Forum: Gesundheit
Masern: Ärztepräsident Montgomery plädiert für Impfpflicht
Lindsey Wasson/ REUTERS

"Aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht absolut sinnvoll": Im SPIEGEL fordert Ärztepräsident Montgomery eine Impfpflicht. Das Gesundheitsministerium arbeitet an einem Gesetzentwurf.

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kaiser.friedrich 29.03.2019, 10:29
1. Absolut sinnvoll

In der DDR gab es die Impflicht seit den 60er Jahren und dank dieser sind die Fälle von Kinderlähmung schlagartig zurückgegangen.

Es ist nun mal wissenschaftlich erwiesen, dass die Vorteile des Impfens potentielle Nachteile deutlich überwiegen und der Staat hat eine Fürsorgepflicht, was auch den Schutz vor Plagen und Seuchen beinhaltet.

Grundsätzlich wäre es schön, wenn Politiker wieder mehr auf wissenschaftliche Meinungen vertrauen, statt immer nur die Populismus-Karte zu spielen. Hätte man dem Populismus nicht nachgegeben und die Kernkraftwerke nicht angefangen im Hauruck-Verfahren abzuschalten, hätte Deutschland jetzt nicht derartige Probleme, seine Klimaziele zu erreichen.

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rosenblum64 29.03.2019, 10:36
2. Bravo Herr Montgomery

Ist doch mal schön, wenn es zwischen medizinischer Notwendigkeit, den Interessen der Bevölkerung, der Geldgier von Ärzten und Pharmaindustrie eine Schnittmenge gibt. Da erinnert sich sogar Herr Montgomery an seinen hippokratischen Eid. Bravo. Impfpflicht muss kommen.

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c.PAF 29.03.2019, 10:41
3.

Impfplicht? Erinnert mich an die Gurtpflicht. Hätte man die nicht eingeführt, hätten wir eine ganz andere Todesrate bei Verkehsunfällen, weil es genug Dumme gegeben hätte, die sich nicht angeschnallt hätten.

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arago 29.03.2019, 10:58
4. na denn mal los...

Das Thema wird in Form eines quasireligiösen Feldzuges geführt. Da nimmt man es mit der Wahrheit nicht so genau bzw. überhöht dessen Relevanz. Hier die Fakten:
1. Die Risiken der Masern-Impfung gegen den (sicher unbestrittenen) Nutzen abwägen (Anzahl der Masernfälle in D. 2018 = 677 auf 82 Mio. EW). Impfungen werden nicht komplett ohne Nebenwirkungen ablaufen können, d.h. ein gewisses (vielleicht kleines) Restrisiko besteht. Sollte dies bei einer Miniquote von 0,01 % liegen, hätten wir immerhin mehr als 10 x so viel Impfopfer wie zur Zeit Masernfälle.
2. Masern ist zwar unangenehm, verläuft aber in übergrosser Anzahl harmlos ab. Die offiziellen Statistiken unterstellen ungefähr 1 Todesfall pro 1000 Erkrankungen, die sich auf Fälle konzentrieren, wo bereits erhebliche Vorschäden/Kofaktoren vorliegen.
3. Die im Spiegel vor ca. 2 Jahren veröffentlichen geografischen Analysekarten ergeben keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Impfquote und Erkrankungsraten.
4. Mein Fazit: Masern galt früher als normale Kinderkrankheit, die heute in D. so gut wie keine Rolle mehr spielt. Bei gesunden und halbwegs gesunden Menschen dürften keine langfristigen Schäden zu erwarten sein. Wer mag, soll sich durchaus impfen lassen. Aber wie rechtfertigen sich daraus Zwangsmaßnahmen?

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mullertomas989 29.03.2019, 11:00
5. Und ich plädiere ....

... für eine strikte Trennung von Wirtschaftslobbyismus und medizinischer Wissenschaft!! Auch das wäre aus medizinisch-wissenschaftlciher Sicht absolut sinnvoll!! Und vor allem würde es langfristig wohl noch viel mehr Menschenleben retten als eine Impfpflicht!!

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Hans-Dampf 29.03.2019, 11:09
6.

Bahn frei für die ewiggestrigen Impfgegner, die hier wieder mit fadenscheinigen Argumenten kommen werden.
Wären damals (Anfang 1980er) alle um mich herum geimpft bzw. gesund gewesen, wäre mir danach einiges erspart geblieben. Ich wurde zwar geimpft, bekam trotzdem im selben Jahr aber Masern und Windpocken nacheinander. An den Auswirkungen habe ich heute noch zu knabbern.
Von daher: her mit der Impfflicht!

