Forum: Gesundheit
Legale Drogen: So werden Alkohol- und Nikotinsüchtige künftig behandelt
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Nie wieder rauchen, endlich vom Alkohol loskommen: Zwei medizinische Leitlinien sollen sicherstellen, dass Menschen mit Suchtproblem optimale Hilfe erhalten. Ein Aspekt ist dabei geradezu revolutionär.

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alfredjosef 03.02.2015, 21:39
70. Was für wirre Vorschläge

Verbot, Ausgrenzung, Krawall. Kommentar 63 droht sogar wiederholt (siehe 65) Prügel an – ich glaube, dafür kann und sollte er in den Knast kommen.

Ansonsten darf doch jeder selbst entscheiden, ob er den Ratschlägen seines Arztes folgt. Ich geh da sowieso nur hin, wenn ich mir anders nicht mehr helfen kann, und nicht aus Langeweile oder zum diskutieren. aj

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nomenestomen1 03.02.2015, 21:46
71.

ich würde ja gerne vom schnaps loskommen aber jedesmal wenn ich kiffe sagt mir meine mutter ich bin ein krimmineller und ich werde noch im gefängnis enden
ausserdem stellt sie mir jeden tag eine flasche schnaps her damit ich vom kiffen lasse
manchmal denke ich mein problem ist meine mutter

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aabbccdd 03.02.2015, 21:48
72. eigene Erfahrung

Zunächst danke für die vielen klugen Forumsbeiträge. Ich selbst habe bis vor 10 Jahren geraucht und bin mit Allen Caars "Endlich Nichtraucher" losgekommen. Kostenpunkt 10 Euro. Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, wieder eine Zigarette anzufassen, habe aber kein problem, mit Rauchern zusammen zu sein (je älter man wird, umso mehr Leute aus dem Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis hören ja auch auf). Mit dem Alkohol ist es etwas anders. Ich trinke seit 20 JAhren beinahe täglich, durchaus 3-4 l Bier/Tag oder 2 l Wein, ohne nennenswerte Probleme am nchsten Tag, ich könnte sogar noch am Abend autofahren. Mal 7 Tage Abstinenz sind o.k., aber Alkohol ist gesellschaftlich so präsent, dass es, wenn man nicht zugeben will, ein Alkoholproblem zu haben, echt schwer ist, Abstinenz durchzuziehen. Bin ich nun abhängig/süchtig? Ich weiß es nicht. Gern würde ich es hinkriegen, mal nur 2 kleine Kölsch am Abend zu trinken, aber das geht nicht. Ganz oder gar nicht. Und dann eben eher "ganz". Und Hilfe finde ich bislang keine, selbst in der Psychotehrapie/-analyse oder bei der HAusärztin nicht.

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perfekt!57 03.02.2015, 21:54
73. Sicher, Sie haben unbedingt Recht.

- und man sollte eben auch nie vergessen, dass vor allem eben auch die Zunft der Psychologen und Therapeuten häufig auch teils massiv narzisstisch sein kann - die Kranken sind deren Kruecke - die mehr oder minder fortwährende Beobachtung Langzeitkranker ihr eigen und weltzugang.

'Wie ich erfolgreiche meinen Therapeuten und Zwangsbeobachter von mir abnabelte' ist mit Sicherheit des bislang ungėschriebendeste therapeutische Handbuch.

'Wie, wenn er es durch ein Wunder plötzlich alleine schaffen wuerde?' Denn 'ein Wunder, das muss man doch (am besten) gemeinsam erforschen'?!? Oh Wunder an guter Absicht und Zwangseinengung. Und 'müssen' ist süchtig.

Am Ende waeren viele sogn. Therapeuten vor allem eben auch 'zweitklassige Minderarmleuchter' - mit einfäch sehr engen, kleinbuergerlichen Vorstellungen von/nach 'wünschenswerter Vorhersehbarkeit, Kontrolle, praestabilisierendem Wissen und unbedingt hoher Wuenschbarkeit grosser Harmonie, resp. Konfliktfreiheit.

Deren Enge ist aber häufig kein Leben. Eine Therapie kann ein Anfang sein, mehr aber meistens auch nicht.

