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Masern-Ausbruch: Italien beschließt Impfpflicht gegen zehn Krankheiten
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Masern, Mumps, Polio, Keuchhusten: In Italien werden insgesamt zehn Impfungen für Kinder verpflichtend. Weigern sich Eltern, dürfen die Kleinen nicht in den Kindergarten und es drohen Geldbußen.

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robeuten 28.07.2017, 19:16
20.

Zitat von Stefan Sx
Impfpflicht fühlt sich für mich an wie Zwangstaufe. Naja. In die Kirche geh ich ja ohnehin nicht.
Kleiner Unterschied: ob sich mein Nachbar taufen läßt, oder nicht, kann mir wumpe sein. Ob aber mein Nachbar den Herdenschutz derer, die nicht geimpft werden können (noch zu klein, Immunschwächen, etc. p.p.) verweigert, ist eben nicht seine Privatsache, sondern hier muß das Recht auf individuelle Selbstbestimmung abgewogen werden gegen das Recht anderer.
Man kann Italien nur gratulieren!

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robeuten 28.07.2017, 19:18
21.

Zitat von Hoffnung auf Weisheit
Gegen Pocken, Diphtherie und Wundstarrkrampf zu impfen ist verständlich und sollte auch sein, aber alles andere, vor allem Grippe und Kinderkrankheiten wie Masern und Mumps sollten dem eigenen Urteil der Eltern überlassen werden! Es entwickelt sich durch das Durchleben und Durchstehen der sogenannten Kinderkrankheiten eine wichtige seelische Kraft im Menschen, die "Ich-Kraft". Die Kraft der Individualität, die in negativen Fall in Egoismus einmünden kann und im positiven Fall aber darin resultiert, dass der Mensch später auch individuelle Verantwortung für seine Handlungen übernimmt, dass er selbst, mit seiner ganzen Person "drinstehen" kann in einer Entscheidung und nicht aus Schwachheit beispielsweise andere mobbt oder die Verantwortung allgemein an andere abgibt und sein Recht der freien Entscheidung gar nicht in Anspruch nimmt, weil es bequemer ist, zu gehorchen und sich anzupassen. Mein Gott, ja drei Tote. Das ist sicherlich schlimm und schmerzhaft für die Angehörigen, aber wieviele sterben täglich an (legalem!) Alkoholkonsum, an Herzkrankheiten, die von zu viel Stress und Kaffee herrühren...? Wesentlich mehr als 3 Personen! Darum dem Bürger das Recht auf freie Entscheidung zu rauben und den Kindern diese ganz wichtigen körperlichen Auseinandersetzungen mit Krankheiten zu nehmen und sie damit ganz wesentlicher geistiger Kräfte zu berauben halte ich für ein schlimmes Vergehen an der Menschlichkeit seitens des Staates. Ich kann nur hoffen, dass es genug wache Menschen in Deutschland gibt, die sich so etwas nicht gefallen lassen würden! Auf gar keinen Fall darf es eine solche Impfpflicht in Deutschland geben. Birgit Bauer
Soso, die "Ich-Kraft" - haben Sie dazu auch nur eine Referenz aus einem peer-reviewed journal?
So einen Quatsch glauben v.a. Anhänger des Rassisten und Okkultisten Rudolf Steiner, der ja auch meinte, ein von einem Lastwagen angefahrenes dreijähriges Kind würde mit seinem jämmerlichen Tod nur sein Karma erfüllen. Widerlich, zynisch, dumm! Was ist eigentlich mit der "Ich-Kraft" der Maserntoten?
Also, bitte, sein Sie doch so konsequent, und lehnen JEDE Impfung ab!

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permissiveactionlink 28.07.2017, 19:24
22. #19, robeuten

Man könnte noch ergänzen, dass die ständige Impfkomission eine Wiederauffrischimpfung nach 10 Jahren für Hepatitis B nicht mehr für notwendig erachtet, auch ohne Messung des Antikörpertiters, und dass zumindest ein Kombinationsimpfstoff existiert, mit dem man gleich auch zusätzlich gegen Hepatitis-A geimpft wird. Und diese als "Gelbsucht" bekannte Virusinfektion wird bekanntlich durch mangelnde Hygiene und/oder kontaminierten Fisch bzw. Meeresfrüchte übertragen. Kann man sich schon leicht am Mittelmeer einfangen !

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robeuten 28.07.2017, 19:24
23.

