Forum: Gesundheit
Magen-Darmgeräusche: Ohne Gas kein Sound
Corbis

Warum knurrt der Magen und gluckert der Bauch? Der Gastroenterologe Tilman Sauerbruch erklärt, was Magen-Darmgeräusche verursacht, wie man sie bekämpft und was sie mit dem Reizdarm-Syndrom zu tun haben.

Seite 1 von 2
huggythebear 25.04.2015, 11:21
1. Reizdarm

Beim Thema Reizdarm bewegen sich die Ärzte noch im Dunkeln. Wieso soll eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit zu Durchfällen und Verstopfung führen? Es ist wohl eher umgekehrt. Mir hat eine Behandlung mit Rifaximin weitergeholfen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
El pato clavado 25.04.2015, 12:24
2. Kräftig Furzen

ein richtiger guter Furz hilft. Die meisten Leute verklemmen sich einen solchen aus Etikette. Da war man im Mitellalter anders.Schon Luther hat sich angeblich über gsun des Furzen ausgelassen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cherrypicker 25.04.2015, 12:28
3. Die Ärzte tappen da völlig im Dunkeln

Darm, Psyche und Immunsystem sind aufs Engste miteinander verzahnt. Wie, das weiß die Medizin leider immer noch nicht nicht genau und deswegen wird ziemlich viel -- nun ja -- Mist erzählt.

Mein Vater hatte auch Reizdarm, jahrelang. Er hat auch Ernährungstagebuch geführt und was-weiß-ich. An dem Tag, als sein penetranter Chef in Ruhestand ging, hörten die schlimmsten Symptome von heute auf morgen auf. Als er selbst in Ruhestand ging, waren die Symptome komplett verschwunden.

Reizdarm hat zudem offenbar eine genetische Komponente, ich habe ihn nämlich auch. Immer wenn ich mich über Dinge in Alltagsbeziehungen ärgern muss, bspw. wenn sich Mitmenschen immer wieder nicht an vorherige Absprachen halten, gehen die Blähungen los. Es ist dann völlig egal, was ich vorher gegessen habe.

Hat man das Prinzip aber begriffen, kann man den Reizdarm sogar als Frühindikator verwenden: die körperlichen Beschwerden gehen nämlich bei mir los, bevor mir Grenzüberschreitungen meiner lieben Mitmenschen überhaupt bewusst werden. Dann kann man auf der Sachebene intervenieren, die Bauchschmerzen klingen dann ab.

Wenn mir also etwas "Bauchschmerzen" bereitet, dann ist das nicht nur ganz real so, es gibt auch immer eine Entsprechung im tatsächlichen Leben. Man sollte auf seinen Körper hören, das ist das Wichtigste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aufmerksamer Leser 25.04.2015, 12:48
4. Martin Luther

was immer hilft: man hält es mit Luther
"Was rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmacket?"
es wird heute doch viel zu viel unterdrückt ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zeisig 25.04.2015, 13:44
5. Schade!

Ich hatte schon gehofft, endlich etwas über mein kleines privates Problemchen zu lesen, das in diesem Artikel nicht erwähnt wird: In Zeiten von Stress - beuflich, privat, seelisch - renne ich bis zu 10 mal pro Tag aufs Klo. Dieser Zustand ging durchaus auch schon mal über Jahre so. Bin ich seelisch stabilisiert und entspannt, ist alles in Ordnung. Das heißt für mich, die Ärzte haben keine Ahnung, sonst würden sie mich nicht zur Darmspiegelung verdonnern, bei der Null komma Null herauskommt, sondern erst mal reden und fragen. Zum Thema Reizdarmsyndrom: Ich dachte immer, mein oben beschriebenes Problem sei ein Reizdarm, aber wenn ich diesen Artikel lese, gehe ich jetzt einfach mal davon aus, daß ich kerngesund bin. Geht's mir gut, funktionieren die Körperfunktionen bestens, und eben umgekehrt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
braman 25.04.2015, 13:47
6. Reizdarm = Reizbar?

Zitat von cherrypicker
Darm, Psyche und Immunsystem sind aufs Engste miteinander verzahnt. Wie, das weiß die Medizin leider immer noch nicht nicht genau und deswegen wird ziemlich viel -- nun ja -- Mist erzählt. Da kann ich Ihnen zu stimmen Reizdarm hat zudem offenbar eine genetische Komponente, ich habe ihn nämlich auch. Immer wenn ich mich über Dinge in Alltagsbeziehungen ärgern muss, bspw. wenn sich Mitmenschen immer wieder nicht an vorherige Absprachen halten, gehen die Blähungen los. Es ist dann völlig egal, was ich vorher gegessen habe.
Niemand, auch Sie nicht, MUSS sich ärgern.
Bleiben Sie gelassen und Sie werden sehen, das der Anlass
"sich zu ärgern"
sich relativiert und ihr Reizdarm wird auch nicht gereizt!

MfG: M.B.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
El pato clavado 25.04.2015, 13:52
7.

Zitat von aufmerksamer Leser
was immer hilft: man hält es mit Luther "Was rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmacket?" es wird heute doch viel zu viel unterdrückt ;-)
meine Rede siehe #2
eben so gilt:ein guter Schiss ist besser als ein schlechter Beischlaf (das F-wort darf man hier nicht benutzen)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elliekle 25.04.2015, 15:26
8. Natürliche Stuhlgangsposition

Im Buch Darm mit Charme von Giulia Enders habe ich über die gesunde und natürliche Art den Stuhlgang zu erledigen gelesen und mir daraufhin gleich einen Hoca Toilettenhocker bestellt. Die Darmbeschwerden sind seit ein paar Wochen spürbar besser geworden - der Gang zur Toilette ist nun schmerzfrei. Die Zivilisation bringt auch manchmal nicht so gute Nebenwirkungen mit sich wie Stress und falsche Ernährung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
clarablanc000 25.04.2015, 15:32
9. also

das rülpsen und pupsen löst das ursprungsproblem nicht. denn idealerweise sollte man erst gar nicht das verlangen verspüren, rülpsen und pupsen zu müssen. gerade dies sind ja anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt! was ich jedem empfehlen kann, ist ein tagebuch zu führen über wochen oder monate, um so herauszufinden, womit das eigene versauungssystem zu kämpfen hat. in der regel sind es lebensmittel, auf die man bedenkenlos verzichten bzw. leicht ersetzen kann. grundsätzlich ist jedem zu empfehlen auf folgendes zu verzichten: kohlensäurehaltige getränke, künstliche süßungsmittel, übermäßiger oder regelmäßiger alkoholkonsum, fertiggerichte, schmerzmittel, ... außerdem ist vielen nicht bewusst, dass sie beim essen einfach zu viel luft aufnehmen. heutzutage wird oftmals nebenbei und in eile gegessen. das ist das schlimmste, was man sich antun kann. kleinere bissen, langsam essen, gründlich kauen und ausreichend flüssige nahrung zu sich nehmen löst oft das ganze problem. natürlich hängt das ganze auch mit der psyche zusammen. daher empfehle ich jedem regelmäßige entspannung. wie man sich am besten entspannt, kann jeder selbst für sich herausfinden. es kann eine sportart wie yoga sein, kann aber auch schon einfach nur mehr schlaf sein oder ein bad.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2