Forum: Gesundheit
Mythos G-Punkt: Reine Knopfsache
Eva Haeberle / SPIEGEL ONLINE

Auf dem Weg zum perfekten Sex ist der weibliche G-Punkt angeblich ein entscheidender Schalter: Warum aber finden ihn dann Frauen wie Männer so selten? Darauf haben Wissenschaftler eine Antwort.

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a.maassen 22.10.2018, 14:23
10. Märchen

Zit: "Denn wir wissen seit 1998, dass die Klitoris bis tief in den weiblichen Unterleib hineinreicht."
Dieses Märchen wird vom Spiegel zu passenden Gelegenheiten immer wieder verbreitet. Ich besitze ein Anatomielehrbuch meines Vaters, in welchem die weibliche Anatomie vollständig und richtig abgebildet ist.
Auch während meines Medizinstudiums (1976 ff) habe ich das genauso gelernt. Dazu auch die komplette Innervation. Für Leute mit anatomischen Kenntnissen war die Diskussion um den "weiblichen Orgasmus" und irgendwelche "G-Punkte" ohnehin immer eine Gespensterdiskussion. Unbeschadet der Tatsache, daß "Orgasmus" , im Übrigen bei beiden Geschlechtern, ein hochkomplexes psychosomatisches Geschehen ist. Just aus diesem Grunde ist ein Orgasmus ja auch völlig ohne genitale Stimulation möglich (wenn auch nicht besonders häufig)

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g_bec 22.10.2018, 14:37
11. Wahres Wort

Zitat von a.maassen
... Unbeschadet der Tatsache, daß "Orgasmus" , im Übrigen bei beiden Geschlechtern, ein hochkomplexes psychosomatisches Geschehen ist. Just aus diesem Grunde ist ein Orgasmus ja auch völlig ohne genitale Stimulation möglich (wenn auch nicht besonders häufig)
Ein wahres Wort kühn ausgesprochen. Denn Frauen und Männer können "Feuchte Träume" mit allen Konsequenzen erleben. Deswegen erscheint diese ganze Diskussion "vaginal, kitoral, anal, oral) doch etwas absurd und eher dem Leistungsdruck der Frauen- und Männermagazine inkl. deren Anzeigenkunden geschuldet.

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siryanow 22.10.2018, 15:34
12. Sex

Es ist genauso wie bei langen Beziehungen der Muehe wert sich Zeit zu lassen, die Fantasie anzuregen und es dadurch spannend zu erhalten. Das gilt ebenso für Selbstbefriedigung

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homernarr 22.10.2018, 16:41
13. Ausprobieren

Ausziehen, ankucken, antatschen, quatschen, ausprobieren.
Sich vielleicht mal nicht in die Augen kucken und den Partner spielerisch "untersuchen"?
Arztspiele sozusagen.
Am Anfang sowieso. Den anderen Körper kennenlernen.

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cindy2009 22.10.2018, 16:57
14. Erkenntnis

Was wird hier in dem Artikel beschrieben, was nicht Dr. Sommer und Co auch schon jahrelang kommunizieren? Soll das jetzt Aufklärung für Erwachsene sein, die so manches versäumt haben? Ich verstehe es nicht.

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MDen 22.10.2018, 17:05
15. So viel Wahres

Dem Internet sei ewiger Dank, dass man sich wirklich breit gefächert ansehen kann, was Menschen tun, wenn sie es sich (selber) machen. Und gerade die gleichmacherischen Deutschen können erkennen, dass es da wirklich alles gibt und verschiedene Menschen ganz verschiedene Sachen mögen. Deswegen gilt eigentlich: Jede ist für seinen Orgasmus selbst verantwortlich. Wenn jemand anderes, ihn Dir besorgen soll, zeig ihm/ihr/ Ihnen wie und wo. Das gilt gerade für Frauen. Zum Glück bin ich bisher nur mit Menschen zusammen gewesen, die keine Probleme hatten klar zu machen, wie sie es am liebsten mögen. Das waren aber auch keine Deutschen. Ich persönlich glaube, dass den meisten Deutschen ein natürliches und positives Verhältnis zum Sex fehlt. Man sieht ja in den vielen Artikeln zum Thema, wie verquer die Haktung zum Thema mittlerweile ist.

P.S.: Ich bin nicht verklemmt, aber leider muss man gerade auch 2018 sehr damit rechnen, dass ein deutliches Wort über Sex der Zensur zum Opfer fallen würde. Denn darüber zu reden oder zu schreiben, geht heute weniger als z.B. noch vor 30/40 Jahren.)