Zitat von rantanplanv
"Kritiker befürchten Nebenwirkungen von Impfungen, die zu einem großen Teil nicht belegt sind." - Wie bitte? Nicht belegt? Die stehen sogar auf den verkackten Beipackzettel! - Also ich gar nicht leiden kann sind diese faschistoide Impfbefürworter und Impfgegner. Es gibt einige Impfungen die sinnvoll sind aber sicher(!) nicht alle. Und Schäden auf längerer Sicht werden nicht berücksichtigt. Migräne, Hautauschläge, Nahrungsmittelunverträglichkeiten etc sind nur die LEICHTEN Nebenwirkungen die eine Impfung mit sich bringen kann. Auch sollte man sich informieren welche und ab wann man Impfungen durchführen will. Ein kleines Säulgingswesen mit allen möglichen Kombiimpfungen durchzuspritzen ist genauso fahrlässig wie überhaupt nicht zu impfen. Also ein bisschen Hirn anmachen schadet nie - auch nicht hier ! Sonst steht man der Pharma immer kritisch gegenüber aber bei Impfungen sind sich alle einig ohne selbst kurz mal darüber nachzudenken ;-) soweit haben sie die meisten schon gebracht. Glückwunsch!
1) als "Nebenwirkungen" müssen ALLE in relevanten Studien wie auch später nach Inverkehrbringung berichteten "adverse events" berichtet werden; unabhängig von ihrer Kausalität. Echte Impfschäden gibt es, aber sie sind selten, und insbesonderer - die Italiener haben z.B. aus gutem Grund die Meningokokken-Impfungen (B oft nicht gut vertragen, C noch nicht allzuviel Erfahrung - mein kleiner Mann hat sie dennoch bekommen, weil ich ein 14-jähriges Mädchen daran auf der Intensiv sterben sah, und er die Erstimpfung locker wegsteckte) NICHT zur Pflicht gemacht
2) Weder Migräne, noch Nahrungsmittelunverträglichkeiten (meist eh' nur eingebildet/Ausruck einer neurotischen Störung) werden durch Impfungen hervorgerufen. Und, nein, Autismus auch nicht!
3) Gerade die Kombiimpfungen werden sehr sehr gut vertragen, und ersparen den kleinen Kerlen genau das, was für sie schlimm ist, nämlich Stich und Druck unter der Haut durch die Injektion.
4) Den Vorschlag, das Gehirn einzuschalten, darf ich freundlichst zurückgeben!

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johannesgarvelmann 28.07.2017, 19:24
24. Na, daran sollte Deutschland sich mal ein Beispiel nehmen !

Ich bin seit fast 20 Jahren niedergelassener Pädiater und täglich sehne ich genau diese Maßnahme und auch genau mit den genannten Impfungen vielfach herbei. Nämlich immer dann, wenn ich mir zum Thema Impfaufklärung vorschriftsmäßig den Mund fusselig rede und dabei in der allergrößten Anzahl der Fälle registrieren muß, dass die Eltern meine Angaben zu Sinnhaftigkeit und Nebenwirkungen entweder überhaupt nicht interessieren, - nach dem Motto: der weiß schon, was er macht oder aber man hat es (hier auf dem Land ohne wesentliches "Alternativgedöhns" zum Gück sehr selten !) mit eingefleischten Impfgegnern zu tun, die sowieso niemand wird je überzeugen können. - Und die ich dann meinem Gewissen folgend aus der Praxis werfe, weil ich das Unterlassen von Impfungen als fahrlässige Handlung am Kinde empfinde. - Mit einer Impflich wären diese Probleme auf einen Schlag gelöst ! Dennoch: Man muß in Deutschland vorsichtig sein, wenn man die Verstrickungen zwischen Politik und Wirtschaft (jüngst s. Kartelle der Automobilindustrie) und eben auch Pharmaindustrie nicht einfach naiv ignorieren will ! - Besonders wenn man die Impfempfehlungen von probaterweise demokratisch und sozialstaatlich gut funktionierenden Ländern betrachtet, insbesondere die der skandinavischen, fällt auf, dass man mit dtl. weniger Auffrischimpfungen eine sichere Durchimpfung der Gesellschaft erreicht und dass eben auch einige Impfungen dort nicht empfohlen werden, bzw. viel restriktiver empfohlen werden, so z. B. die Rotaviren-Impfung und die FSME-Impfung. Also: bevor Impfplicht in Deutschland: erstmal den Lobbyismus / Absprachen zwischen (Gesundheits-) Politik kritisch würdigen, auf Kartelle untersuchen und die minimal nötigen Impfunge sowie deren minimal nötige Anzahl an Auffrischungen definieren. Und dies unter Einbeziehung von tatsächlich unabhängigen Sachverständigen ! - Derzeit hat zwar theoretisch die STIKO (ständige Impfkommission) in Deutschland diese Aufgabe, deren Empfehlungen sind aber eben die aktuellen: unkritisch und offensichtlich sehr zu Gunsten der Impfstoffhersteller !
(Ich erlaube mir das nur zu sagen, weil ich kein Mitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands mehr bin !)

