Forum: Gesundheit
Medizin: Yes, we Can(nabis)
DPA

Die Hürden, medizinisches Cannabis auf Rezept zu erhalten, sinken. Dank eines neuen Gesetzes dürfen Ärzte es sogar verschreiben, bevor sie alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Das wurde auch Zeit.

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d.enkmalwieder 01.03.2017, 20:14
20. Propaganda!

Zitat von harpy
. Die bei uns bekannten und vertriebenen Sorten hanfblüten sind allesamt Züchtungen von Menschenhand. Der THC Gehalt der Blüten wurde seit der hippiebewegung in den 60er Jahren vervielfacht.
Das Potenzial einer Cannabispflanze, überhaupt THC zu produzieren, ist in ihrem genetischen Bauplan festgelegt und liegt etwa zwischen 5 und 25 %. Konkret heißt das, genau wie vor 1.000 Jahren, enthält auch heute das Harz in der Blüte einer Cannabispflanze ganz grundsätzlich bis zu 25 % THC. Im Durchschnitt rauchen wir heute Gras mit einem THC-Anteil von 12 – 17 %. Damals wie heute hat gepresstes Haschisch einen geringeren THC-Anteil. Der sogenannte "Platten-Marok" hat im Durchschnitt einen THC-Anteil von 5 – 10 %. Gemäß der Studie von P. B. Baker, K. R. Bagon und T. A. Gough, die im Jahre 1980 in der Zeitschrift »Bulletin on Narcotics« (Nr. 1/1980, S. 47-54) erschien, lag der durchschnittliche THC-Gehalt in untersuchten Haschischproben im Jahr 1978 bei 7,9 %. Der höchste Wert (26 %) wurde in einer Haschischprobe aus Indien festgestellt. Vor 30 Jahren wurden in Haschischsorten also ähnlich hohe THC-Gehalte vorgefunden wie in den letzten zehn Jahren.
Quelle: Drogen Info Berlin und Reitox Reporte der EMCDAA

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spassmann 01.03.2017, 21:54
21. nicht vergessen

Arzneimittel gehören in die Hand eines Arztes.Es wird genug Idioten geben die - Cannabis ist ja jetzt legal- mit dem Zeug rumexperimentieren.
jede pharmasubstanz hat Risiken und Nebenwirkungen.Und auch opiate -unter ärztlicher Kontrolle Hilfe und Erleichterung bringend-
bringen bei Missbrauch schaden.mit ASS macht man ja auch keine Party bis zur magenblutung.oder iboprofene bis zum nierenversagen.oder paracetamol bis die Leber kaputt geht.bei verantwortungsvollen Umgang mit Arznei ist Cannabis zur Erleichterung von Beschwerden eine leichter verträgliche Alternative

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martin58 01.03.2017, 21:55
22. Legal, illegal, scheissegal

Wer sich so vom Staat vorschreiben laesst was er zu sich nimmt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Dazu ein Staat, der ohne wissenschaftlichen Hintergrund und nur aus Arschkriecherei zu den USA eine Pflanze, die wild waechst, verbietet und die eigenen Leute ins Gefängnis schickt. Deutschland ist schon wie ein japanischer Kämpfer der das Ende des Krieges nicht mitbekommen hat. Die USA haben längst den Krieg gegen Cannabis aufgegeben, aber Deutschland ist wie immer hinterher und macht neue Opfer.

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Vorzeichen 01.03.2017, 22:07
23. Das Gegenteil ist richtig

Zitat von sarkasmis
Der medizinische Nutzen von Cannabis ist mit qualitativ hochwertigen Studien kaum erforscht.
Sagen Sie einfach mal so dahin, weil ... ja, warum eigentlich?

Wahrscheinlich, weil Sie sich nicht auskennen, bzw. unter "qualitativ hochwertig" schlicht etwas anderes verstehen als Wissenschaftler. Die Wirkung von THC auf den menschlichen Körper ist sogar hervorragend dokumentiert und analysiert.

Googlen müssen Sie aber schon selbst.

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aggro_aggro 01.03.2017, 22:15
24. Yeah!

