Forum: Gesundheit
Krise vor der Geburt: Schwangerschaftsdepressionen bleiben oft unerkannt
Corbis

Von werdenden Müttern erwarten die meisten, dass sie vor Glück und Vorfreude strahlen. Was häufig unbemerkt bleibt: Viele Frauen leiden während der Schwangerschaft an einer Depression.

Seite 1 von 4
TimmThaler 27.05.2014, 07:12
1.

Aber ne, wir brauchen ja keine Hebammen mehr. Machen alles die Ärzte.

Schwangerschaftsdepressionen erkennt jede einigermaßen ausgebildete Hebamme, und sie weiss auch, wie man damit umgeht und was man dagegen tun kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gerd.leineune 27.05.2014, 07:42
2. optional

Da fragt man sich doch zweierlei:
1.) Wie konnte die Menschheit nur so lange ohne Psychologen, Psychopharmaka und Hilfsangebote überleben ?
2.) Haben Frauen nichts zu tun als sich Gedanken darüber zu machen, ob sie gerade glücklich genug sind um ihrem Kind nicht zu schaden ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
penie 27.05.2014, 07:58
3. Stimmungsschwankungen während der Schwangerschaft sind völlig normal!

Aber heutzutage muß ja alles pathologisiert werden. Natürlich halten die "Experten" alles mögliche für behandlungsbedürftig, was sich meist von alleine gibt. Verdienen sie ja gut daran. Die Aussage zu Geburtskomplikationen ist sehr wahrscheinlich frei erfunden - schönes Drohpotential.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kumi-ori 27.05.2014, 08:25
4. Das Vorurteil, dass Schwangere Tag-ein Tag-aus glücklich zu sein haben, ...

stammt wahrscheinlich noch aus der Zeit des Mutterkreuzes. Ich beobachte auf jeden Fall, dass eine schwangere Person für viele Menschen so etwas wie ein öffentliches Allgemein-Eigentum ist, das sie die ganze Zeit mit ungebetenen Ratschlägen, seligem Lächeln mit debilem Augenaufschlag, blöden Fragen und täppischen Hilfestellungen belästigen dürfen. Ich kann zum glück nicht schwanger werden, aber manchaml denke ich mir, die Welt muss Schwangere für ganz schön doof halten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr.u. 27.05.2014, 08:25
5. Ernährung

Zitat von sysop
Von werdenden Müttern erwarten die meisten, dass sie vor Glück und Vorfreude strahlen. Was häufig unbemerkt bleibt: Viele Frauen leiden während der Schwangerschaft an einer Depression.
Während der Schwangerschaft wird massiv biologische Substanz aufgebaut. Beim heranwachsenden Fötus und bei der Mutter. Und aus was besteht "Mensch"? Hauptsächlich aus Wasser. Aber schon an zweiter Stelle kommt Eiweiß / Aminosäuren. D.h., dass ganz natürlich der Proteinbedarf der werden Mutter nach oben schnellt.
Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass Derpressionen und Angstzustände nahe zu immer mit einem entgleisten Serotonin-Stoffwechsel im Gehirn zusammen hängen und Serotonin "auch nur" ein Konstrukt aus Aminosäuren ist (gebildet aus Tryptophan, einer essentiellen Aminosäure) liegt eine mögliche bis wahrscheinliche Lösung / Therapie auf der Hand: proteinreichere Ernährung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Depress...ische_Faktoren
http://www.strunz.com/news.php?newsid=979
http://www.lilly-pharma.de/gesundhei...-faktoren.html

Fisch, Fleisch, Quark, Milchprodukte, Soja, etc.. Den Eiweißspiegel der Mutter anheben, damit genügend Bausteine für neues Leben vorhanden sind. Dazu natürlich ausreichend frisches Obst und Gemüse (Mineralien, Vitamine, Spurenelemente).

Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) sind aber keine Lösung.
Erstens stellen sie eine Gefahr für das ungeborene Kind dar, zweitens kann nur schwerlich die Aufnahme von etwas hemmen, was nicht (in ausreichender Menge) da ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Seroton...chwangerschaft

Beitrag melden Antworten / Zitieren
goodcharlotte 27.05.2014, 09:06
6. Krise nach der Geburt

Kommt die eigentliche Krise nicht erst nach der Geburt?
Wenn Frau feststellt, dass alle ihren gewohnten Trott nachgehen, Hobbies, interessante Jobs, selbst der Kindesvater Freunde und Sport nicht vernachlässigen muss und nur sie intellektuell unterfordert 24 h am Tag allein zu Haus herum sitzt und DANN auch noch alle ernsthaft erwarten, das man so glücklich sein soll?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
exilberlinerin2 27.05.2014, 09:20
7. optional

Es ist schon erschreckend wie wenig Verständnis schwangeren Frauen entgegengebracht wird. Nur wer selbst Mutter ist, weiß was eine Schwangere durchmacht. Sicher ist es das natürlichste der Welt, schwanger zu sein. Dennoch ist es ein Ausnahmezustand des weiblichen Körpers und ein empfindliches Gleichgewicht. Das es da zu "Komplikationen" kommt, ist nicht gerade selten. Nur wird zu wenig darüber gesprochen. Es herrscht leider immer noch das Bild einer perfekten Schwangeren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
polarwolf14 27.05.2014, 09:27
8. #6

Das gehört sich so. Echte, intelligente Frauen wissen damit umzugehen und können trotz Kind ihr Tag gestalten. Wen interessieren schon bescheuerte Hobbys andere? Trinken, discos, dorffeste, 'Karriere' ; in den ersten Jahren verzichten echte Frauen auf solchen Unsinn. Kinder haben Prio, nichts anderes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
misslongstocking 27.05.2014, 09:40
9. Und die Männer....

... die nie schwanger sein können/müssen, tönen hier wieder am lautesten. Wenn ich Post 2 und 3 lese, möchte ich am liebsten k***. Ich hatte nach der Geburt meiner Tochter 2 Jahre lang eine postnatale Depression und in meiner 2. Schwangerschaft direkt wieder eine Schwangerschaftsdepression. Wenn ich dann sowas lese: "... 2.) Haben Frauen nichts zu tun als sich Gedanken darüber zu machen, ob sie gerade glücklich genug sind um ihrem Kind nicht zu schaden? ..." dann finde ich das, ehrlich gesagt, daneben und ziemlich respektlos. Eine Schwangerschaft ist zwar das Natürlichste auf der Welt und garantiert wundervoll, wenn man KEINE Probleme hat (gesundheitlicher und/oder psychischer Natur), aber wenn man während der Schwangerschaft Suizidgedanken bekommt (neben anderen netten Nebenwirkungen wie bspw. einem schweren Nierenstau...) und dann so einen verächtlichen Kommentar liest... Genauso berechtigt wäre eine eindimensional-dümmliche Frage wie: Haben Männer heutzutage keine anderen Probleme als sich Sorgen zu machen, ob ihre Termine nicht mit dem WM-Spiel Deutschland gegen USA kollidieren?
Es ist merkwürdig, dass das Krankheitsbild der Depression in anderen Zusammenhängen mittlerweile einigermaßen gesellschaftlich akzeptiert zu sein scheint, aber sobald es um Schwangerschaft oder Wochenbett geht ist es vorbei mit der Akzeptanz.
Um also auf Ihre absolut dämliche Frage zu antworten: Doch, ich hatte nebenbei auch noch genug anderes zu tun (Job, Partnerschaft, Kind Nr. 1, Hobbys, Wohnungssuche...). Ich habe funktioniert wie ein Roboter und habe nichts mehr gefühlt außer Leere, Traurigkeit und mir gleichzeitig eben Sorgen gemacht, daß ich damit meinem Baby schade. Es gibt mittlerweile Studien, die belegen, dass die Babys depressiver Mütter wesentlich mehr "Startschwierigkeiten" und etliche negative Dispositionen mehr haben als die Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft nicht an Depressionenen litten. Und gerade dieses Wissen bewirkt, dass man sich vorkommt als sei man das Letzte, obwohl man (frau) nichts dafür kann.
Natürlich darf und soll man auch als Mann zu dem Thema eine Meinung haben und diese äußern, aber dennoch fände ich es schön, wenn dann ein Mindestmaß an Respekt gewahrt bliebe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4