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Krankheitswelle: Legionellen im Abwasser der Warsteiner Brauerei nachgewiesen
DPA

Der Ursprung für den Legionellen-Ausbruch in Warstein ist immer noch nicht eindeutig gefunden. Nun ist das Abwassersystem der Warsteiner Brauerei in den Fokus des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalen geraten. Das Bier der Brauerei ist nicht betroffen.

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günter1934 11.09.2013, 22:25
1. 100° Celsius

Schon interessant, was man aus soeinem Artikel erfährt!
Das Bier der Brauerei sei nicht betroffen. Laut des Ministeriumssprechers werde es fast in einem Reinraum hergestellt und während der Produktion auf knapp 100 Grad erhitzt.

Ich dachte, sowas macht man nur bei haltbarer Milch, die ja dann auch entsprechend schmeckt.

Normalerweise kann ich mir kaum vorstellen, dass Bier nach der Gärung auf 100° erhitzt wird.
Experten, - wir warten auf eine Erklärung! :-)

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mielforte 12.09.2013, 07:53
2. Das Bier der Brauerei ist nicht betroffen.

Der Markt wird durch solche Meldungen dennoch beeinflusst. Die Warsteiner Brauerei als überregionaler Anbieter sollte Schadenersatz für den dadurch erlittenen Gewinneinbruch fordern.

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wp40548 12.09.2013, 08:41
3.

So so, das Bier ist also nicht betroffen?
In jungen Jahren haben wir öfters an Brauereibesichtigungen in der Waldparkbrauerei teilgenommen. Naürlich wurde auch die Abfüllanlage besichtigt und dort wurde mitnichten das Bier mit 100 Grad in die Flaschen verfüllt. Auch nicht mit 60 Grad, was auch nur zu logisch ist. Beim Abkühlen würde das unweigerlich die Kronkorken nach innen einbeulen. Und ob die dann noch dicht wären wage ich zu bezweifeln.
Trotzdem drücke ich der Brauerei und der Stadt, dass sie aus dieser Nummer unbeschadet wieder herauskommen.

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Andreas Forster 12.09.2013, 08:51
4. Gebraut wird bei 65-75 Grad...

... aber vielleicht wird das Wasser vor dem Brauen "abgekocht" um Keime zu vernichten.

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kampfbuckler 12.09.2013, 08:59
5. Darf denn ein Getränk, das auf 100° erhitzt wurde

überhaupt noch als Bier bezeichnet werden?

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keinbraumeister 12.09.2013, 09:01
6. optional

Habe ich im Netzt gelesen:
Je wärmer eine Hefe vergärt, desto mehr unerwünschte Nebenprodukte erzeugt sie, da wären z.B. Fuselalkohole.

Als Bierbrauer möchte man ja ein möglichst "reines" Bier, d.h. ausser den üblichen Aromastoffen sollte eigentlich nur noch Ethylalkohol drin sein. Leider produzieren die Bierhefen nichtnur reinen Ethylalkohol, sondern auch noch eine ganze Menge anderer Alkohole, das sind Methanol, n-Propanol und Isobutanol, kurz Fuselalkohole genannt. Selbige umsomehr, je höher die Gärtemperatur verlief.

Ein Beispiel ist das Weizenbier, das ja obergärig gebraut wird, das beinhaltet 3-5mal soviel Fuselalkohole als Pilsener Biere.

Dieser Umstand war es auch, der dem Pilsener Bier, welches bekanntermassen ja untergärig gebraut wird, zu seinem Siegeszug verhalf. Man kann davon eine ganze Menge mehr trinken ohne am nächsten Tag einen dicken Kopf zu haben.

Wenn jetzt ein Hefehersteller eine bestimmte Gärtemperatur empfiehlt, dann hat er ganz sicher auch untersucht in welchem Temp-Range sich die Nebenprodukte noch in erträglichen Grenzen halten. Übersteigst du diese Temperaturen, dann denke ich, daß das Bier hinterher keinen guten Eindruck hinterlässt, damit meine ich, daß einmal das Geschmacksprofil leidet, aber auch der Fuselanteil zu üblen Körperreaktionen führen kann.

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insa 12.09.2013, 09:03
7. Bier brauen

Aus Wikipedia:
"Beim Bierbrauen werden die Zutaten miteinander vermischt und teilweise durch Hefe biochemisch verändert. Nachdem aus Getreide (in der Regel Gerste) Malz hergestellt wurde, wird dieses geschrotet. Der eigentliche Brauprozess beginnt mit dem Maischen. Dabei wird Wasser auf etwa 60 °C erwärmt und das geschrotete Malz hinzugefügt. Die so entstandene Maische wird unter ständigem Rühren je nach Verfahren bis auf etwa 75 °C erhitzt."

Das somit erhitzte Wasser im Bier ist auf über 60°C erhitzt worden und reicht somit vollkommen aus um darin enthaltene Viren und Bakterien abzutöten. Bei Temperaturen über 60°C beträgt die Abtötungszeit ca. 2Std. bei Temperaturen von 65°C - 70°C bereits nur noch 2min.
Man sollte ausserdem beachten das der reine Infektionsweg über die Lunge geht, d.h. selbst ein Glas Wasser in dem Legionellen sind kann getrunken werden, solang man sich dabei nicht verschluckt und es in die Atemwege gelangt.

Wichtig ist es hier, das man zu Hause z.B. seinen Warmwasserspeicher auch dementsprechend betreibt und diesen nicht in einem Temperaturniveau von 45°C - 50°C betreibt.

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spon-pano 12.09.2013, 09:08
8.

Zitat von günter1934
Schon interessant, was man aus soeinem Artikel erfährt! Ich dachte, sowas macht man nur bei haltbarer Milch, die ja dann auch entsprechend schmeckt. Normalerweise kann ich mir kaum vorstellen, dass Bier nach der Gärung auf 100° erhitzt wird. Experten, - wir warten auf eine Erklärung! :-)
Evtl. nur das Wasser vor der eigentlichen Gärung?

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Pulexiri 12.09.2013, 09:12
9. Legionellen oral...

... werden einfach mitverdaut. Als Aerosol sind sie gefährlich. Also selbst wenn sie im Bier wären sollte nichts passieren...

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