Forum: Gesundheit
Masernimpfung: Was Deutschland von Tansania lernen kann
Josephin Mosch

Weltweit wünschen sich Eltern gesunde Kinder. Dabei treffen sie vor allem beim Thema Impfungen ganz unterschiedliche Entscheidungen, wie der Vergleich von Deutschland und Tansania zeigt.

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interessierter Laie 29.01.2018, 19:30
20. @cbhb

klar kann man jede erfolgreiche Therapie auch von der anderen Seite betrachten. Früher haben Infektionen und Krankheiten zum Beispiel das Bevölkerungswachstum begrenzt. So gesehen haben Impfungen durchaus einen negativen Effekt. Nur zu bestreiten, dass sie wirken oder sogar gefährlicher seien, als die Krankheit, vor der sie schützen, lässt sich genau daran widerlegen. Mit jeder Impfkampagne geht in Entwicklungsländern wie Tansania die Sterblichkeit zurück. Und das immer wieder. Es ist wie verhext. Wie erklärt sich das ein Impfgegner oder ein vernünftiger Skeptiker?

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Fuxx81 29.01.2018, 19:41
21. Kommt auf die Argumente an

Zitat von cbhb
Klar werden die Impffanatiker gegen diesen Text jetzt kreischend und zeternd Protest einlegen - wegen "Unvernunft" und "Unverantwortlichkeit" usw. usw. Das interessiert mich nicht. Wenn hingegen jemand eine vernünftige und sachliche Antwort hat würde ich mich freuen! Auch wenn sich das wahrscheinlich kaum jemand getrauen wird...
Ich finde, mankann den Sinn von Impfungen durchaus diskutieren. Es wird ja in Deutschland auch nicht gegen jede Krankheit geimpft, die man impfen könnte.

Nur sollte man dann keine Argumente ins Feld führen wie "mein Kind wird zum Autisten" (längst widerlegt) oder "es ist wichtig, die Krankheit durchzumachen" (keine Hinweise).
Das einzig vernünftige Argument wäre: "die Risiken der Impfung sind höher als die der Krankheit", und genau dafür gibt es die Empfehlungen. Wenn ich in der Frage als Laie glaube, es besser zu wissen, als Ärtze und Wissenschaftler, dann würde ich mal den Dunning-Kruger-Effekt Googlen...

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axelmueller1976 29.01.2018, 19:42
22. Vielleicht weniger aufgeklärt in Tansania

Unsere deutschen Mütter wissen mehr über Impfschäden.Deshalb verweigern sie das Impfen.

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tinnytim 29.01.2018, 19:45
23.

Bei Ihrer Argumentation scheint der Körper vor allem für Sie selbst ein zu komplexes System zu sein. Sie bringen keinerlei Fakten hervor und schließen nur von Ihren drei Einzelfällen auf das Allgemeine. Das nennt sich 'induktiver Ansatz' und ist in der Medizin stets als unzureichend abzulehnen. Würden Sie 10000 Fälle persönlich kennen, könnte man mit einer Sicherheit von 99% bestätigen, dass Ihre Eindrücke auf die Allgemeinheit übertragbar wären, aber nicht bei drei oder vielleicht sogar 100 Fällen. Es gibt jede Menge Studien, die eindeutig ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis der Masern-Impfung belegen. Des weiteren gibt es klar deklarierte Gegen-Indikatoren, bei denen eine Impfung zu riskant ist und der Betroffene auf die Herden-Immunität setzen muss. Man stelle sich vor sein eigenes Kind hätte so eine Vorerkrankung und würde dann durch ein anderes Kind angesteckt, dessen Eltern sich bewusst gegen eine Impfung entschieden haben. Eine solche Haltung ist beim Stand der Medizin gegenüber der Gemeinschaft schlicht unverantwortlich und unsozial.

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Mastermason 29.01.2018, 19:48
24.

Es ist über die Thematik alles gesagt und geschrieben worden, alle (seriösen) Studien belegen den positiven Effekt der diversen Impfungen, alle unseriösen Studien (Stichwort Autismus) sind widerlegt. Es hilft gegen die Dummheit und den Egoismus einiger Weniger nur der Zwang zur Impfung, vielleicht auch indirekt, wenn zB nur die Eltern einen Kitaplatz bekommen, deren Kinder die für das Alter von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bekommen haben.

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**Kiki** 29.01.2018, 20:20
25. So, so.

"Ähnlich wie die junge Mutter sieht etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland Impfungen skeptisch."

