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Masern-Ausbruch: Italien beschließt Impfpflicht gegen zehn Krankheiten
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Masern, Mumps, Polio, Keuchhusten: In Italien werden insgesamt zehn Impfungen für Kinder verpflichtend. Weigern sich Eltern, dürfen die Kleinen nicht in den Kindergarten und es drohen Geldbußen.

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sternum 28.07.2017, 20:49
30. Japp...

Zitat von Hoffnung auf Weisheit
Gegen Pocken, Diphtherie und Wundstarrkrampf zu impfen ist verständlich und sollte auch sein, aber alles andere, vor allem Grippe und Kinderkrankheiten wie Masern und Mumps sollten dem eigenen Urteil der Eltern überlassen werden! Es entwickelt sich durch das Durchleben und Durchstehen der sogenannten Kinderkrankheiten eine wichtige seelische Kraft im Menschen, die "Ich-Kraft". [...] Auf gar keinen Fall darf es eine solche Impfpflicht in Deutschland geben.
Man möge nicht an diejenigen denken, die auf Grund von Alter oder aus medizinischen Gründen gegen bestimmte Krankheiten (noch) nicht geimpft sind.
Ich sag's mal so: ich hätte es sicher ziemlich doof gefunden, wenn ich beispielsweise Masern bekommen hätte, weil zu viele Kinder (im Kindergarten oder wo auch immer) nicht geimpt waren, sprich ich keinen Herdenschutz gehabt hätte - ich wurde nämlich aus medizinischen Gründen erst im Teenageralter gegen Masern(u.a.) geimpt.
Lieber nehme ich doch die Nebenwirkung einer Impfung in Kauf, als die einer ernsthaften Erkrankung. Achja, die "Ich-Kraft" würde mich ja vor den Nebenwirkungen von Masern bewahren .. (nur zur Erinnerung, ich wurde aus medizinischen Gründen nicht zum empfohlen Zeitpunkt sondern erst deutlich später geimpft!)
Ich sehe es so: wenn ich schon Nebenwirkungen bei einer Impfung verspüren sollte, will ich nicht wissen, was die Erkrankung mit mir anrichten würde.
Aber was rege ich mich auch auf, die Unbelehrbaren heißen ja nicht grundlos so.

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allessuper 28.07.2017, 20:50
31. ja, nur wie lange?

Zitat von unalom
Wenn der Staat zur Impfung verpflichtet, dann ist er auch haftbar für jegliche Impfschäden.
30? 40 Jahre? Länger? Gerade kommen derzeit so viele Einzelberichte, nach denen Impfungen langwierige Erkrankungen nach sich ziehen. Nicht für alle, aber nachweislich für Einzelne.

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mmpotter 28.07.2017, 20:50
32. Lassen sich die Erwachsenen ihre Impfungen gegen Masern regelmäßig auffrischen?

Haben sich die Impfbefürworter regelmäßig ihre Impfungen gegen z. B. Masern auffrischenlassen?
Kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen.
Lassen sich Schwangerwerdenwollende vorher impfen?
Was ist mit dem natürlichen Nestschutz der Neugeborenen? Am besten in der Gebärmutter impfen...

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heinzgünther 28.07.2017, 20:55
33.

Zitat von unalom
Wenn der Staat zur Impfung verpflichtet, dann ist er auch haftbar für jegliche Impfschäden.
Sollte man dann nicht auch als Eltern eines ungeimpften Kindes voll haftbar sein? Für die Schäden des eigenes Kindes sowieso, aber auch denen Dritter. Gut, schwer nachzuweisen, aber nicht unmöglich. Bin gespannt ob das die haftpflicht trägt!

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desmessersschneide 28.07.2017, 21:23
34. Völlig richtiger Vorstoß der Italiener

Man mag von der Italienischen Politik halten was man will. Hier geht's vorbildlich in die richtige Richtung. Kinderlähmung würde mich als Pflicht noch fehlen, aber die genannten Impfungen sind schon gut. Ein Gewinn für die Pharma-Lobby oder aber die "gefährlichen" Nebenwirkungen einer Impfung stehen nicht im Verhältnis zum wirtschaftlichen und persönlichen Schaden durch epidemische Ausbreitung. Impflicht finde ich gut. Wo bleibt da eigentlich die Deutsche Gesundheitspolitik?

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DangerousBeanz 28.07.2017, 21:44
35. Sog. "Kinder"krankheiten und sog. Impf"kritiker"...

Liebe Impf"kritiker",
bitte seid kritisch, hinterfragt, setzt Euch ernsthaft und intensiv mit den medizinischen/ (natur)wissenschaftlichen Zusammenhängen auseinander. Die Universitäten sind prinzipiell allen entsprechend interessierten und motivierten Menschen offen.

Natürlich gibt es einen Erkenntnisgewinn auf diesem Wege nicht umsonst- aber mit etwas Geduld und Zielstrebigkeit lässt er sich erarbeiten und "ersitzen" ;-)

Hier hätte eine kleine Recherche zum Begriff "Kinderkrankheit" (https://de.wikipedia.org/wiki/Kinderkrankheit; s. u.) bereits gezeigt, dass solche Krankheiten nichts mit einem harmlosen Verlauf zu tun haben, sondern dass der Name daher rührt, dass es zu diesen Erkrankungen in aller Regel in Kinder-/ Jugendjahren kommt.

