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"Maischberger"-Talk über Ernährung: "Zucker ist der neue Tabak"
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Ist Zucker Teufelswerk oder Genussmittel? Sandra Maischberger diskutierte darüber mit Politikern, Sportlern, Ernährungsprofis - doch viel Neues kam nicht heraus. Das lag auch an der Moderatorin.

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wanderer777 26.05.2016, 05:08
1. Komm, lass uns Zucker trinken

Selbst heute noch, nach vielen Jahrzehnten der Aufklärung, sehe ich beim Einkaufen noch Leute, die tatsächlich literweise zuckerhaltige Getränke kaufen. Da ein Liter Limo bzw Cola an die 40 Stück(!) Würfelzucker enthält, könnten diese den Zucker doch gleich Esslöffelweise in sich hineinschaufeln. Und das sind dann die, die ständig jammern, sie würden immer dicker, obwohl sie gar nicht so viel essen. Klar - sie TRINKEN das Zeug ja.

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andresel 26.05.2016, 06:32
2. weniger ist mehr

Zucker ist kein Lebensmittel! Einfach mal lesen, was auf der Packung steht. Dann würde kein Mensch seinen Kindern Nesquick oder Kaba in die Milch rühren - bei 75% Zucker! Danke, Herr Seehofer.

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ctwalt 26.05.2016, 06:37
3. Working mom, laber...........

Meine Frau ist Intensivärztin mit Wochenend- und 24h Schichten, ich bin Geschäftsfüher und wir schaffen es trotzdem, uns gesund, ausgewogen UND frisch zu ernähren. Dieses ganze rumgeheule von wegen keine Zeit. Man muss eben Prioritären setzen und nicht die Ernährung ganz hinten anstellen!

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gustavsche 26.05.2016, 06:49
4. Was ist Zucker?

Meinen die nur, was wir umgangssprachlich als Zucker bezeichnen? Also Haushaltszucker, Disaccharide? Zucker ist aber mehr und umfasst das ganze Spektrum vom Einfachzucker (Fructose, Glucose, Galaktose) bis hin zum Mehrfachzucker (z. B. Kartoffelstärke). Welchen Sinn ergibt es sich, sich die Umgangssprache zum Vorbild zu nehmen und den Zweifachzucker ins Visier zu nehmen, wenn dieser doch weniger Energie enthält und auch ein moderateren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat?

Ich habe vor kurzem einen anderen Weg eingeschlagen. Wegen Verdauungsstörungen, habe ich beschlossen, vorerst auf Gluten zu verzichten. Produkte aus Weizen und Roggen sind bei mir gestrichen. Dieses Opfer ist groß, weil das Frühstück Brötchen und Käse flachfällt und ich vorher darin ein wichtiges Stück Lebensqualität sah.

Was passierte danach? Die Verdauungsstörungen waren nach einem TAg passé. Der Stuhl ist in der Regel fester und weniger Blähungen habe ich auch. Die Achterbahnfahrten meinem Blutzuckerspiegel sind beendet. Vorher bekame ich Müdigkeitsattacken am Nachmittag und frühen Abend. Ich schlief fast im Büro ein. Zu Hause auf dem Sofa schlief ich mit Sicherheit, wenn ich mich um 18 Uhr mal niederlegte. Ich fühlte mich schlapp. Das ist vorbei, seitdem ich auf Getreide verzichte. Ich am frühen Abend durch, dafür schlafe ich wieder um Mitternacht ein und kann auch früh aufstehen. Mein Einstechzeit im Büro liegt im Mittel bei 7 Uhr.

Ich fühle mich fitter. Ich merke das auch beim Sport. Innerhalb der ersten drei Wochen nahm ich sogar fünf Kilogramm ab.

Und was ich am wenigstens erwartete: Mein Kopfhautpsoriasis hat sich auch noch gebessert. Ob es da einen Zusammenhang gibt oder nur Zufall ist, weiß ich noch nicht. Möglicherweise gibt es den. Mal gucken, wie lange das anhält.