Der genannte Paradigmenwechsel in der Psychologenzunft macht - die Babyboomer werden alt, und alte trinken auch häufig von alleine weniger oder finden plötzlich zu AA und hören von alleine auf, aus inneren Leidensimpulsen - macht also in einem vermutlich demnächst stärkt schwindenden Markt die einzelne Nachfrage nach aertzlicher Leistung dauerhafter.

'Ich habe ihn die letzten 15 Jahre lang begleitet und er hat unter meiner Leitung vor sucht weniger und kontrollierter zu trinken'. Und darauf vierteljährlich einen Krankenschein!

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j2011 03.02.2015, 22:05
74.

Zitat von Thomas Schnitzer
Bei dem Ansatz der Reduktion geht es nicht um Menschen, die bereits körperlich abhängig von Alkohol sind, sondern um die, die auf dem Weg sind, es zu werden, aber noch rechtzeitig abspringen wollen. Also etwas abgeleitet eher um die, die ein reines Problem mit Alkohol haben, aber kein schwerwiegendes anderes, dass sie damit ertränken wollen. Da geht es vereinfacht um Wege, das erste Bier nicht mittags sondern erst abends zu trinken, oder nur bei entsprechenden Anlässen mit anderen zu trinken als alleine zu hause zu saufen. Oder auch bei einem gewissen Pegel einfach aufzuhören und nicht immer weiter zu trinken, also immer um eine Steigerung der Selbstkontrolle. Einfach das zu können, was die nicht suchtgefährdeten Menschen auch können. Nicht jeder braucht einen Totalverzicht, um bewusst mit Drogen umgehen zu können, und man kann den Umgang mit Drogen nicht nur als Jugendlicher lernen, sondern auch später. Ich denke aber grundsätzlich, dass sie als Politoxiker in der Totalabstinenz besser aufgehoben sind, obwohl ich auch eine seinerzeit als politoxikomanisch eingestufte Frau kenne, die früher alles in sich reingefüllt hat, was man als weißes Pulver oder bunte Pille im Club kaufen kann, aber heute prima mit ihrem monatlichen Cocktailabend klar kommt. Ich begrüße es daher sehr, dass man auch seitens der Suchtmedizin langsam mal bemerkt, dass Menschen individuell sind und sich nicht in süchtig oder abstinent einteilen lassen.
Wenn man sich bei der Suchttherapie nur mit der Reduktion des Suchtmittels beschäftigt, ist das so, als würde man in einem defekten Auto eine Warnlampe einfach ausbauen, damit sie nicht mehr blinkt. Das Auto selbst bleibt kaputt. Alkoholismus ist eine körperlich-geistig-seelische Krankheit und nur als Ganzes zu behandeln. Das geht nur mit völliger Abstinenz. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich frage mich auch, welche Konzerne an solchen "Alkoholreduzierungsstudien" ein grßes finanzielles Interesse haben.

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georg2of9 03.02.2015, 22:22
75. Ein interessanter Artikel.

Man sollte aber nicht vergessen den Betroffenen durch Ernährungstipps beiseite zu stehen. Beispiel Rauchen: Brokkoli baut hier das Benzol recht gut ab. Spirirulina und Chlorella helfen bei bei Ausleitung von dem im Tabak enthaltenen Schwermetallen und rote Beete bringt die Lunge auf Vordermann. Beispiel Alkoholismus: dann noch Mariendistel und Artischocke und ein Ei mit all dem Cholin für die Regenerierung der Leber und die Sache ist gut. Bei beiden Gruppen muss man die Nährstoffverluste insbesondere im Vitamin B- und C-Bereich berücksichtigen. Eine sehr komplexe Sache hier. Und die deutsche Gesellschaft für Ernährung wurde einfach ausgeklammert?

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nero3 03.02.2015, 22:27
76. Ich finde, das Prizin Glück

sollte in allen Notlagen und speziell in solchen Behandlungen viel mehr Einklang finden. Das persönliche Glück zu fördern muss meiner Meinung nach das vorrangige Ziel einer Gesellschaft sein. Schutz von Eigentum, Meinungsfreiheit usw., die Säulen auf denen unser Geselschaftssystem derzeit ruhrt ist, sind da nur Teilaspekte. Ich weiß, dass es vor sehr komplexen Aufgaben stellt, wenn man das persönliche Glück eines jede fördern will, aber gerade deswegen sollte man sich mit ganzer Kraft diesem Ziel zuwenden. Neben der Förderung der Gesundheit sollte die Gesellschaft den Menschen vor Allem Perspektiven bieten - in jeder Lage des Lebens. Das ist eine Grundvoraussetzung für Glück. Es ist ein weiter Weg dorthin, aber ich hoffe, dass zumindest der Weg dorthin eingeschlagen wird.

