Forum: Gesundheit
Misere in Heimen und Kliniken: Pflegekräfte pfeifen Gesundheitsminister Spahn aus
DPA

Zu viele Alte und Kranke, zu wenig Krankenschwestern und Ärzte: Wütende Pflegekräften demonstrieren beim Treffen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern für mehr Personal.

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allessuper 20.06.2018, 19:45
1. Ehre

wem Ehre gebührt (Pfeif- und Sirenenkonzert). Herr Spahn scheint mit dem Begriff Vertrauen nichts anfangen zu können, denn Vertrauen muss man sich erarbeiten. Und ist es erst einmal verspielt, wird es immer teurer. Das ist selbst den BMW-Marketinchefs bekannt, die wissen, wie teuer es ist, einen unzufriedenen Kunden wiederzugewinnen (nämlich das Vielfache von einem Neukunden). Und die Politik wollte uns zu Kunden machen. Now they have the salad. Der Kunde ist unzufrieden. Herr Spahn darf erst einmal seine Mikrofon- und Talkrundensucht stilllegen, sich von nutzlosen kommerzmedizinischen Projekten lossagen (Stichwort Telemedizin) und endlich an die Arbeit gehen, wenn ihm nicht alles um die Ohren fliegen soll. Im Gegensatz zu den letzten Jahren, wo alle noch still und duldsam diese Art von Politik duldeten, könnte es nun mit der Geduld auf der anderen Seite vorbei sein.

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b.liebt 20.06.2018, 21:18
2. Nennen Sie es Kapitalismus der schlimmsten Sorte,

aber solange ein Gesundheitssystem darauf ausgerichtet ist Gewinne zu generieren, wird sich die Situation eher verschlechtern.
Mit Gewinnen meine ich nicht die, die notwendig sind, um Krankenhäuser am Laufen bzw. dem neuesten medizinischen Stand zu halten und/oder Pflegeheime menschlich zu gestalten. Ich meine die Gewinne, die einem Investor in die eigenen Tasche fließen und zwar auf Kosten aller anderen.
Solange sich daran nichts ändert, sind alle Versuche der Politik zum Scheitern verurteilt.

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Pierre30 21.06.2018, 11:04
3. Wäre interessant zu erfahren,

wieviele der Gesundheitsminister Ärzte sind. Herr Spahn ist es nicht. Er verdankt den Job nur seinem Parteibuch.

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Nachteuie 21.06.2018, 12:59
4. Personal streikt - gegen Personalnot

Die Pflegekräfte des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg streiken zur Zeit: Nicht für mehr Geld, nicht für mehr Freizeit sondern für mehr Kollegen! Sie sind der Meinung, dass der Mangel an Pflegepersonal in ihren Arbeitsbereichen inzwischen so groß ist, dass ein Weiterführen dieses Systems nicht mehr verantwortbar ist. Eine Protestnote an den Bundesgesundheitsminister Spahn wurde von seinem Ministerium übrigens nicht angenommen....Man schwadroniert dort wohl lieber über Hartz-IV-Empfänger und Wirtschaftsflüchtlinge, als sich um seinen Job zu kümmern....

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streckengeher 21.06.2018, 16:47
5. 80.000 vs. 13.000?

Habe ich das richtig verstanden - es fehlen 80.000 Pfelegekräfte und Herr Spahn möchte 13.000 einstellen? Und bittet deswegen um Vertrauen`?

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CancunMM 21.06.2018, 18:03
6.

Zitat von streckengeher
Habe ich das richtig verstanden - es fehlen 80.000 Pfelegekräfte und Herr Spahn möchte 13.000 einstellen? Und bittet deswegen um Vertrauen`?
Tja wenn man wenigstens die 13000 hätte, aber wenn man nichts bezahlen will, wird den Job auch keiner machen.

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giostamm11 21.06.2018, 20:53
7. Herr Spahn

es ist ganz einfach. Pfegepersonal verdoppeln und Kompetenzen erhöhen. Deutsche Pfleger haben nicht die berufliche Qualifikation anderer Länder ( Schweiz, Italien, Frankreich) und in den Kliniken hat es davon im Vergleich zur Schweiz die Hälfte....Hohle Proklamationen sind leider in Deutschland die Norm. Geld in die Hand nehmen, Qualifikation verbessern. Dann gibt es auch keinen Pflegenotstand mehr

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giostamm11 21.06.2018, 21:01
8. Spahn wie Dobrindt

Proklamationen und dann das grosse Nichts. Viel Geplapper ohne jegliche Substanz

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jj.ll. 22.06.2018, 07:16
9. @giostamm11

Zitat von giostamm11
es ist ganz einfach. Pfegepersonal verdoppeln und Kompetenzen erhöhen. Deutsche Pfleger haben nicht die berufliche Qualifikation anderer Länder ( Schweiz, Italien, Frankreich) und in den Kliniken hat es davon im Vergleich zur Schweiz die Hälfte....Hohle Proklamationen sind leider in Deutschland die Norm. Geld in die Hand nehmen, Qualifikation verbessern. Dann gibt es auch keinen Pflegenotstand mehr
Was in anderen Laendern passiert, weis ich nicht. Dass italienische Pfleger besser ausgebildet sein sollen ist wohl eine Fehlinterpretation. Erstens arbeiten sie wenig (Krankenstaende, falsches Abstempeln), zweitens behandeln sie Patienten oft schlecht (alles in Zeitungsberichten nachzulesen). Vor allem leiden sie selbst sowie das gesamte Gesundheitswesen unter andauernden oerganisatorischen Schwierigkeiten (Improvisation ist an der Tagesordnung) und an der absoluten Herrschaft der Gewerkschaften.

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