Forum: Gesundheit
Missionarische Veganer: Der Irrglaube
Getty Images/ Westend61

Noch dürfen Menschen fast alles essen, was sie möchten. Doch viele Veganer scheint genau das zu plagen, klagt unser Autor Arno Frank. Warum sonst sollten sie Andersdenkende mit missionarischem Eifer verfolgen?

Seite 2 von 25
wessel54 04.08.2018, 13:03
10. Genetik des Menschen

der Mensch hat sich in zig tausend Jahren als "allesfresser" genetisch entwickelt. das zeigt neben der gebissform (mahlzähne für flanzliche Kost und auch Reisszähne für tierische Prdukte). Aber mir persönlich ist es auch egal, wer was isst, aber mein Grill, meine Regeln! Äpfel und Gurken wachsen im Garten, kann sich der eingeladene Veganer gerne bedienen beim Grillabend. andersrum würde ich nicht zu einem veganer-grillabend gehen. und das "bekehren" geht in meinen Augen immer von den "anderen" aus

Beitrag melden
cgoise 04.08.2018, 13:04
11. Mal ein paar Punkte:

Bei den vielen Gründen pro Veganismus, hier mal willkürlich mein Kommentar yu ein paar Punkten:
* nein, man muss kein Fruktarier sein. Es reicht völlig, nichts zu essen, was ein zentrales Nervensystem hat (= Schmerzen, = Angst, = Psychosen.) Wahlweise ist es auch deswegen unnötig, weil man vielleicht nur an die Umwelt senkt bei seiner Entscheidung keine Tiere zu essen. Oder an die Gesundheit.
* nein, man muss seine Lederschuhe nicht wegwerfen. Aber beim nächsten Schuhkauf muss es ja vielleicht kein Paar aus Leder sein.
* ja, unter Umständen will man andere überzeugen. Das hängt von den persönlichen Beweggründen ab. Wessen Entscheidung Pro Tierwohl oder Pro Umwelt ist, der versucht vermutlich andere an Bord zu bringen. Alles andere wäre ja schwachsinnig. Das wäre so, als wäre man gegen Diebstahl oder Mord, aber hielte es für eine persönliche Entscheidung, andere nicht zu bestehlen oder zu töten.

Beitrag melden
Lunifer 04.08.2018, 13:05
12. Vor 3 Tagen war Earth Overshoot Day

In Anbetracht dessen wird es immer wichtiger, unsere Lebens- und somit auch Ernährungsweise zu hinterfragen.
Der Artikel gießt aber eher Öl ins Feuer und unterstellt allen vegan lebenden Mensch missionierende Tätigkeit und/oder Scheinheiligkeit.

Ja, selbstverständlich müssen wir darüber diskutieren, wie wir mit veganer Ernährung bei Minderjährigen umgehen.
Ja, selbstverständlich müssen wir darüber diskutieren, dass auch bei veganer Ernährung die Landwirtschaft die Umwelt belastet.
Ja, selbstverständlich gibt es "Lifestyle"-Veganer, weil sich dadurch profiliert werden kann.

Jedoch ist sich jeder Mensch mit gesundem Verstand bewusst, dass er nicht durch missionieren anderen Menschen seine Gedanken, Hobbies, Ernährung etc. näherbringt, sondern durch positives Vorleben. Und so ist es auch bei veganer Ernährung. Die 10%, die der Gesellschaft ungefragt permanent auf den Keks gehen, gibt es auch bei Fußball, Politik, Musik undsoweiter.

Aber der Autor scheint hier alles über einen Kamm zu scheren und es liest sich, als ob er ein sehr großes Problem mit veganer Ernährung hat und daher eine ziemlich unsachliche Hasstirade loslässt. Das verstehe ich nicht unter Qualitätsjournalismus. Schade!

Beitrag melden
Sentimenta 04.08.2018, 13:08
13.

Komisch, ich empfinde es als komplett andersherum! Sobald ich nur irgendwo erwähnt habe, dass ich kein Fleisch esse kamen teilweise komplett fremde Leute auf mich zu, die - ohne meine Gründe dafür zu kennen - meinten, mir unbedingt erzählen zu müssen, dass sie ganz besonders gerne Steak essen und das am liebsten so richtig schön blutig ...

