Forum: Gesundheit
Kostenerstattung von umstrittenen Therapien: Zu Risiken und Nebenwirkungen Ihres Gesu
DPA

In Zukunft will das Gesundheitsministerium bestimmen, ob Krankenkassen eine Therapie bezahlen müssen, anstatt wie bisher Vertreter von Ärzten und Kliniken. Jens Spahns Vorhaben könnte für Patienten gefährlich werden.

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ovide 14.01.2019, 18:03
20. Ich lese

sowohl im Beitrag als auch in den Kommentaren immer noch den weitverbreitete Unsinn das im Moment unsere Ärzte und Ärztinnen die Wirkungsfreiheit in der Medizin haben. Leider hat sich die Ärzteschaft durch die Gesundheitsreform kastrieren lassen denn seit 2000 bestimmen Kaufleute wie medizinisch "zum Wohl der Patienten" zu verfahren ist LOL

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jurajochen 14.01.2019, 18:04
21. Hattu Hirn???

Wo die AKK hobelt, fällt der Spahn! Schön wäre es.
Bis jetzt nur Gesetze erlassen, die den Bund nichts kosten, aber den Patienten das letzte geld aus der Tasche zieht.
Dieser Grenell des Gesundheitswesens ist nur noch lächerlich, ganau wie des Trump-Verschnitt

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ruhuviko 14.01.2019, 18:14
22. Nun,

Zitat von rewerb
"Ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Therapie erstatten müssen, hängt vom Wissensstand der medizinischen Forschung ab. Behandlungen müssen dann bezahlt werden, wenn sie erwiesenermaßen gut, wirksam und sicher sind." Und warum zahlen dann manche Kassen die Kosten für homöopathische Behandlungen?
Manchen Krankenkassen scheinen homöopathische Behandlungen billiger als aufwändige Operationen, vor allem bei Schmerzen.
Ob es sinnvoll ist, Schmerzpatienten mit Globoli statt mit beispielsweise dem Messer zu helfen, ist dabei nicht geprüft.

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surya 14.01.2019, 18:16
23. Fachkompetenz und Selbstüberschätzung

Man weiss mittlerweile leider um die fachliche Kompetenz der Politiker in ihren Ministerien. Kein Ministerium, was ohne jegliches Fachwissen agiert und die Resultate sprechen für sich: Bundeswehr funktioniert nicht mehr, Infrastruktur rottet vor sich hin etc.
Jetzt soll so ein kompetentes Ministerium über die Wirksamkeit von Therapien entscheiden. Ohne Worte.

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Tahlos 14.01.2019, 18:18
24. Wenn

jetzt ein Herr Spahn quasi im Alleingang entscheiden möchte, welche Therapien bezahlt werden oder nicht, sehe ich vor allem für Rentner (wir wissen doch noch wie er zu Rentner und den gesundheitlichen Problemen steht?) wirklich mehr als schwarz. Sicher ist eine Entscheidung auf Wissen besser als das einflüstern von Lobbyisten aus dem Hintergrund.

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fottesfott 14.01.2019, 18:46
25. kann ich mir vorstellen...

dass ein solches Modell Herrn Spahn gefallen würde; massenhaft unionsaffine Staatssekretäre und Ministerialen, die erst im Ministerium dubiosen Pharmaunternehmen Millionenumsätze ermöglichen, und kurz darauf in Frühstücksdirektoren-Positionen eben dorthin wechseln. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt... Und jeder der so Beglückten fortan ein treuer Unterstützer des Herrn S. auf dessen Weg ins Kanzleramt...
Ich glaube, dieses Modell vergessen wir mal lieber, und verlassen uns stattdessen auf Sachkompetenz inkl. des SPD-Kollegen Karl Lauterbach.

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ernstullrichschultz 14.01.2019, 18:59
26. Der Bundesausschuss ist der Skandal

Der größte Skandal ist, dass die Versicherten,also die Beitragszahler bis heute keinen Einfluss auf die Kassenleistungen haben. Der Bundesausschuss besteht aus Arztverbände, Pharmaindustrie und Krankenkassenvertretern, sowie beamteten Juristen. Keiner dieser Damen und Herren sind gesetzlich versichert!
Die Vertreter der Versicherten haben dafür kein Stimmrecht. Also, wenn eine Reform ansteht, sollten die, die zahlen, bestimmen, was mit ihrem Geld gemacht wird.

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Peer Pfeffer 14.01.2019, 19:19
27. Kurzzeitig

Ich habe mich ja kurzzeitig von Spahns Wandlung vom Saulus zum Paulus blenden lassen, aber man muss sich nur an seine Haltung zu H4-Beziehern erinnern, um sich klar zu machen, dass Spahns Sympathieoffensive reines Kalkül ist, um sich als evtl zukünftiger K-Frage-Aspirant Reputationspunkte zu ziehen und in Stellung zu bringen. Die "Freundschaftc zu Mr Grenell sagt eigentl. auch schon alles.

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susie.soho 14.01.2019, 20:13
28. Wenn Spahn eine öffentliche Gesundheitsfürsorge...

a la Großbritannien einführen will, dann muss das für Patienten kostenlos sein. Die Patienten können dann ihre eingesparten Beiträge dafür nutzen, sich privat behandeln zu lassen.....
Kurzum: Unser Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt. Der Minister hat lediglich dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen für die Versicherten stimmen.

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Fruusch 14.01.2019, 21:00
29. Homöopathie

wird von den Kassen nicht bezahlt, weil ihre Wirksamkeit in medizinischen Studien nachgewiesen wurde (ist ja eher das Gegenteil der Fall, Homöopathie wirkt keinen Deut besser als Traubenzucker). Sie wird lediglich bezahlt, weil die Kundschaft (d.h. die Patienten) das so will. Buchläden haben neben hochwertiger Literatur ja auch Groschenromane in den Regalen stehen, weil die auch verkauft und gelesen werden.
Gerade jüngere, gut betuchte und gebildete Menschen neigen zur Homöopathie (warum auch immer, eigentlich müssten gerade die es besser wissen), und das sind die Lieblingskunden der Krankenkassen - viele Einnahmen, da meist hohes Einkommen, wenige Ausgaben, da selten krank.
Wenn Spahn seinen Testballon allerdings durchbringt, würde es mich nicht wundern, wenn auch diese zweifelhaften Therapien demnächst staatlich verordnet werden.

In Einzelfällen ist es allerdings auch heute schon möglich, sog. Heilversuche mit noch nicht zugelassenen Therapien durchzuführen. Einige Krankenkassen unterstützen das auch durch (zumindest teilweise) Kostenübernahme. Da wird allerdings ganz klar das Für und Wider abgewogen und die ärztliche Meinung über sämtliche Therapieoptionen ist ausschlaggebend.

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