ich erlebe das mein Leben lang immer so:
Kondome hat der Mann mitzubringen (und zu bezahlen) und wenn nicht gab es meist kein Sex oder ziemliche Vorwürfe (Frau hatte aber immer Kondome im Haus).
Verhütungsmethoden die Geld kosten war es immer selbstverständlich das die Kosten entweder geteilt wurden oder der Mann übernahm. Aber bei einer Vasektomie war es immer klar das der Mann das selbst bezahl. Ich kann mir auch nicht vorstellen das irgendeine Frau sowas je mitgetragen hätte.
Bei Verhütungsmethoden die am/in Körper der Frauen erfolgen aber relativ geringe Kosten verursachten übernahmen die Frauen immer die Kosten aber es wurde ausgeglichen über andere Kosten wie Essengehen, Taxifahrten, diverse Eintritte. Dies mag jetzt alles nicht feministisch Korrekt sein, aber die Leute kamen immer an Verhütungsmittel. Ich glaube man muss hier ein bisschen differenzieren :
Klar das sich manche Paare die teureren Versionen nicht leisten und denken sie kommen mit Kondomen klar... aber Kondome haben eine besondere Eigenschaft: Sie werden nur allzugerne weggelassen und zwar von beiden Seiten! Wenn man verliebt und vertraut ist stören Kondome enorm und dann wird meist erstmal umgestiegen auf Knaus O....und dann nach der ersten Grippe...Bingo. Wirklich sicher sind nur die teuren dauerhaften (also immer mit dabei..bzw. Drin) Verhütungsmittel..tja und die werden immer teurer und negativ subventioniert .. weil Religion und Moralisten haben ja immer ein Wörtchen mitzureden. Als ich 18 war hatte die Spirale gar 80.- DM gekostet (Einsetzen beim Arzt hatte die Krankenkasse übernommen, Material mussten wir tragen). Was lernen wir daraus? .....Nix haben wir gelernt.

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madameping 25.05.2019, 15:24
24. Die Schattenseiten der erzwungenen Toleranz

Zitat von smokinglady
Verhütung wird tatsächlich als reine Frauensache angesehen, ist es doch die Frau, die schwanger werden kann. Dass die Männer dann genauso in der Pflicht sind, fällt erst auf, wenn es zu spät ist. Aber gleichzeitig werden Frauen erheblich bevormundet. Eine Abtreibung bei einer ungewollten Schwangerschaft ist ein demütigender Spießrutenlauf, die Kosten muss natürlich die Frau tragen (wenn der ungewollte Erzeuger nicht freiwillig was dazu gibt). Als ich mich vor einigen Jahren sterilisieren lassen wollte war es noch übler. Erst wollte es kein Arzt durchführen. Dann habe ich zwar einen gefunden, der hat mir aber klar zu verstehen gegeben, was er von mir hält. Dann muss ein psychologisches Gutachten erstellt werden (sorry, aber geht’s noch?). Und die Kosten von knapp 2000€ trägt Frau auch selbst. Ich denke, ungewollte Kinder aus einem möglicherweise einkommens- und/oder bildungsschwachem Umfeld helfen niemanden. Der Zugang zu Verhütung (ob zeitweise oder dauerhaft) sollte unterstützt werden! Würden Männer Kinder austragen und aufziehen müssen, wäre -so glaube ich- Verhütung kostenfrei und leicht zu beschaffen. Ebenso wäre wahrscheinlich alle 5 km eine Abtreibungsklinik. Aber es geht ja nur um die Frauen, wen interessieren die schon?
Bis heute wird der gesellschaftliche Wert einer Frau noch immer über ihre Fähigkeit und Bereitschaft definiert, Kinder zu bekommen. Zwar hält sich jeder für tolerant und aufgeschlossen, aber sobald eine Frau sagt, keine Kinder zu wollen, stehen die Zeichen auf Sturm. Je nach gesellschaftspolitischer Ausrichtung beginnen die einen von der Mutterrolle oder ihren Kindern zu schwärmen und die anderen eine pechschwarze Zukunft zu malen.
Der moralische Druck ist und bleibt der Gleiche. Manipulativ werden einem Bilder von nackten Schwangeren oder gar Geburten präsentiert - man hat gefälligst tolerant zu sein!
Man kann auch anders festhalten: links verheiligt das Kind an sich, das wilde und ungezügelte Geschöpf - wehe dem, der dagegen spricht!
Die Rechte/Rechtskonservative hingegen verheiligt die Mutterrolle, die ewig schützende, gebärende und behütende Kraft - wehe dem, der dagegen spricht!
Eine Frau, die keine Kinder will und sogar verzweifelt oder mutig genug ist, eine Schwangerschaft abzubrechen, muss auch heute noch, selbst von den selbsterklärten Toleranzbürgern böse Anfeindungen ertragen.
Könnten Männer Kinder kriegen, wäre Abtreibung ein Grundrecht. Der Meinung bin ich auch. Und Sie haben völlig recht, wenn Sie sagen, dass es ja nur um Frauen geht, die letztlich Gebärerinnen sind, Kinderproduzentinnen. Gefälligst glücklich, aber rechtlos und bevormundbar. Und deshalb wird es nur von den wenigsten als Schande für ein reiches Land wie unseres betrachtet, dass Verhütungsmittel für sozial schwache Frauen oft unerschwinglich sind - und Abtreibungen einen Spießrutenlauf bedeuten.