Das hat aber gar nichts mit den hier thematisierten Masernimpfungen zu tun. Immerhin geben über drei Viertel bei Befragungen an, ihre Kinder hätten alle und weitere 16 Prozent, sie hätten einen Teil der empfohlenen Impfungen bekommen: http://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_reportsndocs/PD_2013_10.pdf

Nach derselben Quelle sind gerade mal 16 Prozent ausdrücklich gegen eine Masern-Impfpflicht - und zu diesen Gegnern gehören auch Leute wie ich, die die Masernimpfung ausdrücklich befürworten und aus anderen Gründen gegen eine Impfpflicht sind.

So wild kann es also nicht sein, wie uns hier weisgemacht werden soll.

Wenn nur ganz allgemein nach Impfungen gefragt wird, ist es aber gar kein Wunder, wenn ein Drittel der Bevölkerung Skepsis äußert. Das haben wir der Schweinegrippe und den merkwürdigen Vorgängen in diesem Zusammenhang zu verdanken.

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D. Brock 29.01.2018, 20:35
26. Masern sind ursprünglich eine europäische Krankheit ...

... man belehre mich eines Besseren. Der Hinweis auf z. B. Wikipedia, dass Masern weltweit vorkommen zählt hier selbstverständlich nicht, denn Europäer haben dieser Krankheit mit ihren "Entdeckungen" exportiert.
Das man in Ländern, in welchen die Masern exportiert wurden in einer Impfung eine große Chance sieht, ist selbstverständlich, denn die Bevölkerung hatte keine Chance Resistenzen zu bilden.
Umgekehrt jedoch in Europa. Masern galten einst als Kinderkrankheit und es war selbstverständlich, dass ein Kind irgendwann "die Masern durch" hatte.
Dass jetzt die Impfwütigen herumlaufen und gnadenlos Werbung für Impfungen machen, hat ganz offensichtlich andere Gründe.
Man sieht das Image von Ärzten gefährdet, wenn plötzlich Menschen selbst entscheiden, ob sie irgendeinen Schwachsinn mitmachen wollen oder nicht. Jetzt baut man darauf der Bevölkerung endlich mal so richtig Angst zu machen .... ooooooh die Maaaaasern, was für eine super gefährliche Krankheit.
Tja, ... der Verlauf von Masernerkrankungen kann womöglich inzwischen ärgere Ausmaße angenommen haben als dies ursprünglich der Fall war, WEIL man eben so viel impft und sich eine echte entwickelte Immunität nicht ausbilden kann. Das Thema Impfschäden wird im Artikel nicht erwähnt und gewöhnlich klein geredet. Infam die Frage eines Arztes, welche Bedenken den konkret vorliegen.
Gegenfrage: Welche Bedenken liegen denn jetzt plötzlich konkret bei dem Arzt vor?
Sorry, hier muss man Wissenschaft doch wohl ganz, ganz sauber von Schulmedizin trennen, denn Schulmedizin ist vollständig Wirtschaftlichkeitsüberlegungen unterworfen.
Das Märchen von schlimmen Epidemien, am besten ja Pandemien, ist genauso erfunden wie die Wahnsinnsgefahr durch eine der vielen Vogelgrippen, an der ja wohl nachweislich mehrere tausend zuvor vollkommen gesunde Menschen in Deutschland gestorben sind, oder?
Von daher darf man sich getrost darauf verlassen, dass die nächste Warnung vor irgendeiner Vogelgrippe nicht allzu lang auf sich warten lassen wird. In der Zwischenzeit treibt man eben die Masernsau durch's Dorf und faselt was von Impfplicht. Super!
Der Klassiker der Impfbefürworter ist ja die Impfung gegen Pocken und deren angebliche Ausrottung durch die Impfung. Man vergisst freilich zu erwähnen, dass die Pocken bereits am Aussterben waren als man mit der Impferei begonnen hatte. Die Spätfolgen der Pockenimpfungen liegen aber auch auf der Hand: Z. B. Entwicklung von Allergien. Das darf natürlich nicht zählen und muss klein geredet werden, da man sonst ja kein Geld verdient. Übrigens gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Impft man schön, kann man sicher sein, dass der Nachschub an Allergikern nicht ausgeht. Tolle Strategie das. ... Zu böse von mir? Ich denke nicht.

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Gruebel123 29.01.2018, 20:37
27. Orientierungshilfe...

