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Krebs in der Schwangerschaft: "Die Diagnose ist kein Todesurteil für das Baby"
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Schwanger und Brustkrebs - abtreiben oder nicht? Früher standen werdende Mütter häufiger vor dieser Frage. Inzwischen können die meisten Betroffenen ihr Kind behalten und sich dennoch behandeln lassen.

sonnenpicknickerin 22.04.2015, 21:48
1. Na endlich ... aber na ja ...

Es freut mich, im Spiegel endlich auch über diese grausame Laune des Brustkrebs zu lesen. Denn leider herrscht rund um die Thematik noch immer viel Unwissenheit. Die wiederum geht der Artikel nur begrenzt an und ist an einigen Stellen eher verwirrend:

Warum wird nach der OP als 2. Säule der Behandlung die Bestrahlung genannt? Zuerst folgt in den allermeisten Fällen die Chemo, bis die durch ist, ist auch das Kind auf der Welt, und die Bestrahlung kann anschließend (ohne Verzögerung im Vergleich zu nicht schwangeren Patienten) durchgeführt werden. Gleiches gilt für die Antihormontherapie, die auch erst nach der Chemo angegangen werden sollte. Ein Wort noch zu den "Einzelfällen", die in der o. g. Registerstudie zusammengetragen wurden: Aktuell sind es lt. Eigenauskunft der GBG mehr als 650 - knapp die Hälfte davon aus dem Ausland. Die aus der Studie abgeleiteten Therapieempfehlungen gibt es schon seit Jahren, sie sind auch international wegweisend.
Wichtig wäre nach meiner Erfahrung (als Betroffene) auch ein Hinweis darauf, dass Brustkrebs während der Schwangerschaft häufig deutlich später erkannt wird als bei Nicht-Schwangeren. Das ist für die Langzeitüberlebensrate nicht gerade förderlich und sagt viel über den Wissenstand der niedergelassenen Ärzte zu diesem Thema aus.

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