Forum: Gesundheit
Masernimpfung: Was Deutschland von Tansania lernen kann
Josephin Mosch

Weltweit wünschen sich Eltern gesunde Kinder. Dabei treffen sie vor allem beim Thema Impfungen ganz unterschiedliche Entscheidungen, wie der Vergleich von Deutschland und Tansania zeigt.

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lachina 29.01.2018, 14:27
1. In tropischen armen Ländern....

ist Impfen nicht umstritten, denn da geht es an die Substanz, da steht kein Hightech-Krankenhaus mit Gratis-Ärzten zur Verfügung, dass das ungeimpfte Kind mal eben wieder mit schnöder Schulmedizin gesund macht - da STIRBT das Kind eventuell an einer Erkrankung, die man hätte vorbeugen können, zumal es ja auch noch tropische Krankheiten gibt, die man nicht vorbeugen kann , wie Dengue. Und es gibt kein Sozialsystem - Prophylaxe und Gesunderhaltung sind buchstäblich überlebenswichtig . Solange wir hier Netz und doppelten Boden haben ( gottseidank, niemand wünscht sich hoffentlich ernsthaft diese anderen Zustände zurück) wird es auch Menschen geben, die andere Entscheidungen treffen.

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Newspeak 29.01.2018, 14:34
2. ...

Die Impfverweigerung von Eltern ist ein allgemeingesellschaftliches Problem. Diese Menschen riskieren das Leben ihrer Kinder und das der Kinder von anderen Eltern und das von Erwachsenen, die die Krankheit entweder nicht durchgemacht haben oder ueber ein anfaelliges Immunsystem verfuegen. Wieso man unter diesem Gesichtspunkt nicht endlich eine Impfpflicht einfuehrt, erschliesst sich mir nicht. Es gibt eine Gurtpflicht, es gibt eine Schulpflicht, es gibt tausend Verordnungen des Staates, die viel weniger wichtige Dinge regeln und dabei in das Persoenlichkeitsrecht von Irgendjemandem eingreifen, aber bei einer Sache, die Leben rettet, da kann jeder nach Gusto entscheiden, und das auch noch fuer andere Menschen gleich mit.

Haette es frueher keine Impfpflicht gegeben, waeren Pocken, Diphterie und Polio wahrscheinlich auch noch weit verbreitet.

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Nania 29.01.2018, 14:52
3.

Zitat von lachina
ist Impfen nicht umstritten, denn da geht es an die Substanz, da steht kein Hightech-Krankenhaus mit Gratis-Ärzten zur Verfügung, dass das ungeimpfte Kind mal eben wieder mit schnöder Schulmedizin gesund macht - da STIRBT das Kind eventuell an einer Erkrankung, die man hätte vorbeugen können, zumal es ja auch noch tropische Krankheiten gibt, die man nicht vorbeugen kann , wie Dengue. Und es gibt kein Sozialsystem - Prophylaxe und Gesunderhaltung sind buchstäblich überlebenswichtig . Solange wir hier Netz und doppelten Boden haben ( gottseidank, niemand wünscht sich hoffentlich ernsthaft diese anderen Zustände zurück) wird es auch Menschen geben, die andere Entscheidungen treffen.
Das Problem sehe ich darin, dass vielen Impfgegnern und Impfkritikern nicht klar ist, dass es zwar in Deutschland eine bessere medizinische Versorgung gibt als in Tansania (um bei dem Beispiel zu bleiben), aber es ihnen nicht klar ist, dass trotzdem Kinder sterben können, Kinder an Polio erkranken und nicht geheilt werden können, Kinder an den Spätfolgen von Masern sterben oder sogar am Virus selbst. Den Eltern ist nicht klar, dass sie durch das Nichtimpfen nicht nur die eigenen Kindern ernsthaft gefährden, sondern auch die Menschen, die nicht geimpft werden können, weil sie zu jung oder zu krank sind, weil sie tatsächlich auf Impfstoffe allergisch reagieren oder einen Immundefekt haben.
Ich bezeichnen Impfgegener und Impfkritiker (und zwar nicht solche, die die Grippeimpfung ablehnen, sondern solche, die sofort bei einem Ruf nach Impfflicht aufheulen, weil man ja nicht weiß, welche Folgen möglicherweise der gut erforschte Maserimpfstoff in 100 Jahren haben kann) daher gerne als Menschen, die nicht weit genug denken wollen.

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wiese 29.01.2018, 15:37
4. Bildmaterial und Dokumente

Geeignetes Bildmaterial, um zu veranschaulichen wie schlecht es Kindern (meist den eigenen) gehen kann, wenn sie nicht geimpft werden, gibt es in einer Vielzahl von entsprechenden Fachbüchern im Gesundheitsbereich.
Viele Jahre hat man darum gerungen, dass man impfen konnte, da Kinder durch die Erkrankungen (z. B. Pocken) qualvoll starben oder ihr Leben lang entstellt, gelähmt oder anderweitig behindert waren.