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robeuten 28.07.2017, 19:28
25.

Zitat von fraumünch
Ich möchte gar nicht groß in die Disskusion einsteigen, nur kurz erläutern warum ich meine Söhne gegen die so harmlose Kinderkrankheit Mumps impfen ließ, eine mögliche Komplikation einer durchgemachten Mumpsinfektion ist die Unfruchtbarkeit bei Jungs, wie sollten Eltern sich rechtfertigen wenn die Söhne mit 35 bei bestehendem Kinderwunsch nachfragen warum die Eltern das in Kauf genommen haben?
das wäre schlimm; noch schlimmer aber, wenn Sie Ihrem Kind noch nicht einmal das Problem der durchgemachten, steril machenden Hodenentzündung erklären können, weil die gleiche Entzündung im Gehirn tabula rasa angerichtet hat... ein Mitschüler aus der Grundschule, der sehr sehr gut war, erkrankte... später konnte seine Mutter durch Vitamin B ihm einen Hilfsjob in der Bücherei zuschanzen; mehr war leider nicht mehr drin. Ich könne als Vater mit so etwas nicht weiterleben (nein, kein Vorwurf an die Mutter; andere Zeiten, andere Standards, und andere Impfstoffe).

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Newspeak 28.07.2017, 19:30
26. ...

Zitat von Hoffnung auf Weisheit
Gegen Pocken, Diphtherie und Wundstarrkrampf zu impfen ist verständlich und sollte auch sein, aber alles andere, vor allem Grippe und Kinderkrankheiten wie Masern und Mumps sollten dem eigenen Urteil der Eltern überlassen werden! [...]
Ich kommentiere das mit der "Ich-Kraft" mal nicht, aber dass Sie Masern fuer eine Kinderkrankheit halten, mit der verharmlosenden Konnotation des Begriffes, zeigt nur Ihre Ahnungslosigkeit. Masern ist eine hochansteckende, hochgefaehrliche Virusinfektion mit schwersten Komplikationsmoeglichkeiten bis hin zu einem langsamen, sich ueber Jahre hinziehenden Tod noch Jahre spaeter durch eine unheilbar fortschreitende Gehirnentzuendung.

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robeuten 28.07.2017, 19:31
27.

Zitat von fraumünch
....mir fällt noch ein Grund ein gegen eine ach so harmlose Kinderkrankheit zu impfen, deren durchgemachte Infektion ja sooo super für die Kinder sein soll....an alle Impfgegner googelt mal die Masernkomplikation: subakute sklerosierende Panenzephalitis! Zugegeben tritt sie selten auf, und es gibt noch tausende Erkrankungen vor denen Eltern ihre Kinder nicht schützen können, aber eine solch grausame Krankheit wissend in Kauf zu nehmen .....ich persönlich könnte es nicht....
genau daran verstarb neulich ein Mädchen, welches, selbst zu klein zum damaligen Zeitpunkt, um schon geimpft zu werden, sich in einer Freiburger Kinderartzpraxis bei einem anderen Kind ansteckte, dessen Eltern bekennende Impfverweigerer sind. Leider haben die Eltern nicht die Kraft, einen Zivilprozeß gegen diese Barbaren anzustrengen, und strafrechtlich geht da ohnehin nichts.
Man achte darauf, daß ein Kinderarzt z.B. einen Zettel an der Tür hat, der bei Vorliegen bestimmter Symptome auffordert, NICHT im Wartezimmer Platz zu nehmen!

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Parvis 28.07.2017, 20:07
28.

Zitat von Hoffnung auf Weisheit
...Kinderkrankheiten wie Masern und Mumps sollten dem eigenen Urteil der Eltern überlassen werden! ...
Masern und Mumps als Kinderkrankheiten zu titulieren bezeugt ein erschreckendes Ausmaß an fehlendem medizinischem Grundwissen.

Dass gerade Masern an der Ausrottung ganzer Völker mitbeteiligt waren, ist scheinbar in Vergessenheit geraten.

'Auch andere damals tödliche Krankheiten wurden ins Land getragen, wie die Masern, Grippe, Keuchhusten, Diphtherie, Typhus, Pest, Cholera, Syphilis und Scharlach. Laut Alfred W. Crosby, ehemaliger US-Historiker an der Universität von Texas, sind 75 bis 90 Prozent aller Todesfälle auf „unsichtbare Killer“, also Krankheiten zurückzuführen.'
http://www.gegenfrage.com/indianer/

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unalom 28.07.2017, 20:15
29. Haftung

Wenn der Staat zur Impfung verpflichtet, dann ist er auch haftbar für jegliche Impfschäden.

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