Ein wirksames Mittel wird nach nur wenigen Jahrzehnten teilweise verfügbar gemacht.
Es ist doch völlig unverständlich weshalb das so eine schwere Geburt ist.
Opium ist auch ein aus einer Pflanze gewonnenes Rauschmittel - und doch sind Opiate schon immer selbstverständlicher Bestandteil der Medizin.

Die Abgabe als Rauschmittel ist es aber, die eine wirkliche Änderung wäre. Gangster in Frankfurt und Berlin kaufen sich Luxuslimousinen und jeder 14jährige hat unbegrenzten Zugang. Eine komplette Legalisierung würde vor allem minderjährige Kiffer und Dealer treffen. Hart.
Und die ganzen Schrecklichkeiten legaler Drogen? Die Niederlande sind noch nicht implodiert, Colorado auch nicht. Harry Anslinger ist der erfolgreichste Meinungsmacher der Menscheitsgeschichte.

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allessuper 01.03.2017, 22:38
25. arme Pharma-Industrie!

Zitat von Lichtenbruch
Das man Cannabis an Schwerkranke endlich freigibt ist sehr positiv, allerdings profitiert auch hier mal wieder die Pharmaindustrie über Gebühr. Während man gutes Cannabis an jeder Straßenecke für wenig Geld bekommen kann, kostet Dronabinol gemessen an der THC-Menge ca. 50mal soviel wie ein "illegal" erworbenes Cannabisprodukt. Wenn das nicht lukrativ ist!
haben Sie bitte etwas mehr Mitgefühl! Wovon sonst soll sie die vielen Lobbyisten bezahlen? Bill und Linda helfen schon mit, ganz Afrika zu impfen. Aber ob das reicht? Jetzt wo es keine wirksamen Antibiotika mehr gibt? Also ich bitte um etwas mehr Herz für die Pharma- und Agrarindustrie!

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unzensierbar 01.03.2017, 22:50
26. Was für ein Unsinn

"Gesunde rauchen um sich zu berauschen"

Was für ein Müll. Viele rauchen Cannabis nicht für das High, sondern einfach um entspannen und Stress abbauen zu können. Demnach sollte das sich jeder verschreiben lassen können. Oder es einfach komplett legalisieren.

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unzensierbar 01.03.2017, 22:53
27.

Wenn wir schon beim Thema sind, sollte wirklich Kranken, die ein Rezept dafür bekommen, auch einen buchstäblichen Freifahrtschein bekommen, Cannabis illegal zu erwerben. Auf illegalem Wege ist das weit aus günstiger und die Pharmaindustrie verdient daran nicht.

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a.weishaupt 01.03.2017, 23:03
28. Warum nur Schwerkranke?

THC kann auch als Substitut bei Alkoholsucht helfen, ebenso gegen Schalflosigkeit. Und nebenbei: übersteigerter Hang zum Rausch hat meistens psychische Probleme als Hintergrund. Wer diesen Hang mit Alkohol auslebt, handelt absurderweise legal, bringt aber sich und andere in Gefahr.

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practicus 01.03.2017, 23:36
29. Irreführung

da schon heute Probleme bestehen, die gerade eben 1000 Patienten mit Medizinalhanf zu versorgen, wird deren Zahl gar nicht steigen können...
Jede Erstverordnung von Cannabis muss von der Krankenkasse genehmigt weden, die Verordnungen unterliegen trotzdem dem "Wirtschaftlichkeitsgebot" - die Kosten für den teuren Stoff (15€/Gramm) fallen ins normale Verordnungsbudget und unterliegen der Wirtschaftlichkeitsprüfung. Es ist davon auszugehen, dass die Verordnungen strikt geprüft und ohne Zögern Regresse verhängt werden, wenn Duchschnittsmengen überschritten werden.
Zudem müssen die Ärzte jede Cannabisverordnung beim BfArM melden und dort eine umfangreiche Dokumentation vorlegen, deren Erstellung nicht honoriert wird-
Für uns Ärzte stellt sich die Cannabisverordnung vor allem als unkalkulierbres wirtschaftliches Risiko dar, so sieht das aus...
Das ist im Endeffekt ein "Cannabisverordnungsverhinderungsgesetz"

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