Forum: Gesundheit
Messwut im Hobbysport: Sensor unter der Sohle
Adidas

Wattzähler in Fahrradpedalen, Mikrochips in Joggingschuhen - mit aufwendiger Technik vermessen Hobbysportler ihre Leistungsgrenzen. Doch Experten beäugen die Zahlenfixierung kritisch. Denn auch der Körper gibt wichtige Rückmeldungen.

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jObserver 16.06.2012, 17:13
1. 12,3 km

Aha.

Es ist ein Problem, das viele vernachlässigen, dass viele (Hobby)Messgeräte eine recht große Differenz aufweisen. Die Elektroden des Pulsgeräts falsch gelegt: Messfehler. Das GPS-Gerät mit Signalverlust: falsche Daten. Und vor allem der Schrittzähler: bloße Schätzung.

Insbesondere bei "Nicht-Laufsport" ist ein Schrittzähler ohne irgendeine Aussagekraft. Ein kurzer Dribbelschritt wird im Zweifel genauso gezählt, wie ein 1,5 Meter Sprung. Und beim Fahrradfahren zählt er nicht selten auch mit. Sporadisch.

Eine Aussage kann man anhand der Schritte nur treffen, wenn man seine Schrittlänge kennt. Und die verändert sich zu allem Überfluss je nach Ermüdung.
Und andere Daten wie Herzschlag sagen nur etwas aus, wenn man Vergleichswerte medizinisch betrachtet. Sonst: falsch.

Es ist genau das gleiche wie mit dem Gewicht: Kilogramm alleine sagen nichts aus, Muskeln sind sogar schwerer als Fett.

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Leeuw 16.06.2012, 19:29
2.

Das ist richtig, bei Nikeplus lässt sich der footpad allerdings kalibrieren, indem man eine bekannte Strecke abläuft/geht. Trotzdem hatte ich auch danach kein grosses Vertrauen in die erhaltenen Daten. Nikeplus bietet aber seit einiger Zeit eine GPS-Uhr an, die einigermassen genau misst. Allerdings dauert es manchmal etwas länger, bis ein Signal gefunden ist. Am besten ist meiner Erfahrung nach die GPS-gestützte App des iPhones, funktioniert sowohl in der Stadt als auch auf dem platten Land, und das meiner Erfahrung nach auf allen 5 Kontinenten. Ein negativer Aspekt bei Nikeplus ist deren website. Zwar inzwischen wesentlich verbessert, finde ich sie immer noch nicht optimal was die Bedienerfreundlichkeit angeht.

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Somethinglost 16.06.2012, 23:14
3. Garmin Polar ?!

Ich benutze seit drei Jahren eine Garmin GPS-Laufuhr. Wen es interessiert, der mag sich einmal nach der Forerunner 305 erkundigen. Das GPS ist äusserst genau und die Uhr zeichnet neben der Route auch die Geschwindigkeit, die Höhenmeter und die Pulswerte auf. Anschliessend lässt sich alles prima bei Garmin Connect hochladen und auswerten. Von der Regulären (offline)Software sollte man sich jedoch nicht beeinflussen lassen... die ist nämlich Grottenschlecht. Auch Polar bietet ähnliche Alternativen und ich kenne einige Lauf/Fahrrad Kollegen die auf deren Produkte schwören. Von den Laufsensoren alá Nike und konsorten lassen die meisten jedoch die Finger.

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Monoton&Minimal 17.06.2012, 00:00
4. So ist es aber nicht...

Zitat von jObserver
Aha. Es ist ein Problem, das viele vernachlässigen, dass viele (Hobby)Messgeräte eine recht große Differenz aufweisen. Die Elektroden des Pulsgeräts falsch gelegt: Messfehler. Das GPS-Gerät mit Signalverlust: falsche Daten. Und vor allem der Schrittzähler: bloße Schätzung. Insbesondere bei "Nicht-Laufsport" ist ein Schrittzähler ohne irgendeine Aussagekraft. Ein kurzer Dribbelschritt wird im Zweifel genauso gezählt, wie ein 1,5 Meter Sprung. Und beim Fahrradfahren zählt er nicht selten auch mit. Sporadisch. Eine Aussage kann man anhand der Schritte nur treffen, wenn man seine Schrittlänge kennt. Und die verändert sich zu allem Überfluss je nach Ermüdung. Und andere Daten wie Herzschlag sagen nur etwas aus, wenn man Vergleichswerte medizinisch betrachtet. Sonst: falsch. Es ist genau das gleiche wie mit dem Gewicht: Kilogramm alleine sagen nichts aus, Muskeln sind sogar schwerer als Fett.
Das ist im wesentlichen kompletter Unsinn den Sie da schreiben. Die Technik, die Sie beschreiben gab es mal in den 80ern. Von "Schrittzaehlern" sind die Messgeraete weit entfernt. Es werden Beschleunigungen sehr genau gemessen und daraus werden Entfernungen berechnet,. Die Fehler liegen im Zehntel Prozentbereich. Die GPS sind im wesentlichen auch hervorragend und funktionieren selbst bei widrigen Bedingungen und im Wald mit einer hoher Präzision, zumal man diese Daten ggf. noch im Nachhinein am Computer korrigieren kann.
Was die Kalorienangaben angeht habe ich den Sinn noch nicht verstanden, und das scheint mir im wesentlichen ziemlich sinnlos zu sein...

