Forum: Gesundheit
Krankenkassen: Elektronische Gesundheitskarte ab 2014 Pflicht
DPA

Mit Chip und Foto: Gesetzlich Krankenversicherte müssen vom nächsten Jahr an eine elektronische Gesundheitskarte haben. Wer noch altes Exemplar ohne sein Konterfei besitzt, sollte sich jetzt sputen. Sonst könnte es teuer werden.

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Stabhalter 01.10.2013, 18:43
1. aber bitte

Zitat von sysop
Mit Chip und Foto: Gesetzlich Krankenversicherte müssen vom nächsten Jahr an eine elektronische Gesundheitskarte haben. Wer noch altes Exemplar ohne sein Konterfei besitzt, sollte sich jetzt sputen. Sonst könnte es teuer werden.
sind wir jetzt schon Leibeigene der Krankenkassen die einen großen Teil der Beiträge verjubeln,vor allen hohe Direktionsgehälter mit Dienstwagen

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firenafirena 01.10.2013, 18:44
2. Kerndaten

Auf Dauer wäre es sicherlich sinnvoll, zumindest im Falle von relevanten Erkrankungen und Allergien eine Speicherfunktion zu etablieren. Auch Wechselwirkungen könnten besser abgeschätzt werden.

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linus65 01.10.2013, 18:49
3. eine

Frage der Zeit, dass die grossen Versicherungskonzerne dann sämtliche Krankengeschichten in ihren Datenbeständen haben ...
Wenn der Datenklau denn mal auffliegt, war's halt keiner, die Daten werden beschlagnahmt, egeal, Kopien hat man ja ... - Ist ja nichts neues, dass die Versicherungskonzerne auch untereinander Daten austauschen .. So kann man dann "Feintuning" bei der Risikoermittlung betreiben, "zu hohe Risiken" aussondern ...

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linus65 01.10.2013, 18:52
4. eine

Frage der Zeit, dass die grossen Versicherungskonzerne dann sämtliche Krankengeschichten in ihren Datenbeständen haben ...
Wenn der Datenklau denn mal auffliegt, war's halt keiner, die Daten werden beschlagnahmt, egeal, Kopien hat man ja ... - Ist ja nichts neues, dass die Versicherungskonzerne auch untereinander Daten austauschen .. So kann man dann "Feintuning" bei der Risikoermittlung betreiben, "zu hohe Risiken" aussondern ...

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uhtweber 01.10.2013, 18:52
5. ges. Grundlage?

ein biometrisches Passbild ist m.W. nicht gesetzlich vorgeschrieben. Eine Panikmache ist deshalb eher kontraproduktiv. Viele Bürger sind mehr oder weniger Zwangsmitglieder einer Ersatzkasse, die Rechte aus dieser Mitgliedschaft, die eher einer Kundenbeziehung ähneln sollte, gehen nicht unter, wenn man die E-Card nicht haben will. Schließlich wird der zentralen Datenspeicherung Vorschub geleistet und das es da absolut keine Datensicherheit geben kann, hat Herr Snowden eindrucksvoll klar gemacht. E-Card? nein, danke.

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t.beinhard 01.10.2013, 19:07
6. Fehlende Recherche oder bewusste Irreführung?

Wer die elektronische Gesundheitskarte boykottiert, aber eine gültige Versicherungskarte besitzt, dem drohen keine Kosten!

Der Versichertenstatus ist nicht vom Besitz einer elektronischen Gesundheitskarte abhängig!

Die Krankenkassen müssen, wenn sie denn das „Ungültig-Werden“ der alten Karten faktisch durchsetzen wollen, diese alten Karten selbst vom Versicherten einziehen.

Mehr Infos
http://www.stoppt-die-e-card.de/

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ja geht´s noch? 01.10.2013, 19:09
7. falsches Foto

da überprüft keiner das eingeschickte Foto
Betrug von Leistungserschleichern ist Tür und Tor geöffnet

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wauz 01.10.2013, 19:17
8. Keine gesetzliche Grundlage

Die "Pflicht" ist keine - es gibt nämlich keine gestzliche Grundlage. In allen Anschreiben und auch auf nachfragen werden keine solchen Grundlagen benannt - die AOken und anderen gesetzlichen Krankenkassen werden sich also die Zähne an den Verweigerern ausbeißen.

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Plasmabruzzler 01.10.2013, 19:34
9.

Ich schildere einmal kurz, was ich mit meiner Krankenkasse erlebte. Als ich aufgefordert wurde, ein Passbild an meine Krankenkasse zu schicken, fragte ich nach, warum ich dies tun sollte. Antwort war, dieses würde zur Identifikation beim Arzt genutzt und es könnten interessante Daten auf der Karte gespeichert werden.
Ich wurde neugierig.
Da meine alte Karte der Krankenkasse kein Verfallsdatum in naher Zukunft hatte und ich immer einen Personalausweis mit mir trage, könne ich mich auch so identifizieren. Es gibt zwar in D keine Mitführpflicht von jenem Ausweis, aber wer schon sich schon einmal ins Nachtleben gestürzt hat und von der Polizei lange festgehalten wurde, bis seine Identität festgestellt wurde, der trägt ihn dann doch immer bei sich. Es kam keine brauchbare Antwort seitens der Krankenkasse auf diese Feststellung. Ich fragte, wie oft denn eine Krankenkassenkarte missbraucht wird, also jemand unbefugtes die Karte nutze. Da kam wenigstens die Antwort "uns ist kein Fall bekannt". Da man sowieso in D krankenversichert ist (bis auf wenige Ausnahmen, in denen man das selbst tun muss), ist ein angeblicher Missbrauch doch nur eine Frage der Verteilung.
Zu den Daten, die angeblich auf dem Chip gespeichert werden sollen, fragte ich, wie denn das Sicherheitssystem davon funktioniere - also ob jeder, der in den Besitz der Karte käme, alle Daten lesen kann. Mein Gegenüber am Telefon druckste weiter herum und kam zu keiner klaren Aussage. Ich bohrte weiter, ob denn die Daten eventuell gar nicht auf dem Chip, sondern auf einem Server gespeichert werden (und wo steht der Server? Wer hat Zugang dazu? usw.). Wieder keine klare Antwort. Ich befürchte, dass sensible Daten, die nur den Arzt und mich etwas angehen, in die Hände der Krankenkasse kommen und daraufhin den Tarif anpassen.
Ende vom Lied: hätte ich brauchbare Infos zu o. g. Fragen bekommen, wäre ich nicht so skeptisch gegenüber dieser neuartigen Karte. Im Internet findet man ebenso keine brauchbaren Informationen, nur Bekundungen, dass die Daten sicher seien, nicht missbraucht werden usw. Dabei sind Patientendaten mit die sensibelsten Daten, die man elektronisch erfassen kann. Deswegen sind auch in Klinika die reinen Datennetze für Terminabsprachen, Internet, Intranet usw. vom Patientennetz physisch getrennt.

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