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fatherted98 29.01.2018, 15:43
5. Nutzlos...

....mit Impfgegnern zu diskutieren.....es bringt einfach nix. Habe selbst so jemanden im Kollegenkreis....Dipl. Ing. ....trotzdem von Hause aus Impfgegner....drei Kinder...keines wurde je geimpft. Masernparties....klar doch....was will man da noch sagen. Natürlich auch gleichzeitig überzeugter Homöopath.
Seine Kids sind jetzt alle im fortpflanzungsfähigen Alter...mal sehen ob man dann, wenn schwanger, bei einer Rötelnerkrankung immer noch so "dagegen" ist....aber das Ergebnis ist dann halt "Gottgewollt".

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tinnytim 29.01.2018, 15:53
6.

Impfungen sind nach der Entdeckung von Antibiotika die medizinische Errungenschaft des 20. Jahrhunderts. Sie sind günstig reproduzierbar, einfach zu verabreichen und zum Teil dazu geeignet die entsprechenden Krankheiten für immer auszurotten.
All jene die mit möglichen Impfschäden argumentieren, haben in der Schule weder in Geschichte noch in Mathematik (zugegebenermaßen ist Stochastik Oberstufenstoff) aufgepasst.
Wirtschaftlich sind Impfungen für die Pharmakonzerne das Worst-Case-Szenario: an einem Erkrankten lässt sich durch Medikamente viel mehr verdienen, als durch eine prophylaktische Impfung. Das ist auch der Grund, wieso die Zahl der möglichen Impfungen gegen Krankheiten nur minimal zunimmt.

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permissiveactionlink 29.01.2018, 15:58
7. Die großen Erfolge der Impfkampagnen

sind sich langfristig selbst im Weg. Angst kann man nur entwickeln vor etwas, was einem auch im alltäglichen Leben in der Nachbarschaft begegnet : Alter und Gebrechen, Krebs, tödliche Infektionskrankheiten. Da es sie bei uns aber kaum noch gibt, entwickeln viele Menschen penetrante Psychosen, die mit einer diffusen Ablehnung der erfolgreichsten medizinischen Präventionsmaßnahme überhaupt, einer angeblich durch und durch kriminellen Pharmaindustrie und mit korrupten Medzinern einhergeht. Hierzulande kann man sich beinahe jeden Spleen leisten, immer auch auf Kosten anderer. Abschreckende Bildchen werden nicht reichen. Eine Impfpflicht muss her, die auch mit staatlicher Gewalt durchzusetzen ist. Aber das reicht noch nicht. Jeder, dessen impfbares aber nicht geimpftes Kind andere infiziert, sollte für Kosten und Schäden nach Komplikationen voll in Regress genommen werden. Da in unserer egoistischen Gesellschaft alles nur noch in Geld bemessen wird, würde ein Schadenersatzanspruch, gegen den man sich nicht versichern kann, manchen Impfgegner sehr schnell zum Umdenken bringen. Aber diese unheilbar Verrückten behaupten ja sogar, es existierten gar keine Masernviren. Oh Herr, lass Hirn regnen !

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Furchensumpf 29.01.2018, 15:59
8.

Zitat von seniorfd
melden sich wieder alle Experten zu Wort. Es ist ein komplexes Thema,welches(zu recht)mit starken Ängsten behaftet ist. Hätte die Pharma-Industrie nicht so viel Vertrauen verspielt könnten Impfgegner vielleicht anders mit der Problematik umgehen. So indessen ist Skepsis mehr als Angesagt.
Das ist ja ok, aber dann sollen sich solche Eltern richtig informieren und sich nicht in eine Filterblase begeben, in der immer wieder gesagt wird, wie schlimm Impfen ist...

Wieso sollen solche Eltern das Recht erhalten, andere Kinder, zum Beispiel in Kitas die Kinder, die noch zu jung zum impfen sind, damit zu gefährten? Es wäre so einfach: Ohne Impfung keinen Kita-Platz.

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forumgehts? 29.01.2018, 16:03
9. Wenn

die Kindersterblihkeit so hoch wäre wie in vielen afrikanischen Ländern, dann würden HIER die Eltern eine Impfpflicht FORDERN. Da die geimpften Kinder jedoch die betr. Krankheit nicht übertragen können und es noch genügend davon gibt, kann man es sich mit seiner Anti-Impf-Ideologie gemütlich machen. Wird schon nicht schief gehen, gelle?!

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