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varlex 29.03.2019, 11:11
7.

Zitat von c.PAF
Impfplicht? Erinnert mich an die Gurtpflicht. Hätte man die nicht eingeführt, hätten wir eine ganz andere Todesrate bei Verkehsunfällen, weil es genug Dumme gegeben hätte, die sich nicht angeschnallt hätten.
Naja, ganz so einfach ist es nicht. Tatsächlich ist eine Impfung gegen den Willen des Patienten eine Körperverletzung.

Allerdings bin auch ich der Meinung, diese hält sich in Grenzen und bin für eine Einführung der Impfpflicht.

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Antaguar 29.03.2019, 11:21
8.

Zitat von arago
Das Thema wird in Form eines quasireligiösen Feldzuges geführt. Da nimmt man es mit der Wahrheit nicht so genau bzw. überhöht dessen Relevanz. Hier die Fakten: 1. Die Risiken der Masern-Impfung gegen den (sicher unbestrittenen) Nutzen abwägen (Anzahl der Masernfälle in D. 2018 = 677 auf 82 Mio. EW). Impfungen werden nicht komplett ohne Nebenwirkungen ablaufen können, d.h. ein gewisses (vielleicht kleines) Restrisiko besteht. Sollte dies bei einer Miniquote von 0,01 % liegen, hätten wir immerhin mehr als 10 x so viel Impfopfer wie zur Zeit Masernfälle. 2. Masern ist zwar unangenehm, verläuft aber in übergrosser Anzahl harmlos ab. Die offiziellen Statistiken unterstellen ungefähr 1 Todesfall pro 1000 Erkrankungen, die sich auf Fälle konzentrieren, wo bereits erhebliche Vorschäden/Kofaktoren vorliegen. 3. Die im Spiegel vor ca. 2 Jahren veröffentlichen geografischen Analysekarten ergeben keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Impfquote und Erkrankungsraten. 4. Mein Fazit: Masern galt früher als normale Kinderkrankheit, die heute in D. so gut wie keine Rolle mehr spielt. Bei gesunden und halbwegs gesunden Menschen dürften keine langfristigen Schäden zu erwarten sein. Wer mag, soll sich durchaus impfen lassen. Aber wie rechtfertigen sich daraus Zwangsmaßnahmen?
Zu 1: Und wenn alle geimpft sind, dann wäre Ihr Zahlenspiel noch viel drastischer, denn dann hätten wir im besten Fall 0 Masernfälle. Wird dagegen weniger geimpft, verkehrt sich ihr Zahlenspiel ins Gegenteil. Verstehen Sie den Unsinn Ihrer Argumentation.
Zu 4: Spielt in D gerade WEGEN der Impfungen keine Rolle mehr. Wenn die Impfmüdigkeit so weiter geht, dann spielt das bald wieder eine sehr große Rolle.

Sie argumentieren GEGEN Impfungen, indem ihren Nutzen verwenden. Das ist schon recht widersinnig.

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Antaguar 29.03.2019, 11:25
9. Die Gier

Zitat von rosenblum64
Ist doch mal schön, wenn es zwischen medizinischer Notwendigkeit, den Interessen der Bevölkerung, der Geldgier von Ärzten und Pharmaindustrie eine Schnittmenge gibt. Da erinnert sich sogar Herr Montgomery an seinen hippokratischen Eid. Bravo. Impfpflicht muss kommen.
Ich gehe davon aus, dass Sie ausschließlich ehrenamtlich tätig sind. Ansonsten muss ich Ihnen Geldgier unterstellen, da sie für ihre Arbeit bezahlt werden.

Wenn Sie tatsächlich einer vergüteten Beschäftigung nachgehen, muss ich aber davon ausgehen, dass Sie auf eine jährliche Gehaltserhöhung verzichten. Ansonsten muss ich Ihnen wieder Geldgier unterstellen.

Ich muss auch davon ausgehen, dass Sie nicht für einen Mittelständler oder einen Konzern arbeiten, welcher eine Gewinnoptimierung anstrebt, die auch Ihnen und der Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes zu Gute kommt. Ansonsten muss ich Ihrem Industriezweig ebenfalls Geldgier unterstellen.

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