Forum: Gesundheit
Magen-Darm-Grippewelle: Behörden rätseln weiter über Auslöser
dapd

Kitas, Kindergärten und Schulen setzen auf Selbstversorgung oder kochen unter Aufsicht - die Behörden rätseln weiter. Noch ist der Erreger der Magen-Darm-Grippewelle nicht endgültig ausfindig gemacht. Fest steht: Einen größeren lebensmittelbedingten Ausbruch hat es in Deutschland bisher nicht gegeben.

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ulrike55 01.10.2012, 21:01
10. Panikmache

Es ist wie es ist: Körperverletzung ohne wenn und aber! Uns einsuggerieren zu wollen, dass wir Täter sind führt diese Diskussion ad absurbum!

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mhwse 01.10.2012, 21:18
11. yepp Körperverletzung

Zitat von ulrike55
Es ist wie es ist: Körperverletzung ohne wenn und aber! Uns einsuggerieren zu wollen, dass wir Täter sind führt diese Diskussion ad absurbum!
Durch Esotheriker und Impfgegner, die selbst einfachste Desinfektions und Hygieneregeln aus dem vorletzten Jahrundert ablehnen.

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merkurh 01.10.2012, 22:28
12.

Zitat von mhwse
Durch Esotheriker und Impfgegner, die selbst einfachste Desinfektions und Hygieneregeln aus dem vorletzten Jahrundert ablehnen.
Nein, durch Controller, Unternehmensberater und Betriebswirte, die sich ohne Rücksicht auf Verluste nichtmonetärer Art an Outsourcing und Kostenoptimierung hochgeilen

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Manitou-01@gmx.de 02.10.2012, 23:54
13. Schadensbild und mögliche Ursache

Das Schadensbild der Sodexo-Epedemie sieht nach Medienangaben so aus, daß mehere Küchen, aber jeweils nur ein kleiner Teil der von jeder Küche belieferten Kantinen betroffen ist.
Dies spricht gegen eine Bakterien- bzw. Viren-Epedemie, weil es unwahrscheinlich ist, daß erkrankte Mitarbeiter oder verseuchte Zutaten so verteilt sind, daß diese nur eine Teillieferung jeder Küche kontaminieren.
Dagegen spricht einiges für eine chemische Vergiftung durch An- oder Abreichernde Kontamination, z.B. durch ein Reinigungs- bzw. Desinfektionsmittel (und mangelndes Nachspülen).
Beispiel 1: Thermobehälter werden wie folgt gereiningt:
- Vorspülen
- Waschen mit Spül- und Desinfektionsmittel
- Nachspülen
Wird das Wasser beim Nachspülen zu selten gewechselt, bzw. beim Waschen zuviel Reinigungsmittel (neue, sparsamere Sorte) genutzt, reichert sich im Nachspülwasser zuviel Reinigungsmittel an und verbleibt damit in den letzten Behältern. Das Essen, was mit diesen zuletzt abgewaschenen Behältern ausgeliefert wird, führt zu Vergiftungserscheinungen (Brechdurchfall).
Beispiel 2: Küchentechnik
Geräte in der Großküche werden gereiningt und nicht ausreichend nachgespült (neues, höher konzentriertes Reinigungsmittel).
In jeder Kipp-Pfanne werden mehrere Chargen des selben Speisen-Bestandteils (Kartoffeln, Soße oder Eintopf) gekocht. Dabei wird nach dem Abfüllen des fertigen Produktes die Kipp-Pfanne (oder der Topf) entweder gar nicht gereinigt oder nur mit klarem Wasser gespült. Die Reinigungsmittel-Reste sind somit nur in der 1. am jeweiligen Tag verarbeiteten Charge enthalten.
Für eine Vergiftung spricht die schnelle Genesung (Schadstoff durch Übergeben bzw. Durchfall ausgeschieden) und das Fehlen von Sekundär-Infektionen (keine Angehörigen erkrankt).

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Alfons Emsig 02.10.2012, 07:15
14.

Zitat von mhwse
Durch Esotheriker und Impfgegner, die selbst einfachste Desinfektions und Hygieneregeln aus dem vorletzten Jahrundert ablehnen.
Es liegt ja auf der Hand, dass Hygieneregeln missachtet worden sind. Fragt sich nur, von wem und wo. Man soll niemanden vorverurteilen, sondern wissenschaftlich an dieses Thema herangehen, was anscheinend auch der Fall ist, und dann entsprechend Gegenmaßnahmen einfordern und deren Umsetzung kontrollieren.