Zitat von cbhb
...offen und vernünftig über Masern- u.a. Impfungen sprechen - der Artikel ist ein perfektes Beispiel dafür: reine Gehirnwäsche! Denn es gibt angeblich nur eine einzige "vernünftige" Meinung: man muss impfen! Und wer da irgendwie weiter denken oder sprechen will wird von Anfang an als irrationaler Idiot abgestempelt - so wie es hier im Forum schon wieder los geht: "Nutzlos mit Impfgegnern zu diskutieren" etc. Wobei es für diesen Stempel schon reicht, nicht 100% stramm hinter den Impfprogrammen zu stehen! Was soll man da noch diskutieren wenn einem eine solche sture Arroganz entgegen schlägt? So kommt man als durchaus "Gemässigter", aber am Thema Interessierter kaum darum herum, vor allem mit Leuten zu sprechen, die mit dieser Konformität irgendwann Schluss gemacht haben - auf's Risiko hin dass diese Leute dann tatsächlich in dubiose Bereiche abgleiten. Es gibt ja keine anderen Gesprächspartner zum Thema mehr! Für mich ist es klar dass es grundsätzlich praktisch keinen medizinischen Eingriff oder Therapie gibt die man nicht von verschiedenen Seiten her unterschiedlich beurteilen kann, um schliesslich zu einer eigenen Meinung und vor allem Entscheidung zu finden. Dafür ist ein menschlicher Organismus ein viel zu komplexes System! Nur wenn's um's Impfen geht ist reiner Fanatismus die Direktive - schon das ein guter erster Grund zur Skepsis, auch wenn's für ein Urteil natürlich noch nicht reicht. Selber wurde ich als Kind gegen Masern etc. nicht geimpft, sondern ich habe die Krankheit statt dessen durchgemacht. Auch meine eigenen Kinder wurden nicht geimpft sondern hatten statt dessen die Masern - wobei es ganz offensichtlich klar war dass die Krankheit bei den Älteren deutlich schwerer verlief als bei den Jüngeren. Problemlos überstanden haben es aber alle: "Schockbilder" können mir diese Erfahrungen kaum "austreiben"! Klar werden die Impffanatiker gegen diesen Text jetzt kreischend und zeternd Protest einlegen - wegen "Unvernunft" und "Unverantwortlichkeit" usw. usw. Das interessiert mich nicht. Wenn hingegen jemand eine vernünftige und sachliche Antwort hat würde ich mich freuen! Auch wenn sich das wahrscheinlich kaum jemand getrauen wird...
Philosophisch betrachtet ist der Begriff "vernünftige Meinung" eine originelle Schöpfung.

"Meinen" bezeichnet in der Erkenntnistheorie ein Fürwahrhalten, dem sowohl subjektiv als auch objektiv eine hinreichende Begründung fehlt.

"Wissen" resultiert aus Beobachtungen und Vernunftschlüssen, die hinreichend Gewissheit geben.

Nun kann der Meinende der wissenschaftlichen Position seinerseits "Meinung" entgegenrufen. Wie der Geisterfahrer, der nach der Verkehrswarnung vor sich hinmurmelt: Einer? Tausende!

Insofern halte ich die Kritik am Verhalten der Impfgegener für nachvollziehbar, wenn sie basierend auf ihrer Meinung andere Menschen gefährden (Stichwort Herdenschutz für Säuglinge und Ältere, direkte oder spätere Totesfälle durch SSPE bei 1..3/1000 usw.).

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Gruebel123 29.01.2018, 20:41
28. Wissen

Zitat von axelmueller1976
Unsere deutschen Mütter wissen mehr über Impfschäden.Deshalb verweigern sie das Impfen.
... oder glauben, zu wissen?
Oder habe ich gar die Ironie in Ihrem Beitrag übersehen?

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D. Brock 29.01.2018, 20:43
29. Womit Kommentar 15 wohl leider Recht hat, dass ...

Zitat von wiegesagt
ist wieder ein gutes Beispiels dafür, warum es keinen Sinn macht, mit solchen Leuten zu diskutieren. Vage Vermutungen, persönliche Beispiele werden als Begründung für die eigene Haltung herangezogen. Nein, es bedarf keiner sachlichen, fundierten Diksussion, wie soll das unter diesen Voraussetzungen auch gehen? Man kann nur sachich diskutieren, wenn beide Parteien sachlich sind. Das sind die Impfgegner aber nicht. Sie argumentieren mit verquerer Logik und oder eben gar nicht. "ich habe das Gefühl", "bei meinen Kinder", sind keine ausreichende Grundlage.
... es nur eine Meinung geben DARF und die anderen sind - wie
Sie ja wohl meinen - Idioten.
Tja, das hat mit einer offenen Diskussion nichts zu tun. An der ist Ihnen aber auch wohl nicht gelegen, oder? Alles schön nachplappern, was andere vorplappern?

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