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Medizin-Nobelpreis 2018: Wie Selbstheilungskräfte den Krebs besiegen
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Die Immunforscher Tasuku Honjo und James Allison erhalten den Medizin-Nobelpreis. Denn sie erforschten, wie sich die Körperabwehr im Kampf gegen Krebs entfesseln lässt.

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schirmpilz 01.10.2018, 22:31
20. Langzeitüberlebende

Ich bin den Beiden von tiefstem Herzen dankbar. Ich habe (hatte?)malignes Melanom mit Lungen- und Lymphknotenmetastasen, die trotz Operationen und Bestrahlungen immer wieder kamen. 2014 bekam ich Ipilimumab, danach war ein Jahr Ruhe, dann neue Metas. Anfang 2015 bekam ich Pembrozilumab und die Metastasen verschwanden und bis heute bin ich metastasenfrei. Die Nebenwirkungen waren heftig, ein Jahr lang eine Lungenentzündung nach der anderen- aber ich lebe!
Ich habe meinen Krebszellen halt klargemacht, daß sie sich ins eigene Fleisch schneiden, wenn sie mich umbringen. Dann sind sie nämlich auch tot! ;-)

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madamebovary 01.10.2018, 22:31
21.

Zitat von Nelson_50
... dann ist das immerhin besser als Nichts. Der Placebo-Effekt hat natürlich seine Grenzen - reguläre Medikamente allerdings auch. Und die Nebenwirkungen sind in der Regel deutlich heftiger! Für mich macht es einen großen Unterschied, ob der/die Erkrankte bis zum Ende mit quälendem Zweifel oder mit mit positiver Hoffnung sein Leben (Leiden) fristet. BTW, Homöopathie ist mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wirkungslos, aber definitiv nicht teuer! [...]
Homöopathie ist also nicht teuer, nein? Haben Sie sich mal die Honorare angeschaut, die Homöopathen für eine Erstanamnese aufrufen? Da schlackern Ihnen ganz bestimmt die Ohren, das ist in den allermeisten Fällen dreistellig. Im Vergleich dazu, dass ein normaler Hausarzt, je nach Sitz, im Schnitt 40, 50 Euro pro Patient und Quartal (!) bekommt von der Krankenkasse ist das ein Witz.

Darüber hinaus: Krankenkassen weigern sich bei vielen Erkrankungen, z.B. bei sogenannten Orphan Diseases, Kosten für nicht zugelassene, aber erprobte Medikamente zu bezahlen. Und dann bezahlen sie Globuli und Co., deren Wirksamkeit widerlegt wurde, schon lange? Das ist Hohn und Spott in Augen und Ohren von Betroffenen.

Aber klar, der durchschnittliche Homöopathie-Konsument ist weiblich, akademisch gebildet und in Süddeutschland wohnhaft, solvent, gesund ... das ist natürlich ein Klientel, das für eine Krankenkasse attraktiv ist. Nicht irgendein "blöder" Chroniker oder ähnliches, der kostet viel zu viel. Im Vergleich dazu fallen die paar Globuli sicher nicht ins Gewicht, da haben Sie natürlich recht.

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tommycologne 02.10.2018, 04:14
22. #14. permissiveactionlink

Evolutiver Druck zu mutieren? In Biologie geschwänzt? Weder Tumorzellen bzw. normale Zellen noch Bakterien können ihre Mutationen steuern oder zielgerichtet mutieren. Mutation ist immer ein ungerichtetes zufälliges Ereignis. Bakterien oder Viren weisen deshalb irgendwann eine Resistenz auf weil irgendeine der z. B. in zwei Tagen entstehenden 2 hoch 96 Nachkommen einer einzigen Bakterie zufällig eine Mutation oder Rekombination aufweist, die vor z. B. einem Antibiotika schützt. Bei Zellen oder Tumorzellen ist das nicht möglich, weil ihre Reproduktionsrate wesentlich geringer ist (bestenfalls kann sich eine Tumorzelle alle 19,5 Stunden verdoppeln). Mal drüber nachdenken….

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proof 02.10.2018, 08:30
23. Glashaus & Steine -> blöd...