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Monoton&Minimal 17.06.2012, 00:05
5. Beste Erfahrung

Zitat von Leeuw
Das ist richtig, bei Nikeplus lässt sich der footpad allerdings kalibrieren, indem man eine bekannte Strecke abläuft/geht. Trotzdem hatte ich auch danach kein grosses Vertrauen in die erhaltenen Daten. Nikeplus bietet aber seit einiger Zeit eine GPS-Uhr an, die einigermassen genau misst. Allerdings dauert es manchmal etwas länger, bis ein Signal gefunden ist. Am besten ist meiner Erfahrung nach die GPS-gestützte App des iPhones, funktioniert sowohl in der Stadt als auch auf dem platten Land, und das meiner Erfahrung nach auf allen 5 Kontinenten. Ein negativer Aspekt bei Nikeplus ist deren website. Zwar inzwischen wesentlich verbessert, finde ich sie immer noch nicht optimal was die Bedienerfreundlichkeit angeht.
Ich habe ausgezeichnete Erfahrungen mit den SUUNTO Produkten gemacht: sowohl der Foot POD als auch das gesamte Radzubehör - und zum Langlaufen im Winter den GPS POD. Die Ergebnisse sind wiederholbar und mit den Kartenmessungen konsistent.

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spon-facebook-10000034431 17.06.2012, 00:51
6. Braucht kein Mensch (mehr). Heutige Handys machen das alles besser als das teure Spor

Schrittzähler find ich garnicht so schlecht, selbst für`s Geocaching zähle ich beim Laufen die Schritte (mit Kopf und Fingern, um Akku zu sparen), Oft reicht das schon.
Zumindest laufe ich seitdem nicht mehr am nächsten Wegpunkt vorbei. Und bei meinen Berechnungen zur Schrittweite habe ich doch einen relativ gleichmässigen Schritt. Man muss aber auch dazu sagen das ich als ich da noch mehr drin war genau nach Takt von extra zusammengestellter/angepasster Musik gelaufen bin (180-190BPM).
Ach ja, das automatisch für unterwegs wäre mal echt eine fehlende Sache. Ein MP3-Player mit automatische Musikanpassung! Für Winamp gab es mal ein Plugin das konnte das ohne Tonveränderung (mit schlechter Qualität) life machen. Das ist Jahre her, wenn man es wollte könnte man es auch machen. Die allermeiste Musik ist vom Takt nämlich nicht für einen effektiven Laufschritt geeignet. Das ist wirklich eine Marktlücke!

Mal im Ernst, ich hab früher auch das ganze Zeug gehabt, HAC4 am Fahrrad (mit Höhenmesser,Puls,Computerauswertung), bzw. danach die GarminGPS-Sportdinger, irgendwie hat immer was gefehlt. Es war super das auswerten zu können, allein schon die Statistik für die eigene Motivation, allerdings nachdem mir zwei Outdoor-Garmin-Forerunner abgesoffen sind bei kurzem Wasserkontakt habe ich "notgedrungen" das Handy probiert.
Und was soll ich sagen - mit dem Handy geht das alles viel besser, einfacher, übersichtlicher, mit Ansagen wenn ich sie haben will, Musik , Communityfunktionen, etc.
Und... ich bin mit meinem nicht wasserdichten Handy auch schon komplett untergetaucht (versehentlich), das hält also mehr aus als sogenannte Outdoor-Geräte vom grossen G.
Zudem gibt es heute auch wasserdichte Handys.
Nebenbei kann man sich auch zum Ziel navigieren. Und Brustgurte gibt es auch für Handys (wobei... mit der Zeit meine ich weiss man wann man sich wie anstrengt, da trägt man den eh nicht mehr. Maximal bei nem Wettkampf).

Also ich denke, das ganze Technikgedöns braucht heute kein Mensch mehr. Jedes Smartphone kann das besser und schon wegen der eigenen Sicherheit hat man sein Handy ohnehin immer dabei. (Bei sehr langen Touren Akkupack nicht vergessen!)

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hacklberry 17.06.2012, 02:40
7. optional

Die wenigsten Firmen entwickeln doch solche Anwendungen um ernsthafte Leistungsdiagnostik durchzuführen. Die wollen neue Käuferschichten erschliessen bzw die Generation Smartphone dazu animieren das Premiumprodukt mit direkter Smartphone Anbindung und Pseudo Leistunsdiagnostik verkaufen.

Das Garmin ein "Pedal" mit Wattmessung entwickelt hat ist mir neu. Fall das SRM-System gemeint ist zu dem Garmin eine Schnittstelle anbietet muss gesagt sein, dass das keine Entwicklung des Amerikanisch-Taiwanesischen Navimultis ist sondern eine Entwicklung eines pfiffigen Deutschen Kleinunternehmens welches seit Jahren den Standard im professionellen Rad-/Triathlonsport darstellt.

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Holperik 17.06.2012, 08:10
8. Naja

Meine Beobachtung bei diversen Laufveranstaltungen ist mittlerweile, dass die Menge des mitgeschleppten Technikequipments im umgekehrt proportionalen Verhältnis zur Laufleistung steht.

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sancho_pancho 17.06.2012, 09:50
9. nike

Die Kalibrierung bei nike ist fantastisch!
Mache das ca. alle 2 Monate mal auf einer mit GPS-Signal abgemessenen Strecke. Die Abweichung zu einem GPS Signal ist wirklich vernachlässigbar und man muss sein Smartphone nicht mit sich rumschleppen (2 Wochen nach ner GPS-Vermessung und Kalibrierung bin ich exakt die gleiche Strecke gelaufen und es waren 83m Abweichung bei 8km Gesamtstrecke).
Selbst wenn's 200m gewesen wären, was sind 2,5% Abweichung, wenn man nicht Radcliffe im Nachname heißt.
Man kann alles übertreiben...

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