Für diese semantische Fragestellung wäre jetzt nicht einmal ein (natur)wissenschaftliches Studium nötig. Und ja- Wikipedia ist "user generated content"... aber wer weiter forscht, findet auch in der einschlägigen "echten" Fachliteratur - in diesem Fall die selben - Informationen.

Wir brauchen unbedingt mehr offene und schonungslos kritische Auseinandersetzung in vielen gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Wenn eine solche Auseinandersetzung uns allen (der Gesellschaft) von Nutzen sein soll, muss diese aber transparent und unter Einbeziehung wissenschaftlicher Arbeitsweise (überprüfbar durch prinzipiell jeden (s. o.)!) abgehalten werden.

Dies beinhaltet umso mehr eine Trennung von "Wissen" und "Glauben". Und von Gefühlen.

"Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen" (G. B. Shaw)

DangerousBeanz

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Meckerameise 28.07.2017, 22:19
36. Für ein Gemeinwesen gut so!

Eine gute Idee. Krankheiten werden nicht dadurch ausgerottet, indem man immer noch einzelne Kranke rumlaufen lässt, die sich und andere mit einem Piekser oder Schluck schützen können. Das schützt auch immunschwache Menschen, die nicht in den Genuss eines funktionierenden Immunsystems kommen können.
In einer Gesellschaft leben heißt auch, eine gewisse Verantwortung, Rücksichtnahme und Respekt an den Tag zu legen. Diese hirnverbrannten Eltern, die tatsächlich meinen, dem Kind ginge es besser, es nie zu impfen, weil bei einer Impfung Nebenwirkungen nicht zu 100% ausgeschlossen werden können sind schlicht asozial (auch weil sie an die anderen Mitmenschen nicht denken!).
Ich hatte zu Kindzeiten nur Scharlach und die Windpocken. Und ich bin dankbar, dass meine Eltern keine Impfgegner waren, sodass Dipheterie, Mumps, Tetanus, Pocken usw. kein Thema für mich sind. Die Natur hat genug weitere Krankheiten in der Hinterhand und wie bei Aids können immer noch andere dazukommen.

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godzillastail 28.07.2017, 22:20
37. Mein Körper gehört mir

Ich finde es äußerst Interessant das die Mehrheit der kommentierenden Personen die Bevormundung der Bevölkerung als richtig erachtet. Meiner bescheidenen Ansicht nach hat jeder Mensch das Recht dazu selbständig zu Entscheiden was er sich in seinen Körper injizieren lässt, und was nicht. Die Menschen die einer Impfung unkritisch gegenüber stehen können sich gerne gegen alle möglichen Dinge Fit Spritzen lassen, aber sie haben nicht die Autorität mir zu diktieren selbiges zu tun. Es ist meine freie Entscheidung und das sollte respektiert werden. Und wo liegt eigentlich das Problem? Eine geimpfte Person muss eine nicht geimpfte Person nicht fürchten, sie kann sich an selbiger Krankheit nicht anstecken. Der impf verweigerer hat in der Regel seine Gründe dazu und sollte er mit seiner Entscheidung daneben gelegen haben ist es auf gut deutsch ,,sein Problem“. Mein Körper gehört mir, und nicht der Regierung, dem Parlament oder dem Weihnachtsmann. Schönen Tag noch.

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robeuten 28.07.2017, 22:20
38.

Zitat von permissiveactionlink
Man könnte noch ergänzen, dass die ständige Impfkomission eine Wiederauffrischimpfung nach 10 Jahren für Hepatitis B nicht mehr für notwendig erachtet, auch ohne Messung des Antikörpertiters, und dass zumindest ein Kombinationsimpfstoff existiert, mit dem man gleich auch zusätzlich gegen Hepatitis-A geimpft wird. Und diese als "Gelbsucht" bekannte Virusinfektion wird bekanntlich durch mangelnde Hygiene und/oder kontaminierten Fisch bzw. Meeresfrüchte übertragen. Kann man sich schon leicht am Mittelmeer einfangen !
Hallo,
das mit der "Auffrischung" stimmt - ich hatte nach initialer Immunisierung und boost einen titer, der auch bis zum 150. Lebensjahr reichen wird.
Bez. mangelnder Hygiene/Meeresfrüchte - das wäre dann eher Hep. A - lästig, aber immer selbstlimitierend, und insofern nicht sooo tragisch :-).

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pulst.stefanie 28.07.2017, 22:27
39. Liebes Spiegel Redaktionsteam

Ich bin über diese Berichterstattung etwas irritiert:
weshalb bekomme ich als Leser nicht objektive Fakten in diesem Artikel vermittelt?
Ich selbst bin kein Impfgegner. Ich kämpfe beim Lesen jedoch um die meines Erachtens nötige objektive Berichterstattung.
Also meine Fragen an Ihr Rechercheteam:
1.) von den 3672 Menschen, die sich seit Anfang des Jahres angesteckt haben, waren wieviele geimpft (es dürfte Ihnen bekannt sein, dass man sich auch trotz vorhandener Immunisation anstecken kann)?
2.) War die Todesursache der 3 bisherigen Opfer tatsächlich das Masernvirus, oder kam es erschwerend zu einer bereits existierenden Erkrankung dazu?
Ich würde mir ehrlich wünschen, dass man-vor allem bei einer wissenschaftlichen Berichterstattung- weniger die Meinung des Spiegel Redakteurs herauslesen kann und dafür mehr Fakten dargelegt bekommt.

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