Beitrag melden
Teilzeitalleinerzieherin 04.08.2018, 13:09
14. das ganze Gewese um die einzig richtige Ernährung

ist einfach dekadent. Es geht uns hier zu gut. In diversen anderen Ländern auf diesem Planeten sind viele Menschen froh, wenn sie überhaupt Nahrung haben. Da gibt es nicht so ein Pseudoreligionsgehabe wie hier. Bestes Beispiel Kindergeburtstag. Da gilt es dann die Veganer, Vegetarier und Moslems mit den Laktose-, Glukoseunverträglichen und den Glutenunverträglichen sowie den makrobiotisch, lowcarb, zuckerfrei, salzfrei oder sonstwie Beschränkten unter einen Hut zu bringen. Und wirklich alle sind der festen Überzeugung, den einzig seeligmachenden Weg gefunden zu haben. Die echten Unverträglichen und Allergiker erkennt man deswegen auch sehr gut daran, dass sie um gar keine Extrawurst bitten sondern klaglos ihr Essen selbst mitbringen.

Beitrag melden
dasfred 04.08.2018, 13:12
15. Ich höre nur auf meinen Bauch

Wenn er Fleisch will, bekommt er Fleisch, will er Gemüse, dann bekommt er Gemüse. Von allem nur soviel wie nötig und nichts im Übermaß. Das schafft Vielfalt auf dem Teller und vermeidet Mangel oder Heißhunger. Was ich nicht mag, esse ich nicht, aber was ich mir versage, erzeugt nur Gier. Wer vegan leben kann, ohne bewusst verzichten zu müssen hat Glück. Wer nur noch Fleisch und tote Kalorien ißt, weil er das Bedürfnis nach Vitaminen und Aromen aus Pflanzen nicht mehr spüren kann, hat auch mit den Folgen zu kämpfen. Aus Essen eine Weltanschauung zu machen, ist mir aber denn doch etwas zuviel. Ich muss mit meiner Ernährung schließlich einen Organismus am laufen halten, nicht eine Ideologie.

Beitrag melden
angst+money 04.08.2018, 13:15
16.

Ein schönes Thema fürs Wochenende und so ein launiger Artikel ist die beste Art mit etwas umzugehen, was auf beiden Seiten banale, zurechtgebogene, meistens schlicht falsche und vor allem extrem säuerliche "Argumente" liefert. Weshalb ich (obwohl ich zum Veganismus ähnlich stehe wie der Autor) letztendlich doch auf die Seite der Veggies wechsele - alleine schon wegen der blöden Sprüche aus dem Fleischlager. Ich greife beim Fleisch mal zu, öfter auch mal nicht - aber weder ich noch die Welt werden dadurch besser.

Beitrag melden
groth2 04.08.2018, 13:15
17. Jedem das seine....

Generell muss man schon sagen "Fleisch wird überbewertet" bzw. "Fleisch ist eine Billigware mäßig guter Qualität", denn richtig gutes Fleisch (also von einem Tier das mal draußen rumlaufen durfte, nicht mit Kraftfutter und Antibiotika aufgepumpt wurde und sich womöglich mittels echtem Sex fortpflanzen durfte), das gibts nur noch selten. Verständlich ist der Wunsch der Veganer, das man "zurück zu den Basics" geht, aber eigentlich sollte man "zur vernunft" kommen. Wir müssen als Spezies langfristig einen Ausgleich zwischen Geben und Nehmen finden. Aktuell Nehmen wir mehr aus dem System Erde als wir zurückgeben. D.h. rein mathematisch heben wir einfach vom Ressourcenkonto ab..und da ist es egal ob es Rindfleisch, Eier, Chiasamen oder Himalayianisches rosa Bergsalz ist.... das Konto wird leer werden, wenn wir nicht zulassen das es nachwächst oder sogar noch besser die Regeneration unterstützen. DAS aber verlangt Verzicht, Vorausdenken und Aufwand. Da muss der SUV-Fahrer mal zu Fuß gehen, statt Malle mal Balkon und statt2 Tonnen grillfleisch eben mal ne Scheibe und einen Maiskolben dazu. Ob vegan oder nicht, ist wie schön dargestellt eine "Glaubensfrage". Und den sollte jeder und jede frei ausleben dürfen, mit der Einschränkung andere nicht zu missionieren oder in deren Grundrechten einzuschränken. Dann guten Hunger...

