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Marlene Mortler über Drogen: "Ich mag Kontrollverlust nicht"
DPA

Marlene Mortler hat am Donnerstag den Suchtbericht 2016 vorgestellt. Im Interview spricht die Drogenbeauftragte der Bundesregierung über eigene Erfahrungen mit Alkohol und die Utopie einer Gesellschaft ohne Süchte.

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purple 09.06.2016, 15:37
1. Spassbremse

Diese Frau ist eine unglaubliche Spaßbremse. Es zwingt sie ja niemand, irgendwelche bewustseinserweiternden Mittel zu konsumieren, aber sie soll andere Leute mit ihrer Moral in Frieden lassen.

Die propagiert doch allen Ernstes Prohibition. Das gab schon in USA vor 100 Jahren Chaos.

Schon Affen konsumieren Drogen (vergorene Früchte) weils Spass macht. Was soll dieses moralinsaure Getue?

Wenn das das Paradis sein soll will ich in die Hölle!!

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roflxd 09.06.2016, 15:43
2.

Die Frau hat sowas von RECHT. Die "Party-Säufer", die cool sein wollen, scheinen nicht zu erkennen, dass ein durch zuviel Alkohol herbeigeführter Kontrollverlust so ziemlich das Uncoolste ist, was es gibt.

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ijf 09.06.2016, 15:45
3. Gruselig

Ich habe mir während und nach Lesen dieses Interviews versucht, vorzustellen, wie genau denn wohl Frau Mortlers kontrolliertes "Paradies auf Erden" aussehen würde - ich halte mich selbst durchaus auch für einen Menschen, der gern die Kontrolle über seinen Körper und seine Umgebung behält, aber Mortlers Paradies käme meiner Vorstellung von der "Hölle auf Erden" vermutlich sehr nahe... gruselig...

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schicktsdich? 09.06.2016, 15:46
4. Die Position

des Interviewers bezüglich Cannabis ist sehr liberal, fast schon pro entkriminalisierung. Das Interview dreht sich fast ausschließlich um Fragen zu Cannabis. Wobei SpOn meistens, wenns um Cannabis geht, oft ziemlich liberal eingestellt ist. Weiter so. Vielleicht darf ichs mal erleben dass man in Deutschland legal smoken darf.

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bierzelt 09.06.2016, 15:52
5. Himmel!

Jemand, der einmal in seinem Leben gekotzt hat, wird Drogenbeauftragte im Bundestag? Aber moment, von der Leyen ist ja auch Verteidigungsministerin und erlaubt sich Urteile ohne Sachkenntniss ....

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locke27 09.06.2016, 15:52
6. Es gibt

genug Bilder von ihr im Internet die zeigen wie gerne sie doch trinkt. Die Frau ist zu keinerlei Kompromissen bereit. Sie verschließt die Augen vor der Realität und gehört zu einem Semester das eigentlich keine Politik mehr machen darf. Sie ist, wie viele andere Politiker einfach zu alt um sich zeitgemäß mit gewissen Problemen auseinander zu setzen.
Ihr mit der Hinrichtung zu drohen ist allerdings genauso weltfremd wie ihre Ansicht zu Cannabis

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postbote101 09.06.2016, 15:53
7.

Das ist das verlogendste Interview, dass ich seit langem von einem Politiker gelesen habe.

Diese fast schon asketische Lebensweise von Frau Mortler stinkt zum Himmel.

Wieso wird die Position eigentlich immer an unerfahrene Heuchler vergeben?

Ich erwarte von jemandem der den Job eines Drogenbeauftragten übernimmt, dass dieser den Job auch ernst nimmt und nicht von irgendwelche suchtfreien Paradiesen schwärmt. Am liebsten wäre mir ein Drogenbeauftragter, der auch eigene Erfahrungen gemacht hat und das Thema besser einschätzen kann.

Frau Mortler, unternehmen Sie etwas gegen die ganzen künstlichen Fake-Drogen und lesen Sie sich mal ein, was Cannabis überhaupt ist. Tun Sie Alkohol nicht einfach so ab, sondern nehmen Sie die Gefahren richtig wahr. Bleiben Sie offen und nicht so bayerisch verkappt.

Und hören Sie bitte damit auf noch mehr Verbote und Kontrollen aufzustellen. Das funktioniert nicht und schafft mit Sicherheit nur noch mehr Kriminalität.

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Ed Roxter 09.06.2016, 15:54
8.

Will aufklären, spricht sich aber trotzdem für Verbote aus? Hmm. Klingt mir immer noch recht doppelmoralisch.

Aufzuklären darüber, dass Rauchen in Anwesenheit von Kindern immer scheiße (pardon my French) ist, das find ich gut, das sieht man immer noch zu häufig. Dass Alkohol oder Rauschmittel allgemein in Wirklichkeit kein guter Ratgeber bei negativen Gefühlslagen sind, auch da möge sehr gerne mehr aufgeklärt werden.

Aber zu sagen: Süchtefreie Republik=Paradies, das scheint mir dann doch zu sehr von den eigenen schlechten Erfahrungen auf eine ganze Bevölkerung transferiert zu werden.

Ich für meinen Teil genieße den ein oder anderen Rausch und Kontrollverlust sehr, sehr gerne (sofern ich denn vorher im klaren Kopf einen abgesteckten Rahmen dafür hergestellt habe*), weil ich es interessant finde, was mein Geist so alles macht, wenn da eine bewusstseinsverändernde Substanz ihre Wirkung tut. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Rauschmitteln ist realistischer und wünschenswerter als eine süchtefreie Paradiesrepublik.

* Das mag, je nach Person und Rauschmittel, der Barkeeper sein, der weiß, wann er sagen sollte: "Jetzt ist, glaube ich, genug", obwohl ich das selbst sowieso sehr gut einschätzen kann; das mag das Herstellen einer Situation sein, in der man nach einem Joint definitiv nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen wird; das mag der Trip Guard sein, der auf einen aufpasst, wenn jemand sich ein Mikro schmeißt. Oder was auch immer.

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purple 09.06.2016, 15:57
9. nee

Zitat von roflxd
Die Frau hat sowas von RECHT. Die "Party-Säufer", die cool sein wollen, scheinen nicht zu erkennen, dass ein durch zuviel Alkohol herbeigeführter Kontrollverlust so ziemlich das Uncoolste ist, was es gibt.
Die Frau hat komplett UNRECHT. Mit jeder Droge muss man umgehen lernen. Ein Vollrausch gehört zur Rubrik "nicht umgehen können".

Es wird ja niemand gezwungen Drogen zu nehmen, aber diese Frau will mir meine bewusst und kontrolliert genommenen Drogen verbieten.

Und bei 1/8 Wein, das die Frau zu vertragen glaubt, ist sie auch auf dem Holzweg. Das gibt vielleicht einen kurzzeitigen Blutdruckabfall, der zu einem leichten Schwindel führt. Das ist aber kein Einfluss aufs Gehirn. Das gibt sich beim 2ten Achtel. Man sieht: Die Frau kann nicht mit Alkohol umgehen.

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