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Leiden für die Fitness: Wie sehr darf der Körper nach dem Training schmerzen?
Guido Mieth/ Taxi/ Getty Images

Schmerz kann zum Training dazugehören, in diesem Punkt sind sich Experten einig. Am besten aber ist, wenn er sich erst im Nachhinein durch Muskelkater bemerkbar macht.

meinemutti 12.06.2019, 18:55
1. Man kann Training nicht mit Training vergleichen.

Ein Kraftsportler trainiert grundsätzlich ganz anders als ein Triathlet zum Beispiel. Ein Langdistanztriathlet trainiert im allgemeinen so das er am nächsten Tag eine ähnliche Einheit noch einmal absolvieren kann. Ein Kraftsportler hingegen kann am nächsten Tag dem Körper Ruhe gönnen oder andere Muskelgruppen trainieren und gibt entsprechend Gas im Training.
Zusammen gefasst der Titel ist viel zu pauschal gehalten und reflektiert nicht mal ansatzweise eine vernünftige Trainingslehre wieder beziehungsweise erläutert nicht welche Sportarten welchen Schmerz erfahren dürfen nach dem Training.

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karlheinztemmes 13.06.2019, 06:20
2. Ich glaube, das stimmt so nicht...

...das mit der Behauptung, ein Langstreckentriathlet trainiere so, dass er die gleiche Belastung am nächsten Tag nochmal machen könnte. Auch bei Ausdauersportarten gilt die Regel, in der Pause wächst der Muskel.
Daher sind zumindest im Marathonbereich auch dort die schnellen und intensiven Einheiten von den langsamen und langen zu unterscheiden. Im Triathlon sind die Abwechslungen aufgrund der unterschiedlichen Sportarten besonders knifflig.

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fatherted98 13.06.2019, 08:22
3. wenn nach...

...dem Training die Muskeln nicht weh tun, hat man falsch oder zu wenig hart trainiert....wenn man sich nicht mehr bewegen kann vor Schmerzen oder dauerhaft Schmerzen hat....hat man zu viel, falsch oder/und zu hart trainiert....so einfach ist das.

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landsend 13.06.2019, 12:35
4. Können vor Schmerzen

...und wem jeder Schritt wegen schlecht funktionierender Gelenke weh tut oder dessen Wirbelsäule aussieht wie ein verdrehter Regenwurm, dem sind Schmerzen bei jeder Bewegung garantiert, die auch nicht wieder vergehen, sondern das Leiden noch verschlimmern. Für den ist die ganze Bewegungs- und Sportmystik nichts als Gewäsch, was diewenigsten Ärzte aber zugeben wollen. Sport macht nur dem Spaß, der den Körperbau dafür hat, für alle anderen ist es Quälerei mit garantierten Schmerz- und Spätfolgen. Wer es nicht glaubt oder nicht nachvollziehen kann/will, dem steht es frei, sich einmal ein Elastikband um die Knie zu wickeln um X-Beine zu kriegen und rückwärts einen Stock zwischen beide Ellenbogen zu nehmen, so daß ein ordentliches Hohlkreuz entsteht, um dann zu versuchen eine Runde zu laufen. Die Schmerzerfahrung wird er so schnell nicht wieder vergessen. Gesunde Schmerzen? Wohl kaum. Auf wieviele eine derartige Erfahrung wohl zutrifft? Sagen wir auf 40 von 100 Leuten.
Sport wird als Religion gepredigt - mit der gleichen Wirklichkeitsferne und Ignoranz für die Folgen.

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Flyke 13.06.2019, 12:40
5. Leistungsathlet vs Hobbysportler

die Frage ist, welchen Zweck der Sportler verfolgt. Ein Jogger, der beabsichtigt sein Herz-Kreislaufsystem zu stärken wird kaum in den Schädigungsschmerz hineingehen. Dafür müssen zu viele mentale Hürden ausgeschaltet werden.
Ein Triathlet -und das sind keine Hobbysportler mehr- haben ohnehin Sportmediziner zur Seite, die über Laktatmessungen exakt dosierte Trainingseinheiten und Ruhepausen empfehlen, um den Leistungsgrad zu maximieren

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Athlonpower 13.06.2019, 15:16
6. Muskeln die schmerzen sind geschädigte Muskeln

Zitat von fatherted98
...dem Training die Muskeln nicht weh tun, hat man falsch oder zu wenig hart trainiert....wenn man sich nicht mehr bewegen kann vor Schmerzen oder dauerhaft Schmerzen hat....hat man zu viel, falsch oder/und zu hart trainiert....so einfach ist das.
Was für ein Unsinn, ein schmerzender Muskel, auch ein Muskelkater ist auf jeden Fall ein verletzter bzw. geschädigter Muskel, übrigens ist es ja nicht so, daß es nur den ganzen Muskel gibt, dieser besteht aus unzähligen einzelnen Muskelfasern,

oder warum glauben Sie, daß ausgerechnet so viele Ex-Sportler heute nur noch vor sich hinschleppende Invaliden sind, weil Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke die in jungen Jahren erlittenen Schäden mit den Jahren alle wieder an den Verursacher zurück geben mit Zins und Zinseszins.

Gerade als Hobbysportler muß man so trainieren, daß es eben nicht zu Schmerzen bzw. Muskelkater kommt und wenn dann eine entsprechend lange Trainingspause einlegen, damit man sein sportliches Hobby möglichst lange ausüben kann, ansonsten ist mit 40 schon der Rollator bzw. das Pflegeheim in Sicht:-)

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hexenbesen.65 13.06.2019, 17:31
7.

Zitat von landsend
Gesunde Schmerzen? Wohl kaum. Auf wieviele eine derartige Erfahrung wohl zutrifft? Sagen wir auf 40 von 100 Leuten. Sport wird als Religion gepredigt - mit der gleichen Wirklichkeitsferne und Ignoranz für die Folgen.
Meine Physiotherapeutin hat da einen passenden Begriff: "Wohl-Weh"... ist so wie bei einer Massage am schmerzenden Kreuz: Erst tut es weh, dann "ahhhhh, tut das gut"....
Ich bin wirklich kein Fitness-Fanatiker, verabscheue Joggen und Walken . (Wenn, dann schwimme ich zur Ausdauer) und mache ab und an gerne Gerätetraining.
Wenn mir hinterher dann mal der Arm beim heben weh tut, denke ich mir: Ja, ich merke, dass ich was gemacht hab. Und bin irgendwie stolz auf mich.
Wenn die Schmerzen allerdings zu stark sind, dass man nur noch ins Bett will....hat man wohl was falsch gemacht.
Ich scheine ein wenig massochistisch angelegt zu sein, denn ich liebe diese "Wohl-Weh"- Momente...(wie beim Bauch-Presse-Training---wenn man am Tag danach lachen will...tut einem nur noch der Bauch weh--und da muss ich dann noch mehr lachen...)

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