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karlo1952 25.05.2019, 15:24
25. Wenn manchem Mann bewusst wäre

welche Folgekosten an Alimenten auf ihn zukommen, wenn sein Glücksmomemt entsprechend Erfolg hat, dann würde er wohl gerne die Verhütungskosten prokoital übernehmen.

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Lichtgestalt1503 25.05.2019, 15:25
26. Mensch SPON

Wird bei euch eigentlich gar kein Artikel mehr freigegeben, in dem die Männer nicht irgendwie Schuld am Leid der Frauen haben? Kommt mir mittlerweile standarisiert bei euch vor. Oder wollt ihr eine Frauenzeitschrift werden? So Emma mässig? Aber wenn EINE Ärztin weiß, dass die Männer sich nicht an der Verhütung beteiligen, dann kann man das bestimmt verallgemeinern! Trifft immer die Richtigen!

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wiese 25.05.2019, 15:32
27.

Als Eltern einer Studierenden Tochter, würden wir sehr dafür plädieren, wenn der Staat die Kosten für Verhütungsmittel solange übernehmen
oder bezuschussen sollte, bis eigene Einkünfte den Kauf möglich machen.
Eltern studierender Kinder haben so und so finanziell einiges zu wuppen, hier wäre eine finanzielle Entlastung mehr als wünschenswert!

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wortgewalt87 25.05.2019, 15:51
28. Empowerment

Aus dem Artikel: "Hierzulande kosten Verhütungsmittel Geld." *staun* Verhütungsmittel kosten auf der ganzen Welt Geld. Die Frage ist lediglich, wer das bezahlt. Angesichts der Tatsache, dass das deutsche Existenzminimum auch für Verhütungsmittel ausreicht und ich als selbstbestimmter Mensch keinen Wert darauf lege, dass der Staat Einblick in mein Sexualleben bekommt, habe ich nicht das geringste Problem, in die eigene Tasche zu greifen. Genauso wenig, wie mit einem Mann über die gerechte Aufteilung der Verhütungskosten zu diskutieren (wobei ich immer gern die Hälfte genommen habe, wenn ich sie ohne Zoff gekriegt habe). Es geht um meinen Spaß, meinen Körper, meine Zukunft. Das Gefühl, über mich selbst zu bestimmen, war mir auch in prekären Zeiten immer ein paar Euro wert.

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Mainemaynung 25.05.2019, 15:56
29. Hier wird wieder ein echter Skandal benannt

Danke SPON! So etwas muß der Staat bezahlen! Da sollten auch diese lächerlichen Staats-Schulden in Höhe von 2000 Milliarden € kein Rolle spielen. Die können ja dann von unseren Kindern zurückgezahlt werden, falls wir welche kriegen... Aber wer bezahlt das Bier?

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