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Medizin: Warum bekommen Blutspender kein Geld?
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Wer in Deutschland Blut spendet, bekommt dafür meist kein Geld, sondern nur etwas zu essen. Jetzt schlägt ein Medizinethiker vor, das zu ändern.

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stoffi 08.06.2018, 15:08
10. Ich habe

bis zur Altersgrenze wöchentlich Plasma, vierteljährlich Vollblut und ab und zu Trombos gespendet und dafür stets eine Aufwandsentschädigung erhalten, was ich auch als angemessen empfinde, denn was ich spende, wird ja nicht kostenlos an den Patienten weiter gegeben.
Ich habe 26 Jahre gespendet.

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vitalik 08.06.2018, 15:12
11.

Zitat von kalsu
Wenn nur noch die Zahlung von Geld mehr Leute zum Spenden animiert (wobei Spende dann ja das falsche Wort wäre, denn man verkauft sein Blut und spendet nicht), sollten sich diejenigen, die nur des schnöden Mammons wegen......
Ja, jeder könnte Mal in eine Situation kommen und eine Blutspende benötigen, aber das Blut was man erhält, wird doch von der Krankenkasse bezahlt. Das Blut wird denjenigen ja nicht kostenlos überlassen, sondern verkauft.
Wenn man mit höheren Zahlungen erreicht, dass man mehr Menschen zum Spenden bewegt, warum sollte man es nicht nutzen.

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DHempelmann 08.06.2018, 15:15
12. Ohne Auszahlung

Warum kann man für eine Blutspende nicht einfach eine absetzbare Spendenquittung über 20 oder 50 Euro erhalten?
Oder ist das dann auch wieder unfair, weil dann Leute die keine Steuern zahlen, mal wieder nicht genau so viel erhalten, wie andere?

Was mich oft davon abhält, zu den Blutspendeterminen zu gehen sind die Wartezeiten. Wenn ich für die 10-Minuten-Prozedur insgesamt 1,5 - 2 Stunden aufwenden muss, dann überleg ich mir das unter Umständen vorher noch mal. Und leider sind die Wartezeiten bei den Terminen hier bei uns im Ort in den letzten Jahren immer länger geworden.

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vitalik 08.06.2018, 15:16
13.

Zitat von herm16
wir vielleicht mal was geben und nicht gleich an Geld denken? Wenn ich Spende kommt das von Herzen, wenn ich Geld dafür bekomme, verkaufe ich.
In der Realität gibt es dann doch einen Teil von Menschen, die spenden, um an Geld zu kommen.
Die Zahlung kann man übrigens auch als Aufwandsentschädigung sehen.

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Sibylle1969 08.06.2018, 15:21
14.

An meinem Studienort gab es ein Unternehmen, das schon in den 90ern für eine Blutspende 50 DM gezahlt hat. Auf den Tipp eines Kommilitonen, der dort regelmäßig Blut spendete, bin ich auch mal hingegangen und habe Blut gespendet. Eigentlich eine Win-Win-Situation. Ich durfte wegen Eisenmangel und zu niedrigen Blutdruck zwar nicht nochmal spenden, aber ansonsten hätte ich das als arme Studentin sicher öfters gemacht.

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bdroege 08.06.2018, 15:30
15. Wichtiger bei Knochenmark/Stammzellenspende

Aktuell muss man für eine Knochenmark/Stammzellenspende 2+ wertvolle Urlaubstage opfern und trägt im Gegenzug das Risiko (wenn was schiefgeht = Dummheit wird bestraft)

Oder ist man inzwischen gegen die Risiken vollständig finanziell abgesichert und wird für die Spende krank geschrieben?

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tommycologne 08.06.2018, 15:33
16. klar doch

Natürlich macht die DRK mit den Blutkonserven einen gewaltigen Gewinn. Das kann man sogar in den Berichten der DRK nachlesen. Eine Blutspende kostet die DRk nach eigenen Angaben ca. 125 EUR. Verkauft wird eine solche Blutkonserve aber
für 275 Eur. Macht 150 Eur Gewinn. Und die angeblichen 125 Eur kosten sind zudem kaum nachvollziehbar. So soll lt. DRK z. B. alleine die Lagerung fast 20 Eur pro Blutkonserve kosten. Das ist schlichtweg Unsinn, es sei denn die vielen zehntausend Blutspenden werde alle einzeln in goldboxen im gefrier-Bankschließfach aufbewahrt. Tatsächlich erscheinen viele Kosten die die DRK pro Blutkonserve angibt (und mit denen die immer noch guten Gewinne machen) eher willkürlich festgelegte Werte zu sein. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die Kosten pro Blutspende bei der DRk wohl kaum höher sein dürfte als bei privaten Firmen, also 50 bis 75 Eur pro Blutkonserve. Inkl. Werbung, kontrolle, Lagerung, usw. D. h. Die DRK verdient pro Blutspende sogar gut 200 Eur. Wenn das so ein Defizitäres Geschäft wäre wie uns die Drk weis machen will, dann gäbe es wohl kaum so viele private Anbieter. So viel zur Gemeinnützigkeit.

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VormSpiegel 08.06.2018, 15:36
17. Argument Geld für Blut

Natürlich bekommt man mehr Spender sobald man dafür Geld vergibt.
Jeder Arbeitslose wird sich im Zweifel etwas extra dazu holen, wenn das entsprechend beworben wird und einfach zugänglich ist.
Ist aber eben auch eine soziale Frage, ob man eine Blutspende mit einem Geldbetrag betiteln will, was dann bedeutet das man praktisch die Menschen "ausbluten" lässt, die das Geld brauchen, nicht weil sie Spenden wollen, sondern weil das Geld für sie relevant ist.
Das hat dann doch negative soziale Konsequenzen und da spricht schon viel dagegen.

Das mit dem gespendeten Blut noch weiter Geld verdient wird erklärt sich praktisch von selbst, den es wird gebraucht und wie alles im Gesundheitssektor wird damit Geld gemacht, selbst wenn dadurch nur Kosten gedeckt werden würden ; aber überall wo es Geld gibt ist auch jemand der es übertreibt und diese Geldquelle in irgendeiner Form ausnutzt (und das müsste man mal bekämpfen als es einfach zu ignorieren).

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So oder so ist ohnehin nur noch eine Frage der Zeit bis "künstliches" Blut angeboten wird.

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bdroege 08.06.2018, 15:36
18.

Zitat von DHempelmann
Warum kann man für eine Blutspende nicht einfach eine absetzbare Spendenquittung über 20 oder 50 Euro erhalten? Oder ist das dann auch wieder unfair, weil dann Leute die keine Steuern zahlen, mal wieder nicht genau so viel erhalten, wie andere?
Dann müsste der Staat auf einnahmen verzichten, daher ist es unmöglich.

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noalk 08.06.2018, 15:38
19. Aufforderung an SPON

Marckmann behauptet: "... Blutspendedienste oder nachgeschalteten Firmen verdienten damit Geld ...". Ich fordere SPON auf, zu recherchieren, ob und wieviel Geld DRK-Blutspendedienste mit Blutprodukten verdienen und ob sie damit Gewinn machen. Das Ergebnis wäre mal einen vernünftigen Artikel wert.

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