Forum: Gesundheit
Medienkonsum: Wie viel iPhone ein Kind verträgt
AP

Ein Dreijähriger malt auf dem iPad, ein Grundschüler zückt sein Smartphone: Spielerisch lernen schon die Kleinsten den Umgang mit neuester Technik. Experten streiten darüber, ab welchem Alter Kinder welche Medien nutzen sollten und verkraften können. Ein US-Psychologe warnt vor dem iPhone-Syndrom.

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boeseHelene 03.10.2012, 10:48
90.

Zitat von widower+2
Sie hatten so ziemlich alles, was den meisten Kindern heute auch mit den besten Eltern fehlt. Haustiere jeglicher Art, eine Oma, die sich kümmert, reiten in der freien Natur inklusive aller Gangarten und heute gehen Sie raus und verdienen Ihr eigenes Geld? Dass Sie rausgehen, glaube ich Ihnen, dass Sie Geld verdienen (damit meine ich keine Kapitaleinkünfte oder einen auf Papas Netzwerk basierenden Job) glaube ich eher nicht. Fast jedes Mädchen unter 16 möchte gerne reiten. Sie hatten die Chance dazu. Das hier als leuchtendes Beispiel anzuführen, ist, nun ja, instinktlos.
nein ich hatte in dem Alter kein eigenes Pferd, aber es gab nette Menschen die mir ihr Pferd zur Verfügung gestellt haben teils für Stallarbeit und teils für Geld. Ich war ein ganz normales Kind aus der Mittelschicht, meine Oma hat ihr Geld teilweise als Putzfrau später im Supermarkt ihres Bruders verdient. Reiten ist nur ein Sport für reiche, ich hatte bis vor 2 Jahren nur Reitbeteiligungen (ich habe quasi anderen jeden Monat einen gewissen Betrag bezahlt so und so in der Woche ihr Pferd reiten zu dürfen) Eine 16jährige kann heute in einer Reitschule reiten lernen und später, sich eine Reitbeiteiligung suchen in manchen Gegenden sogar kostenlos oft dann halt gegen Stallarbeit und gegen mithilfe, ich habe in dem Alter das Glück gehabt, dass Pferd eines älteren Mannes zu versorgen, der nicht mehr reiten konnte das Pferd aber nicht verkaufen wollte so hatte ich das Pferde eigentlich für mich alleine.

An Katzen und Hunden als Haustieren ist ja wohl nichts besonderes das dürften die Haustiere sein die am häufigsten neben Kaninchen und Meerschweinchen in Deutschland gehalten werden.

Ich habe mir meinen bescheidenen Wohlstand, wenn man es nennen mag tatsächlich selber erarbeitet und bin stolz darauf.

Auf meine inzwischen verstorbene Oma bin ich bis heute stolz, sie war die tollste Oma der Welt ein echtes Goldstück.

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widower+2 03.10.2012, 11:19
91. Grundschüler

Zitat von MiraStinktshier
Ich bin da etwas altmodisch und denke, kein "Kind" braucht sowas wie einen Computer oder ein Mobiltelefon. Bei Jugendlichen sieht's schon anders aus, aber Grundschüler sollten lieber die Grundtechniken des Schreibens,Lesens und Rechnens erlernen anstatt sich mit solcher Technik auseinandersetzen.
Natürlich sollten Grundschüler zunächst Lesen, Schreiben und Rechnen lernen und ein Mobiltelefon benötigen sie wirklich nicht unbedingt.

Mit dem Computer müssen sie aber spätestens in der dritten Klasse anfangen.

Meine Tochter ist gerade in die 5. Klasse des hiesigen Gymnasiums gekommen und nach einer Woche sollte sie damit beginnen, ein Referat zu erstellen. Und zwar mit PowerPoint. Angeblich will der Lehrer das Programm noch erklären. Mal sehen.

Aber meinen Sie nicht, dass es zumindest hilfreich wäre, schon mal vor einem Computer gesessen zu haben?

Eine völlig computerfreie Grundschulzeit ist heute schlichtweg ein erheblicher Nachteil.

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Oliver Gnutz 03.10.2012, 11:28
92.

Zitat von widower+2
... Meine Tochter ist gerade in die 5. Klasse des hiesigen Gymnasiums gekommen und nach einer Woche sollte sie damit beginnen, ein Referat zu erstellen. Und zwar mit PowerPoint. Angeblich will der Lehrer das Programm noch erklären. Mal sehen.
Den Lehrer würde ich mir zu einem persönlichen Gespräch vorladen.

Wer als "Hausaufgabe" die Arbeit mit einem kostenpflichtigen MS-Programm verknüpft - der hat sie nicht mehr alle

Zitat von widower+2
Aber meinen Sie nicht, dass es zumindest hilfreich wäre, schon mal vor einem Computer gesessen zu haben? Eine völlig computerfreie Grundschulzeit ist heute schlichtweg ein erheblicher Nachteil.
Warum - in der Grundschule geht um es das Erlernen der Grundfertigkeit im Rechnen, Schreiben und Lesen - dafür ist kein Computer vonnöten.