Beitrag melden
judas-adolf 04.08.2018, 13:16
18. Ökölogischer Fußabdruck

Zunächst einmal frage ich mich, warum der Spiegel dieses Veganer-Bashing betreibt. Die Artikel sind alles andere als ausgewogen und die Darstellung der gegenteiligen Meinung fehlt völlig. Zum anderen würde mich interessieren, wie der jeweilige ökologische Fußabdruck der verschiedenen Ernährungsformen ist. Natürlich ist ein hoher Fleischkonsum der ökologische GAU. Aber ich kann mir vorstellen, dass Vegetarismus deutlich besser abschneidet als Veganismus. Denn der Vergetarier kann eher Lebensmittel aus der näheren Umgebung beziehen, um sich vollwertig zu ernähren. Vegane Ernährung beinhaltet häufig exotische Lebensmittel (z.B. Kokosöl), die weite Tranportwege bedeuten. Es ist also die Frage, ob Veganismus tatsächlich der heilige Gral ist oder ob normaler Vegetarismus nicht zielführendet ist. Zumindest was den Erhalt dieses Planeten angeht.

Beitrag melden
Little_Nemo 04.08.2018, 13:17
19. Wenn der missionarische Eifer Ausgang hat

Zitat von FrankZimmermann
Lustigerweise ist es meistens aber genau andersrum, da wird der Grillabend mit möglichst viel FLEISCH zu einer spirituellen Messe hochstilisiert (siehe auch u.a. Edeka-Werbung) und jedem Vegetarier erzählt, wie toll doch FLEISCH ist. Da geht der missionarische Eifer deutlich stärker vom Fleischesser aus. Aber bei den meisten Vegetarieren/Veganern bekommt man es ja häufig gar nicht mit, daß sie Vegetarier/Veganer sind, da sie das für sich entscheiden haben und alle anderen damit in Ruhe lassen. Die aggressiven Veganer sind da eher die Ausnahme (und zahlenmäßig den aggressiven Fleischessern deutlich unterlegen).
Naja, das folgt wohl der Logik von Aktion und Reaktion. Wenn mich jemand mit veganer Propaganda zutextet und mich zum Barbaren und Unmenschen erklärt, weil ich das tue, was Menschen schon seit Jahrtausenden tun, nämlich neben pflanzlicher auch fleischliche Kost zu essen, dann reagiere vielleicht sogar ich mit solchem Trotz und fordere die Missionare auf doch mal in ein Steak zu beißen. Ansonsten käme ich auf den Gedanken gar nicht. Tatsächlich, das muss man ja auch mal erwähnen, kenne ich niemanden, der ausschließlich Fleisch ist. Insofern liegt der Fanatismus da dann doch wohl eher bei den Vegetariern und Veganern. Denen ich ihren Fetisch aber gar nicht vermiesen will. Es ist unzweifelhaft richtig, dass auf diesem Planeten zu viel Fleisch verzehrt wird. Aber nicht deshalb, weil es eine Barbarei wäre, sondern, weil es in dem Ausmaß ökologisch fatale Folgen hat. Was wiederum daran liegt, dass wir Menschen einfach zu viele sind. Wenn also Vegetarier und Veganer ihre Finger vom Fleisch und anderen tierischen Produkten lassen, ist das ganz in meinem Sinne. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Entlastung des Ökosystems und umso mehr bleibt für uns.

Was die Werbung anbelangt ("Fleisch ist ein Stück Lebenskraft"), haben Sie natürlich recht. Das ist nunmal Werbung. Die funktioniert bei veganen Produkten genauso. Aber ich kenne ansonsten ganz ehrlich niemanden, der irgendjemanden zum Fleischessen missionieren will. Und ich kenne schon gar niemanden, der irgendjemanden ächtet, weil er (auch) Obst und Gemüse ist.

Beitrag melden
Seite 2 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!