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Meditation: Ein Anker für die Gedanken
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Von wegen ominöses Esoterikspielchen: Meditation kann helfen, mit Stress besser umzugehen. Experten raten dazu, bei niedrigem Stresslevel vorzubauen für besonders hektische Zeiten.

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01099 20.08.2015, 08:27
1.

An den Ursachen für Stress arbeiten, nicht an den Symptomen! Meditation wurde nicht dazu erfunden, den Menschen noch besser im kapitalistischen System funktionieren zu lassen.

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mam71 20.08.2015, 09:43
2.

Zitat von 01099
An den Ursachen für Stress arbeiten, nicht an den Symptomen! Meditation wurde nicht dazu erfunden, den Menschen noch besser im kapitalistischen System funktionieren zu lassen.
Oder... das eine tun ohne das andere zu lassen!

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pleromax 20.08.2015, 09:58
3. Kein Dogmatismus, bitte

Kein Dogmatismus, bitte! Gerade weil es tatsächlich sehr unterschiedliche Meditationsschulen gibt, ist die Behauptung nicht hinnehmbar, das Beenden der Gedankentätigkeit als Ziel und Inhalt der Meditation dogmatisch auszuschließen. In den allermeisten indischen Lehren - so etwa im Ashtanga Yoga - geht es nämlich genau darum: dem Gedankenradau ein Ende zu setzen, und sei es für noch so kurze Zeit (nach manchen Lesarten entspricht z. B. 1/24 Sekunde Gedankenstille einem Samadhi, einer angestrebten Form der "Erleuchtung" usw.). Erst dadurch wird der Meditant den Anfechtungen und Unwuchten des materiellen, unfreien Lebens überhoben. Da geht es also um einiges mehr als reinen Stressabbau und Optimierung des Konsumentendaseins.

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bernd.stromberg 20.08.2015, 11:06
4.

Zitat von 01099
An den Ursachen für Stress arbeiten, nicht an den Symptomen! Meditation wurde nicht dazu erfunden, den Menschen noch besser im kapitalistischen System funktionieren zu lassen.
1. Stress beginnt aber bei vielen Menschen allein im Kopf. Ich kenne selbst genug Leute, und es ging mir früher nebenbei bemerkt genauso, dass ich mir im Kopf Stress verursacht habe.

Viele setzen sich selbst unter Druck, können zum Kunden/Kollegen/Chef nicht nein-sagen oder Aufgaben priorisieren und das entsprechend kommunizieren.

Umso mehr man sich dann selbst in Panik versetzt, bekommt man einen Tunnelblick, es klappt gar nichts mehr, und alles wird immer schlimmer, ein Teufelskreis.

2. Jaja, das böse "kapitalistische System".
Meinen Sie denn das ursprüngliche, "natürliche" Leben des Menschen wäre nicht stressig gewesen, sondern ganz entspannt?!

Klar, den Widrigkeiten des Wetters und der Natur ausgesetzt, tagsüber stets damit beschäftigt Nahrung zu beschaffen, zu jagen und sammeln.
Dazu ständige Gefahr durch andere Menschen und Stämme, wilde Tiere.

Klar, das war im Gegensatz zum heute ach-so-gestressten Schreibtischhengst natürlich absolute Entspannung pur.

Das lustige ist dass diese antikapitalistischen Kommentare dann meist von Leuten kommen die gerade von diesem System am meisten profitieren.

Am besten Geld vom Staat, in der bezahlten Wohnung im kuscheligen Sessel sitzen und mit dem kapitalistischen Laptop im kapitalistischen Internet auf der kapitalistischen SPON-Seite antikapitalistische Kommentare schreiben...
Das sind mir ja die Liebsten!

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Lagenorhynchus 20.08.2015, 11:42
5. Sammelbegriff

Meditation ist erst mal ein Sammelbegriff für eine nach innen gerichtete Übung.
Die kann zu sehr unterschiedlichen Zwecken und mit sehr unterschiedlichen Methoden erfolgen.

Denken an in christlichen Meditationen, die andere wiederum eher als Kontemplation sehen, durchaus erwünscht sein, in Methoden des tibetischen Buddhismus ist extreme Konzentration erforderlich, um z.T. hochkomplexe Vergegenwärtigungen von Mandalas zu praktizieren.

Völliger Unfug wird es, Meditation als Mittel gegen Stress zu bezeichnen, wenn es um Neurosenbewältigung geht, da wird der Gedankenzirkus teilweise erst richtig provoziert. Mit voller Absicht schnellstmöglicher menschlicher Entwicklung. Bitte anschnallen.

Es ist halt wie mit einem Werkzeugkasten: Wer eine Holzskulptur erschaffen will, wird mit einem Ringmaulschlüssel genau so hilflos sein wie der Hobbymechaniker mit einem Satz Beiteln.

Und @01099: Doch. Meditationen sollten dazu führen, dass ein Mensch mit jeder Situation und jedem Umfeld besser klarkommt.
Was dann "Funktionieren" bedeutet, ist der Freiheit des Einzelnen überlassen.

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Linda2014 20.08.2015, 12:06
6. Es wird immer alles gleich übertrieben

Manchmal reicht es ja auch, täglich einfach für eine halbe Stunde durch den Park zu gehen und sich an der Natur zu erfreuen.
Ich finde zwar Fernöstliches ganz gut, bin aber selber auch nicht so ein Meditationstyp, obwohl ich bereits als Teenie Meditation erlernt habe
Meiner Meinung nach hilft es eher, wenn man sich z. B. mit dem Buddhismus vertraut gemacht hat und versucht, einiges davon im Alltag umzusetzen. Etwas Gelassenheit ist z. B. viel hilfreicher, als ständig Auseinandersetzungen zu suchen;)

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sw68 20.08.2015, 12:22
7. Meditation hilft gut

Aus eigener Erfahrung und regelmäßiger Anwendung kann ich nur bestätigen, daß Meditation sehr gut wirksam ist und hilft. Hier ist ein sehenswertes Interview-Video mit dem Gehirnforscher Dr. Ulrich Ott, der Meditation wissenschaftlich erforscht und selbst meditiert: https://www.youtube.com/watch?v=5xkKI6W2SY0 ....... Hier ist eine sehr gute Videoanleitung zur Meditation: https://www.youtube.com/watch?v=bH3W4wjbTn0&list=PLD0260EA5FB237A72 ......... Und hier findet man das Buch "Meditation für Skeptiker" von Dr. Ulrich Ott, in dem der Neurowissenschaftler Meditation auch wissenschaftlich erklärt und anleitet: https://sites.google.com/site/meditationfuerskeptiker/

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muskat51 20.08.2015, 12:29
8. bei mir hilft

Gemüse putzen besser als übliche Meditation... Mal testen!

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mam71 20.08.2015, 13:07
9.

Zitat von muskat51
Gemüse putzen besser als übliche Meditation... Mal testen!
Eine eintönige, intellektuell nicht-fordernde und repetitive Tätigkeit hilft. Ähnlich wie ja auch das Sprechen eines Mantras. Wenn ich einen 30km-Lauf (auf bekannter Strecke!) mache, hat das auch meditativen Charakter. Nach 20 Minuten schaltet das Hirn komplett ab. Ist sehr erholsam für den Kopf.

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