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Meta-Studie: Ist Cannabis eine wirksame Medizin?
Ian Philip Miller/ Getty Images

Cannabis kann seit 2017 in Deutschland auf Rezept ausgegeben werden. Doch noch ist bei vielen Krankheiten unklar, ob es überhaupt hilft - ein Studienüberblick zieht eine eher ernüchternde Bilanz.

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tutuban 29.10.2019, 16:17
1. Thcv

Interessant zu dem Thema vielleicht eine Studie zu Tetrahydrocannabivarin(THCV) zur Bekämpfung von Diabetes Typ 2.
THCV ist ein seltern in den Pflanzen produzierter Wirkstoff im Bereich von 0,5-3 %. Erst kürzlich wurden in Afrika entsprechende Strains entdeckt, die den Wirkstoff in höheren Dosen produzieren.
"It dose-dependently reduced glucose intolerance in ob/ob mice and improved glucose tolerance and increased insulin sensitivity in DIO mice, without consistently affecting plasma lipids. THCV also restored insulin signalling in insulin-resistant hepatocytes and myotubes."
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3671751/

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conductor 29.10.2019, 16:22
2. Schlechter fehlerhafter Artikel

... was sich gleich zu Beginn zeigt: Cannabis kann in Deutschland seit zweieinhalb Jahren verschrieben werden.

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jana45 29.10.2019, 16:25
3. es hilft bei viel mehr Dingen

Zum Beispiel bei Übelkeit, Schlafstörungen, fibrigen Erkrankungen - und bei mir auch wirklich bei Depressionen - wobei es auch glaubhaft erscheint, dass es nicht immer einen positiven Effekt bei psychischen Krankheiten hat. Allerdings ist Hanf eine traditionelle Heilpflanze, es sollte nicht zwanghaft industriell vermarktet und kommerzialisiert werden, sondern allgemein als Hausmittel akzeptiert werden (so wie zB. Kamillenblütentee).

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paule82 29.10.2019, 16:29
4. Irreführende Überschrift

Hier wird ein Studienüberblick gegeben. Ja, aber nur über einen Bruchteil der Erkrankungungen und damit Studien. "Ist Cannabis eine wirksame Medizin?" Antwort: Ganz eindeutig ja, kommt aber auf die Erkrankung an. Wer hier versucht Cannabis entweder als gut oder schlecht darzustellen, ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Es ist ein weites Feld und nicht so einfach wie manche Leute es gerne hätten. Es handelt sich nicht um einen allgemeinen Überblick. Bei psychischen Erkrankungen, sollte man tatsächlich vorsichtig sein. Bei anderen Erkrankungen ist die Studienlage eindeutig - und zwar sehr positiv.

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Kasob 29.10.2019, 16:36
5. Und was ist mit CDB?

Der Wirkstoff CDB ist ja eher für die beruhigende Wirkung verantwortlich. Gibt es ja auch in allen möglichen Varianten.

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mazzeltov 29.10.2019, 16:40
6. Verständnis

Das verstehe ich nicht: Zum einen wird betont, dass die sog. "Meta-Studie" untersucht, "ob Cannabis bei sechs verschiedenen Krankheiten hilft - und zwar: Depression, Angststörung, ADHS, Psychose, Posttraumatischer Belastungsstörung und Tourette-Syndrom".

Nach dem stoluen Ergebnis erfahren wir dann später am Rande, dass die meisten Teilnehmer an den zugrundeliegenden Medikamentenstudien "unter Multipler Sklerose oder starken Schmerzen und [b]zusätzlich unter einer Angststörung oder Depression[/i] [litten]"... (Hervorhebung Mazzeltov).

Also nicht nur, dass ADHS, Psychosen, Posttraumatische Belastungsstörungen sowie Tourette eigentlich anscheinend gar nicht Gegenstand der zugrundeliegenden Medikamentenstudien waren, sondern auch, dass die eigentlich ja offensichtlich im Blickpunkt stehende Wirksamkeit von Cannabis bei Mulitpler Sklerose oder starken Schmerzen gar nicht ausgewertet wurde? (Ich darf an das Wort "zusätzlich" erinnern...)

Also, entweder ist das im Artikel schlampig formuliert, oder die "Meta-Studie" ist die Randnotiz nicht wert.

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stefano15 29.10.2019, 16:48
7. Kompliziert

Die Kosten sind hoch , ca. 300 EU monatl.und die Verordnung ist sehr kompliziert. Bleibt eher eine Ausnahme ausschließlich bei unzureichender Wirkung oder Unverträglichkeit sämtliche r sonstigen Medikamente.

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birdofhermes 29.10.2019, 16:59
8. Nicht gut

Leider empfinde ich den Artikel als schlecht recherchiert, einseitig und unvollständig.
Das ist wirklich sehr enttäuschend.

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markusherbert1 29.10.2019, 17:03
9. Bittebittebitte

gebt es doch endlich frei. Soll jeder ein paar Blumen zuhause ziehen, bevor sich die Pharmalobby wieder die Taschen vollmacht. Der eine nimmt's gegen Depressionen, der andere zum Genuß und einer lässt sich nen Riesling schmecken.

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