Forum: Gesundheit
Missionarische Veganer: Der Irrglaube
Getty Images/ Westend61

Noch dürfen Menschen fast alles essen, was sie möchten. Doch viele Veganer scheint genau das zu plagen, klagt unser Autor Arno Frank. Warum sonst sollten sie Andersdenkende mit missionarischem Eifer verfolgen?

Seite 3 von 25
hareck 04.08.2018, 13:26
20. Soso, Veganer fahren also auch gern SUV?

Wieder was gelernt :-/
Da hier einfach solche Platitüden hingeknallt werden, möchte ich behaupten, dass der Verfasser nicht aufklären will, sondern einfach Schubladen bedienen und verstärken.
Und stellen Sie sich vor, ich kenne Menschen, die nicht nur "möglichst", sondern "völlig" vegan leben, und was man ihnen überhaupt nicht anmerkt. Ohne laut zu sein wird man halt nicht wahrgenommen.

Beitrag melden
Tobi F 04.08.2018, 13:30
21.

Strenggläube Jain dürfen auch keinen Ackerbau betreiben. In dem Sinne ist diese Religion also kaum ernst zu nehmen, es sei denn man hat kein Problem sich von einer großen Menge an "Ungläubigen" ernähren zu lassen.

Beitrag melden
adal_ 04.08.2018, 13:34
22. Gönnen können und die Spaßbremse

Zitat von MisanthroperVeganer
Es ist halt einfach, auf Minderheiten rumzuhacken und denen zu erzählen, was die alles falsch machen. Radikale Fleischesser erlebe ich sehr häufig, radikale Veganer-Fehlanzeige. Beispiel: Meine Frau feiert mit der Familie ihren Geburtstag und hat ein vegetarisches Menu im Restaurant bestellt. Ihr Bruder bestellt auf ihre Kosten für sich und die Kinder Fleischgerichte. Daran ist natürlich meine Frau schuld-ist ja eine Spassbremse.
Wo ist der Sinn Ihres Postings? Ihre Frau ist doch keine Spaßbremse, wenn sie jedem seinen Spaß gönnt, z.B. dem Bruder den Fleischgenuss. Oder etwa nicht? :-)

Beitrag melden
apoberzerk 04.08.2018, 13:41
23.

Über das Thema Veganer könnte ich mich jetzt, mitten im Geschehen lebend, auslassen, bis vom scrollen die Maus aufgibt, lasse es aber. ;-)
Ich möchte nur anmerken, dass die Auswahl an Milchalternativen mittlerweile sehr groß ist und ich leben nicht in einer riesen Stadt. "Servicewüste" würde ich jetzt so nicht unterschreiben. Ein Problem bei den Preisen ist nicht nur Angebot und Nachfrage, sondern auch die Mehrwertsteuer. Man muss immer noch 19% berappen, warum ist mir unbegreiflich. Ist Reismilch und Co wirklich Luxus ?!

Beitrag melden
sikasuu 04.08.2018, 13:43
24. Als wir von den Bäumen stiegen, erlaubte uns die omnivore Lebens-...

.. weise unser Hirn zu heutiger Größe zu entwicklen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Allesfresser
Dieser Trend scheint sich umzukehren :-)
.
Nicht gegen Leute mit speziellen Essgewohnheiten, wenn sie nur nicht so UNLOGISCH & Scheuklappen behaftet wären.
.
Vegan kann man HEUTE NUR dann Leben, wenn man den Rest der Welt ausbeutet.
So wie sich den CO² Fußabdruck berechnen lässt, lässt sich auch ein "Fleischfußabdruck" jedes Menschen ausrechnen.
.
Und OHNE die Fleisch essenden Mitmenschen würden "Veganer usw" kläglich verhungern. Jedes Teil seiner Umwelt enthält seinen Anteil Fleisch.
.
Konsequent Vegan hieße mit dem Grabholz sein Einkorn anbauen, in eine Holzhütte leben, zu Fuß gehen usw.
.
Ist schon lustig wenn Leute ihre "Ideen" so schmalspurig denken, missionieren, sich moralisch überlegen zeigen wollen, das denken, aber das nur auf Kosten ihrer "Missionsziele" geht:-(
.
Wie soll eine "vegane Welt" den funktionieren? Ohne Nahrungsketten, ohne die Nutzung von nicht zum Ackerbau geeigneten Flächen für Tiere?.....
.
Last alle Nutztier FREI! Und dann müssen die aussterben &verhungern weil sie Nahrungskonkurrenten sind & uns das nötigte Futter von den Äckern "klauen"!
.
Eine Idee, die nur auf Kosten ANDRER gelebt werden kann & wenn man sie konsequent zu Ende denkt, im Chaos endet, kann ich nur noch höflich als "verschroben" bezeichnen!