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MDen 22.10.2018, 17:05
16. So viel Wahres

Dem Internet sei ewiger Dank, dass man sich wirklich breit gefächert ansehen kann, was Menschen tun, wenn sie es sich (selber) machen. Und gerade die gleichmacherischen Deutschen können erkennen, dass es da wirklich alles gibt und verschiedene Menschen ganz verschiedene Sachen mögen. Deswegen gilt eigentlich: Jede ist für seinen Orgasmus selbst verantwortlich. Wenn jemand anderes, ihn Dir besorgen soll, zeig ihm/ihr/ Ihnen wie und wo. Das gilt gerade für Frauen. Zum Glück bin ich bisher nur mit Menschen zusammen gewesen, die keine Probleme hatten klar zu machen, wie sie es am liebsten mögen. Das waren aber auch keine Deutschen. Ich persönlich glaube, dass den meisten Deutschen ein natürliches und positives Verhältnis zum Sex fehlt. Man sieht ja in den vielen Artikeln zum Thema, wie verquer die Haktung zum Thema mittlerweile ist.

P.S.: Ich bin nicht verklemmt, aber leider muss man gerade auch 2018 sehr damit rechnen, dass ein deutliches Wort über Sex der Zensur zum Opfer fallen würde. Denn darüber zu reden oder zu schreiben, geht heute weniger als z.B. noch vor 30/40 Jahren.)

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elisa1 22.10.2018, 17:11
17.

Ein von süffisanter Männerverachtung triefender Beitrag. Hier wird unterschwellig vermittelt, dass Männer sich ständig in Frauenangelegenheiten einmischen, es sexuell nur ganz simpel brauchen (Orgasmusknopf) und daran Schuld sind, wenn Frauen sexuell unglücklich durchs Leben gehen.
Ja, man muss es Männern hoch anrechnen, sich Gedanken über die weibliche Lust zu machen. Auch Wissenschaftlern. Wenigstens tun sie es. Vermutlich würde das Ganze noch immer kaum Frauen interessieren, weil sie sich allzu oft mit den Gegebenheiten abfinden.

Dabei frage ich mich manchmal, was Frauen wie die Autorin für ein Männerbild haben. In meinem Leben sind mir fast ausschließlich Männer begegnet, denen es das Wichtigste (oder Heiligste) war, mich im Bett glücklich zu machen bzw. zum Orgasmus zu bringen. Manchmal fast schon zwanghaft! Und die wichtigsten Begegnungen waren die, bei denen Männer mir das Gefühl vermittelten, einfach offen sein zu dürfen. Was meines Erachtens ausschließlich ältere Exemplare verstanden, die auch keine Scheu hatten, einfach nachzufragen.

Es gibt definitiv verschiedene Orgasmen. Und "vaginale" Orgasmen, die sich bei mir durch heftige Kontraktionen zeigen, übertrumpfen einen schnellen Masturbationsquicky an der Klitoris um ein Vielfaches. Ob das bei jeder Frau so ist, kann ich nicht sagen. Aber eine Sache ist klar, wenn frau sich nicht traut, dem Partner Hinweise zu geben oder den eigenen Gelüsten genügend Wertschätzung zuzugestehen, können Männer nun mal überhaupt nichts dafür.

Und wie schon mehrfach angedeutet ist der rein mechanische Orgasmus völlige Utopie. Was im Kopf abgeht, ist weitaus durchdringender und effektiver, um Lust zu erfahren. Das kann Romantik (Liebe) sein, Ästhetik (Attraktivität) oder Fantasie sein. Wobei letztere wohl den größten Anteil haben dürfte, zumindest, wenn man sich ab einem bestimmten Alter als Frau beim Sex sicher ist. Da reicht schon mal ein fixieren der Handgelenke, ein schmutziger Satz oder eine härtere Gangart, um innerhalb von Sekunden eine Überdeckung mit der eigenen Wunschfantasie festzustellen und zum Höhepunkt zu kommen. Das lernt man, wenn man Lust dazu hat. Nicht aber, wenn man alles Männern zuschiebt und ihre oft mehr als gut gemeinten Bemühungen in solchen Beiträgen lächerlich macht.

Furchtbar!

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lachina 22.10.2018, 17:17
18.

Der Artikel sagt doch, dass es den G- Punkt gar nicht gibt, sondern dass er ein Teil der Klitoris ist, deren Wurzeln tief in die Scheide reichen. Dann gibt es auch kein Scheidenorgasmus, sondern alles sind klitorale Orgasmen.
Wenn eine Frau nicht mag, dass man ihre Klitoris berührt, ist sie halt sehr sensibel dort und es tut weh - dann ist die indirekte vaginale Stimulierung schon stimulierend genug.

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FrieFie 22.10.2018, 17:59
19.

@a.usemann: Was tun dann die Frauen, die noch nie, auch nicht bei aktivem, abwechslungsreichem und nichts zu wünschen übrig lassendem Sexualleben noch nie, nicht ein einziges mal ihren G-Punkt fanden?
Haben die nun ein Defizit?
Solche, das Erleben anderer bewertende Kommentare, sind die Ursache für sehr viel Frust bei Frauen und Männern. Niemand ist dadurch geholfen, wenn nun wieder stundenlang mal da, mal da gerubbelt wird. Ich möchte das mit 53 nicht mehr... ich hätte lieber, dass man aufmerksam auf einander eingeht, und nicht auf die Maßstäbe anderer.

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