Diese "Digitalgläubigkeit" ist eine der übelsten Religionen auf diesem Planeten.

Der Typ, der meinem Nachbarn seinen Wintergarten gebaut hat, hat noch nicht mal einen Computer (und will auch keinen). Aber ich möchte nicht wissen, wie schrottig der Wintergarten aussehen würde, wenn ihn ein Pixelschubser gebaut hätte.

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Nevermeind 03.10.2012, 11:52
93.

Ja, da SITZEN die Babys vor dem Rechner und man wundert sich, warum zirka 70% der Jugendlichen spaeter stark uebergewichtig sind...

Ich habe Freunde, die verfahren sich mit Navigator auf der Strecke von Bologna nach Mailand. Eigentlich unmoeglich, die Strecke geht 200 km praktisch immer geradeaus, man muss nur von der Stadtangente auf die Autobahn fahren und an drei Stellen aufpassen, nicht aus Versehen nach Padua, Florenz bzw. Richtung Brenner abzubiegen.

Man muss das Rad nicht stets neu erfinden. Niemand will auf das Rad verzichten, aber in einen Rollstuhl will er sich dann doch nicht setzen.

Technologische Errungenschaften sind gut und sollten genutzt werden. Aber eben genutzt, will heissen mit Mehrwert. Ansonsten wird man von der Technik genutzt.

Smartphones und Tablets sind intuitiv. "Intuitiv" war einmal ein sehr starkes Verkaufsargument, ist heute aber Standard. Die Bedienung dieser Geraete ist in der Tat "kinderleicht", stellt keinerlei intellektuelle oder koerperliche Herausforderung dar.

Projekte, die unseren lieben Kleinen die Multimediawelt "nahebringen" sollen, sind der Gipfel der Idiotie. Wichtiger waere es, Ihnen zu zeigen, wie man ohne Navigator auf dem Land-/Seeweg von Rom nach Stockholm kommt.

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widower+2 03.10.2012, 11:53
94. Sehe ich auch so

Zitat von Oliver Gnutz
Den Lehrer würde ich mir zu einem persönlichen Gespräch vorladen. Wer als "Hausaufgabe" die Arbeit mit einem kostenpflichtigen MS-Programm verknüpft - der hat sie nicht mehr alle i
Es hat auch auf dem Elternabend gleich berechtigte Proteste gehagelt und die Klassenlehrerin will mal die Sachlage mit ihrem Kollegen klären.

Bisher ist noch nicht einmal klar, ob das Referat auch mit OpenOffice erstellt und dann im PowerPoint-Format abgespeichert werden darf.

Fest steht jedenfalls, dass auf dem Gymnasium inzwischen alle Referate als Bildschirmpräsentationen erstellt werden müssen. Also irgendwann müssen die Kleinen wohl oder übel damit anfangen.

Hätte ich weder einen Computer noch Computerkenntnisse, wären für meine Kinder weder Gymnasium noch Realschule im Bereich des Möglichen.

"Schöne" neue Welt.

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pm40 03.10.2012, 12:26
95. Meine 5 1/2 jährige....

...Tochter darf AB UND ZU mal auf Mamas' Telefon ein paar Minuten spielen. Ja, einen Fernseher haben wir auch, der, wenn überhaupt mal, Abends oder am Wochenende für ausgewählte Sendungen eingeschaltet wird. Ansonsten bekommt sie maximal ein i-Brötchen. Dafür kann sie von mir aus so oft zum Judo gehen wie sie will.

Ich überlasse ihr auch nicht mein Auto zum spielen, nur weil sie es so toll findet und so gerne fährt.

Das gequatsche von wegen "Medienkompetenz kann man nicht früh genug lernen" ist nichts anderes als modernes Nachgeplappere und ist DAS Argument von faulen Eltern, die damit die ach so breit gefächerte Ausbildung ihrer Kleinen demonstrieren wollen. Kein Kindergartenkind braucht so was und ich bin mir sicher meine Tochter wird es noch früh genug lerner - früher als mir lieb ist :-). Vorher zählen aber ganz andere Kompetenzen.

Ich bin in der 70ern & frühen 80ern völlig PC-frei aber dafür mit ganz viel Abenteuer, einige können sich noch daran erinnern, aufgewachsen und habe bis heute trotzdem "Medienkompetenz" entwickelt.

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Nevermeind 03.10.2012, 12:32
96.

Zitat von widower+2
(...) Fest steht jedenfalls, dass auf dem Gymnasium inzwischen alle Referate als Bildschirmpräsentationen erstellt werden müssen.
Das ist nicht wirklich neu. Ganz frueher lief es halt mit dem Overhaed-Projektor. PowerPoint ist nichts anderes, aber komfortabler und bedienerfreundlicher. "Inzwischen" ist etwas untertrieben, Bildschirmpräsentationen sind seit mindestens 10 Jahren ueblich.