Beitrag melden
Haywood Ublomey 04.08.2018, 13:44
25. Es ist zum Veganer werden!

Ich bin es nicht, ich bin nicht mal Vegetarier. Aber bei Texten wie diesen würde ich es gern werden und ärgere mich, dass es mir nicht gelingt.

Arno Frank mogelt, wenn er vegane Lebensweise zur Ersatzreligion der oberen Mittelschicht umdeutet. Dabei geht es einfach nur darum, keine Tiere zu quälen. Dieser Wunsch hat nicht nur die Ethik klar auf seiner Seite, sondern in Zeiten der Verwüstung ganzer Landstriche und Meeresgebiete natürlich auch die Ökologie und die Ernährungssicherheit. Es lässt sich also schwer etwas dagegen sagen, wenn man sich nicht lächerlich machen will. Darum greift Frank sich ein paar „Lohas“ heraus und witzelt über deren Selbstoptimierungswahn. Damit drückt er sich aber nur vor der bitteren Einsicht, dass Fleischverzehr (und leider auch der Verzehr von Milchprodukten) ethisch nicht zu rechtfertigen und in seinem heutigen Ausmaß ökologischer Wahnsinn ist. Ich nehme an, dass er das sogar weiß.

Beitrag melden
wdiwdi 04.08.2018, 13:47
26. Basiswissen Biologie

Zitat von dborrmann
Im Lankavatara-Sura, achtes Kapitel, wird das Essen von allem, was atmet abgeraten. Das ist ein interessanter Aspekt, da die Atmung, Aufnahme von O2 und Abgabe von CO2, dem animalischen Leben eigen ist, Planzen aber mittels Chlorophyl das Gegenteil tun. Damit wäre eine vegane Lebensweise ganz im Sinne eines Mahayāna-Buddhisten, der dem Lankavatara-Sutra folgt.
Auch Pflanzen atmen O2 und erzeugen CO2 - die Zellatmung ist die gleiche wie bei Tieren. Zellenergie wird durch oxidative Verstoffwechselung von z.B Zuckern erzeugt, die bei Pflanzen dann durch Photosynthese erzeugt und nicht gegessen wurden. Einfach gesagt - nur tagsüber bei Sonnenschein erzeugen Pflanzen mehr O2 als sie es verbrauchen, weil dann neben dem Energiestoffwechsel noch die Photosynthese läuft, und anders herum läuft es für die Bilanz von CO2 (von Komplikationen wie C4-Fixierung mal abgesehen). Sie dürfen also konsequenterweise nach Ihrer Argumentation auch keine Pflanzen mehr essen. Ein sorgfältig zusammengestellter Archäenbrei könnte eine Alternative sein.

Beitrag melden
lrtnick 04.08.2018, 13:48
27. Da ist es wieder, dass....

SOMMERLOCH!
Größer als je zuvor, muss an der Hitze liegen.
Missionierende Veganer? -> nervig, aber nur ein kleiner Prozentsatz der vegan lebenden Menschen. Genauso nervig sind die missionierenden und trollenden "puren Fleischesser".

Was jedoch sachlich zu diskutieren wäre ist, wie geht man mit der ressourcen Verschwendung um?
Wenn man nach einem halben Jahr schon alle nachwachsenden Rohstoffe aufgebraucht hat, muss man sich doch die Frage stellen, wo kommen die weiteren Ressourcen her, welche Auswirkungen hat der Abbau jener und wieviel/wie lange kann man so weiter leben?
Dass eine vegane Ernährung zumindest Ressourcen sparender ist, sollte einleuchtend sein, denn die Nutztiere leben nicht von der Luft und Liebe ihrer Bauern und ferner ist allgemein
Bekannt, dass Wirkungsgrade nicht höher als 1 seien können (hier weitergedacht in Verbindung von Kilo-Pflanzennahrung für Nutztiere pro Kilo-Fleisch der Nutztiere).

Beitrag melden
Beat Adler 04.08.2018, 13:54
28.

Veganer zu werden, um Tiere zu schuetzen? Ist es so? Kann bitte ein Veganer, der hier mitliest, dazu Stellung nehmen!

Was ist falsch an der artgerechten Nutz-Tierhaltung? Duerfen die Nebenprodukte, die auch bei der Herstellung von veganen Lebensmitteln anfallen, (Bier, Zucker, Mehl, Pflanzenoel) an landwirtschaftliche Nutz-Tiere verfuettert werden oder nicht?

Bitte um Antworten. Danke im voraus.
mfG Beat

Beitrag melden
Nepomuk 04.08.2018, 14:06
29. Uns geht es wohl zu gut

Sich in einer saturierten Gesellschaft wie der unsere so intensiv mit der vermeintlich richtigen Ernährung zu beschäftigen ist, angesichts des Hungers in der Welt, auch eine Form der Dekadenz.

Beitrag melden
Seite 3 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!