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Lob dem Dreck: Daumennuckeln könnte Kinder vor Allergien schützen
imago/ Science Photo Library

Kinder, die an ihren Fingern lutschen, haben ein geringeres Allergie-Risiko. Trotzdem raten Forscher davon ab. Wie Eltern sonst das Immunsystem ihrer Kinder stärken können - ein Überblick.

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ned divine 12.07.2016, 14:29
1. Zahn- und Kieferfehlstellungen durch Daumenlutschen...

Daß Daumenlutschen das Risiko einer Zahn- und Kieferfehlstellung stark erhöht, ist hinreichend erwiesen, warum geht der Artikel darauf in keiner Weise ein??
Die Fehlstellungen der Zähne wiederum erhöhen dann auch später die Kariesneigung. Das Nuckeln am Schnuller ist hier wirklich das kleinere Übel.

Etwa zwei Drittel der Zahnfehlstellungen und Kieferverformungen sind auf Lutschgewohnheiten zurückzuführen. Manche Eltern nehmen schiefstehende Zähne im Milchgebiss leider nicht so wichtig; tatsächlich können diese aber auf die bleibenden Zähne sehr negative Auswirkungen haben.
Was nützt denn da ein geringeres Allergie-Risiko, das kann man auch durch einen normalen Umgang mit Staub und Dreck minimieren, das Kind einfach mal im Sankasten spielen lassen, Urlaub auf dem Bauernhof und viele andere praktikable Lebensverhaltensweisen.

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andreasclevert 12.07.2016, 14:46
2. Textauszug

Sie empfehlen nicht, Kinder zum Daumenlutschen und Nägelkauen zu ermuntern. Der konkrete Nutzen im Verhältnis zu möglichen Risiken sei noch unklar.

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ty coon 12.07.2016, 15:34
3.

Wenn ich anderer Leute Haushalte mit Kindern sehe, blitzt und blinkt da alles wie bei Biolek in der Fernsehküche. Da wird alles mit Sagrotan behandelt, sodaß man wahrscheinlich in der Küche eine Herztransplantation durchführen könnte. Da wundere ich mich nicht über die Zunahme von Allergien und Neurodermitis.

Eltern (vor allem Mütter geben hier gerne den Putzteufel) glauben wohl, ihren Kindern damit Gutes zu tun, erschweren ihnen aber so den Aufbau eines guten Immunsystems.

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schlabberohren 12.07.2016, 15:39
4. Zahn- und Kieferfehlstellungen - Glücksache?

Ich habe den Daumen gelutscht bis ich 9 oder 10 Jahre war. Ich musste weder Zähne noch Kiefer durch orthopädische Vorrichtungen korrigieren lassen - interessanterweise, sind meine Zähne von sich aus zurückgegangen als ich damit aufgehört habe. Zahnärzte haben meine Zähne und Kieferstellungen als Teenager und Erwachsen oft gelobbt und zum Teil sogar als Muster für akademische Arbeit genutzt. Darüber hinaus sind meine Zähne bis heute (bin über 40) stark und unproblematisch.
Und seit über 30 Jahren, als ich anfing, Zahnseide regelmäßig zu benutzen, habe ich nie wieder Karies gehabt.
Im Gegensatz haben alle meine 3 Geschwister, die den Daumen nie gelutscht haben, Spangen gebraucht. Zahnprobleme gehört zu deren Alltag, selbst noch im jungen Alter. Eine hatte bereits mehrere Zahnimplantate bevor sie 40 wurde.
Es gibt Erfahrungswerte aber es gibt keine Regel. Ich bin jedenfalls gegen jegliche Art von Generalisierung.

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rst2010 12.07.2016, 15:46
5.

.. dagegen züchtet man sich mit den hygienemitteln, wie sagrotan und andere desinfektionsmittel, da meist falsch angewendet (keine hausfrau ist ausgebildete hygienikerin), zuhause besonders böse bakterienstämme;-))

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kroganer 12.07.2016, 17:15
6. Evolution!

Das der Mensch sich seid tausenden Jahren mit Mikroorganismen und Bakterien teilt ist der Grund für die Entwicklung von Resistenzen! Das nennt man dann Evolution im großen und ganzen. Allerdings gab es auch immer wider die Möglichkeit das das Individuum extrem reagiert und sterben kann. Da glaube ich, verzichten die meisten Eltern lieber auf Bakterien in ihren Häusern. Und außerdem, ich hab wohl früher auch Daumen gelutscht! Bin allergisch auf Gräser und Pollen, Hausstaub und keine Ahnung was noch alles. Dafür sind die Zähne gerade machen mir aber andere sorgen!
Nobody is Perfect!!

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A.Schmid-Ohren 12.07.2016, 17:31
7. Immunsystem

Ein intaktes, starkes Immunsystem gestattet keine Allergie. Ein solches erwirbt das Kind nur, wenn es nicht unnütz geimpft wird.

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kunibertus 12.07.2016, 17:54
8. Warum wohl hat die Kriegs-

und Nachkriegsgeneration, besonders wenn sie auf dem Lande aufgewachsen ist, keine oder nur wenig Allergien? Wir haben damals - im wörtlichen Sinne - im Dreck gespielt, haben unreifes und ungewaschenes Obst und Gemüse gegessen - Abwischen an der Hose musste reichen. Da hatte der Körper genügend Gelegenheit, sich auf alle möglichen Mikroben uns sonstigen Plagegeister einzustellen und Abwehrstrategien zu entwickeln. So haben wir eine notwendige Resilienz entwickelt unser Immunsystem gestärkt. Wenn heute jemand einen Schnupfen hat, wird gleich eine Allergie diagnostiziert, die mit möglichst teuren Medikamenten zum Wohl der Pharmaindustrie bekämpft werden soll. Der Körper ist ein sich selbst regulierendes System und kommt in den meisten Fällen selbst klar, wenn man ihn denn lässt.

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ty coon 12.07.2016, 17:59
9.

Zitat von A.Schmid-Ohren
Ein intaktes, starkes Immunsystem gestattet keine Allergie. Ein solches erwirbt das Kind nur, wenn es nicht unnütz geimpft wird.
Lassen Sie mich raten: Sie sind ein Vertreter der Neuen Germanischen Medizin?

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