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Mammut-Gesetzesvorhaben: So sollen Kassenpatienten schneller an Arzttermine kommen
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Ein neues Gesetz verpflichtet Ärzte dazu, sich mehr Zeit für Kassenpatienten zu nehmen. Als Gegenleistung erhalten die Mediziner mehr Geld. Trotzdem gibt es Kritik.

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wi_hartmann@t-online.de 14.03.2019, 14:07
1. Arzttermine

Schon wieder so ein PR-Windei von Herrn Spahn.
Wie soll der Arzttermin zeitnah erfolgen, wenn der Arzt nicht
wie am Fliessband abfertigt und seine selbstzahlenden
Patienten nach Hause schickt.

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heinrich.busch 14.03.2019, 14:10
2. Versprochen , dass wird nichts

Die Niedergelassenen arbeiten jetzt schon weit über 25 Std. Das Geld für eine signifikante Steigerung der Honorare ist dank ausufernden Bürokratismus bei KK und KVen und eine Vielzahl von zu Versorgenden ohne Einzahlungen nicht vorhanden. Die Honorare werden am Ende durch ein nicht zu durchschauenden mathematischen Schlüssel am Ende mit einem Faktor so gestaltet, dass es für die Leistungserbringer ein Nullsummenspiel wird. Bürokraten und Verwaltungen sind die die profitieren.

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jjcamera 14.03.2019, 14:13
3. Kritik

Nennen Sie bitte einen einzigen Gesetzesvorschlag, bei dem es keine "Kritik" gegeben hat.
Der Opposition bleibt gar keine andere Lösung, als einen Vorschlag der Regierung zu kritisieren. Opponere (lat.) heißt: sich widersetzen, dagegen sein.

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logemean 14.03.2019, 14:23
4. Klientelpolitik

Einige Veränderungen machen Sinn, aber dass HIV Präexpositionsprophylaxe bezahlt werden soll aber Sehhilfen nicht, die Pille nicht - für solche die sie aus medizinischen Gründen nehmen müssen ... Wie wäre es mal mit Kondomen.

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kratzdistel 14.03.2019, 14:31
5. wie der brexit

der große konsens blieb aus wie beim brexit.
statt 20 std. muss die hausarztpraxis in Zukunft 25 std. Öffnungszeit nachweisen. ob mit einem oder zwei ärzten ist wohl egal. anstatt mehr dem Wettbewerb und der Arbeitsleistung der ärzte zu überlassen wird jetzt noch mehr subventioniert, um die Ärzte bei laune zu halten. kostenerhöhungen ohne not ohne grundlegende reform und abbau der Bürokratie mit 110 gesetzlichen Krankenkassen ohne synergieeffekte. manches mag gut sein, aber vieles auch nicht.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/063/1906337.pdf

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drmedmabuse 14.03.2019, 14:45
6. Politischer Aktionismus

Toll, wieder einmal ein gigantisches Vorhaben, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Bürokratismus ohne Ende. Und bei den Ärzten kommt für die zusätzliche Arbeit garantiert nichts an, wie einer meiner Vorredner bereits richtig erkannt hat. Nur ein Beispiel: Bisher durfte man als gesetzlich Versicherter alle 2 Jahre zur Gesundheitsuntersuchung. Bald nur noch alle drei. Heißt im Umkehrschluß natürlich weniger Kosten für die Kassen, schlechtere Versorgung für die Patienten und weniger Honorar für uns Hausärzte. Über solche Winkelzüge wird klammheimlich, fortlaufend und über Umwege das Honorar gekürzt, so dass einem am Ende nichts bleibt, außer vermehrt auf Privatpatienten und Selbstzahler zu setzen. Und wer als Arzt einmal versucht hat, seinen Honorarbescheid zu 100% zu verstehen, der weiß, wie krank und ausgeufert dieses System inzwischen ist. Ohne Privatpatienten könnten wir unsere Praxis innerhalb eines Jahres zumachen. Das ist leider Fakt.

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meinungsforscher 14.03.2019, 15:43
7. 6 Monate Wartezeit

Aktuelles Beisp. aus dem ländlichen Raum: ich habe zunehmende Sehprobleme: Besuch beim Optiker: Anraten zum Besuch beim Augenarzt: Termin in 6 Monaten (September) und nur deswegen, weil ich dort in der Praxis schon mal Patient war, sonst Aufnahmestop. Und das als freiwillig Versicherter der über 8.000 € im Jahr bezahlt für die Krankenkasse: erbärmlich!

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meinungsforscher 14.03.2019, 15:46
8. arme Ärzte

Zitat von drmedmabuse
Ohne Privatpatienten könnten wir unsere Praxis innerhalb eines Jahres zumachen. Das ist leider Fakt.
Die armen Ärzte: mal auf das Einkommen der Durchschnittsfamilie geschaut? In der Klinik gehen Oberärzte mittlerweile locker mit 150.000 € bis 200.000 € und mehr nach Hause und ein Hausarzt verdient im Durchschnitt auch seine 120.000 €!

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robinlott 14.03.2019, 15:51
9.

Man kann auch als Arzt oder Therapeut nicht mehr als arbeiten. Da hilft auch nicht, wenn mehr Honorar versprochen wird.

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