Zitat von tommycologne
Evolutiver Druck zu mutieren? In Biologie geschwänzt? Weder Tumorzellen bzw. normale Zellen noch Bakterien können ihre Mutationen steuern oder zielgerichtet mutieren. Mutation ist immer ein ungerichtetes zufälliges Ereignis. Bakterien oder Viren weisen deshalb.….
Nanana, besser vorsichtig sein mit der Besserwisserei! "Selektionsdruck" wurde als Begriff verwendet, nicht "evolutiver Druck zu mutieren".
Da ist nicht der kleinste Fehler in der Ausführung von #14 zu finden; ganz im Gegenteil zeichnet sich das Ganez durch gute Allgemeinverständlichkeit aus, ohne unsachlich zu werden.
Und selbstverständlich führt ein Selektionsdruck auch bei eukaryotischen Systemen wie zB dem Menschen und dessen Zellen zu der Ausbildung von Resistenzen; auch und speziell bei Krebs: Einfach mal googeln, oder zB https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1044579X1500019X
Und zu guter letzt: Antibiotika =Mehrzahl; Einzahl dann Antibiotikum
"Mal drüber nachdenken" gerne zurück

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diezweitemeinung 02.10.2018, 08:54
24. Evergreen Homöopathie

Selbst im Umfeld des Medizin-Nobelpreises kommt die Rede auf die Homöopathie. Und gleich fliegen die ideologischen Fetzen...
Der Homöopathie sollte man aus drei Gründen entschieden und immer wieder entgegentreten: einmal verhindert diese an sich harmlose Scheintherapie gelegentlich die Anwendung von Therapien mit wissenschaftlich nachgewiesener Wirksamkeit und führt so in Extremfällen sogar zum Tod des jeweiligen Patienten.
Und zweitens fördert die weite Verbreitung der Homöopathie , und anderer Scharlatan-Therapien, einen Tsunamie der esotherischen Unvernunft - was sich auf viele Teilgebiete des Lebens eher negativ auswirkt. Und schließlich fördert die Kostenübernahme durch einige Krankenkassen die ohnehin schon weit verbreitete Korruption im Gesundheitswesen. Wir können nämlich davon ausgehen, dass die Entscheider in den Krankenkassen genau wissen, dass die Homöopathie nicht der Gesundung ihrer Mitglieder dient - jedenfalls nicht mehr als überflüssige Nahrungsergänzungsmittel. So wie europäische Eroberer früher den goodwill der naiven Eingeborenen mit bunten Glasperlen gekauft haben, so werden heute von den Krankenkassen Mitglieder dadurch gekauft, dass ihnen die Honorare erstattet werden, die sie den Homöopathen in den Rachen geworfen haben. Es gibt aber - zugegebenermassen. Schlimmeres.
Als einziges Lebewesen ist der Mensch vom Prinzip her vernunftsbegabt. Diese einmalige Möglichkeit sollten wir fördern und nutzen und uns Exzessen der Unvernunft wie der Homöopathie, anderen Scheintherapien oder Scientology in den Weg stellen. Nur so können wir verhindern, dass der Mensch auf unserer Erde nur ein kurzfristiges Intermezzo darstellt. Wobei durchaus diskutiert werden kann, ob es für die belebte und unbelebte Natur nicht gut wäre, wenn der Mensch wieder verschwinden würde..

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gatoalforno 02.10.2018, 09:02
25. Ich fasse zusammen:

die aus den Forschungen resultierende Therapie ist nur bei wenigen selteneren Krebsarten wirksam (ich behaupte mal, hier ist auch keine Heilung gemeint, sondern eine Remission), da aber auch nicht immer, die Behandlung hat zum Teil schwere Nebenwirkungen (ich behaupte mal auch tödliche) und ein Behandlungszyklus kostet einen bis zu sechs-stelligen Betrag... Ich würde sagen, ein Durchbruch in der Krebstherapie.

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proof 02.10.2018, 09:14
26. Daneben gefasst

Zitat von gatoalforno
die aus den Forschungen resultierende Therapie ist nur bei wenigen selteneren Krebsarten wirksam (ich behaupte mal, hier ist auch keine Heilung gemeint, sondern eine Remission), da aber auch nicht immer, die Behandlung hat zum Teil schwere Nebenwirkungen (ich behaupte mal auch tödliche) und ein Behandlungszyklus kostet einen bis zu sechs-stelligen Betrag... Ich würde sagen, ein Durchbruch in der Krebstherapie.
Ihre anderen posts deuten zwar auf einen klassischen Faktenleugner als Autor hin (Das Dresdenvideo ist geschnitten! Lügenpresse!!), aber ich versuche es trotzdem mal..
Die Erkenntnisse der beiden Forscher eröffneten einen völlig neuen Weg in der Krebsbehandlung, wo bereits jetzt, nach nur ein paar Jahren, erste erfolgreiche Therapien angeboten werden können.
[btw: Schon mal post #20 gelesen?]
Wie jede Therapie können auch diese Nebenwirkungen haben; Ausnahmen ergo "nebenwirkungsfrei" sind nur Scheintherapien a la Homoöpathie etc, da selbst ohne Wirkung.
Was ist der Wert eines Lebens? Gute Frage...Antikörper sind tatsächlich teure Medikamente, da nur in Zellkultur herstellbar (es sind sehr große und komplexe Proteine).
Ich würde sagen: Wären Sie selbst an einem therapierbaren Krebs erkrankt würde Ihr post gänzlich anders lauten, ne ce pas..?

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