Zitat von widower+2
Hätte ich weder einen Computer noch Computerkenntnisse, wären für meine Kinder weder Gymnasium noch Realschule im Bereich des Möglichen.
Ja gut, dagegen koennen Sie gerne protestieren, aber der Rechner gehoert nun mal schon lange zu den Arbeitsmitteln an den Schulen. Ich habe meine Referate und UNI-Arbeiten noch mit Schreibmaschine und Bibliotheksrecherchen gemacht, darauf kann ich getrost verzichten. Aber wir kommen jetzt vom Thema ab: hier geht es um die unsinnige Nutzung von Smartphones durch Kleinkinder, nicht um die sinnvolle Nutzung von Rechnern und Internet durch Schueler und Studenten.


Zitat von widower+2
"Schöne" neue Welt.
Nee, hat nix damit zu tun.

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Nevermeind 03.10.2012, 12:49
97.

Zitat von Oliver Gnutz
(...) Wer als "Hausaufgabe" die Arbeit mit einem kostenpflichtigen MS-Programm verknüpft - der hat sie nicht mehr alle
Die Frage ist, wie viele Eltern Ihnen da zustimmen, denn in den meisten Haushalten mit Kindern, die aufs Gymnasium gehen, befindet sich nun mal heutzutage mindestens ein PC mit vorinstalliertem MS-Office, das mit der "Kostenpflichtigkeit" ist also kein wirkliches Argument, weil in aller Regel bereits vorhandene Mittel genutzt werden und gar keine Zusatzkosten entstehen.


Zitat von Oliver Gnutz
Warum - in der Grundschule geht um es das Erlernen der Grundfertigkeit im Rechnen, Schreiben und Lesen - dafür ist kein Computer vonnöten(...).
Zum Erlernen der Grundfertigkeit im Rechnen, Schreiben und Lesen ist in der Tat kein Rechner erforderlich. Computerkenntnisse sind aber selbst eine Grundfertigkeit.

Und religioes wirkt eher totale Technologiefeindlichkeit.

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doniccc 03.10.2012, 12:53
98. Schwachfug

Zitat von widower+2
Es hat auch auf dem Elternabend gleich berechtigte Proteste gehagelt und die Klassenlehrerin will mal die Sachlage mit ihrem Kollegen klären. Bisher ist noch nicht einmal klar, ob das Referat auch mit OpenOffice erstellt und dann im PowerPoint-Format abgespeichert werden darf. Fest steht jedenfalls, dass auf dem Gymnasium inzwischen alle Referate als Bildschirmpräsentationen erstellt werden müssen. Also irgendwann müssen die Kleinen wohl oder übel damit anfangen. Hätte ich weder einen Computer noch Computerkenntnisse, wären für meine Kinder weder Gymnasium noch Realschule im Bereich des Möglichen. "Schöne" neue Welt.
Das ist doch völliger Blödsinn. Selbstverständich können Sie Ihr Kind ohne im Besitz eines PCs zu sein aufs Gymnasium schicken. Lehrmittelfreiheit.

Wenn Ihr Kind das Referat hält wird es wohl kaum einen Unterschied zu sehen geben bei der Darstellung von PP oder OO. Das wird der Lehrer wohl kaum vorgeben.
Und wenn, dann beschweren Sie sich beim Schulleiter und gut is! Das hat jedenfalls mit der Problematik nichts zu tun und dürfte ein Einzelfall sein!

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widower+2 03.10.2012, 13:11
99. Kontext

Zitat von Nevermeind
Ja gut, dagegen koennen Sie gerne protestieren, aber der Rechner gehoert nun mal schon lange zu den Arbeitsmitteln an den Schulen. Ich habe meine Referate und UNI-Arbeiten noch mit Schreibmaschine und Bibliotheksrecherchen gemacht, darauf kann ich getrost verzichten.
Mein Post, den Sie hier zitieren war eine Antwort auf einen anderen Foristen, der meinte, Grundschulkinder müssten doch bitte von Computern ferngehalten werden.

Das Beispiel mit PowerPoint sollte veranschaulichen, dass man seinen Kindern damit keinen Gefallen tut, da Computerkenntnisse in der 5. Klasse des Gymnasiums nicht erst vermittelt, sondern schlicht vorausgesetzt werden.

Ob man das gut findet oder nicht ist die eine Sache, die andere ist, dass man sich diesen Anforderungen bis zu einem gewissen Grade beugen muss, wenn man seinem Kind nicht erhebliche Nachteile mit auf den Weg geben will.

Was aber speziell PowerPoint angeht: Ich verdiene seit mehr als 20 Jahren meinen Lebensunterhalt am Computer; PowerPoint wurde auf meinen Rechnern aber noch nie gesichtet.

Wenn tatsächlich ein kostenpflichtiges Programm verlangt wird, was in meinem Fall noch nicht ganz klar ist (man könnte ja auch OpenOffice) nehmen, wäre dies nur ein weiterer Beleg für die bewusste und gewollte soziale Selektion an Gymnasien.

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