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beethovensneunte 26.05.2016, 06:54
5. kein Zucker-Problem

Neben diesem Beitrag auf der Website befindet sich eine Liste über "Zucker in Lebensmitteln". Interessant dabei für mich: Ich nehme davon höchstens 1-2 selten zu mir. Anders herum betrachtet: Wer sich so miese Sachen regelmäßig und im Rahmen der Gewohnheit zuführt, muss nicht über Zucker klagen, sondern über seinen Verstand.
Es ist wahr, dass man sich heute - ohne dass man sofort zum Ernährungs-Hipster wird - gesund oder normal ernähren kann, mit viel Freude, das muss aber auch erlernt und gewollt sein. - Die Leute, die so stark zuckerhaltigen Mist oft essen, haben auch sonst ein Problem, das wohl eher aus dem Bereich der Psychologie entstammt, wenn nicht gerade ein selbstverschuldetes Bildungsdefizit zugrunde liegt.

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zeitmax 26.05.2016, 07:06
6. Schade, denn Xylit/Xylitol

auch bekannt als Birkenzucker und natürlich gewinnbar aus Maisstangen, ist der Zucker der Wahl, statt des ekligen Rübenzuckers. Nur 60% von dessen Kalorien, dabei zahnerhaltend (1) weil bakterienvernichtend.
In Finnland seit langem in allen Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Kantinen ect. vorgeschrieben.
Hier leider noch fast 10x so teuer...
Das wäre mal was für das Gesundheits- und das Landwirtschaftsministerium.

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danielc. 26.05.2016, 07:09
7.

Im Gegensatz zu Nikotin gehören Kohlenhydrate, zu denen Zucker gehört, zur ganz natürlichen Ernährung. Ob reiner Zucker schädlich oder notwendig ist, lasse ich mal im Raum stehen. Wenn feste Lebensmittel, die süß schmecken Zucker enthalten, habe ich kein Problem damit, aber warum muss in deftiger Nahrung, wie Suppen, Wurst, Käse oder vegetarischem Brotaufstrich Zucker sein?
Bei süßen Getränken sehe ich schon eine Gefahr. Da kann man in kürzerer Zeit viel mehr Zucker aufnehmen, als man bemerkt. Aber das einzige unproblematische Getränk ist wohl Wasser.

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Enkidu 26.05.2016, 07:34
8. Selten habe ich mich uber eine Talkshow so geärgert.

Da wird mit "Studien" gewunken, "die _alle_ beweisen, daß..." Da wird mit einer bekloppten Definition von 'Zucker' hantiert. Da streitet man sich gegenseitig die Kompetenz in der Sache ab. Da ist Frau Maischberger so schlecht vorbereitet, daß sie vom Nutzen der Einheitswerten noch nie gehört hat. Da wird kein Wort verloren über die vertane Chance einer Ampel-Kennzeichnung usw. usf. Als Frau Maischberger dann auch noch zuließ, daß zwei Kontrahenten minutenlang auf einander einredeten, und man kein Wort mehr verstand, bin ich mit einem Seufzer der Erleichterung rausgezappt.

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sinasina 26.05.2016, 07:38
9. Dabei hätte es viele Fragen gegeben, zu denen ich sehr gerne seine Stellungnahme gehört hätte.

Viele der Gäste sieht man oft in den verschiedenen Sendungen. Ausnahme war Herr Christoph Minhoff, Sprecher der Lebensmittelindustrie.
Leider ist Herr Minhoff kaum zu Wort gekommen, weil ihm die anderen Gäste ständig ins Wort gefallen sind.
Dabei hätte es viele Fragen gegeben, zu denen ich sehr gerne seine Stellungnahme gehört hätte. Denn als Otto-Normal-Bürger hat man eben nicht so oft die Gelegenheit, zu hören, was die tatsächlichen oder vermeintlichen Verursacher zu sagen haben.
*
Noch viel wichtiger als das Thema »Zucker« ist allerdings eine Frage, von der ich leider nicht weiß, wo ich sie sonst stellen soll:
Bisher erschien auf der Spiegel-Online-Startseite eine Rubrik, wo alle Autoren aufgeführt wurden, die zu aktuellen Themen einen Artikel veröffentlichten - von Herrn Augstein über Herrn Fleischhauer zu Herrn Lobo und Herrn Diez, die anderen mögen verzeihen, wenn ich Sie hier nicht namentlich aufgeführt haben.

Diese Rubrik ist plötzlich weg!
Finde ich ganz schrecklich.
Wird sehr vermisst, jedenfalls von mir. Bitte wieder auf die Startseite

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