Forum: Gesundheit
Libysche Patienten in deutschen Kliniken: Nur noch gegen Vorkasse
REUTERS

Im Streit über die Behandlungskosten für Kriegsverletzte aus Libyen warten einige Krankenhäuser bis heute auf ihr Geld. Das Problem offenbart peinliche Versäumnisse eines scheidenden deutschen Ministers - und die Überforderung einer Botschaft in den Wirren des Arabischen Frühlings.

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angst+money 17.12.2013, 16:46
10.

Zitat von Walther Kempinski
Meine Güte! Da wird immernoch gegen die FDP nachgekarrt. Und das sogar bei humanitären Verpflichtungen, wo man eigentlich nicht nach dem Geld fragt oder klagt. Man stelle sich vor, das eigene Kind käme aus dem Kriegsgebiet und US-Ärzte würden nicht behandeln und das Kind sterben lassen. Dann ginge das US-Bashing los. Aber mit FDP-Bashing fährt man hierzulande ja immernoch recht gut, medientechnisch jedenfalls.
An irgendeinem bleiben die Kosten immer hängen. Man kann da natürlich mit der Schulter zucken und sagen "geht mich nichts an", aber sich vorher so dafür stark machen und hinterher "bashing" schreien ist eher peinlich. Aber typisch deutsch: raushalten, ducken und hoffen dass es jemand anderen trifft.

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spon-facebook-1399347836 17.12.2013, 16:49
11. Unverständlich!

Ich verstehe das Problem überhaupt nicht! Weshalb kommt denn die Bundesrepublik für die Kosten nicht auf? Diese ist doch am nähesten dran an der Problematik. Warum sollte der libysche Staat dafür zahlen? Ist mir völlig unverständlich.

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doubletrouble2 17.12.2013, 16:59
12. FDP-Stimmen nur noch gegen Vorkasse.

So haben es viele Wähler kürzlich praktiziert und einer Partei, deren Moral das Niveau der lybischen Zahlungsmoral unterschritten hatte, den politischen Kredit verweigert. Die kommen wohl auch niemals wieder zurück in den Bundestag.

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pauschaltourist 17.12.2013, 17:13
13.

Zitat von Walther Kempinski
Meine Güte! Da wird immernoch gegen die FDP nachgekarrt. Und das sogar bei humanitären Verpflichtungen, wo man eigentlich nicht nach dem Geld fragt oder klagt. Man stelle sich vor, das eigene Kind käme aus dem Kriegsgebiet und US-Ärzte würden nicht behandeln und das Kind sterben lassen. Dann ginge das US-Bashing los. Aber mit FDP-Bashing fährt man hierzulande ja immernoch recht gut, medientechnisch jedenfalls.
Soweit mir bekannt ist trägt die FDP keine Brille, ist also für die ein oder andere Backpfeife durchaus empfänglich. Und das mit recht.

Nur frage ich mich, ob die "humanitäre Verpflichtung" nicht viel eher den beteiligten Kriegsparteien erwachsen sollte.

Ebenso wie in Syrien sollten in erster Linie die engagierten Länder "haften". Warum sollte Deutschland für Kriegsfolgen zahlen und Flüchtlinge aufnehmen? Mir ist nicht bekannt, dass beispielsweise die Milliardäre aus Katar auch nur einen Flüchtling aufnahmen. Und Katar war sowohl in Libyen aktiv beteiligt als auch aktuell in Syrien. Ebenso wie Frankreich, die Türkei und GB.

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natonothanks 17.12.2013, 17:16
14. unseriöse Polotik

Typisch FDP, grossmäuloge Versprechungen machen, dann sich aus dem Staub machen und andere die Rechnung bezahlen lassen. Mal abgesehen davon das nur ausgewiesene islamistische Rebellenkämpfer aufgenommen wurden, die vorher schon massenhaft schwerste Verbrechen an Zivilisten begangen hatten - wobei sich die Frage stellt ob das ganze überhaupt moralisch vertretbar war - die offenen Rechnungen für die Behandlung könnte man problemlos mit Geld aus den eingefrorenen libyschen Auslandskonto begleichen. Doch dafür fehlt D natürlich wieder der Mut, aus lauter Angst vor Kritik der Amis, Franzis und den Saudis.

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Safiye 17.12.2013, 17:17
15. Hier ist vieles schief ...

... gelaufen, was vermeidbar gewesen wäre. Die deutsche Seite hätte wissen können und müssen, dass deutsche Krankenhäuser, egal, ob es um Leben oder Tod geht, gerne bei echten oder auch nur vermeintlich reichen arabischen Patienten abkassieren und darauf drängen können und müssen, dass nur die offiziellen Sätze wie für GKV-Versicherte abgerechnet werden.