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zoon.politicon 02.10.2012, 08:22
15. Eher nicht "Gammelfleisch" als Ursache

Zitat von herbert_schwakowiak
In dem Fall läge der nächste Verdacht ja wohl auf der Hand: Das Schulessen wurde mit verdorbenen Zutaten bzw. (oh bitte bitte, darf ich das Schlagwort sagen?) Gammelfleisch gekocht.
Trifft eher nicht zu: Das evtl. zu "Lebensmittelvergiftung" führende "Enterotoxin" wird durch Keime wie Staphylokokken gebildet, die gelegentlich von Personal, das das Essen zubereitet und Träger dieser Staphylokokken o.a. Keime ist, eben auf die Nahrungsmittel übertragen wird und auf diesen Nahrungsmitteln Enterotoxin bei Temperaturen ab 7 Grad Celsius bilden kann. Enterotoxine können so Hitze-stabil sein, dass sie auch durch Kochen nicht (wie die es produzierenden Keime) zerstört werden.
Falls Enterotoxine die Ursache für die Brechdurchfall-Erkrankungen sein sollten, hat dann wohl mangelnde Hygiene bei der Zubereitung in Kombination von Personal, das Keimträger ist, dazu geführt.
Wie gesagt, der Nachweis von Enterotoxinen ist schwierig und für der Essenproduzenten ist eine Ursache wie "Darmgrippe" nicht so "ehrenrührig" wie Mängel in Küchenhygiene bzw. Keimträger beim Personal.
Aber vielleicht erfahren wir es noch.

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goethestrasse 02.10.2012, 16:56
16. Ist es fair ??

..dem Caterer alles schlechte zu unterstellen ? Was ist den bewiesen ? und wenn das Essen so schlecht wäre, hätte er bestimmt nicht so viele Einrichtungen beliefert.

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tw1974 02.10.2012, 17:07
17. Naja...

Zitat von herbert_schwakowiak
In dem Fall läge der nächste Verdacht ja wohl auf der Hand: Das Schulessen wurde mit verdorbenen Zutaten bzw. (oh bitte bitte, darf ich das Schlagwort sagen?) Gammelfleisch gekocht.
Naja, das klassische "Gammelfleisch" war Fleisch, dass zu lange tiefgekühlt gelagert wurde. Wenn es bei Einlagerung OK war, ist es auch danach noch gesundheitlich unbedenklich. Insbesondere war das Problem bei "Gammelfleisch" nicht, dass es mit Krankheitserregern belastet war.

Da aber auch bei tief gekühltem Fleisch noch chemische Prozesse ablaufen, kann bei überlagertem Fleisch (also klassischem "Gammelfleisch") der FEttanteil ranzig werden.
Das ist eklig und das Fleisch sollte aus dem Verkehr gezogen werden, aber eine Magen-Darm-Grippe bekommt man davon nicht.

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tw1974 02.10.2012, 17:11
18. Controller??

Zitat von merkurh
Nein, durch Controller, Unternehmensberater und Betriebswirte, die sich ohne Rücksicht auf Verluste nichtmonetärer Art an Outsourcing und Kostenoptimierung hochgeilen
(1) Sie haben zumindest klare Feindbilder, das macht das Leben leichter.
(2) Sogar wenn Ihr absurdes Pauschalurteil im Grundsatz stimmen würde, was haben "Controller" damit zu tun? Die sind für das interne Rechnungswesen zuständig.

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tw1974 02.10.2012, 17:16
19. Reinigungsmittel

Zitat von Manitou-01@gmx.de
Das Schadensbild der Sodexo-Epedemie sieht nach Medienangaben so aus, daß mehere Küchen, aber jeweils nur ein kleiner Teil der von jeder Küche belieferten Kantinen betroffen ist. Dies spricht gegen eine Bakterien- bzw. Viren-Epedemie, weil es unwahrscheinlich ist, daß erkrankte Mitarbeiter oder verseuchte Zutaten so verteilt sind, daß diese nur eine Teillieferung jeder Küche kontaminieren.
Guter Punkt. Aber: Vielleicht ist die Krankheit nicht bei allen Infizierten ausgebrochen?
Zitat von Manitou-01@gmx.de
Dagegen spricht einiges für eine chemische Vergiftung durch An- oder Abreichernde Kontamination, z.B. durch ein Reinigungs- bzw. Desinfektionsmittel (und mangelndes Nachspülen). Beispiel 1: Thermobehälter werden wie folgt gereiningt: - Vorspülen - Waschen mit Spül- und Desinfektionsmittel - Nachspülen Wird das Wasser beim Nachspülen zu selten gewechselt, bzw. beim Waschen zuviel Reinigungsmittel (neue, sparsamere Sorte) genutzt, reichert sich im Nachspülwasser zuviel Reinigungsmittel an und verbleibt damit in den letzten Behältern. Das Essen, was mit diesen zuletzt abgewaschenen Behältern ausgeliefert wird, führt zu Vergiftungserscheinungen (Brechdurchfall).
Interessanter Gedanke. Die Frage ist nur: Welches Reinigungsmittel führt in den geringen Mengen (Rückstände in Thermobehälter) zu derartigen Vergiftungserscheinungen? Warum wurde dann bei einem Teil der Betroffenen das Norovirus nachgewiesen?

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