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georg2of9 03.02.2015, 22:30
77. Bei gescheiter Ernährung könnten Alkoholiker und Raucher eventuell einen normal Sterblichen in Deutschland um Jahrzehnte überleben.

Ich habe diesen Selbstversuch vor 5 Jahren gestartet. Eine sehr kleine Studie mit wenigen Teilnehmern. Sie sind natürlich herzlich eingeladen….

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vierzig 03.02.2015, 22:31
78. wider dem Verstand

"Rauchen und Saufen, so viel Sie wollen. Vorausgesetzt, sie miefen mich nicht an oder kotzen mir vor die Füße. Wenn doch, werde ich meinen Vorteil, nicht zu trinken, ausnutzen und ihnen ein paar Handreichungen zum Thema Anstand geben. Seien Sie sich sicher, ich werde da stark im Vorteil sein..."

Danke das sie genau das abbilden was ich meinte. Von Alkohol stand in meinem Post nicht ein einziger Satz. Sie setzen voraus und schlagen nur in Hasstiraden um sich. Fühlen sich als ein besserer Mensch und damit daklarieren sie Menschen, die anders denken und handeln als zweite Klasse ein. Nein! Sie gehen sogar soweit Menschen die ihnen nicht passen "Gewalt" anzudrohen. Dies passt zu meinem ersten Post was ich zu dem Thema verfasst habe.
Wobei ich diesen Punkt mehr als lächerlich erachte. Ein Raucher, auf Kampfsport ausgebildet, wollen sie prolie bieten: nur zu ..... (manchmal sollte man selbst Raucher nicht unterschätzen *gg)

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06031977 03.02.2015, 22:33
79. stark werden indem man sich für die Abstinenz entscheidet

Zitat von bluemi
Ich wehre mich gegen den Satz "Weniger spricht die Datenlage für eine Hypnotherapie und Akupunktur." Letztendlich ist es individuell sehr verschieden, was wirklich hilft, um abstinent zu werden. Ich selbst bin nach 35 Jahren starken Rauchens und vielen gescheiterten Versuchen, mit diversen Hilfsmitteln davon wegzukommen, durch eine auf Akupunktur basierende Laserbehandlung (2 Sitzungen á 45 Minuten) mittlerweile seit 5 Monaten clean. Da ich zuvor selbst nicht so richtig dran geglaubt hatte, hat es mit Autosuggestion nichts zu tun; es hat wirklich geholfen, die extreme Gier nach Nikotin entscheidend zu lindern.
ich kann hier meinem vorschreiber nur dankend und in all seinen punkten beipflichten. er hat vollkommen recht und ich kann es aus eigener Situation bekunden . null komma null ist die Devise für abhängige und sollte auch so bleiben.kontrolliert läuft da gar nix und bringt auch nichts.es ist ein teufelskreis,der nach dem kontrollierten konsumieren ,mit der zeit sich nach einer Steigerung sehnt und diese dann auch überschreitet bis die vollendete zufriedenheit eintritt. dann sind wir wieder am anfang.ein reduziertes konsumieren würde die Sache nur schlimmer machen und die Abhängigkeit psychisch verschlimmern,denn die gier lässt sich nicht kontrollieren.gier ist in allem nur konsequent zu gegessen: entschieden dagegen oder verloren zu sein. ich bin seit Februar 2002 dry,non smoke und clean und dankbar darüber und so schwer es auch war davon loszukommen,war es genau der richtige Entschluss. ein aufweichen meiner Abstinenz würde mich six feeds under bringen. manchmal is nüchtern echt schade,aber es gab und gibt für mich keinen Anlass,keine situation,die mich rückfällig machen würde.studien hin oder her,oberstes ziel muss die Abstinenz der abhängigen sein.

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