Dann hätten die Kliniken tatsächlich humanitär gehandelt, weil das manchmal, aber nicht immer kostendeckend gewesen wäre. Die libysche Seite hätte dagegen viel früher einen "Wachhund" wie PWC oder KMPG anwerben müssen, und zwar um sich selbst und die "Kunden", also Krankenhäuser, zu überwachen und Zahlungen in richtiger Höhe zeitnah sicherzustellen.

Alles das geht schief, wenn man schnell und humanitär handeln will, aber am Ende mehr Flurschaden als nötig anrichtet, bei aller tatsächlichen Hilfe, die geleistet wurde und noch wird.

Tote zählen ist tragisch und bitter, aber es geht bei Kriegen immer darum, entweder den Tod zu verhindern und den (Über-)Lebenden schnell und effizient zu helfen.

In Syrien sieht es leider nicht besser aus.

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grimboldunfried 17.12.2013, 17:28
16. Richtig...!

Zitat von spon-facebook-1399347836
Ich verstehe das Problem überhaupt nicht! Weshalb kommt denn die Bundesrepublik für die Kosten nicht auf? Diese ist doch am nähesten dran an der Problematik. Warum sollte der libysche Staat dafür zahlen? Ist mir völlig unverständlich.
ja, stimmt, völlig unverständlich Ihr Kommentar! Was hat Deutschland denn mit den Kriegsfolgekosten eines anderen Landes zu tun, ohne dort involviert gewesen zu sein? Libyen kann zudem zahlen, arm ist das Land aufgrund seines Öls nun nicht...

Man könnte es auch einfach so halten, wie in Libyen, wo der Arzt erst zum Patienten kommt, wenn die Behandlung vorab bezahlt wurde... eine Verfahrensweise die die Libyer verstehen im übrigen...

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nachtmacher 17.12.2013, 17:51
17. tja...

Zitat von grimboldunfried
ja, stimmt, völlig unverständlich Ihr Kommentar! Was hat Deutschland denn mit den Kriegsfolgekosten eines anderen Landes zu tun, ohne dort involviert gewesen zu sein? Libyen kann zudem zahlen, arm ist das Land aufgrund seines Öls nun nicht... Man könnte es auch einfach so halten, wie in Libyen, wo der Arzt erst zum Patienten kommt, wenn die Behandlung vorab bezahlt wurde... eine Verfahrensweise die die Libyer verstehen im übrigen...
weil man auf deutscher Seite ganz typisch davon ausgegangen ist, dass die andere Seite sich so verhält wie man es hier erwartet. Die deutsche Politik ist davon ausgegangen, dass die Libyen einfach die angelaufenen Rechnungen bezahlt. Wie bei uns die Krankenkassen. Fragen sie mal wieviel Kohle deutsche Unternehmen verheizt haben, weil sie dachten auch in anderen Ländern vor Gericht recht zu bekommen und dann aus allen Wolken gefallen sind, dass ausländische Gerichte halt gerne zugunsten der national oder ethnisch näher stehenden Partei entscheiden. Ich kenne genügend solche Fälle. Versuchen sie mal im nahen Osten ausstehende Zahlungen einzutreiben... kleiner Tipp: ohne Bakschisch geht da gar nichts.... Die Libyer finden Vorauskasse ganz normal, ebenso wie sie es normal finden nicht (oder wesentlich weniger nach ewigen Zeiten) zu zahlen wenn es keine Vorauskasse gab.
Die Verwunderung auf unserer Seite entspringt der Tatsache, dass in unserer aufgeklärten, moralisierenden Gesellschaft eben davon ausgegangen wird, dass alle menschen gleich sind (damit meine ich Moralvorstellungen, Werte, gesellschaftliche Standards, Kommunikation etc). Dann ist die Überraschung mal wieder groß, wenn man gnadenlos betrogen und hintergangen wird.

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FKassekert 17.12.2013, 18:03
18. Hauptsache man war

in den Medien und konnte und wurde gesehen! Alles andere war eben, naja nicht durchdacht! Nun humanitaere Hilfe vorzuschieben? Eigenen Rentner, Schwerkranke, Kinder aber hinten anstellen! Warum denn nicht! Selbst Schuld wenn die uns doch gewaehlt haben? Politkerdenken ...

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iffel1 17.12.2013, 19:14
19. Nun, da haben wir etwas gelernt !

Aus den besagten Ländern wird eben nur noch per Vorkasse angenommen und von den inkompetenten deutschen Politikern, die sich für nie zuständig erklären, aber ständig etwas fordern, darf eben nichts mehr akzeptiert werden !

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